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Freitag, 15. August 2014

Trans Schwarzwald 3. Etappe // Platz 9


Facts: 68 km // 2400 HM
Platz 9, Gesamt 7

Wie viele von euch schon mitbekommen haben, war das ein ziemlich schwarzer Tag. Und damit meine ich nicht nur das Wetter. Anni ist auf der letzten Schotterabfahrt, in Führung liegend, gestürzt und hat sich die Schulterpfanne gebrochen. So hart.... :-((
Sie hat sich in Bombenform gezeigt und das bei wahrlich bescheidenen Bedingungen. Sie hat gekämpft und lag in Gesamtführung. Leider sollte es nicht sein. Ich bin bestürzt und leide mit. Sie ist vorhin gekommen und ist guter Dinge. Tolle Einstellung. Wir bleiben die Nacht heute noch hier und sie fährt nach dem Start morgen Heim. Anni, Du wirst sicher schnell wieder fit. Danke für die coole, lustige, schöne Zeit bei der Transe 2014. Gute Besserung. Bin für Dich da wie Du für mich nach meinem Sturz Ende Mai. Alles wird gut …

Das Internet ist durch meinen mobilen Hotspot super langsam und ich will nicht wieder so spät ins Bett wie gestern, deshalb heute nur ein kurzer Blog. Bzw. habe ich vorhin schon geschrieben aber dann ist das Netz abgekackt und ich hatte dummerweise nichts gespeichert. Mein Hirn ist einfach durch den Wind.

Hier noch alles ok. Anni und Reb beim Müsli-Buffet.

Heute in Regenkombi. Vorm Start Luftdruck-Check.

Die Zusammenfassung von meinem Rennen:
Das Rennen war ähnlich wie vor 2 Tagen bescheiden. Ich kam nicht gut in Tritt und mit einsetzendem Platzregen war einfach wieder so ne Blockade im Kopf. Kalt war's mir nicht, dafür hatte ich mit Regenjacke, Knielingen, langärmligem Unterhemd, wasserdichten Socken und Überschuhen vorgesorgt aber mein Race-Face schwindete mit jedem Tropfen. Spaß macht das nicht wirklich. Die Trails waren eigentlich schön aber rutschige, schräge Wurzeln ohne Ende und Matsche sind halt auch nicht mehr meins. Danke an den Mitfahrer, der mir am letzten Anstieg was zu trinken abgab. Anfangs streikte mein Magen, irgendwie alles unrund. Kein Vergleich zu gestern. Die letzten 10 km war's mir zu Heulen. Im Ziel das Rad hingeworfen. Dann hörte ich von Annis Sturz und ich wollte wieder heulen.


Warmfahren bei 10 Grad.

Die einen in Neongelb, die andere in Neonpink.

Annis Eltern haben mich noch hier abgesetzt und sind dann ins Krankenhaus. Ich war froh, dass Nadine, Rolf und Martin von frameworks.tv zum Interview kamen. Wollte unbedingt jemanden drücken und nicht alleine sein. Später bin ich hier ums Eck in ein Restaurant, hab mich zu einem Ehepaar an den Stammtisch gesetzt, Flammkuchen und Salat gegessen. Dann kam noch eine Familie und ich habe geredet und gerdet. Das tat total gut. Danach ging es mir deutlich besser.


Am Nachmittag gabs bissel Sonne zur Belohnung.

… und nen doppelten Regenbogen


Ich hab eben bissel gepackt, die letzte Etappe werde ich dann pendeln. Alles wird gut. Morgen ein neuer Tag. Ich werden mich weiter durchkämpfen. Jetzt erst recht. Für Dich Anni.

Hier ihre Story zur Trans Schwarzwald: Anni's Blog


Donnerstag, 14. August 2014

Trans Schwarzwald 2. Etappe // Platz 6

Fakten: 68 km, ca.1400 Hm
Fahrzeit: 2:42 Min, Schnitt: 24,9 km/h
>> Platz 6


Heute lief alles viel, viel besser. Hipp-Hipp-Hurra, die Reb ist wieder da! Das Gefühl war durchweg gut, die Beine fühlten sich endlich so an, wie sich Race-Legs im Rennen anfühlen sollten, ich konnte mich kontinuierlich verpflegen ohne das alles gleich wieder hochkam so wie gestern und die Schnappatmung versuchte ich durch tiefe Atemzüge unter Kontrolle zu kriegen. Danke Lisa für den Tipp!  Der Kurs stimmt, das Gefühl auch, die Werte werden besser und das Wetter war gnädig, durch langarmige Unterwäsche auch nie gefroren. Anscheinend hat die Hardcore-Etappe gestern mein System eingestellt. Das Race-Face ist back.


Die Morning-Monks :-)). Die Sitzposition der nächsten 3 Stunden ahme ich schon mal nach....

Dabei war unsere Nacht echt unruhig. Anni hat sich alle 30 Sekunden umgedreht und mein Hirn musste die hirnlose Phase nachmittags ausgleichen und lief auf Hochtouren. Zig Mal aufs Handy geschaut bis es um 6:30 Uhr mit der Anweisung "BE HAPPY" zum Aufstehen zwang. Ich war müde aber nicht völlig matschig. Anni jammerte etwas und hatte keine Lust aber das verging schnell. Unser Frühstück im Dunkeln (haben den Lichtschalter nicht gefunden) mit bissel Müsli war ok. Hier im Gästehaus wollte niemand so früh aufstehen. Immerhin haben sie unsere Schuhe gestern mehrfach mit Zeitungen ausgestopft und Michael konnte die Räder unten am Gartenschlauch sauber machen. Ist ja auch nicht selbstverständlich.


Happy-Handy-Nachrichten: Danke an all meine Freunde, Fans & Liebsten, die an mich denken.
Im Auto nach Bad Wildbad wie immer heitere Stimmung. Wir unterhalten uns über das Altwerden und das in den männlichen Wechseljahren der Waschbrettbauch schwindet und das Fett automatisch kommt, ohne das man was machen kann. Halleluja. Ach ja, warme Apfelschorle soll helfen. Ok, wer's mag?! Michael und Claudi streiten mal wieder um den Navi-Straßen-Beobachtungsposten und somit ist alles wie an allen anderen Tagen auch. Happy Hellsterns halt & ne adoptierte Markert mitten drin.


1. Reb: "Irgendwas stimmt da nicht". 2. Anni: "Oh" 3. Michael: "Da bin ich jetzt auch ratlos …"

In Bad Wildbad wieder unser Kamerateam von frameworks.tv. Die fiebern auch voll mit und filmen uns beim Warmfahren. Coole Truppe!


Vorm Start erstmal nen Lagebericht für die Doku. Ich sag euch, die wird sooo witzig!



Um 10 Uhr gings los. Straßenrennen. Niemand wollte Tempo machen, echt sau gefährlich für uns im Pulk. Stürze, Vollbremsungen, Antreten volle Kanone und dabei immer volle Konzentration. ging's nen Waldweg hoch, den alle im Gänsemarsch laufen mussten. Elisabeth Brandau auf einmal neben mir. Schob mich und mein Bike voran, gab mir die Anweisung tiefer zu atmen. Sind wieder ne Weile zusammen gefahren aber sie hatte mehr Druck und ich konnte die Gruppe nicht halten. Später am letzten Anstieg hab ich sie eingeholt. Sie musste bissel langsamer machen, ihr 2. Mitfahrer soll ja nicht gefährdet werden. Danke Lisa für Deine erneute Hilfe.

Benny fischt Anni aus den Büschen. Die nach dem Sprint völlig im Sack.
 Bin dann mit nem Holländer und nem Tim den Berg hochgejuggelt. Auf einmal war hinter mir niemand mehr. Ok, lief gut. Auf der Abfahrt war dann noch einer vor uns, der sich umdrehte und irgendwas schrie. Hab nichts verstanden. Auf einmal hat der so abartig reingetreten, dass ich absolut keine Chance hatte den Windschatten zu halten. Der hat mich doch tatsächlich mit Tim verwechselt, wie sich später rausstellte. Hä? Ich pink und klein, Tim in Schwarz und groß! Ok, war halt voll im Race-5km-Gib-Alles-Tunnel-Modus! Ist die Anni übrigens auch immer, wie sie heute im Interview preisgab ;).

Ein Schinkencroissant und seine Auswirkungen.

Reb im Erzählmodus. Michael gibt sich das volle Programm mit allen Schleifen.

Noch ne Teer-Rampe am Ende. Zum Glück weit und breit keine Frau. Vor der Treppe hing dann der vorher Geflohene mit Krämpfen am Geländer. Der Typ vor mir schrie ihn weg aber er konnte ja nicht. Danach gleich das Ziel in Freudenstadt. Mit meinem Rennen absolut zufrieden heute.



Freude in Freudenstadt

Getanzt wird auch gleich

Ohne Worte.

Sonne & Pinky Reb im Ziel

Anni musste nen Zielsprint hinlegen und unterlag aber hält eisern die Gesamtführung. Sau stark! Übrigens sind all die schönen Fotos von uns von Annis Mum Claudia. Best Presse-Lady ever. Merci!
Mittwoch, 13. August 2014

Trans Schwarzwald - 1. Etappe

Fakten: 73 km, 2100 HM
Platz 8


So langsam gewöhne ich mich ja dran, vor nem Rennen komplett nassgeschwitzt aufzuwachen. So auch heute um 5:30 Uhr. Kurz fertigmachen, Kaffee rein, Wohnung verbarrikadieren und mit Sack und Pack nach unten. Ganz schöne Schlepperei bei so viel Kram. Anni kommt pünktlich aber übersieht mich erstmal, weil ja so viele Menschen um die Uhrzeit an der Straße stehen und ruft mich an. Ich klopfe ans Fenster und sie erschrickt zu Tode. :)






Räder auf den Bock und ab auf die Autobahn. Reb und die Hellsterns on Tour!


 Wir dann zu Annis Eltern und schwupps auf der Autobahn in Richtung Pfortzheim. Fahrt unspekatulär und wie immer gechillte Stimmung. Anni erzählt uns von ihrem absoluten Geheimtipp für heute: Energiepflaster! Sie ist damit vollgekleistert und Freunde, ich werde das auch noch ausprobieren, denn wenn es einer nötig hätte, dann jawohl ich!


Boah, geile Trikots!!! Danke an VAUDE Store Villingen!

Hab heute schwer gelitten. Mal wieder. Vielleicht lag das daran, dass Neuenbürg auf einem Schild beim Warmfahren stand und unschöne Erinnerungen an meine Erstversorgung nach dem Sturz heraufbefördert haben. Wer weiß. Jedenfalls war mein Start mau und meine Atmung noch mauer, sprich, Luft kriegen wurde zu einer laut stöhnenden Angelegenheit. Der Regen ist ja mittlerweile auch nicht mehr mein Freund, macht schön aber nicht schnell, jedenfalls ne frierende Markert nicht. Aber ich wusste auch nicht so recht, ob ich die Regenjacke anziehen soll bei den vielen Anstiegen und so hab ich sie weggelassen und mich manchmal selbst gewundert, warum die Gänsehaut noch immer da ist oder kam das durch den Fahrtwind? Nee, bei 150 Watt schwerfälligem Treten und gefühlten Rückwärtsgang wohl kaum. Autsch haben mir die Oberschenkel weh getan.

Nummer dran. 707 – eigentlich erfolgsversprechend! Heute noch Startschwierigkeiten.

Bastelstunde.

 Bin irgendwann in der Mitte auf Lisa Brandau aufgefahren und sie hat mich echt ne Weile gezogen, was super nett war. Danke!!! Danach wieder alleine weiter durch den Matsch. Meine Beine wollten die Rampen nicht hochfahren aber laufen wollte ich noch weniger also Zähne zusammen und Druck! Oh Mann, die Arme machten auch schlapp. Nur der Rücken nicht, juheee! Wenigstens etwas. Ich kämpfte und kämpfte noch mehr, ich fühlte mich wie ne Dörrpflaume, verschrumpelt und zusammengefallen. Elisabeth sagte mir noch: "Reb, Kopf jetzt ausschalten!" Jo, wie denn??? Jedenfalls komplett vermatscht ins Ziel gekämpft und erstmal Interview. Die Benny's haben heute auch schwer gekämpft, nur unsere Anni hat das volle Programm abgespuhlt, brutale Nummer: Platz 1 mit ner Hammer Zeit. Gratulation!




Kirsten zu Besuch. Heute super gefahren. Platz 6!

Unsere Anni: "Viele Dumme haben Druck – bei mir ist das was anderes :))"

Brutal Pinky.


Happi-Happi-Happy: Anni, Kirsten Reb vor der Matsche-Klatsche
Danach ins Gästehaus nach Baiersbronn, wo wir die kompletten Nächte verbringen werden. Duschen, auspacken. Zum Glück habe ich ein 2. Paar Schuhe dabei. Annis Dad und Mutter waschen uns die Klamotten und richten die Bikes, voll nett! Fühl mich mega aufgehoben.


3x dürft ihr raten, wer das Design gemacht hat. Geiler BQ-Crafter am Start.


1. Verpflegung
Reb im Ziel. Und wieder Matsche.

Zur Siegerehrung und was essen. Im Auto stelle ich fest, dass mein Kopf absolut nicht mehr funktioniert. Ich schöpfe Hoffnung für morgen. Kopf aus, Motor an und dann wird das sicher besser als heute. Platz 8 ist besser als letztes Jahr aber da ist noch mehr drin!
Dienstag, 12. August 2014

Pre-Race Tag - TRANS SCHWARZWALD

REB's Pre-Race-Tag

8:30 Uhr aufstehen. "Reb, wie ist die Lage?" "Ganz gut" sagt mir mein Gefühl. Oder doch nicht? Doch müde? Oh, ich kann mich selbst schon nicht mehr einordnen vor lauter Nervosität.

Crazy Reb: Vorfreude, Aufregung und Wildlife am Pre-Race-Tag
Duschen, Haare waschen, Schminky-Pinky, eine Schicht Nagellack, Liste für heute abarbeiten. Ich hab grad nur noch überall Listen rumfahren, weil ich sonst völlig im Chaos untergehen würde. So viel in meinem Kopf. Und immer mehr Aufregung macht sich breit.

Check! Check! Double Check! :)


Das Filmteam kommt um 11 Uhr, was also noch tun? Ich renne durch die Wohnung und sauge das 5. Mal in 2 Tagen. Fenstercheck? Menno, scheiß Fliegen! Am Ende denke ich, dass das eh niemand sieht und hätte ich gewusst, dass die eher meinen Schrank filmen, als den Boden, hätte ich die Prios wohl verschoben :). Egal. So ist es wenigstens authentisch.

Ausstrahlung der Trans Schwarzwald Reportage u.a. mit mir am 30. August 21:00 – 22:00 Uhr auf Sport1.

Nadine und die Jungs von frameworks.tv verspäten sich bissel und ich turne in der Gegend rum. Und dann ist die Bude auf einmal voll. Die Stimmung ist lustig und alle cool drauf. Wir drehen am Schreibtisch, ich schiebe Pixel von A nach B, danach die besagte Schrankszene. T-Shirts raus und rein und rein und raus. Das Gleiche dann mit der Tasche auf'm Bett. Hoffentlich räume ich die richtigen Dinge wieder rein und vergesse hierbei nicht die Hälfte. 

Die schönsten Pokale habe ich aufgehoben, wie die vom Ultra Bike oder der von Münsingen.

Die Trans Schwarzwald-Tasche von 2013 ist voll. Alles drin. Alles dabei.

Später geht's zur Vorbelastung an die Schneeburg am Schönberg. Direkt vor meiner Haustüre. Ich habe ca. 4 km zu Fahren. Heute auf einem schwarzen BQ, da mein Bike noch bei Benny im Laden steht. Wir drehen in der Ruine, albern rum, ich stelle mich vor. 

Mein Vorbelastungsbike: ein sexy schwarzes Ross von BQ-Cycles.

Mein Ausblick heute :).

Danach noch bissel Trails auf und ab aber die Zeit rennt davon und wir lassen das Wurzelstück am Schönbergerhof sein und machen Feierabend.

Home, Kartoffeln auf'n Herd und gut ist. Morgen geht's ab.
Montag, 11. August 2014

Übermorgen geht's los – TRANS SCHWARZWALD 2014

Die Spannung steigt, die letzten Vorbereitungen werden getroffen, Trainingstechnisch ist alles gelaufen, da wird nur noch gechillt, um Kräfte zu sparen. Es ist wieder soweit. Die Bergziege hoppelt erneut durch den Wald. Den schwarzen Wald …

Trans Schwarzwald – 355 km, 10870 Hm


Dieses Mal soll alles anders werden: besser, schneller, erfolgreicher mit weniger Blut, keine Defekte und Bienenstiche bitte, mehr Regeneration, noch mehr Spaß. Ich bin bereit. Dieses Jahr mehr denn je. Alle Zeichen stehen auf Go!


Alles erledigt, alles gecheckt, Kampfbereit. Noch die Nägel lackieren und ab geht die Luzie!!

Zwei Tage vorher letzte Vorbereitungen, letzte Dinge packen, finaler Bikecheck von Benny. Danke. Abholtermin mit Anni gecheckt. Mittwoch 6:30 Uhr, d.h. um 5 Uhr aufstehen, d.h. um spätestens 22 Uhr ins Bett. Klappt eh nicht ;). Frühstück auf der Fahrt. Ok, alles gut. Timing steht. Trikots und Hosen krieg ich dort, ich nehm nur ne Ersatzkombi mit, denn auch in diesem Jahr starte ich für ein anderes Team, nämlich für den VAUDE-Store Villingen. Mein Outfit wird bei so manchem Mädel Neid und Sehnsüchte auslösen, denn am Ende passt sogar die Brille dazu. Mehr Style geht nicht. Mehr Girl-Power auch nicht. Ich bin gepimpt bis zur Haarspitze. Ihr dürft gespannt sein. Übersehen kann man mich jedenfalls nicht :). An dieser Stelle schon mal ein großes Dankeschön an Rik Sauser, Veranstalter der Trans Schwarzwald. Auf das Wiedersehen mit der Crew freue ich mich tierisch! Ihr seid nämlich einzigartig und absolut die Bescht!

Die letzten Wochen waren ja echt durchwachsen. Nach dem Sturz ganz schön mühsam wieder reinzukommen. Da war echt alles dabei. DNF und Erfolg lagen ganz nah beieinander. Verunsicherung und mega Motivation auch. Von Beziehungsdramen und stressigen Arbeitswochen ganz zu schweigen. Zum Glück jetzt alles gut. Genug Drama Miss Markert, ab jetzt heißt es FOKUS.

Dieses Jahr mit Komplettsupport durch Annis Familie. Doppelzimmer mit Anni, Vater und Mutter Hellstern "adoptieren" mich mal wieder für ne Woche. Wie nett. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie dankbar ich jetzt schon bin. Ihr seid einfach klasse, Danke!!

Ach ja, dieses Mal nicht nur Blog, sondern auch das Ganze farbig in bewegten Bildern. Hautnah und ohne Retusche. Morgen kommt's Fernsehen, besser gesagt die Crew von Frameworks, die wissen wollen, was man am Tag davor so alles macht und wie ne Rebekka aus Freiburg ein hardcore Etappenrennen besteht und was man dabei alles erlebt, welch Freunde und Schmerz, Sonne und Regen, Lust und Frust. Das seht ihr dann auf Sport 1 wenn alles rum ist. Hoffentlich erschrecke ich nicht vor mir selbst :D.

Ich wurschtel jetzt noch bissel weiter und versuche das flaue Gefühl von Aufregung und Vorfreude mit Essen zu beruhigen. Bis die Tage Freunde :)




Sonntag, 27. Juli 2014

Anni jagt Absalon, ich fighte hart. Platz 4 in den Vogesen.

Nach unserm Berg-Ausflug waren Anni und ich gestern um 19:30 Uhr daheim und ich ganz schön platt. Heimfahrt im Dauerregen, pinkeln auf nem Rastplatz hinterm LKW. Alles egal. Im Auto noch unschlüssig, ob ich heute fahren sollte oder lieber im Bett bleiben aber Markus nahm mir die Entscheidung ab und ich hatte damit dann auch ein gutes Gefühl und eure aufbauenden Worte gaben zusätzlich Mut. Danke. Danke auch an Benny. Lieber gleich wieder auf's Pferd nach einer Niederlage.

Platz 4 nach einem harten, langen Rennfight mit Jasmin. Matratzen-Gutschein gewonnen?! Geil oder?

Musste dann aber erst noch die vermatschten Sachen versorgen und eine neue Packliste ausdrucken. Ohne die wäre ich wohl aufgeschmissen, denn mein Kopf war auf Energiesparmodus eingestellt und nur noch halb funktionsfähig. Zum Glück war das Bike startbereit. Den Rest irgendwie hingewurschtelt, um 23:00 Uhr im Bett. In mein Bett. Irgendwie war das auch ein gutes Gefühl, hart und mit dünner Decke auch nicht ganz so schweißtreibend und ohne Anni's Zehen, die ich immer für die Knöpfe der Fernbedienung hielt :-)).

Kurze Nacht. Gefühl aber ganz gut. Fahrt mit Bernd, Benni F. und Jasmin um 6:30 Uhr. Bernd startete auf der Langen mit Anni und Absalon und noch ein paar anderen, Benni F. wollte bissel ohne Startnummer rumgurken und Jasmin und ich meldeten uns auf der 50km-Strecke an. Das Wetter sah besser aus als angekündigt aber ich war bestens vorbereitet und für alles gerüstet. Heute sollte mir so ein Fehler wie gestern nicht mehr passieren.

Klein überschaubar und mit französischem Charme: Trace Vosgienne am Lac de Longemer.


Startschuss auf der Wiese um 9:15 Uhr. Sah da vorher schon in erster Reihe zwei Mädels, die besondere Aufmerksamkeit genossen. Sie teilten sich nachher auch Platz 1 und 2. Das Wiesengerempel war schon hart und ich verlor völlig den Überblick. Irgendwann zog Jasmin am Berg an mir vorbei. Ich lies sie fahren. Kam dann ganz gut in Tritt und hatte ein gutes Gefühl trotz vermatschter Singletrails und rutschiger Wurzeln. Ich fuhr meinen Stiefel und die Beine fühlten sich gar nicht so schlecht an. Am mega-steilen Skihang kam Miss Focus und zog an mir vorbei. Wurde mega angefeuert von den Zuschauern. Jasmin kurz vor mir. Ich kämpfte mich den Berg hoch und fands schon cool, dass ich nicht absteigen musste wie viele andere.

Dann auf Jasmin aufgefahren, die an Platz 2 nicht dranbleiben konnte oder wollte. Aber mich wollte sie nicht einfach ziehen lassen. Wir haben ca. 35 km gefightet. Bin fast alles vorne gefahren und jeden Anstieg hochgeprügelt. Lock-Out rein und bahhmmmm über die Steine gedrückt. Sie blieb dran. Keine Chance. Auf den Downhills hatte ich glücklicherweise kein Kopfkino trotz mega Schlammschlacht. Ich war gut drauf, hatte das Rad unter Kontrolle und keine Angst. Kann das ja eigentlich auch echt gut bei solchen Bedingungen. Freu mich sehr darüber. Jedenfalls hat Jasmin an der letzten Rampe 3 km vorm Ziel ne Attacke gestartet und ich hab sie ziehen lassen, konnte nicht mehr. Bin als 4. ins Ziel. 8 Min Rückstand auf Platz 1. Bei 2:54 Min Rennzeit eigentlich nicht schlecht. Vorm Sturz wäre ein Sieg drin gewesen.

Bernd zerlegt sich mal so richtig. Den Rücken wollt ihr nicht sehen … autsch

Bernd ist leider schwer gestürzt und musste abbrechen. Ist nicht ins Pedal gekommen und hat sich voll überschlagen mit Rücken-Landung. Hoffentlich nichts am Becken. Gute Besserung!!

Wir zwei haben ne Menge erlebt in den letzten Tagen …

Anni hat die Lange gewonnen, auf der kaum Konkurrenz war. Absalon leider nicht geschlagen, aber nächstes Mal ;)!! Sie hatte 2 Platten, die ihr ein hilfsbereiter Franzose in rekordverdächtiger Zeit flickte. Die Franzosen sind schon sau höflich, hilfsbereit, machen Platz und feuern Dich im hintersten Waldloch an.

Anni und ihre Männer. Sie Platz 1, die andern unter den ersten 200 :-)  Erst mal 'n Bier!


Ach ja, ich hab doch tatsächlich ne Matratze gewonnen mit dem Maß 140 x 190 cm. Wer Bedarf hat, soll sich bei mir melden. Sie kann dann gerne in Géradmer abgeholt werden. :D
Bin froh, dass ich heute gefahren bin, auch wenn ich jetzt ganz schön im Sack bin.

Am meisten freue ich mich jetzt auf den Heimatbesuch von Mari und Kaya aus meiner alten Mädelsclique. Da wird Radfahren erstmal Nebensache sein.

Hartes Race-Weekend. Am Ende bleibt ein gutes Gefühl und ein :-)

Möchte mich noch bei Anni und ihrem Dad Michael bedanken. Ich hab nichts bezahlt für den Luxus und musste mich zudem um nichts kümmern. Ihr seid die Besten!!

Samstag, 26. Juli 2014

Anni rockt. Reb macht nicht mit. DNF.

Eigentlich sagt die Überschrift alles. Anni hat so hammerhart Gas gebeben heute, dass selbst den Typen vorne ganz schlecht wurde. Platz 20 Gesamt! Brutal. Und das 3,5 Stunden im Schiff-Wetter.

Ich? DNF. Did not finish. Ne Markert gibt nie auf – heute schon. Es hört sich so hart an wie es sich anfühlt. Bin frustriert. :(

Markert heute nichts gerockt.

Das ganze Jippih-Juhee der letzten 2 Tage hat mich trotz der schweren Gewitters nachts positiv gestimmt und das Wetter sah auch ganz gut aus. Beim Warmfahren war es schwül und ich schwitzte unter der Jacke. Also alles weg und kurz-kurz zum Start. Dort im Lizenzblock nur wenig bekannte Gesichter, Kirsten und Birgit Hühnlein, sonst nur wir zwei Vögel. Es roch nach Erfolg, der Sprecher kündigte noch mein Erscheinen an und die Beine fühlten sich beim Warmfahren locker an.

Kurz nach dem Start mit Birgit und Kirsten im Pulk.
Anni hatte irgendwie den richtigen Riecher und fragte Lutz vorm Start nach seinen Armlingen. Das war Gold wert. Startschuss und im Pulk mit Daniel Federspiel die Straße hoch. Ich hab ziemlich schnell abreißen lassen, Anni blieb eisern hinter den Kerlen. Ich mit Kirsten und Birgit bis zu den ersten Wellen. Hatte ein gutes Gefühl. Fuhr meinen Stiefel berghoch. Hatte freie Fahrt und anscheinend bessere Beine als die anderen. Irgendwann Regen. Irgendwann kam dann Birgit. Ich blieb hintendran aber so richtig kämpfen konnte ich da schon nicht und gab ihr paar Meter. "Wieso haben alle Jacken und Armlinge und ich Anfänger wieder nichts dabei?" "Immerhin ein Marsh-Guard!" freute ich mich noch.

Anni im Rockmodus. Sonst doch so verfroren aber heute nicht. Da stand Sieg auf dem Plan

Dann Nebel. Mehr Regen. Kalt. Erste Verpflegung. Eine Kuh mitten auf dem Weg erhellte kurz mein Gemüt. Erste kleine Abfahrten erschwert aufgrund der geringen Sichtweite. Ich verlor Körner, ich fror, die Arme ganz rot, konnte nichts trinken und kriegte mental immer mehr die Krise, weil ich nicht mehr im Rhythmus war, alles anfing weh zu tun und mich dann wieder eine überholte. Menno, meine Beine fühlten sich taub an, ich war langsam. Das war kurz vorm Gipfel. Ich wollte da dranbleiben, was irgendwie ging und wir fuhren gemeinsam mit ihrem Typen in die ersten Waldabfahrten aber ich hatte Probleme dranzubleiben. Ich war steif und verkrampft, alles rutschig und vermatscht. Mein Kopf spielte nicht mit. Ich fing an Gespräche zu führen, ob das Sinn macht, was ich hier mache. Die Abfahrt ins Tal war der Horror, ich bibberte und hatte Angst den Lenker nicht genug festhalten zu können. Der Downhill am Ende dann auch nicht fahrbar. Wir mussten alles komplett laufen. Der Typ vor mir wollte einmal wieder aufsteigen und flog schon 2 Meter weiter auf der ersten Wurzel den Abhang hinunter. Was ne Scheiße. Sorry aber das war es echt.

Der Racelack strahlt, ich tu mich schwer …


Ich wollte nicht mehr, wollte ins Warme, duschen. In der nächsten Kurve unten im Ort bin ich auf den Feuerwehrmann zugefahren, der mir schreiend den richtigen Weg weisen wollte. Aber ich wollte ja den Rückweg. Einmal noch kurzes Aufflackern, ob ich nicht doch zu ende fahren sollte. Nee. Ich mag nicht mehr. Dann lieber ein DNF hinter der 499.

Anni hat mich in der Sauna vorgefunden. Sie hat auch gefroren aber gekämpft.
Übrigens hatte Kirsten heute Ihren Tag. Sie hatte am 2. Berg nen Run und konnte auf Platz 3 vorfahren. Wie schön!! So gab es doch zwei Freiburger auf'm Trepperl!

Hier noch ein Siegerfoto! Anni gewinnt souverän mit massig Vorsprung, dann Hühnlein und unsere Kirsten.

Was soll ich sagen? Das Gefühl danach ist nicht schön. Ich hab mich aber so entschieden und wahrscheinlich war es gut so. Abhaken, die dreckigen Sachen in die Wäsche, was essen und nach Vorne schauen.

ich habs noch nicht verlernt ;) – hab nur grad etwas Anlaufschwierigkeiten

Freitag, 25. Juli 2014

Anni & Reb rocken die Berge – Tag 2

Immernoch unfassbar schön hier …

Nach einer flauschigen Nacht in einem unendlich weichen, dicken österreichischen Federbett, wachte ich völlig verschwitzt auf. Die Decke hatte ich bereits 4 x vorher gewendet vor lauter Hitzewallungen. Mein Body ist so viel Flausch einfach nicht gewöhnt im Bootcamp daheim oder es lag am üppigen Abendmahl? Musste mich aber auch vor einer super penetranten Fliege verkriechen. Soll die Kühe draußen anflirten.

Pre-Race-Luxus Eisbad

Morgen müssen wir zwar das Zimmer früh abgeben aber es gibt nen eigenen Bikewash inklusive allem Drum & Dran in der Tiefgarage und wir dürfen uns den Racedreck im Schwimmbad abwaschen. Wie cool. Luxus.

Bikewash und Servicestation im Hotel. Maximaler Pre-Race-Komfort. Und ne Nummer, die vielversprechend ist.


Frühstück natürlich auch absolut top, Leute, es gab sogar Karotten! Danach ab in die Sonne und bissel kurbeln. Anni erstmal nen fetten Berg erklommen, ich nur den ersten Hügel mitgenommen und dann noch mal den Startberg in Angriff genommen. Das Panorama herrlich, die Beine irgendwie auch und das Grundgefühl ziemlich gut. Danach Startnummer geholt und ab in den Bergbach. Saß dort fast ne Stunde, hab mich mit all dem Kram aus dem Startgeschenk versorgt, irgendwelche neuen Molkedrinks in mich geschüttet und Traubenzucker gegessen und dabei die Beinchen ins kühle Nass gehalten.


Heute mal ein Macho-Wadel-Pic für euch! Die bringen morgen den Schub am Berg!
Einziges Abendhighlight die Zerstörung der Minibar-Holzverkleidung aufgrund zu viel Kraft und zu wenig Geduld. Das Scharnier einmal herausgehebelt aber kein Grund zur Panik. Mac Gyver macht sich im Bikini ans Werk und das Tool findet auch endlich Verwendung und wurde nicht umsonst mitgeschleppt. Gut, gegen eine rausgerissene Schraube ist selbst der beste Handwerker machtlos aber irgendwie hab ich es so hingekriegt, dass es hebt. Bis zum nächsten Türaufmachen zumindest ;-)).

Bikini-Mac-Gyver am Werk. Ok, zuerst zerstört, dann wieder gefixt. Tool sei dank.

So, wie'n richtiger Handwerker brauche ich jetzt erstmal 'n Bier. Und'n 5-Gänge-Deluxe-Grill-Menü. Keep smiling … Party hard. Morgen heißt es Race hard.