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Montag, 21. Juli 2014

Eggberg Marathon 48 km – Platz 2

Geiler Marathon, super Strecke, tolle Orga & Verpflegung, hammer Wetter und ein recht zufriedenstellendes Ergebnis mit Platz 2 hinter Anni.

Erst eine Woche vorher erfahren, dass im Zuge der DM in Bad Säckingen auch ein kleiner Marathon veranstaltet wird. Hab nicht lange gezögert und schon stand das nächste Rennen auf dem Plan: 48km und 1350 HM, zwei Runden.

Anni mal wieder alle platt gemacht – und das nach 85 km Bike-Anfahrt! Hammer!

Die Strecke hatte sicher 30% Singletrail-Anteil, schön abwechslungsreiches Auf und Ab rund um den Eggberg in Bad Säckingen. Am Ende auch ein paar Kurven auf der DM-Strecke. Der gefürchtete Stau blieb aufgrund des kleinen Teilnehmerfeldes aus. Ich fand's mords gut. Endlich mal richtig biken und nicht nur Schotter ;).

Freitag Abend noch ne Runde durch den Opfinger See geschwommen, Samstag Früh mit Benny auf den Weg zum Rennen gemacht. Eigentlich hätte ich gerne ausgeschlafen, fühlte mich etwas schlapp nach der Woche, die gespickt mit Deadlines war, dem späten Kartoffelmahl, der unruhigen Nacht dadurch und andern Sorgen, aber wie immer siegte das Raceface.

Mit Fokus "Race hard" bei schönstem Wetter an den Start gestellt. Anni leider schon auf der 1. Straßenabfahrt außer Sichtweite während ich mit Maximalpuls und Schnappatmung hinterherhechelte. Keine Chance. Hatte richtig fetten Rückstand schon nach der ersten Runde. Die Kleine ist grad einfach mega in Form und ich halt noch nicht so wirklich. Bin die meiste Zeit mit Andrej gefahren, der mich mit Flaschen und Traubenzucker versorgt hat. Danke! Die Downhills machten richtig Laune und hätten für mich ruhig noch ne Spur technischer sein dürfen aber auch so waren sie schön flowig und ich hatte Spaß.

Nach 2:32 Std. im Ziel. Das Bild ist von Anni's Blog.

Ziemlich erschöpft ins Ziel gerollt, wo Benny schon wartete, der das Rennen für sich entscheiden konnte. Für BQ-Cycling ein toller Doppelsieg.

Benny's Sieg :)

Nächste Woche geht's mit Anni in die Berge. Wir haben ein crazy Raceweekend geplant. Erst 3 Tage Montafon im super Wellnesshotel und am Sonntag Trace Vosgienne in den Vogesen mit dem Rest vom Freiburger Fest. Wird geil! Freu' mich!



Sonntag, 13. Juli 2014

Albstadt Marathon - endlich wieder Rennluft.

Fakten: 83 km, 2000 HM // Platz 6 Elite, zeitgleich mit Jasmin

Nach 6 Wochen Sturz-Rennpause stand gestern der Albstadt Bikemarathon auf dem Programm. Ich hatte kein Race-Face und die letzten 15 km waren der Horror. Ohne Jasmin wäre ich wohl nie angekommen. Wir sind fast das komplette Rennen zusammen gefahren und sie hat mich am Ende ins Ziel gezogen. Jasmin, Danke!!! ♥♥♥

Big-friendship-Aktion: zusammen gekämpft bei Regen, Matsch und Rampen gehn Himmel. Ich schon bucklig von den Strapazen, Jasmin noch souverän – starke Leistung.

Ist halt alles nicht so einfach bei der Vorgeschichte:
Ende Mai Sturz in Bad Wildbad. Voll auf's Gesicht. Nase kaputt, unzählige Schnittwunden – sah schlimm aus. Erstmal das Rad in die Ecke gestellt. 18 Tage lang, bis alles verheilt war.




Langsamer Aufbau. Wieder reinkommen.

Dann Samstag vor ner Woche krieg ich nen Anruf von Anke Wilken, ob ich beim Cyclepassion-Kalender 2015 posieren will. Allerdings super spontan am Dienstag in einem Fitnessclub in Leonberg. "Ähm ... ich? ... puh ... viele Jobs ... Deadlines ... grad auf's Gesicht gefallen ... Training ... nee." Sie überredete mich.

"Train hard" das Motto für den Cyclepassion 2015. Der Muskelkater blieb nicht aus....

Das Shooting am Dienstag war hart. Muskelkater plus Dauerregen und Kälte machten also die Marathon-Vorbereitungen für Samstag zu ner Qual und ich brach teilweise das Training ab. Hatte zudem lange Arbeitstage und fühlte mich nicht in Form. Wollte dann gar nicht mehr starten aber Markus und Benny fanden die richtigen Worte und so fuhren wir Samstag früh mit dem fetten BQ-Cycles-Crafter zu 9. nach Albstadt. 

Nach 6 Wochen sind noch paar Narben da aber sonst ganz ok :).

Ich hatte nicht so schlechte Beine aber das Grund-Race-Feeling blieb aus und so schlumpfte ich die Rampen hoch und die Schotterwege runter. Dann überholte mich Jasmin und ich informierte sie über meinen Plan, mich an sie ranzuhängen :). Sie fand die Idee gar nicht so schlecht und bot mir Windschatten an. So sind wir dann ne Weile gefahren und haben uns schon als Transalp-Team gesehen.

Als sie bissel langsamer wurde, bin ich vor und hab sie gezogen. So langsam kam Spaß auf und mein Gefühl wurde besser und besser. Wir sind nicht Anschlag gefahren, so dass ich ein gutes Gefühl hatte.

Bei KM 30 fing es an zu regnen. Puh.... meine Kräfte verließen mich zunehmends und ich konnte nicht mehr nach Vorne fahren. Die Sicht war durch den Matsch extrem beeinträchtigt und die Abfahren wurden rutschig, die Angst vorm Stürzen immer größer. Vor mir sind die wie auf Schmierseife auf den Wurzeln weggeflogen. Bin nur noch um die Kurven geschlichen und musste immer wieder das Loch zufahren. Jasmin hat auf mich gewartet. Bei KM 9 konnte ich kaum noch. Die Rampen hörten nicht auf. Jasmin motivierte, gab mir ein Gel, ich kämpfte also weiter. War so dankbar im Ziel. Danach feierten wir bei Döner und Bier Annis 2. Platz und die super Leistung der Jungs.

Unglaublich waren die vielen Zuschauer, die trotz des Regens in Massen an der Strecke standen und uns die Rampen hochgejubelt haben. Super Stimmung! Tolle Organisation obendrein und für Platz 6 gabs sogar so viel Preisgeld, dass Startgeld und Pizza wieder drin waren. Alles richtig gemacht!

Anni: "Nächstes Mal fress' ich dich!" :)

Die Heimfahrt war mal wieder von Totlachen über Annis Sprüche und makaberen Geschichten von Benny Stark geprägt. Wir sind halt schon alle super special. :-)))

Harter Tag. Tolle Freundschaften. Viel gelacht, auch geweint. Ich bin wieder da.

Sonntag ne schöne Tour mit Bernd draufgepackt und danach TDF geschaut. Motivation pur!

Donnerstag, 29. Mai 2014

Der schwere Sturz in Bad Wildbad

Da sich viele Sorgen machen, möchte ich euch ein Lebenszeichen schicken. Viele wissen ja bereits, dass ich am Sonntag in Bad Wildbad auf der ersten Schotterabfahrt schwer gestürzt bin. Unklar ist die Ursache aber ich habe mich über den Grasstreifen in der Mitte zweier Fahrrinnen überschlagen und bin auf dem Gesicht gelandet. Nachtrag 6.6.: Wahrscheinlich beim Antritt in eine Regenrinne gekommen, daher Überschlag nach links.

Ich habe mir dabei die Nase gebrochen und zahlreiche Schnitt- und Platzwunden zugezogen, die Lippe ist an der Seite eingerissen und vom Unterkiefer abgerissen.

Das hört sich erst einmal hart an und sah auch hart aus aber ich hatte doch einige Schutzengel, da meine Zähne ganz sind, Kiefer und Augen auch nichts abgekriegt haben. Der Rest vom Körper ist unversehrt und das Rad ist bis auf die Sattelstütze auch heil.

Nächste Woche muss die Nase operiert werden, da führt kein Weg dran vorbei. Dann ne Woche Gips und ich kann offiziell wieder aufs Rad. Bis zum nächsten Rennen wird es noch dauern aber ich bin zuversichtlich. Ihr kennt mich ja, so leicht haut mich nichts aus der Bahn.

Im Moment heißt es Turbo-Heilung ankurbeln und spazieren. Stelle dabei mal wieder fest, wie schön es ist.

Spaziergang am Schönberg. 3 Tage danach.


Ich danke Euch für all die lieben Nachrichten und Worte. Das gibt mir viel Kraft und ermutigt morgens aufzustehen und weiterzumachen. Ich versuche positiv zu denken und glaube Dinge haben einen Sinn im Leben. Lachen tut noch weh aber da ertrage ich gerne den Schmerz ;).

Danke an Tobi, Axel und Ralf, die nach dem Sturz bei mir waren und sich um alles gekümmert haben. Tolle Hilfsbereitschaft!

  • 25.5. Sturz und Krankenhaus-Marathon. Hungerast inklusive.
  • 30.5. Fäden im Gesicht wurden entfernt. 
  • 03.06. OP in der HNO Freiburg: Nasenrücken zertrümmert, Nasenscheidewand aber glücklicherweise intakt. Vollnarkose mit Karibik-Gedanken echt angenehm. Danke Sönke. Alles somit halb so wild. Stationäre Aufnahme für 2 Tage. Mein erster KH-Aufenthalt. Puhhh. Essen echt grenzwärtig. Bekomme wie Linda, meine Zimmerkollegin mit Pfeifferischem Drüsenfieber, püriertes Essen. Wieso? Hab doch die Nase kaputt, nicht den Mund! 
  • 06.06. Entlassung! Juhuuuuu! Ab heute geht's aufwärts Leute! Noch 5 Tage Antibiotika und dann darf ich offiziell wieder trainieren. So empfindlich ist das Ganze wohl nicht. In 4 Wochen wieder Rennen möglich. Am Mittwoch kommt der Gips runter. Hoffentlich sieht's gut aus. ;)
Sonntag, 11. Mai 2014

Singen Marathon 49 km - SIEG!!!!!!!!

Freunde, was ein grandioses Rennen und das auch noch in Singen, wo ich 2011 das 1. Mal gestartet bin und nach 20 km nen Sturz hatte und dann 2012 einen Defekt bei dem ich alles auf dem kleinen Kettenblatt fahren musste. Heute die Versöhnung....... SIEG auf der Mitteldistanz. *freu*

Gold für die gewonnene AK, Platz 1-Pokal für die Gesamtstrecke. Wie schön...... :)


Eigentlich war ich ja für das UCI Rennen, also die 80km gemeldet aber die Woche war arbeitstechnisch ziemlich heftig und die Wetteraussichten waren auch nicht berauschend und ich hatte auf 80 km in der Matsche keine Lust, zudem dachte ich immer, dass mir so kurze steile Wellen nicht liegen und wirklich schön oder wenigstens technisch ist das Rennen auch nicht. Donnerstag habe ich also beschlossen mich auf die Mitteldistanz umzumelden und hab's nicht bereut.

Es kam aber alles anders...... es kam der Volltreffer! Ein kurzes Race von 2:12 Std. und das mit hammer Beinen und einem unglaublich gutem Gefühl. Es lief einfach wie am Schnürrchen bergauf und bergab. Selbst im Wind alleine bin ich gefahren wie mit E-Antrieb.

Platz 1 – und ein Fässle für die nächste Schwabentor-Haus-Party

Nach Riva war ich doch ganz schön müde und dann die vielen Jobs. Also die letzten zwei Nächte super viel geschlafen, zudem im Training low gemacht. Hatte ja Bedenken, ob das fruchtet aber Markus war davon überzeugt, dass sich die Form hält, wenn ich den Ball flach halte. Krass. Genauso war es heute. Ich bin geflogen. Die Wellen waren genau richtig, ich konnte drücken bis Anschlag und bin einfach nicht müde geworden, im Gegenteil, am Ende konnte ich noch meinen Mitfahrern davonfahren. Grandioses Feeling!! Es hat nicht weh getan, nicht mal die Rampe am Schluss. Ich musste immer mehr grinsen, weil meine Beine einfach zu krass waren. Auf den Abfahrten hab ich es laufen lassen und hatte mega Spaß über die Wiesen oder im Wald.
Aus der Sportograf-Bestof-Galerie

Wir hatten halt auch mega Glück. Die Sonne scheinte ohne Unterbrechung und dabei hatte ich vorsorglich ein Marsh Guard angebracht. Aber Matsche musste man heute mit der Lupe suchen, es war eher Sonnenbrandgefahr.

Feiern auf der Heimfahrt mit Bernd und Lienhart-Müsliriegeln. Lecker :)

Jetzt müde und glücklich. Schöner Tag.

Ein dickes Bussi an alle, die mir Glück gewünscht haben und die Daumen gedrückt haben, aber auch an die vielen Leute an der Strecke, die mich grandios angefeuert haben, an Markus, der maßgeblich "Schuld" ist an dem Ganzen und natürlich an Bernd für's Fahren und Mitkämpfen während des Rennens.

Sonntag, 4. Mai 2014

Bikefestival Riva del Garda: Platz 5 auf der Grande!

Fakten: 75,7 km, 2822 HM
Ergebnis: Platz 5 Gesamt.


Den 4. Platz um ein paar Hundertstel verpasst, den Zielsprint hab ich wohl gewonnen aber nicht die Nettozeit :( – aber hey, immerhin Top 5!

Kurz vorm Interview am Freitag für das fi'zi:k-Magazin focused

Hartes Race unter erschwerten Bedingungen. Ganz schön lange 4:47 Stunden und nicht enden wollende Rampen gehn Himmel. Aber auch geile vermatschte Trails, rutschige Steine und genauso rutschige Wurzeln. Wer mich kennt, weiß, dass ich da dann echt mental zu kämpfen habe aber im Rennen ist das ja noch mal was anderes und irgendwie waren die Downhills ganz schön geil und das viele Endurofahren im Winter hat sich ausgezahlt. Die Arme schmerzten kaum und ich bin gefahren wie der Teufel.

Hotelausblick. Leider nicht so schönes Wetter am Freitag. Regen ohne Ende bis abends.


Aber erst einmal von vorne: Donnerstag früh um 7 Uhr ging es los nach Riva. Über Österreich absolut easy, nur leider ab der Autobahn-Ausfahrt mal satte 1,5 Stunden für läppische 14 km gebraucht. Zum Glück hat ne Markert immer ne Karotte und paar Radieschen parat und so konnte ich Clemens, meinen Mitfahrer und mich vorm Hungerast retten. Für nächstes Jahr haben wir nen Insider-Road-Tipp – falls ich da noch mal starten sollte. Denn wirklich geil ist anders. Das Festival ist einfach mega überlaufen, Biker ohne Ende, genervte Kellner, überfüllte Restaurants, schlechte Orga während des Rennens und die meiste Zeit verbringt man im Stau. Irgendwie regnet es hier auch jedes Mal....

So wie am Freitag. Regen den ganzen Tag. Sturzbäche vom Himmel. An Rennen oder Vorbelastung kaum zu denken. Erstmal in der Früh mit Zimmer- und Teamkollegin Vroni ab nach Torbolé ins Hotel Santoni, um dort mit einer Horde Fizik-Leuten und ner Kamera im Gesicht zu frühstücken. Äpfel und Müsli in Massen, Nutella und Croissants blieben verschont – komisch ;). fi'z:'k (wird logischerweise – weil Lautschrift – wie "Physik" ausgesprochen und nicht "Fitzick", gell?!) will sich bissel ums weibliche Publikum bemühen und so wurden wir den ganzen Tag verfolgt, gaben Interviews wie wir zum Sport gekommen sind und wie sich Frauen in ner Männerdomäne fühlen. Wir mussten uns vor der Kamera an- und ausziehen, sie liebten meinen Race-Nagellack und ich erzählte, dass bei mir farblich alles zusammenpassen muss, das ich mein erstes Rennen mit 30 gefahren bin, das ich das tue, was ich liebe, nen tollen Job habe usw. Leider fürs Outdoor-Shooting echt nicht das beste Wetter aber die Jungs und Mädels hatten schon den nächsten Trip geplant, daher gab es keine Planänderung und wir mussten raus in die Suppe.

Hier bei den fi'zik:k-Interviewvorbereitungen im Hotel. Alles auf Englisch. War dann aber leichter als vorher angenommen.

Samstag früh um 5 Uhr ab unter die Dusche um die verschwitzte Nacht abzuspülen. Nicht meine Zeit. Wetter gut. Kein Regen. Warm war es auch. Supi. Kirsten und Lutz auch guter Dinge, die übrigens hier auch im Hotel waren und das Ganze gemeinsam angegangen sind und auch die Grande gerockt haben. Big Family :). Jasmin auch am Start auf der Piccola - übrigens super gefahren! Nobbi hat mir noch die Windweste abgenommen, was auch super war. Benny J., Benny Stark, Anni & Betty auch hier, also halb Freiburg vertreten :D!

Da es so früh unten noch nichts gab, hat uns der Restaurantchef paar Sachen eingepackt. Sehr nett alle hier im Hotel.


Start von Grande und Piccola um 7:50 Uhr. Wer es kennt, weiß, dass nach kurzem Einrollen gleich mal ein Berg kommt. 700Hm am Stück. Puls 198. Mir tat einfach nach kurzer Zeit alles weh und meine Lunge war kurz vorm spastischen Kollaps. Ich überlegte mir Ausreden, um ne Pause machen zu dürfen, wollte mich hinstellen, einfach die Aussicht genießen, Fotos machen wie manch anderer, Pinkelpause vortäuschen oder ähnliches. Es tat soooo weh und hörte halt einfach nicht auf! Rampen um bis zu 20% verlangten uns einfach alles ab. Ich musste mir oft die Beine vorsagen, denn bei nicht-konstantem Tritt hopst das Vorderrad bei solchen Steigungen ständig in die Höhe und der Rücken schmerzt eh schon wie verrückt: "Rechts-links-rechts-links, Markert, auch dieser Berg wird enden, also nicht jammern, weiter auffi-auffi!"

Am Sonntag in der SOnne. auf dem Brione. Der Weg wie ne kleine Borderline :). 

Die Downhills brachten zwar Glücksgefühle aber wenig Entspannung, denn durch den Regen waren die Waldwege tiefe Matschpfade, Wurzeln und Steine dann dementsprechend rutschig und wenn dann noch Fahrer vor einem nicht fahren konnten, wurde es obendrein gefährlich. Später war ich viel alleine und konnte es laufen lassen, denn Geschwindigkeit bringt bekanntlich Sicherheit. In der ersten Abfahrt hab ich gleich mal 2 Mädels abgehängt und kam so langsam richtig in Fahrt.

Den Berg rechts ging es in Sepentinen hoch. Autsch.......

An einer Verpflegung goß ein Helfer Iso aus ner 10 Liter Gießkanne in die Flaschen der Fahrer aber mein Magen rebellierte zunehmends. Ansonsten war oftmals Verfahr-Gefahr. Anni deshalb wohl raus, anderen hat es sogar den Sieg gekostet! Grande schwarz und Extrema rot markiert macht für mich keinen Sinn und verwirrt doch doppelt. Übrigens auch nirgends Startlisten und die Ergebnisse auch erst mega spät draußen. Also sorry aber das geht deutlich besser!

Bei der Zusammenführung der Strecken 18km vorm Ziel kam dann Andrea Meier von hinten und es war ne Schlacht bis ins Ziel . Auf den Abfahrten hab ich alles gegeben und riskiert, konnte sie aber nicht abschütteln. Am Ende gab es einen Zielsprint, der mir die letzten verbliebenen Körner geraubt hat. Wie hart so was noch durchstehen zu müssen nach den vielen Kilometern…..  ich war danach so platt, tot, vermatscht, verklebt, ausgelaugt, die Beine taten mir weh und der Körper sowieso. Brutal.


Traumwetter am Sonntag. Belohnung für die Strapazen.


Heute am Sonntag, am Tag danach, war dann auch das letzte Wölkchen am Himmel verschwunden und wir wurden mit Sonne satt verwöhnt und für sämtliche Strapazen entschädigt. Kurze Chill-Runde Richtung Arco, Mittagessen dort in der Altstadt, Sonne tanken am Pool – Oh, what a life! Wenn nicht alles so weh tun würde….. :) Krasser Muskelkater in den Armen, dem Rücken, von den Beinen fang ich jetzt hier nicht an.


Ausblick vom Pool. Hotel Benacus, Monte Brione. Ok, der Berg ist hart nach so nem Race :D


Frühstück mit dem Ausblick könnte schöner nicht sein. Mit Vroni und Benny.


Heribert, Dein "Gazelle-Gib-Gas-Schild" hat mich begleitet, Danke für deinen Support! Danke auch an Markus, der mich einfach immer schneller macht. Das war noch nicht ganz mein Race aber ich rieche es schon.... der Tag X wird kommen.

Dienstag, 22. April 2014

Rund um Schönaich - mein erstes Lizenz-Straßenrennen


Die Fakten:

6 Runden à 9 km = 54 km in total 
HM: knappe 700
Durchschnittsgeschwindigkeit:
36,6 km/h, Max: 77,8 km/h
Dauer:
1:25 Stunden
NP:
224 Watt


Freunde, das war mal wieder so ne Premiere, die es in sich hatte! Krasse Sache!!!
Da es an Ostern kaum Rennen gibt und weit und breit nichts auf dem Bike, hab ich mich für mein erstes Lizenz-Straßenrennen angemeldet.

Am Sonntag noch sonnen und Rad-Check auf Balkonien. Das kleine BQ startbereit.

Fahrt mit Lucas, einem KT-Fahrer von Sven Krauß. Mit dabei sein Dad. Alleine wäre ist da nicht hin. Zu weit und das Wetter sah auch nicht so gut aus. Bei Regen wollte ich nicht starten. Kein Risko jetzt. Aber in Schönaich Sonnenschein, alles gut. Paar Tipps vom Profi gab es auch noch, Danke Sven!!



Viele Zuschauer bei schönem Wetter in Schönaich. Hier Start der KT und AB Fahrer.

Die Mädels stellten sich kurz vor 14:00 in einer Seitenstraße auf, denn auf der Strecke waren ja noch die KT und AB-Fahrer. Bei uns war alles dabei, von Elite bis U17 – hab noch nie so viele Rennradmädels gesehen. Allein bei der Elite waren 74 Fahrerinnen gemeldet.

Dann ein bekanntes Gesicht: Chaira E., die auch schon die Trans Schwarzwald gefahren ist. Von ihr wurde ich noch darauf vorbereitet, dass man oftmals in so Rennen mit Beschimpfungen rechnen muss und auf alle Fälle Ellbogen raus. Puh, Zickenkrieg bei Maximalanstrengung? Kann ja heiter werden... Der Start war ebenso heiter, denn auf einmal stürmten die Fahrerinnen auf die Strecke und die Sicherheitsleute fuchelten nur noch aber hatten keine Chance gegen die Masse.

Hier noch locker beim Warmfahren auf der Strecke. Danke an Uli Hugger für das Bild!

Es ging also los. Rollen im Pulk. Ich hab mich in der Mitte nie ganz wohl gefühlt aber an den Seiten wird man ganz schnell mal richtig rausgedrängt. Einmal musste ich in den Randstreifen, einmal hat mich eine fast abgeräumt, es wurde geschrien und gedrückt. Also mental war das ne Höchstleistung gestern!

Fand die Dynamik echt krass, man fährt ganz vorne, dann auf einmal kommen welche von den Seiten und schwupps ist man auf einmal ganz hinten. Hinter jeder Kurve Anschlag, die Kuppen werden hochgerammt und bei der letzten legendären Steigung mit 14%, 700 Meter und knappen 50HM wird einem noch mal alles abverlangt. Autsch! Die Zuschauer aber hier zahlreich vertreten und auch ein paar Bekannte waren da, die mich mega angefeuert haben. Da ist ein "Rebekka, GOOOOOOOO!!!" wie ne Extraportion Muskelpower. Danke!!

Erster Anstieg unter Maximalbelastung :)

Die richtige Anstrengung kommt aber erst nach dem Berg, denn dann wird das Tempo angezogen. Mit vollem Speed durch den Ort. Glaub in der 4. Runde war eine Gruppe vorne weg. Ich war in einer Verfolgergruppe mit ca. 7–8 Mädels, mit dabei Elisabeth Brandau. Wir versuchten wieder Anschluss zu bekommen aber unser Kreisel war zu chaotisch. Manche wollten oder konnten einfach nicht oder fuhren kreuz und quer. Ich fuhr paar Mal im Wind und das hat echt Körner gekostet. Zumal sich irgendwann rumsprach, dass ich eigentlich MTBlerin sei und dann hörte das kreiseln auf wenn ich vorne war. Das passierte nicht nur einmal. So läuft das also..... ich glaub, ich muss noch einiges lernen.

Am Berg immer volles Gebolze. Hardcore. Dann letzte Runde und auf einmal schüttete es aus Kübeln. Oh weh, Regen. Auf den Abfahrten machten wir mega langsam und riskierten nichts. Der letzte Berg ne Tortur sondergleichen. Die 200 Meter nach dem Berg ins Ziel noch schlimmer. Ich fuhr direkt hinter Elisabeth über die Linie.

Bekam viele Glückwünsche von den Leuten vor Ort für meine Leistung und war mega glücklich. Wie cool.... hab wohl echt Form :).

Platzierung weiß ich auch heute nicht aber müsste Platz 25 gewesen sein. Gemeldet waren 74 Elite-Fahrerinnen + Nachmeldungen.  Es gab halt keine Transponder und auf der Liste steh ich nicht. Hinter Lisa steht ne andere. Keine Ahnung. Ist auch nicht so wichtig.

Ausfahren wurde gecancelt, schnell ins Auto und umziehen. Es regnete weiter, die Ergebnisse kamen nicht, es gab keinen Kuchen mehr, also Heim.

Fazit: ich werd es wieder machen. Vielleicht in Merdingen. Irgendwie war‘s geil :-)
Montag, 14. April 2014

1. Race: Platz 4! Münsingen

Die Schlacht in Münsingen: Saisonauftakt 2014

Voller Aufregung und Vorfreude, voller Ungewissheit, wo ich stehe und was das viele Training gebracht hat und wie das neue Bike den Härtetest überstehen wird, machten wir uns am Samstag auf den Weg nach Münsingen. Mit dabei Kirsten und Bernd, die ebenfalls ihr erstes Rennen bestreiten wollten. 

Ich habe dieses Jahr vieles anders gemacht und auch anders trainiert. Viele lange Grundlageneinheiten im Winter, Trainingslager auf Malle und ein neues Konzept mit neuem Trainer (Danke Markus!!). Letzte Woche noch harte 19,5 Stunden Training, fast alle mit dem Bike irgendwo im Schwarzwald. Teils sind wir auch bissel härter gefahren als im Plan stand, was ziemlich doof war. Ich fühlte mich daraufhin die Woche recht schlapp und müde und meine 90 Min Spinningstunde am Mittwoch ohne Mikro im Schreimodus lag mir kratzend im Hals und ich befürchtete nichts Gutes. Von der Konkrrenz ganz zu schweigen. Aber egal, Ziel war es den Körper darauf einzustellen, dass es ab jetzt wieder los geht: Winterschlaf Ade – Races yuhee!

Platz 4 gesamt! Anni: "Reb, was hasch' da gekriegt?" R: "Nudeln und 'n Schlauch in 26 Zoll. Oh Mann..."

AK Platz 2. Dabei hab ich sie gewonnen wie sich später rausstellte..... alles bissel chaotisch.

Fahrt war super, dann dort im Albflair-Gästehaus eingecheckt, Startnummern geholt und auf Nahrungssuche begeben. Nettes griechisches Restaurant gefunden, schön draußen gesessen, hat leider etwas lang gedauert aber die Stimmung bei uns war dennoch gut und nach nem extra Brotkorb war ich dann auch halbwegs satt.


Die Bikes von Kirsten & mir abends schön eingeschlossen, ready to rumble....

Die Nacht war etwas unruhig, ich träumte wildes Zeug vom Radfahren, Sturm und Regen und bin paar Mal schweißgebadet aufgewacht. Etwas vermatscht dann morgens raus. Alle happy, dass wir am Tag vorher angereist waren. Frühstück war lecker, Aufregung lag in der Luft und der mitgebrachte Rote Beete Saft sorgte für den letzten Kick. Ja, ich bin auch schon länger auf'm RB-Trip :-))!

Kirsten und Bernd. Alle gespannt auf den Saisonauftakt!

Zum Gelände und Warmfahren. Kirsten hatte Programm und ist alleine los, ich mit Bernd umhergegurkt. Zum Glück gab's nen Elitestartblock und so stand ich weit vorne. Die 25 Minuten warten waren etwas fröstelnd aber wir wurden mit Sonnenschein belohnt und Matthias Ball erzählte mir von Gran Canaria und so war alles wie immer: ich gähnte ohne Pause, mein Puls war mit 100 ganz ok und die Stimmung war allerseits gut. Übrigens mein erster Frühjahrsmarathon.


Geiles neues Teambike mit XX1. In mÜnsingen der Härtetest nach einer Woche hardcore Einfahren.

Dann auf einmal ging's los. Pammmmm den Berg hoch. Krasser Speed. Ich konnte nicht. Die Beine gleich zu, der Hals wie zugeschnürt, Blutgeschmack wie bei nem 75m Sprint auf der Tartanbahn. Ich keuchte und versuchte irgendwie in Tritt zu kommen. Über Schotter ging es auf und ab, mein Herz raste, ich fühlte mich gar nicht fit.

Nach 7,5 km kam es zum Crash in einer Rechtskurve. Ich war zu schnell, der Reifen viel zu prall für den losen Untergrund. Zack lag ich und fühlte wie der groben Schotter an  Hüfte und Arm die Haut aufriss. Menno. Wollte doch keine Stürze mehr. Shit. Ich war nicht die Einzige und schaute, dass ich aus der Gefahrenzone kam. Bike-Check: Lenker völlig verdreht, Sattel auch, Hörnchen noch oben weg. Lenker wieder halbwegs in die richtige Position und weiter gings. Was tun? Aussteigen? Ne neue Premiere heute: DNF? Did not finish? Ich tat mich schwer wieder Tempo aufzunehmen, alles tat weh und der Lenker immer noch zur Seite verdreht, irgendwas klapperte ohne Unterlass. Vom Sattel ganz zu schweigen. Irgendwie fuhr ich trotzdem weiter und stellte dann fest, dass mein Gel auch weg war und ich somit ohne Essen unterwegs. Oh je. "Das kann ja nichts werden" dachte ich immerzu und überlegte, wo ich wohl aussteigen sollte. Zwiegespräche ohne Ende aber dann sagte ich mir, dass es kein besseres Training gibt und fuhr weiter.


Unter Hightech versteck: ne "Pizza" :D - Autsch....


Bin auf zwei Mädels aufgefahren und versucht dranzubleiben. In den Kurven hatte ich mega Respekt und verlor so häufig den Anschluß aber konnte mich immer wieder rankämpfen. Hab dann den iPod angeschaltet und kam endlich in Tritt. Die Musik beflügelte und ich war wieder bei mir. Konnte mit ein paar anderen abhauen und so ging es teils mit Gruppe, teils mit einem Helfer über staubige Schotterpisten, Asphalt und Wiese. Die 850 Hm waren gefühlte 2000 und ich quälte mich ganz schön. 10 km vorm Ziel auf Bernd aufgefahren. Er gab mir ein Gel und ich ihm was zu trinken, denn er hatte bei einem Sturz seine Flasche verloren. Er zog mit der Gruppe vor uns von Dannen, ich hab nicht einmal versucht dranzubleiben, erst essen, dann weiter. Noch bissel durch den Wald, dann das Geeier im Bikepark und über die Ziellinie. Puh, geschafft. Was ne Schlacht..... und mit dem 4. niemals gerechnet!!!! Hier die Ergebnisse

Statt duschen nahm ich lieber die Sani-Katzenwäsche ;). So schlimm sah ich eigentlich nicht aus aber hightech Trikots verraten nicht, was drunter steckt: ne fette "Pizza" an der Hüfte. Zum Glück nicht mehr passiert.

Bernd also kurz vor mir ins Ziel, Kirsten hatte mit den Auswirkungen einer Erkältung zu kämpfen und wollte es als Training mitnehmen. Sie landete auf Platz 18.  

Pasta-Party mit alkfreiem Weizen im Ziel, alle happy!

 Siegerehrung mit Anni sau lustig, der Pokal toll, das Bike etwas in Mitleidenschaft gezogen, ich auch ;), Heimfahrt problemlos. Alle happy. in ner Woche geht es weiter. I love it.


Katrin, der 1. Platz ist meiner!!! :D Chaos-Siegerehrung....
Sonntag, 2. März 2014

Home, sweet home

Ich bin daheim. Noch gestern Nacht von Stuttgart heimgefahren. Um 1 Uhr war ich hier. Mein Bett. Nice. Vorher noch ne Dose Erbsen mit Salz und alles, was ich sonst noch finden konnte. :-))) Hatte echt Hunger. Aufgeräumt habe ich natürlich auch bissel. Mag das Urlaubschaos nicht.

Morgens dann mit Sonne aufgewacht. Freiburg hat mich nicht im Stich gelassen. I love it!
Gleich noch das Rad zusammenbauen und vielleicht ne Cappu-Tour zum Biosk. Sau gut!
Freitag, 28. Februar 2014

TL Mallorca - Tag 12 (Fr)

Harte, kalte, stürmische Fakten heute: 94 km // 950 Hm


Reb, Guido, Vroni auf'm Berg.

Dazu muss man gleich zu Beginn erwähnen, dass alles heute etwas schwerer war. Zum einen wegen dem Wetter: mega stürmisch und kalt. Brrrr..... Zudem hatten alle noch die Tour nach Sa Calobra in den Beinen und der gestrige Abend war auch nicht gerade Regenerationsfördernd ;-). Wobei ich das eventuell infrage stellen würde, denn feiern und Spaß haben ist Gefühlsdoping und ich habe ja bereits an den Worldgames in Saalbach festgestellt, dass das der Form keinen Abbruch tut, ganz im Gegenteil ;-).

Also nach dem Abendessen mit unsern "neuen Radl-Freunden" gesellten sich erst Olympionike Guido + Alex und Gerrit, die beiden Mechaniker zu mir und bestellten ne Flasche Rotwein und später saß ich an der Bar mit den Jungs und wurde zu Cuba Libre eingeladen. Wir feierten und quatschten bis der Barkeeper das Licht ausmachte. Besser war's, sonst wäre die Nacht noch kürzer geworden. :-)) Vroni war schon früh auf dem Zimmer, leider hat sie den schönen Abend verpasst.

Ein Cuba Libre + Rotwein für die Regeneration :).

Beim Frühstück noch alle topfit und fidel. Noch :-) 10 Uhr Abfahrt. Vroni auch mit dabei aber glaub sie fand das ganze Unterfangen nicht so prickelnd und ist paar Mal "geflüchtet". Gruppefahren bei Sturm gar nicht so einfach. Wir kämpften uns runter nach Felantix und setzten uns dort erst einmal ins Café. Die Stimmung bis dorthin eher etwas unterkühlt, ähnlich wie das Wetter.

Unser einziger Berg heute: San Salvador.
Dann San Salvador hoch. Easy jeder sein Tempo. Oben trotz schlechtem Wetter recht gute Aussicht aber sah ganz schön nach Regen aus und im Wind wenig gemütlich, also runter. Dann mit mords Rückenwind nach Manacor und weiter in Richtung Küste. Porto Cristo haben wir ausgelassen. Lieber trocken Heim und Bock hatte glaub irgendwie auch keiner mehr. Waren alle ziemlich happy, als wir die letzte kleine Welle hinter uns hatten. Außer Vroni, die war auf einmal weg und drehte noch ne Extrarunde. Wir ins Hotel.

"Halleluja"

Ich hab ne Runde Superchilling betrieben und schon bissel vorgepackt für morgen. Später dann runter an die Bar zu den andern. Die waren bester Laune und sorgten für "Zielwasser". Ich habs mir nur angeschaut, der Abend ist ja noch lang ;-).

Zielwasser für die Jungs.

Nordseewetter. Kleiner Spaziergang nach der Tour. Später nach dem Essen mit den andern noch mal bis wir im Sandsturm standen.
Abendessen wie immer, danach Spaziergang und jetzt hier noch Sektchen zum Abschluß. Morgen nur noch Kaffeefahrt mit Tony nach Alcudia. Langt :-). Auschecken und um 16:30 zum Flughafen. Das wars. TL MAlle 2014. Ich fands super!!
Eure Reb. 


Donnerstag, 27. Februar 2014

TL Mallorca - Tag 11 (Do)

Heute Gruppenausfahrt nach Sa Calobra: 137 km // 2100Hm

Schon um 9:30 Uhr ging es los mit einer Gruppe aus dem Hotel. Guide Guido Fulst, mehrfacher Weltmeister und Olympiasieger im Bahnfahren wollte uns nach Sa Calobra führen. Mit dabei unsere Hotelnachbarn: Mike, Dirk, Tony und Andrej und zu Beginn noch zwei andere, die wir verloren haben. Bzw. bei dem einen war es vorher schon so ausgemacht, dass er ab dem Anstieg alleine weiter fährt und der andere ist eingebrochen am Berg und war danach irgendwie stinkig und wollte nicht mehr mit uns zurück. Kein Plan, was da los war.....

Das war der 2. lange Anstieg, danach die ewig lange Abfahrt nach Sa Calobra runter


Sackgassen-Fahrt mit hammer Abfahrt und genauso hammer-hartem Aufstieg :-)

Zuerst gemütlich in Richtung Inka. Easy vorne neben Guido gefahren oder hinten mitgerollt. Dann von Inka weiter und die 12 km zum Kloster Luc hoch. Die Strecke, die ich schon vor ein paar Tagen hochgerammt bin. Hier zog das Tempo merklich an aber noch immer im grünen Bereich. Oben dann links weg nach Sa Calobra. Super Abfahrt runter. Dann wieder ein Anstieg und ne erneute Abfahrt. Haufenweise Mädels und Jungs, die sich im Bergzeitfahren geübt haben. Oben und unten standen Trainer mit Stoppuhren! Teilweise die Radler mit erschreckender Gesichtfarbe oder undefinierbaren roten und weißen Flecken im Gesicht. Die Abfahrt ewig und super schön. Unten ein kleiner Hafen umgeben von massivem Gebirge. Wir holten uns nen Café con leche und Cola. Die Jungs versorgten mich zuvorkommend mit Bananen und Riegelstückchen, sowie getrockneten Aprikosen. Super Stimmung im Team.

Anstieg zum Col dels Reis.

Bergauf dann wieder etwas Tempo angezogen. Ich fühlte mich auch heute ziemlich gut da hoch und wir hatten Spaß. Tony war schon gemütlich vorweg gefahren und hatte auf den Kaffee verzichtet. Einer der Jungs, glaub es war Andrej, folgte einer zeitfahrenden, drahtig-hübschen Blonden, die uns überholte. Die Arme hatte ab da dann nen "Lutscher" im Gepäck. Er meinte später, dass sie nicht geatmet hätte, einfach lautlos den Berg hochgejuggelt. Ich also mit Mike und Guido weiter hoch. Irgendwie kamen wir auf Helene Fischer und Mike schaltete das Handy an und Helene trällerte uns den Berg hinauf. Ich hab das Lied danach nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Guido entschuldigte sich bei allen Radfahrern, die wir überholten. Sehr spaßig. :-))


In Sa Calobra angekommen.
Dann zogen am 2. Anstieg drei Fahrer des Great Britain-Teams, die unten das Zeitfahren gemacht haben, an uns vorbei und irgendwie konnten wir uns festbeißen. Jetzt war Tempo angesagt. Wir prügelten über die kleinen Rampen. Ich war schwer darauf bedacht die kleinen durchtrainierten Ärschle und Beinle vor mir nicht aus den Augen zu verlieren. Yeah, das war richtig cool. Bähhmmmm, hoch und runter mit richtig Speed!

Yeah, super Truppe heute!

Bei der Pollenca-Kreuzung warteten wir auf die andern und machten uns gemeinsam an die Abfahrt mit kleiner "Atttaaaackkkkkeeeee!!!" ;). Abfahrt sau cool mit den Jungs vorne dran. Speed!
Unten dann auf eine erneute Kaffeepause verzichtet und Richtung Alcudia. Es war den ganzen Tag recht kalt und viele waren ganz schön müde und wollten Heim. Danach schnell geduscht und dann Kaffee und Kuchen im Hotel. Im Anschluss gleich Abendessen. Und zum 2. Mal in diesem Urlaub musste ich mir anhören, dass ich zu viel esse. Dieses Mal vom Barkeeper. Anscheinend ist man hier essende Mädels nicht gewohnt :-)).

Der Ausblick der andern :)


Den Apfelstrudel hab ich trotzdem verpasst. War schon alle, als ich beim Nachtisch angelangt war.

Vroni hat heute das Rad stehengelassen und gechillt, bzw. sich ziemlich gelangweilt am Ruhetag. Schade. Sie hat ne tolle Runde verpasst. Morgen next chance!

Eben noch ne Garmin Edge Routing-Schulung gegeben.
Ich fands super heute. Eure REB – mit 5,5 Stunden Rad in den Beinen. Brutal.