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Donnerstag, 18. April 2013

STUDIE 6.Tag, Do, 18.4.

Gute Nachricht am Morgen: das Wetter soll halten. Auch gut war der Ruhepuls mit 56, also nur noch 5 Schläge über Normal. Trotzdem bissel matschig....

Erst mal Essen-fassen. Mit dabei natürlich Jan, der seinen 2. Ruhetag antreten durfte und Valentino, der uns Ernährungstrategien erzählt hat bevor er das Eigelb aus dem Ei popelte.
Die Schlacht wollte ich euch ersparen, daher das Vorher-Bild:
 
Irgendwie fragt man sich doch bei dem Bild, wer hier der Ernährungsberater ist. :-)))

Danach Rad packen und zur 1. Einheit des Tages: Sprinttraining, 30/30er wie an Tag 3. Leider hat Basti Uni und ich muss alleine los. Bissel windig heute aber noch warm. Bin den Berg hochgeprügelt, einen Sprint nach dem andern. Hab mich selbst angeschrien :-)). Lief gut. Genauso gut wie vor 3 Tagen. Schon strange.

Dann Pause und Mittagessen. War müde und draußen keine Sonne, daher hingelegt. Markert macht Mittagsschlaf, was ganz Neues. Wirklich motiviert war ich für die 90km-Runde auch nicht, zudem sah es nach Regen aus. Aber kneifen ging ja nicht, also wieder Rad packen und los. Heute Mittag auch alleine. Am Anfang lief es super und ich hab mich in Topform gefühlt, Puls kam auch gut hoch aber dann hat mich der Wind so gekillt, die Ohren haben nur noch gerauscht, die Beine nur am Drücken, die Arme nur im Unterlenker. Erst Sodbrennen, dann Bauchweh, am Ende keine Lust mehr und dann kamen Knieschmerzen hinzu. Ich war froh nach 3 Stunden wieder an der Uni zu sein und erstaunlicherweise war ich kaum langsamer als die Tage zuvor.

Deshalb zu Markert's-Geheimnis Nr. 2: Kopf und Körper = BIG LOVE. Ist nicht neu aber macht trotzdem fast keiner. Ich bin dankbar für das, was ich habe und das pflege ich auch. Es geht nicht immer drum zu meckern, was alles gehen könnte oder was gerade nicht geht oder wie man sich noch schinden könnte, sondern zu sehen, was der Organismus imstande ist zu leisten und das ist ne Menge. Meiner kämpft seit 6 Tagen und zeigt doch immer wieder eine enorme Stärke und Bereitschaft. Dafür versorge ich ihn mit allem, was er braucht, um sich gut zu fühlen, rede ihm gut zu, wenn er schwächelt und pushe ihn, wenn wir Speed brauchen, ernähre mich gesund, trinke und esse regelmäßig, creme und massiere und daheim bekommt er auch ab und zu ne Massage. Ich kann dazu nur jedem raten. Gebt Acht darauf und macht ihn nicht kaputt. Je mehr mein Kopf und mein Körper zusammenarbeiten desto mehr Leistung bringe ich.
Aber auch das ist nur ein kleiner Teil.... morgen verrate ich mehr ;-)

Aber nun GOOD NIGHT da draußen. Morgen wieder 4,5 Stunden auf dem Rad. Mein armer Hintern............................. von wegen Bär. Der Wolf hat den Bär gefressen :-)


Die Falten werden von Tag zu Tag tiefer. Das Grinsen bleibt :D





Mittwoch, 17. April 2013

STUDIE, 5. TAG - Mi 17.4.

Freunde, Freunde, ich werde von Tag zu Tag besser! Von wegen tot-gehen. :-)

Also von vorne: heute morgen Ruhepuls bissel niedriger als gestern, 57, also schon mal ein gutes Zeichen, zudem eine halbe Stunde länger geschlafen, weil ja heute ein halber Ruhetag wartete. Frühstücken mit Jan und dann um 10:30 zur Uni rübergeschlendert. Wieder Blutabnahme. Ergebnis: Hämatokrit runter auf 38,2 % (40,5 % an Tag 1), Hämoglobin auch auf 12,2. Alle anderen Werte absolut top. Ach ja, wieder Fettmessung an 10 Stellen und auch hier kamen nur 6 % raus. Ich finds ja immer noch unglaublich aber so langsam muss ich es fast glauben. Pusht mich umso mehr! :D Gewicht 700g hoch. Ein Nutellabrötchen zu viel? :-))) Dann Spungtest. Auch hier 2cm niedriger. Ok, wohl doch ermüdet :). Danach Tensiomyographie, die Muskelspannungsmessung an den 4 Oberschenkelmuskeln. Ob sich da was geändert hat, konnten wir nicht anschauen.

Nachher Mittagessen in der Sonne und irgendwie bin ich da ganz schön schlapp geworden. Aber zum Schlappmachen gab es keine Zeit, denn die 3-Stunden Einheit wartete ja noch. Also Rad packen und meinen heutigen Begleiter abgeholt. Hatte ja keine Lust auf Begleitung, wollte Musik hören und hab bissel porös rumgezickt aber Sascha hat sich fürsorglich um mein Wohl gesorgt und den Studi angewiesen, hinter mir zu fahren. Am Ende haben wir uns viel unterhalten und sind nebeneinander hergefahren da ich kein Bock auf Hinterrad-Gedöns hatte. Die Zeit ging super schnell rum und bis zur Brücke unten an der Saar hatten wir nen 29,9 er Schnitt auf 2:45 Std. Not bad. Gleiche Zeit wie gestern: wieder über 2:15 im G1, fast ne halbe Stunde drüber und 18 min drunter. Mann bin ich gut ;-)! Aber hey, bei dem Wetter ist das vielleicht auch keine Kunst – ich bin so ein Sonnenkind, unglaublich! Da springt mein Herz, egal wie fertig ich sein sollte.

Und tatsächlich hab ich mir heute nen Sonnenbrand an den Armen eingefangen. Wer hätte das gedacht?! Beste Woche ausgesucht, alles richtig gemacht.

Hey, vielleicht sollte ich doch Etappenrennen fahren? Mit 2 kg Karotten im Gepäck fahr ich wie der Teufel! Diese geraspelt, gefrorene Beeren dazu, Apfel, Birne und Orange ( je nach Saison) mit Quark, Hüttenkäse, Milch und bissel Eiweiß. Das nach der Tour = mein Geheimnis ;). EIN Geheimnis. Die andern verrate ich in der nächsten Folge.

Wünsche euch allen einen schönen Abend. Die Jungs spielen ja jetzt gleich, das finde ich dann doch spannend! Good Luck. Wenn die so rocken wie ich heute, dann ist das Endspiel gegen Bayern sicher!

CU tomorrow. Ich habe Sprints mit Basti auf dem Programm. YEAH!
xxx


Sascha vorgestern nach der Tour, an seinem letzten harten Tag. Der war fertig :-).

Erst mal Vitamine besorgt! Das macht schnell Freunde.

Der Ausblick aus meinem Zimmer. Ziemlich spannend was da drüben abgeht. Nice Place.

Gestern wars bissel bewölkt. Teilabschnitt auf meiner 90km-Tour. Heute war es schon grüner....

Voll ausgestattet mit Garmin und Polar, Watt und Puls.


Dienstag, 16. April 2013

STUDIE 4. Tag, Dienstag, 16.4.

MOIN! Ruhepuls ähnlich wie gestern, also satte 10 Schläge too much und wieder nur 7 Stunden, 21 Minuten Schlaf. Viel zu wenig für das Trainingspensum. Die verquollenen Augen verraten mich. Eijeijei. Bei den 5 min Pulsmessen im Stehen kann ich die Augen kaum aufhalten und friere unter der Decke. Mimimimimi :-))).

Ab zum Frühstück, wo ich vergebens etwas Obst oder ne Scheibe Gurke suche. Alles mehr als überschaubar und eine mega unfreundliche Servicekraft obendrein. Tut meiner guten Laune aber keinen Abbruch und auch Jan ist guter Dinge. Er hat heute Tag 8, also die Tests wie an Tag 1. Ich hau mir dann das rein, was es gibt: 2 Brötchen mit Nutella und Marmelade und ne Schüssel Müsli mit Joghurt. Ich hab Hunger. Mein Ernährungstagebuch passt kaum noch auf eine DIN A4 Seite :-)

Heute wieder 1 Std. EB mit Basti auf dem Morgenprogramm und dann die 90km-Runde heute Mittag. Er heute erstaunlich ruhig, hat bissel zu viel gemacht die letzten Tage und will am WE nen Triathlon bestreiten. Hat sich also bis auf 2 Intervalle easy im Windschatten gehalten. Ich hatte bombastische Beine und Druck wie Sau. Meinen Puls oben zu halten war kein Problem, sogar wattkonform und so bin ich den Radweg unten an der Saar mit 33km/h entlanggebrettert. Verging super schnell.

Danach erst einmal Großeinkauf: Äpfel, Birnen, Orangen hatte ich noch, Karotten :), Milch, Quark und Hüttenkäse, gefrorene Beeren, usw. Das wird wenigstens morgen ein besserers Frühstück und für heute Mittag bin ich dann auch versorgt. Ach ja, ne fette Creme hab ich auch noch gekauft, die ich mir sogleich zentimeterdick auf den Hintern geschmiert habe. Es ist wirklich hart und unappetittlich aber der leidet natürlich bei so vielen Einheiten und ich TRottel hab mich vor der Tortur hier noch fein rasiert und dachte die Sitzcreme brauche ich nicht unbedingt. Autsch! sag ich da nur. In der Zeit hier lautet das Motto: "Lieber Bär als Wolf :-D!" Und ja, es tat gut in der Schmiere zu fahren und selbst nach 2 Stunden war es noch auszuhalten.

Das mit dem "brauche-ich-nicht" habe ich übrigens auch über die Schutzbleche und die Rainlegs gedacht und wie ich vorhin gehört habe, soll es am Donnerstag nur schütten. Gute Nacht, Miss Markert. Ich hab am andern Ende mit dem Gepäck gespart. Nun ja, wer weiß was bis dahin geschieht. Vielleicht doch kein Regen. Zur Not auf den Cyclo im Keller. Da sterbe ich dann bei 3 Std aber auch.... fuck. Aber ist derzeit noch nicht aktuell, insofern abwarten.

Also zurück zum Tag:
Wieder zur Sportuni. Sascha völlig porös, ich muss lachen. Der muss ja auch die Tests fahren und fragt sich wohl, wie gut er abschneiden wird an Tag 8. Derzeit hält er noch den eigentlich geheimgehaltenen Probandenrekord über 40km Zeitfahren. Nämlich unter 1 Std. Am Ende war er nur ne Minute langsamer als am 1. Tag. Not bad.

Ich kurz nach 13 Uhr alleine auf die Runde. Ist eh immer die Gleiche, also großartig verfahren kann man sich nicht. Die Musik pusht und die Sonne blitzt auch ab und zu aus den Wolken. Es macht Spaß, ich erreiche gut meinen GA-Bereich und fahr die 89 km in 2:58 Min. War dieses Mal nur 17 min drunter und satte 2,5 Std. voll im Bereich. YEAH - Markert rockt heute!

Abendessen mit Jan.
Morgen halber Ruhetag. Auf alle Fälle bedeutet das mehr Schlaf :)!
Euch auch ne GUte Nacht das draußen.

Nach der Tour ne Schüssel gefrorene Erdbeeren+Obstsalat, Quark und Milch mit Zimt. Das läutet sogleich die Regeneration ein - bei mir zumindest :-). Dann noch Fragebögen ausfüllen und klar, das Ernährungsprotokoll rechts. Fleissiges Bienchen.

Unglaublich, was diese Beine imstande sind zu leisten...

Nach der 2. Einheit heute. Die Augen rot vom vielen Gegenwind, bissel fahl. Die Anstrenung kann man nur bedingt überschminken ;-) Übrigens tolles T-Shirt von meinem Sponsor. Merci hierfür



STUDIE 3. Tag, Montag, 15.4. 2013

Ruhepuls heute morgen schon im Bett bei 60, im Stehen dann über 70. Oh je, kein gutes Zeichen. Zudem dicke Augen und echte Müdigkeit nach nur 7,5 Std. Schlaf. Viel zu spät ins Bett… Immerhin das Kopfweh endlich weg und die Stimmung super. Bissel packen, denn heute großer Umzug in die Sportlerstätten der Uni.

Um 9:30 aber erst einmal Training mit Basti. Heute auf dem Plan 3 Serien à 30/30er Sprints. Nice. Denn die machen schnell ;-)))) Sascha und Jan haben wieder EB auf dem Plan, da sie ja bereits bei Tag 7 sind und Volker hat seinen Tag 8 erreicht und damit wieder die Tests vom Anfang. Leider kommen neue Probanden erst zum WE aber dann bin ich ja schon fertig. Bissel blöd aber Sascha organisiert mir sexy Waden, die mich auf den Einheiten begleiten. Morgen vielleicht mal alleine aber auch mal gut, wenn man nicht immer am Hinterrad kleben muss.

Sind also easy zu nem Berg, dann die Sprints gefahren. Basti stellte sich hierbei wieder als absoluter Top-Trainingspartner und Motivator raus. War echt cool und ich bin die 3 Serien super durchgefahren und irgendwie ging es gut, trotz Puls vom 196. Sau schnell rumgegangen die Einheit. So langsam sind wir ein gutes Team denke ich. Danach Mittagessen in der Sonne. Schön…..  Dann zu 3. los auf die 100km-Runde. Sascha, Jan und ich. Befürchtete ja schon schlimmes und habe mich voll ausgestattet mit Routenbeschreibung, noch die Karte vom Saarland aufs Garmin geladen, 2 Riegel, genug Trinken, usw. Aber die Jungs waren ziemlich platt, so dass wir gut meinen Bereich gefahren sind. Hatte auch Zeit die wunderschöne Landschaft anzuschauen und die Düfte des Frühlings aufzusaugen. Gestern ging da ja nichts mehr, außer Überleben. Heute also tolle Tour. Nach 2 Stunden war allerdings fertig mit toll. Ich wollte nicht mehr. Der Hintern tat weh, die Beine waren müde, ich wollte nicht mehr treten. Hab die Minuten gezählt. Laaaannnng.
Danach ins Paradies gezogen. Super riesiges Zimmer mit 2 Betten und alles neu, alles ruhig und top. Heizung zum Wäsche trocknen obendrein. Oh yes, hier lässt es sich aushalten! Zimmer top - Essen flopp. Also Sportler suchen hier vergebens nach Gesundem. Ok, abends war es in Ordnung. Mir war alles egal, hauptsache viel ;-).

Jetzt schon wieder spät und morgen warten ja wieder 4 Std., also besser ich gehe gleich ins Bett. Gute Nacht Freunde.

vor der Tour - Sonne satt!

Jan und Basti bei der Auslesung der Uhr nach der Tour. Basti freut sich, weil die Jungs so platt sind :)


Sonntag, 14. April 2013

STUDIE, 2. Tag, Sonntag, 14.4.2013

8:51 effektive Schlafzeit, 6 Mal aufgewacht, 2 mal Toilettengang. Laut Kali, mein kleiner Freund am Oberarm eine Schlafeffizienz vom 93 %. Not bad. Gefühlt trotzdem ganz schön matschig heute morgen aber hochmotiviert.
Frühstück mit Jan, einem anderen Studienteilnehmer und Teamkollegen von Sascha. Dann ab zur Sportuni, erste Einheit um 9:30. 1 Std. EB. Also schnell das neue Wattlaufrad rein und ab gings mit meinem neuen Bootcamptrainer und selbsternannten "Mr. Wahnsinns-Hammerwade" Basti, der sich heute morgen als ausgesprochen umgänglichen Trainingpartner herausstellte. Selten eine EB Einheit so easy gefahren. Wir haben uns über Triathlon, Trainingspläne und generell Training und die Studie unterhalten und zack war die Zeit um. 1:30 gesamt. Kurz in die JHB und später zum 2. Training um 13:30 wieder hin. Dieses Mal in der Gruppe mit Sascha, Jan und Volker, sowie Basti & ich. Flottes Tempo zu Beginn. Ich habe 3 Stunden teilweise teils ganz schön gelitten und gejammert und fand es unruhig und habe nur das Hinterrad oder die "Superwaden" von Basti angestarrt, der meinte, ich soll nicht meckern. Ok, Puls oftmals voll G2 oder drüber. Oh fuck. Das bei dem schönen Wetter! Solche Ausfahrten kenne ich ja noch aus meinen Radanfängen. Fazit: den Frauenrekord hier wohl gebrochen, denn die 100 km haben wir genau in 3 Std geschafft, sogar mit einem Verfahrer und dem überlaufenen Radweg unten an der Saar. Hammer! Am Ende haben wir auch abreißen lassen und Basti ist brav konstant die letzten 40 min vor mir gefahren. Viel besser. Auf dem Plan 3 Std. GA, am Ende hatte ich  1:08 GA, 1:08 G2 + EB, Rest drunter. Soviel zum Ga Training hier. ;) Konnte am Ende trotzdem noch lachen und die ersten Streifen habe ich auch. Bei 24 Grad. Ich sag ja: wie GC. Eben nur härter.
Abendessen in der JHB mit Jan und dann ab zu Sascha, der uns eben einen Nachtisch servierte wie daheim - gefrorene Beeren + Joghurt. TOP! Gute Nacht Freunde. Eure Reb.

STUDIE, 1. Tag, Samstag 13.4.2013

Samstag, 13.4. 2013 Beginn der Studie. Thema Regeneration oder besser: wann gehe ich tot? 11 Tage Zeit :) Experiment beginnt.

Unvorteilhafter Start um 5:59 nach einer mega unruhigen Nacht. Fühl mich schon tot bevor es beginnt. Hätte ich mal weniger gearbeitet schießt es mir durch den Kopf aber in den 11 Tage verdiene ich nichts, also keine Wahl. Pulsmessung 7 Min im Bett. Ich schlafe fast wieder ein. Danach 5 min im Stehen, die Uhr (Polar) stoppt nicht, sondern macht andauernd Laps. Ich blick's nicht, renne zu den Unterlagen, Puls 130. Puhhh. Ob die Daten auswertbar sind? Danach der erste von einem ganzen Paket Fragebögen. Wie ich mich fühle in 100 Varianten und was ich gegessen habe, wie und wann geschlafen, usw. Durchsichtiger werde ich wohl nie wieder sein. OK, Frühstück und dann irgendwann ab auf die Autobahn in Richtung Saarbrücken. Ich bin müde und kann mir nicht vorstellen, dass meine Beine einen Stufentest überstehen, geschweige denn Zeitfahren. "Scheiß Prüfungsangst" geht mir durch den Kopf und beschwichtigende Worte meines Hirns: "Take it easy Markert". Mein Navi versetzt mir den nächsten Pusausschlag, nachdem das Ladekabel einen Wackler hat. Es funktioniert nur noch liegend auf dem Beifahrersitz und wehe man kippt es leicht, geht es sofort aus. Oh mein Gott. Habe vorsichtshalber noch die Route ausgedruckt, da das Problem bereits 2 Tage vorher auftrat. Lächeln. Alles wird gut, ab morgen scheint die Sonne. Wenn das kein Zeichen ist? Ich lache und finde es lustig wie ich lache, also lache ich weiter. Witzig. In Straßburg mal kurz verfahren aber schnell wieder auf Kurs. 2 Stunden später bei Regen in Saarbrücken. Punkt 10 Uhr nachdem ich mich noch mal auf dem Uni-Gelände verfahren habe. Irgendwie stell ich mich aber auch doof an. Vielleicht funktioniert mein Hirn doch nicht. Oder ich werde alt?! Wahaaaaa.
Dann kommt auch schon Sascha auf mich zu und ein paar andere Probanden reden von "Foltermaschine" und "tot gehen" und ich denke: Oh je….. ich bin schon tot, kann man noch toter gehen? :) We will see.
Dann Arzt-Check, Blutabnahme, Ruhe-EKG, Gewicht 57kg, Größe 171,5 (ein Highlight – ich dachte nämlich schon ich wäre geschrumpft, nachdem die Sportuni nur 171 angegeben hat), Sprungtests und Tensio-irgendwas – Messung der Muskelspannung mittels Stromstößen. Das sog. Folterinstrument :). Ich fand es halb so wild aber hätte ruhig regelmäßiger sein dürfen :). Ach, vorher noch  Fettmessung an 10 Stellen. Ergebnis: unter 5%!! Geht das? Egal. Jedenfalls wenig ;). Reine Muskelmasse also. Austrainiert, also voll auf GO! Oder besser gesagt, erst einmal 20 km Zeitfahren. Mittlerweile 12 Uhr mittags, mein Magen knurrt und getrunken hab ich seit heute früh auch wenig. Shit. Schnell noch ein Gel und Kirschsaft, der mir gleich mal fettes Sodbrennen verursacht. Dann ab auf's Rad. Mein Rad eingespannt. Ich jammer bissel rum wie tot ich bin und bekomme sofort ein "Mimmmiiiimimimi" von Basti (wird hier wohl mein neuer Trainingspartner). "Du Arsch" schießt es mir durch den Kopf und Anna, eine sehr nette, hübsche Sportstudentin, die mein Ohrläppchen malträtieren darf zeigt mir welche Sprache Basti versteht. Bin ja mal gespannt, wie oft der meinen Mittelfinger zu sehen bekommt in den nächsten 11 Tagen :). Das macht mir Spaß! Laktak plus Spiro - kein Spaß sag ich euch. Nach 10 min unter der Maske wird mir schlecht und ich bekomme Kopfweh, meine Nase läuft ohne Unterlass. Ätzend! Markert, da musst' jetzt durch. Schaff ich die 20 km in 30 min? Nee, keine Chance. Am Anfang zu schnell los. Noch immer 2.5km. Fuck. Gas geben. Mittlerweile schreit mich Basti an. Find ich gar nicht so schlecht aber ich bin leer und müde. 35:30 Ziel. Enttäuschung. Ich bin ne lahme Kuh oder liegt es am Tag? Beidem wahrscheinlich. Abhaken. Danach 2 Std. Pause. Ich fahr in die Jugendherberge, in der ich 2 Nächte schlafen werde. Kaufe noch bissel was ein für's Mittagessen. Ich sterbe fast vor Hunger. Selbst vor den spanischen vollgepumpten Erdbeeren mache ich nicht Halt. Sie schmecken leider nach Nichts. Dann gleich wieder in die Sportuni, diesmal Sprints. Basti und Anna schreien mich nun beide an, 30 Sekunden lang. Fuck. Meine Beine fühlen sich an wie zerhakt und vollgepumpt mit Blei. Basti meint danach, dass ich wohl kein Sprinter sei. Hmm, ich bringe heute wohl nirgendwo Leistung. Danach wieder 2 Std. Pause. Ich kaufe Kuchen und lege mich 30 min hin. Unglaublich. Weiß schon gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal Mittagsschlaf gemacht habe. Oh, wie gerne wollte ich weiterschlafen aber Nein, stand ja noch der Stufentest auf dem Plan. Ok, schnell anziehen und um 17:30 wieder hin, diesmal in Teamklamotten. Vielleicht klappt das ja besser. Test bestand aus 3 min jeweils 50 Watt Steigerung innerhalb der Zeit. Bei der 300er Stufe nach 1,5 min abgebrochen. Ergebnis morgen. Dann duschen, Abendessen.
 Ach ja, habe nun 2 stetige Begleiter: "Kalli" - ein Gerät am Oberarm, was meinen Schlaf aufnimmt und meine Aktivität, sowie Kalorienverbrauch und die Polar-Uhr, mit der ich ständig mein Herz kontrollieren muss. Ob ich bei so viel Elektrosmog überhaupt pennen kann? Nun ja, alleine bin ich jedenfalls jetzt nicht mehr.
Essen war Schrott und ich vermisse meinen 3-stöckigen Sprossengarten und gescheites Gemüse, statt dessen Bratwurst, Kartoffelgratin und Salat. OK. Quark mit Kirschen als Nachtisch. Seltsame Gestalter hier, Niveau Sozialverein und ein paar ältere Herrschaften, die einen Spruch nach dem andern reißen. Hoffentlich werde ich so nie. Die reden mit dem Wackelpudding, als könnte der antworten. Crazy.
Nun sitze ich hier oben auf einem Doppelstockbett in einem mini Zimmerchen, habe alles aufgelistet, was ich heute verspeist und getrunken habe, Kali  zeichnet fleissig auf, gleich noch Schlafbogen ausfüllen und dann hoffe ich auf eine erholsame Nacht. Denn morgen wartet endlich Fahren in der Sonne draußen! Oh yes!!!! Morgens EB, 1 Stunde. Basti wird mich begleiten und zur Not anschreien. Soll er machen, dem werd ich's schon zeigen! :). Später 3 Std. Grundlage. Ich hab Bock drauf. Nachdem ich weiß, dass viele an Tag 11 besser waren als Tag 1, hab ich umso mehr Bock. 6 Tage Vollgas, 4. Tag Halb-Ruhetag. Let's rock.
Freitag, 25. Januar 2013

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Letzte Woche Schweißzeit - diese Woche Eiszeit!

Sonntag, 20. Januar 2013

Tag 10

Heute Abflug. Leider. Beim Aufstehen auch ganz schön bewölkt, zum 1. Mal seit unserer Ankunft. Frühstück wie immer. Die beiden Benny's sind schon um 8 los, während der Rest easy machte. Arne hatte sein Leihbike bereits gestern abgegeben und Chris hatte keine Lust mehr, also sind Jürgen und ich die kleine Runde zum Ayagaures-Stausee gefahren. Auf dem Rückweg kam uns Saxo-Bank entgegen.
Danach schnell Rad verpacken und zum Flughafen mit der 1. Fuhre. Ich saß mit Chris dann ab 13 Uhr am Flughafen. Arne hat den Rest geholt. Die Warterei schien endlos, das mitgebrachte Essen ist auch bald ausgegangen und so sind wir ständig losgezogen um Nachschub zu holen. Flug noch ne Stunde Verspätung. Dann 4 Std. im Flieger. Müde. Hunger. Nachts angekommen, Heim. Noch ausgepackt, ne Fertigsuppe und ne Dose Pfirsiche gegessen und um 2:30 ins Bett.

Fazit: ca. 36 Std. Training, ca. 830 km gefahren, ca. 16.200 HM

Bungalow top, Leute top, Wetter top, keine Stürze oder Ärger, alle happy und wohlbesonnen zurück. War ne schöne Zeit und jederzeit wieder in der Kombi. Jeder hat seinen Beitrag geleistet und die Mischung war supi:

Benni Stark, unser Tier in jeder Hinsicht und dabei immer lächelnd, zurückhaltend, nett. Tolle Lebenseinstellung, scheint rundum happy zu sein.

BJ, der wieder hochmotiviert ist und den ich schon lange nicht mehr so glücklich gesehen habe. Voller Power und guter Laune. Wenn das anhält, müssen sich alle andern da draußen warm anziehen.

Jürgen, unser Schmusebär :-) hat brav Gundlage trainiert und sich wacker geschlagen, wenn er mit den Jungs unterwegs war. Der kann sich auf ne schöne Saison freuen, wenn er bei sich bleibt und auf sein inneres Gefühl hört.

Arne ist ohne Grundlage und vorangeganger Grippe jeden Berg ohne Anstregung hoch (zumindest sah es so aus :)). Schon krass oder? Wobei der ja auch mal ganz groß dabei war, was ich gar nicht wusste.

Chris, ein echter Lienhart-Dauerkämpfer. Hut ab! Super Leistung. Schon beeindruckend und gegen Ende hatte der sichtlich Freude an den Bergen :-). Coole Socke!

... und nicht zuletzt Daria, mit der ich stundenlang im Bett geredet habe. Ne bessere Mitbewohnerin hätte ich mir nicht vorstellen können.


kleiner Stausee - Ayagaures

Tag 9

Königsetappe: Tal der Tränen, 126,5 km, 3050 HM, 5:36 Fahrzeit (fast 24 Min schneller als letztes Jahr!)

Irgendwie wollte ich es heute doch noch mal wissen. Letzter Tag. Bissel bewölkt aber ich hatte ein gutes Gefühl. Ja, heute die Königsetappe zum Abschluß. Gut gefrühstückt mit Joghurt, Müsli und Massen an Obst. Zu 5. los. Chris ist gleich am Anfang allein in Richtung Fataga. Für ihn war es am Ende auch der beste Tag. Vorne die beiden Benny's, dann Jürgen & Arne, die sich nicht klar waren, was sie tun sollten, dann ich. Alle viel stiller als sonst. Nur mal kurz die Frage wie Jürgen die vielen Bohnen morgens verträgt ;-). Ein kurzes Schmunzeln, dann wieder Schweigen. Die Wellen auch mega easy hochgerollt, wahrscheinlich, weil ich erzählt hatte, wie easy die Pinky's da hochfahren und Benny noch was gut machen wollte. Keine Ahnung. 1:30 in Mogan, dann von Arne getrennt.
Der meinte vorher schon, dass seine Beine fertig seien und er Richtung Ayacata hoch will, ich ganz klar für das Tal der Tränen. Musste Jürgen überreden mitzukommen. Also ab nach San Nicolas, wo wir erst einmal den Supermarkt geplündert haben. Ich habe auf der Tour unglaubliche Mengen gegessen: 3 Fruchtschnitten + 6 Müsliriegel + Mentos + Apfel! BJ hat sich erst mal 1000 kcal auf einmal reingehauen. Er wusste ja, was ihn erwarten würde, auch wenn die Jungs außenherum fahren wollten und die krassen Anstiege im Tal der Tränen vermeiden. Nur Benny Stark hat eisern an seiner Diät festgehalten und nur Wasser getrunken. Eijeijei. Hungernd am Berg, hungernd ins Bett. 10l Wasser am Tag. Ich könnte das nicht.

Was ein geiles Rad.... Blick nach Teneriffa. Unten San Nicolas. Blühende Mandelbäume und Ziegen überall...

Jürgen wieder unentschlossen, hatte einerseits Schiß vor den Rampen und wollte andererseits BJ beweisen, dass er doch Power hat. Wir uns also getrennt. Die drei außen rum, ich alleine die Rampen hoch. Im Unterlenker. Mit Musik. Ich bin da so gut hochgekommen, meine Beine waren top, keine Rückenschmerzen. Das Athletiktraining hat sich ausgezahlt. Ein Urlauber hat das Spektakel gefilmt und die wenigen Menschen dort oben haben mir zugejubelt und mich angefeuert. Mir kamen fast die Tränen, so krass war irgendwann die Mischung aus der Anstrengenung, dem Adreanlin, der Musik, der wunderschönen Umgebung. Tolles Gefühl.




Nach den ersten heftigen Rampen eine kleine Verschnaufpause...
Oben in Ayacata auf Arne und Chris gestossen, die den Gipfel gefahren waren. Ich wollte gleich weiter ohne Pause und hatte meinen Rekord von letztem Jahr mit 5:59 zu schlagen, also wieder Unterlenker und Gas. Die Jungs hatten auch Spaß dran und so hat sich Chris vor mich gehängt und mächtig reingetreten. War das cool!!!!! Arne auch mitgemacht und wir sind in Richtung Heimat geprügelt. Sau cool. Am Ende war ich krasse 24 min schneller als letztes Jahr. Bj und der Rest kam etwas später, die auch alle mega happy und Jürgen hat brav mitgehalten :). Absoluter Top-Tag für alle Beteiligten.

Dann noch kurz in den Pool und Abendessen. Unglaublich, welche Massen wir mittlerweile verdrücken. Bislang war Fett und Diät auch nur randläufig ein Thema aber irgendwie wurde BJ nun von Benni angefixt und Jürgen wird sich wohl auch wieder kasteien. Bin ich froh, dass ich mein Körperfett konstant das ganze Jahr auf 15 % ohne hungern halten konnte und auch nach dem Trainingslager so viel wiege wie zuvor.

Die Saison kann kommen. I'm ready.




Tag 8

4:48 Fahrzeit, 103 km, 2280 HM 
Heute wieder allgemeine Unentschlossenheit und nach ner nervigen Auseinandersetzung gestern mit Benny, hatte ich mehr Lust alleine zu fahren, zumal Jürgen in den 2 Tagen zuvor immer weggefahren ist und wir eh nie gemeinsam unterwegs waren. Heute schon um 10 Uhr los, jeden Tag ein bissel früher. Auf dem Weg nach Soria habe ich an einem Kreisel in der Ferne die Pinky's gesehen und Gas gegeben. Puh, gleich mal ein EB-Intervall am Anfang. Dann mega easy mit der Gruppe über die Wellen gerollt. Im Soria-Tal sind Matze & Co dann nach dem Watt-Buch, was derzeit ja in aller Munde ist, heftigste Intervalle gefahren und das auch noch den Berg hoch bis Soria. Crazy :). Ich bin mit Katrin, die nach einer Kotzeritis am Vortag geschwächt war und Andreas, einem aus deren Combo den Ansteig hoch und wir sind dann zu zweit weiter in Richtung Ayacata. Matze & Co mussten erst einmal pausieren. Die Tour ging dann über ne ruppige Straße nach Santa Lucia, wo wir uns mit Kuchen und Cortado versorgt haben und dann über Fataga Heim. Dort am Anstieg auf ne 3er Gruppe Hobbies aufgefahren, die schon in Schlangenlinien unterwegs waren, Schlußlicht bildete ein Mädel. Die Jungs fanden unser Überholmanöver gar nicht toll und haben das Mädel angefaucht, Gas zu geben. Die also wieder an uns vorbei. Am nächsten Anstieg wir wieder aufgefahren und überholt. Die Typen am Durchdrehen und wieder Gas gegegen und wieder an uns vorbei. Mir hat's dann aber auch gereicht. Kurzer Blick zu Andreas und wir haben die letzten Meter Gas gegeben und den Berg hochgesprintet. Manchmal nervt es auch mich.... ;-) Nach der Tour, Chris und Arne am Pool getroffen. Bin dann noch ein paar Bahnen geschwommen und ab zum Abendessen. Ich war etwas müde und konnte mir die immer gleichen Stories über Doping, Doping und noch mal Doping nicht mehr anhören und bin früher ins Bungalow zurück. Natürlich hat der Rest gleich mal ne Runde gelästert, weil ich mich den andern angeschlossen habe. Eijeijei, schlimmer als Mädels!

Richtung Fataga
Mittwoch, 16. Januar 2013

Tag 7

Ruhetag: 5 Stunden Sonne, dann ging nichts mehr, weil Sonnenbrand-Gefahr :). Nee, brav mit Jürgen um 11:15 zum Aqua-Jogging nach unserm morgendlichen Rumgesitze nach dem Frühstück:

Jeden Morgen gleiches Bild.
Ganz schön anstrengend das Gestrampel mit Händen über Wasser! Natürlich nur 4 Fitte im Wasser und die roten Wale draußen am Zuschauen. Danach allgemeine Unentschlossenheit, was den restlichen Tag anbelangt. Die einen wollten mit dem Auto rumfahren, die andern chillen und am Ende gammelten wir wieder wie die Sardinen in der Sonne. Benny hat mir aus seinem Doping-Buch vorgelesen und Jürgen mal wieder dauergimbrig. Eigentlich nichts Neues. Sind dann auf ne 2-Std-Wanderung am Strand und durch die Dünen, die beiden Benni's ne Runde rollen und Arne + Chris nach Puerto de Mogan. Und schon wieder ein Nackter, der im 4-Füsslerstand mit Arschloch in der Luft ne Sandburg gebaut hat. Schon seltsame Leute hier. Alles dabei.

Dünenwanderung mit Jürgen.
... Und so sitzen wir wieder hier, Jürgen krabbelt die letzten Nüsse von Chris vom Tisch und wir unterhalten uns über Rotweine und wie viel Jürgen nun morgen fahren muss mit all dem Zusatzfood intus, um dieses wieder abzutrainieren. :)

Freunde, so lässt es sich leben...
Vor Benni's Bungalow. Auch jeden Abend das gleiche Bild.
 
Dienstag, 15. Januar 2013

Tag 6

4:50, 120 km, 2080 Hm erst mit Gruppe bis Mogan, dann mit Arne weiter.

Heute war Grüppchen-Bildung angesagt. Im Trupp gefahren bis Mogan, dann hat sich alles aufgeteilt. Die beiden Benni's wollten die Mammut-Tour ins Tal der Tränen wagen. Sie wussten ja nicht, was sie zu erwarten hatten! 20% Rampen vom feinsten! Ich habe freiwillig gepasst (kenne die Tour von letzten Jahr), war eh bissel müde und wollte nicht so viel fahren. Jürgen war mega unentschlossen aber eigentlich super motiviert. Angeblich ein schlechtes Zeichen.... hä? Der ist aber grad eh bissel sprunghaft, in allen Entscheidungen, Aussagen und überhaupt. Chris war zu dem Zeitpunkt der Gruppenspaltung schon etwas hintendran. Der kämpft seit Tagen mit Muskelkater aber Ruhetag wollte er dennoch nicht machen. "Erst wenn's weh tut - ..." Aber die Wellen am Anfang waren ihm schon etwas zu schnell. Nun ja, am Ende ist er trotzdem irgendwie den Berg hochgekommen. Also wir mit Jürgen weiter, gleiche Tour wie gestern. Jürgen hat beim ersten Hobby-Anflug die Biege gemacht und hat den armen Kerl gejagt und ihn in vollem Tempo überholt. Irgendwie war der angefressen, weil er nicht mit den Jungs mit ist, glaube ich. Der ist also alleine noch mal auf den Gipfel gestürmt. Mit 2 Schweinsohren intus. Vielleicht deshalb so viel Druck oder gerade deswegen musste er schneller fahren als sonst? Ich weiß es nicht.
Wir also in Grundlagen-Tempo den Berg hoch, beim Orangen-Zwinker-Zwinker-Mann angehalten, ein Schnitz reingehauen und weiter in Richtung Ayacata. Heute war ich die Tratsch-Tante :-) Oben in Ayacata natürlich wieder unsere Pinky's: Katrin & Matze! Es gab Kuchen aber meiner ist leider mit lautem Knall runtergefallen und die Äpfel lagen auf dem Boden verstreut - also gabs nur noch Pudding mit Boden, vom Teer abgekratzt - und das für 3,50 € !

Danach wieder im krassen Wind in Richtung Heimat. Arne hat sich zwischendrin hinter nen LKW gehängt und ist satte 70 km ohne Treten gefahren! Der hatte mega Spaß und bissel tat mir Leid, dass er mit mir rumeiern musste.
Und so sitzen wir wieder hier, hören ne Live-Band, BJ spielt mit dem Handy und schreit nach ner Massage, Chris gähnt seit neustem (wohl doch fertig??), Benni gehts glaub ganz gut, Arne lacht, Jürgen ist schon ins Bungalow, Daria wollte gar nicht erst. Die vielen Radstories sind vielleicht nicht ganz so spannend.
Mir geht gut, sehr gut. Top Tag. Morgen Ruhe. Adios Amigos.

Übrigens hat sich Chris Foto als eines seiner Freundin herausgestellt. Trottel - wieso erzählt der da nicht gleich?
Montag, 14. Januar 2013

Tag 5

Tour heute: 127 km, 2100 Hm, knappe 5 Std.

Heute gings erst spät los, obwohl wir uns schon um 8:30 zum Frühstück getroffen haben, irgendwie wollte sich niemand umziehen. Nach dem Fühstück saßen wir also in der Sonne am Pool und haben gebruzelt. Dann kam das üblich männliche (!) "Oh, mir tuts hier und da weh und überhaupt fühl ich mich scheiße und Beine müde...." aus aller Munde. Ok, Benni Stark wie immer hochmotiviert. Wir sollten vielleicht alle den Rotwein und das komische klebrige rosa Zuckerzeugs abends weglassen....

Also mittags Richtung Mogan durch den Verkehr gekämpft. Haben nen schönen Stau verursacht aber egal. Dann den Berg in der Mittagshitze hoch. War fast bissel zu heiß heute. Arne im Dauerredemodus. Wie können Männer nur so viel reden? Jürgen flüchtete nach dem ersten Berg und hat bissel Schwellentraining bis zu den beiden Benni's geprobt. Chris bildete die Nachhut aber hat sich wacker geschlagen. BJ's Prognose, dass der ab Tag 5 voll aufdreht hat sich nicht ganz bewahrheitet. Wäre ja auch echt seltsam.

Café con leche und Sandwich oben in Ayacata und ab in Richtung Küste. Heute mega Sturm, also mit krassem Rückenwind zurück. Topspeed 72 km/h!! Echt crazy.

Und nun sitzen wir wieder hier vor Bennis Bungalow und hören uns ne super Live-Band an und haben die 2. Flasche Rotwein leer und die Jungs erzählen wilder Stories übers Saufen und überfahrenen Eichhörnchen oder Tauben, die ins Vorderrad fliegen und irgendwann vom Himmel fallen.

Tag 4

Kampf mit dem Hobbies, die uns zu Hauf überholt haben. Arne bei jeder Attacke am Leiden aber so ist das halt, wen man Grundlage fährt. Da überholen einen solche Hobby-Hanseles. Gut, manchmal ist es schon hart, wenn die gefühlt 90 sind oder mehr als übergewichtig, egal wie die schnaufen und keuchen. Selbst für mich. :-)
Arne leidete auch mit seinem Leihbike. Bei jedem Loch ist ihm der Sattel runter, weil die obere Schraube nicht mehr gehalten hat. Fand er glaub nicht so lustig.
Wir sind dann über Fataga Heim, 4 Stunden, 1760 Hm. Schöne Tour. Endlich mal durchgefahren, ohne Pause. Bin ja eigentlich kein Pausenmacher – danach tun die Oberschenkel immer so weh.... den Abschlusskaffee gabs also in der Bikestation. Danach noch schnell Heim gerollt und ab an den Pool, wo Daria bereits auf uns gewartet hat. Abends das Standartprogramm: Essen, Nachtisch, dann zu Benni (weil sein Bungalow am Pool ist und wir die Hotel-Animation lieben, die zwischen tanzenden Mädels und Karaoke abwechselt), Rotwein + Kekse. Gute Nacht.

Sonntag, 13. Januar 2013

Tag 3

Am Ruhetag haben wir es ruhig angehen lassen. Frühstück um 9:30 und dann zack in den Bikini und ab an den Pool. So lagen wir den halben Tag wie die Ölsardinen nebeneinander. Wenig spannendes, bis auf wachsende Blähbäuche von Müsli, BJ's Karotten-Öl für die Turbo-Bräune (die Karotten esse ich lieber), Lance und das Doping-Buch und sonstiges Getratsche. Arne hatte irgendwann Hummeln im Arsch - klar, hatte bis zu dem Zeitpunkt ja auch noch nichts trainiert - und wollte vor ans Meer laufen. Ist dann mit Chris los. Benni war natürlich auch auf Zack und ist alleine losgezogen und satte 3 Stunden am Meer, in den Dünen mit den vielen Schwulen und wieder zurück gelaufen.
Um Punkt 3 kam weibliche Verstärkung in Form von Daria. Daunenjacke trifft auf Bikini!
 Die 2 Bennis + Chris dann noch bissel aktive Erholung auf dem Rad geprobt und der Rest vom Schützenfest ab ins Wasser zum Alternativprogramm. Wie die Omis in 3er Reihe nebeneinander mit Pause am Ende des Pools. Kann ich nur empfehlen. Einzig aufregend war ein Nackter in der Tür des 616 Bungalows direkt vor uns. Glattrasiert wohlbemerkt. Schade, dass es ein alter Sack war.... *grins*

Dann wollten die übrig gebliebenen Jungs, nämlich Jürgen und Arne, Daria die Insel zeigen und haben sich mächtig als Reiseführer ins Zeug gelegt. Bis nach Puerto de Mogan, dann Hafentour zu Fuß und wieder Heim. War ja irgendwie schon süß.
Abendessen wieder hier. Alle fertiger als nach ner Tour. Die Sonne hat Spuren hinterlassen: brauner und rötlicher Natur :-). Also Chillen kann man hier und auch sonst fühlen sich alle ziemlich wohl. Das Essen wird komischwerweise auch immer besser.... happy Sunday.