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Sonntag, 4. Mai 2014

Bikefestival Riva del Garda: Platz 5 auf der Grande!

Fakten: 75,7 km, 2822 HM
Ergebnis: Platz 5 Gesamt.


Den 4. Platz um ein paar Hundertstel verpasst, den Zielsprint hab ich wohl gewonnen aber nicht die Nettozeit :( – aber hey, immerhin Top 5!

Kurz vorm Interview am Freitag für das fi'zi:k-Magazin focused

Hartes Race unter erschwerten Bedingungen. Ganz schön lange 4:47 Stunden und nicht enden wollende Rampen gehn Himmel. Aber auch geile vermatschte Trails, rutschige Steine und genauso rutschige Wurzeln. Wer mich kennt, weiß, dass ich da dann echt mental zu kämpfen habe aber im Rennen ist das ja noch mal was anderes und irgendwie waren die Downhills ganz schön geil und das viele Endurofahren im Winter hat sich ausgezahlt. Die Arme schmerzten kaum und ich bin gefahren wie der Teufel.

Hotelausblick. Leider nicht so schönes Wetter am Freitag. Regen ohne Ende bis abends.


Aber erst einmal von vorne: Donnerstag früh um 7 Uhr ging es los nach Riva. Über Österreich absolut easy, nur leider ab der Autobahn-Ausfahrt mal satte 1,5 Stunden für läppische 14 km gebraucht. Zum Glück hat ne Markert immer ne Karotte und paar Radieschen parat und so konnte ich Clemens, meinen Mitfahrer und mich vorm Hungerast retten. Für nächstes Jahr haben wir nen Insider-Road-Tipp – falls ich da noch mal starten sollte. Denn wirklich geil ist anders. Das Festival ist einfach mega überlaufen, Biker ohne Ende, genervte Kellner, überfüllte Restaurants, schlechte Orga während des Rennens und die meiste Zeit verbringt man im Stau. Irgendwie regnet es hier auch jedes Mal....

So wie am Freitag. Regen den ganzen Tag. Sturzbäche vom Himmel. An Rennen oder Vorbelastung kaum zu denken. Erstmal in der Früh mit Zimmer- und Teamkollegin Vroni ab nach Torbolé ins Hotel Santoni, um dort mit einer Horde Fizik-Leuten und ner Kamera im Gesicht zu frühstücken. Äpfel und Müsli in Massen, Nutella und Croissants blieben verschont – komisch ;). fi'z:'k (wird logischerweise – weil Lautschrift – wie "Physik" ausgesprochen und nicht "Fitzick", gell?!) will sich bissel ums weibliche Publikum bemühen und so wurden wir den ganzen Tag verfolgt, gaben Interviews wie wir zum Sport gekommen sind und wie sich Frauen in ner Männerdomäne fühlen. Wir mussten uns vor der Kamera an- und ausziehen, sie liebten meinen Race-Nagellack und ich erzählte, dass bei mir farblich alles zusammenpassen muss, das ich mein erstes Rennen mit 30 gefahren bin, das ich das tue, was ich liebe, nen tollen Job habe usw. Leider fürs Outdoor-Shooting echt nicht das beste Wetter aber die Jungs und Mädels hatten schon den nächsten Trip geplant, daher gab es keine Planänderung und wir mussten raus in die Suppe.

Hier bei den fi'zik:k-Interviewvorbereitungen im Hotel. Alles auf Englisch. War dann aber leichter als vorher angenommen.

Samstag früh um 5 Uhr ab unter die Dusche um die verschwitzte Nacht abzuspülen. Nicht meine Zeit. Wetter gut. Kein Regen. Warm war es auch. Supi. Kirsten und Lutz auch guter Dinge, die übrigens hier auch im Hotel waren und das Ganze gemeinsam angegangen sind und auch die Grande gerockt haben. Big Family :). Jasmin auch am Start auf der Piccola - übrigens super gefahren! Nobbi hat mir noch die Windweste abgenommen, was auch super war. Benny J., Benny Stark, Anni & Betty auch hier, also halb Freiburg vertreten :D!

Da es so früh unten noch nichts gab, hat uns der Restaurantchef paar Sachen eingepackt. Sehr nett alle hier im Hotel.


Start von Grande und Piccola um 7:50 Uhr. Wer es kennt, weiß, dass nach kurzem Einrollen gleich mal ein Berg kommt. 700Hm am Stück. Puls 198. Mir tat einfach nach kurzer Zeit alles weh und meine Lunge war kurz vorm spastischen Kollaps. Ich überlegte mir Ausreden, um ne Pause machen zu dürfen, wollte mich hinstellen, einfach die Aussicht genießen, Fotos machen wie manch anderer, Pinkelpause vortäuschen oder ähnliches. Es tat soooo weh und hörte halt einfach nicht auf! Rampen um bis zu 20% verlangten uns einfach alles ab. Ich musste mir oft die Beine vorsagen, denn bei nicht-konstantem Tritt hopst das Vorderrad bei solchen Steigungen ständig in die Höhe und der Rücken schmerzt eh schon wie verrückt: "Rechts-links-rechts-links, Markert, auch dieser Berg wird enden, also nicht jammern, weiter auffi-auffi!"

Am Sonntag in der SOnne. auf dem Brione. Der Weg wie ne kleine Borderline :). 

Die Downhills brachten zwar Glücksgefühle aber wenig Entspannung, denn durch den Regen waren die Waldwege tiefe Matschpfade, Wurzeln und Steine dann dementsprechend rutschig und wenn dann noch Fahrer vor einem nicht fahren konnten, wurde es obendrein gefährlich. Später war ich viel alleine und konnte es laufen lassen, denn Geschwindigkeit bringt bekanntlich Sicherheit. In der ersten Abfahrt hab ich gleich mal 2 Mädels abgehängt und kam so langsam richtig in Fahrt.

Den Berg rechts ging es in Sepentinen hoch. Autsch.......

An einer Verpflegung goß ein Helfer Iso aus ner 10 Liter Gießkanne in die Flaschen der Fahrer aber mein Magen rebellierte zunehmends. Ansonsten war oftmals Verfahr-Gefahr. Anni deshalb wohl raus, anderen hat es sogar den Sieg gekostet! Grande schwarz und Extrema rot markiert macht für mich keinen Sinn und verwirrt doch doppelt. Übrigens auch nirgends Startlisten und die Ergebnisse auch erst mega spät draußen. Also sorry aber das geht deutlich besser!

Bei der Zusammenführung der Strecken 18km vorm Ziel kam dann Andrea Meier von hinten und es war ne Schlacht bis ins Ziel . Auf den Abfahrten hab ich alles gegeben und riskiert, konnte sie aber nicht abschütteln. Am Ende gab es einen Zielsprint, der mir die letzten verbliebenen Körner geraubt hat. Wie hart so was noch durchstehen zu müssen nach den vielen Kilometern…..  ich war danach so platt, tot, vermatscht, verklebt, ausgelaugt, die Beine taten mir weh und der Körper sowieso. Brutal.


Traumwetter am Sonntag. Belohnung für die Strapazen.


Heute am Sonntag, am Tag danach, war dann auch das letzte Wölkchen am Himmel verschwunden und wir wurden mit Sonne satt verwöhnt und für sämtliche Strapazen entschädigt. Kurze Chill-Runde Richtung Arco, Mittagessen dort in der Altstadt, Sonne tanken am Pool – Oh, what a life! Wenn nicht alles so weh tun würde….. :) Krasser Muskelkater in den Armen, dem Rücken, von den Beinen fang ich jetzt hier nicht an.


Ausblick vom Pool. Hotel Benacus, Monte Brione. Ok, der Berg ist hart nach so nem Race :D


Frühstück mit dem Ausblick könnte schöner nicht sein. Mit Vroni und Benny.


Heribert, Dein "Gazelle-Gib-Gas-Schild" hat mich begleitet, Danke für deinen Support! Danke auch an Markus, der mich einfach immer schneller macht. Das war noch nicht ganz mein Race aber ich rieche es schon.... der Tag X wird kommen.

Dienstag, 22. April 2014

Rund um Schönaich - mein erstes Lizenz-Straßenrennen


Die Fakten:

6 Runden à 9 km = 54 km in total 
HM: knappe 700
Durchschnittsgeschwindigkeit:
36,6 km/h, Max: 77,8 km/h
Dauer:
1:25 Stunden
NP:
224 Watt


Freunde, das war mal wieder so ne Premiere, die es in sich hatte! Krasse Sache!!!
Da es an Ostern kaum Rennen gibt und weit und breit nichts auf dem Bike, hab ich mich für mein erstes Lizenz-Straßenrennen angemeldet.

Am Sonntag noch sonnen und Rad-Check auf Balkonien. Das kleine BQ startbereit.

Fahrt mit Lucas, einem KT-Fahrer von Sven Krauß. Mit dabei sein Dad. Alleine wäre ist da nicht hin. Zu weit und das Wetter sah auch nicht so gut aus. Bei Regen wollte ich nicht starten. Kein Risko jetzt. Aber in Schönaich Sonnenschein, alles gut. Paar Tipps vom Profi gab es auch noch, Danke Sven!!



Viele Zuschauer bei schönem Wetter in Schönaich. Hier Start der KT und AB Fahrer.

Die Mädels stellten sich kurz vor 14:00 in einer Seitenstraße auf, denn auf der Strecke waren ja noch die KT und AB-Fahrer. Bei uns war alles dabei, von Elite bis U17 – hab noch nie so viele Rennradmädels gesehen. Allein bei der Elite waren 74 Fahrerinnen gemeldet.

Dann ein bekanntes Gesicht: Chaira E., die auch schon die Trans Schwarzwald gefahren ist. Von ihr wurde ich noch darauf vorbereitet, dass man oftmals in so Rennen mit Beschimpfungen rechnen muss und auf alle Fälle Ellbogen raus. Puh, Zickenkrieg bei Maximalanstrengung? Kann ja heiter werden... Der Start war ebenso heiter, denn auf einmal stürmten die Fahrerinnen auf die Strecke und die Sicherheitsleute fuchelten nur noch aber hatten keine Chance gegen die Masse.

Hier noch locker beim Warmfahren auf der Strecke. Danke an Uli Hugger für das Bild!

Es ging also los. Rollen im Pulk. Ich hab mich in der Mitte nie ganz wohl gefühlt aber an den Seiten wird man ganz schnell mal richtig rausgedrängt. Einmal musste ich in den Randstreifen, einmal hat mich eine fast abgeräumt, es wurde geschrien und gedrückt. Also mental war das ne Höchstleistung gestern!

Fand die Dynamik echt krass, man fährt ganz vorne, dann auf einmal kommen welche von den Seiten und schwupps ist man auf einmal ganz hinten. Hinter jeder Kurve Anschlag, die Kuppen werden hochgerammt und bei der letzten legendären Steigung mit 14%, 700 Meter und knappen 50HM wird einem noch mal alles abverlangt. Autsch! Die Zuschauer aber hier zahlreich vertreten und auch ein paar Bekannte waren da, die mich mega angefeuert haben. Da ist ein "Rebekka, GOOOOOOOO!!!" wie ne Extraportion Muskelpower. Danke!!

Erster Anstieg unter Maximalbelastung :)

Die richtige Anstrengung kommt aber erst nach dem Berg, denn dann wird das Tempo angezogen. Mit vollem Speed durch den Ort. Glaub in der 4. Runde war eine Gruppe vorne weg. Ich war in einer Verfolgergruppe mit ca. 7–8 Mädels, mit dabei Elisabeth Brandau. Wir versuchten wieder Anschluss zu bekommen aber unser Kreisel war zu chaotisch. Manche wollten oder konnten einfach nicht oder fuhren kreuz und quer. Ich fuhr paar Mal im Wind und das hat echt Körner gekostet. Zumal sich irgendwann rumsprach, dass ich eigentlich MTBlerin sei und dann hörte das kreiseln auf wenn ich vorne war. Das passierte nicht nur einmal. So läuft das also..... ich glaub, ich muss noch einiges lernen.

Am Berg immer volles Gebolze. Hardcore. Dann letzte Runde und auf einmal schüttete es aus Kübeln. Oh weh, Regen. Auf den Abfahrten machten wir mega langsam und riskierten nichts. Der letzte Berg ne Tortur sondergleichen. Die 200 Meter nach dem Berg ins Ziel noch schlimmer. Ich fuhr direkt hinter Elisabeth über die Linie.

Bekam viele Glückwünsche von den Leuten vor Ort für meine Leistung und war mega glücklich. Wie cool.... hab wohl echt Form :).

Platzierung weiß ich auch heute nicht aber müsste Platz 25 gewesen sein. Gemeldet waren 74 Elite-Fahrerinnen + Nachmeldungen.  Es gab halt keine Transponder und auf der Liste steh ich nicht. Hinter Lisa steht ne andere. Keine Ahnung. Ist auch nicht so wichtig.

Ausfahren wurde gecancelt, schnell ins Auto und umziehen. Es regnete weiter, die Ergebnisse kamen nicht, es gab keinen Kuchen mehr, also Heim.

Fazit: ich werd es wieder machen. Vielleicht in Merdingen. Irgendwie war‘s geil :-)
Montag, 14. April 2014

1. Race: Platz 4! Münsingen

Die Schlacht in Münsingen: Saisonauftakt 2014

Voller Aufregung und Vorfreude, voller Ungewissheit, wo ich stehe und was das viele Training gebracht hat und wie das neue Bike den Härtetest überstehen wird, machten wir uns am Samstag auf den Weg nach Münsingen. Mit dabei Kirsten und Bernd, die ebenfalls ihr erstes Rennen bestreiten wollten. 

Ich habe dieses Jahr vieles anders gemacht und auch anders trainiert. Viele lange Grundlageneinheiten im Winter, Trainingslager auf Malle und ein neues Konzept mit neuem Trainer (Danke Markus!!). Letzte Woche noch harte 19,5 Stunden Training, fast alle mit dem Bike irgendwo im Schwarzwald. Teils sind wir auch bissel härter gefahren als im Plan stand, was ziemlich doof war. Ich fühlte mich daraufhin die Woche recht schlapp und müde und meine 90 Min Spinningstunde am Mittwoch ohne Mikro im Schreimodus lag mir kratzend im Hals und ich befürchtete nichts Gutes. Von der Konkrrenz ganz zu schweigen. Aber egal, Ziel war es den Körper darauf einzustellen, dass es ab jetzt wieder los geht: Winterschlaf Ade – Races yuhee!

Platz 4 gesamt! Anni: "Reb, was hasch' da gekriegt?" R: "Nudeln und 'n Schlauch in 26 Zoll. Oh Mann..."

AK Platz 2. Dabei hab ich sie gewonnen wie sich später rausstellte..... alles bissel chaotisch.

Fahrt war super, dann dort im Albflair-Gästehaus eingecheckt, Startnummern geholt und auf Nahrungssuche begeben. Nettes griechisches Restaurant gefunden, schön draußen gesessen, hat leider etwas lang gedauert aber die Stimmung bei uns war dennoch gut und nach nem extra Brotkorb war ich dann auch halbwegs satt.


Die Bikes von Kirsten & mir abends schön eingeschlossen, ready to rumble....

Die Nacht war etwas unruhig, ich träumte wildes Zeug vom Radfahren, Sturm und Regen und bin paar Mal schweißgebadet aufgewacht. Etwas vermatscht dann morgens raus. Alle happy, dass wir am Tag vorher angereist waren. Frühstück war lecker, Aufregung lag in der Luft und der mitgebrachte Rote Beete Saft sorgte für den letzten Kick. Ja, ich bin auch schon länger auf'm RB-Trip :-))!

Kirsten und Bernd. Alle gespannt auf den Saisonauftakt!

Zum Gelände und Warmfahren. Kirsten hatte Programm und ist alleine los, ich mit Bernd umhergegurkt. Zum Glück gab's nen Elitestartblock und so stand ich weit vorne. Die 25 Minuten warten waren etwas fröstelnd aber wir wurden mit Sonnenschein belohnt und Matthias Ball erzählte mir von Gran Canaria und so war alles wie immer: ich gähnte ohne Pause, mein Puls war mit 100 ganz ok und die Stimmung war allerseits gut. Übrigens mein erster Frühjahrsmarathon.


Geiles neues Teambike mit XX1. In mÜnsingen der Härtetest nach einer Woche hardcore Einfahren.

Dann auf einmal ging's los. Pammmmm den Berg hoch. Krasser Speed. Ich konnte nicht. Die Beine gleich zu, der Hals wie zugeschnürt, Blutgeschmack wie bei nem 75m Sprint auf der Tartanbahn. Ich keuchte und versuchte irgendwie in Tritt zu kommen. Über Schotter ging es auf und ab, mein Herz raste, ich fühlte mich gar nicht fit.

Nach 7,5 km kam es zum Crash in einer Rechtskurve. Ich war zu schnell, der Reifen viel zu prall für den losen Untergrund. Zack lag ich und fühlte wie der groben Schotter an  Hüfte und Arm die Haut aufriss. Menno. Wollte doch keine Stürze mehr. Shit. Ich war nicht die Einzige und schaute, dass ich aus der Gefahrenzone kam. Bike-Check: Lenker völlig verdreht, Sattel auch, Hörnchen noch oben weg. Lenker wieder halbwegs in die richtige Position und weiter gings. Was tun? Aussteigen? Ne neue Premiere heute: DNF? Did not finish? Ich tat mich schwer wieder Tempo aufzunehmen, alles tat weh und der Lenker immer noch zur Seite verdreht, irgendwas klapperte ohne Unterlass. Vom Sattel ganz zu schweigen. Irgendwie fuhr ich trotzdem weiter und stellte dann fest, dass mein Gel auch weg war und ich somit ohne Essen unterwegs. Oh je. "Das kann ja nichts werden" dachte ich immerzu und überlegte, wo ich wohl aussteigen sollte. Zwiegespräche ohne Ende aber dann sagte ich mir, dass es kein besseres Training gibt und fuhr weiter.


Unter Hightech versteck: ne "Pizza" :D - Autsch....


Bin auf zwei Mädels aufgefahren und versucht dranzubleiben. In den Kurven hatte ich mega Respekt und verlor so häufig den Anschluß aber konnte mich immer wieder rankämpfen. Hab dann den iPod angeschaltet und kam endlich in Tritt. Die Musik beflügelte und ich war wieder bei mir. Konnte mit ein paar anderen abhauen und so ging es teils mit Gruppe, teils mit einem Helfer über staubige Schotterpisten, Asphalt und Wiese. Die 850 Hm waren gefühlte 2000 und ich quälte mich ganz schön. 10 km vorm Ziel auf Bernd aufgefahren. Er gab mir ein Gel und ich ihm was zu trinken, denn er hatte bei einem Sturz seine Flasche verloren. Er zog mit der Gruppe vor uns von Dannen, ich hab nicht einmal versucht dranzubleiben, erst essen, dann weiter. Noch bissel durch den Wald, dann das Geeier im Bikepark und über die Ziellinie. Puh, geschafft. Was ne Schlacht..... und mit dem 4. niemals gerechnet!!!! Hier die Ergebnisse

Statt duschen nahm ich lieber die Sani-Katzenwäsche ;). So schlimm sah ich eigentlich nicht aus aber hightech Trikots verraten nicht, was drunter steckt: ne fette "Pizza" an der Hüfte. Zum Glück nicht mehr passiert.

Bernd also kurz vor mir ins Ziel, Kirsten hatte mit den Auswirkungen einer Erkältung zu kämpfen und wollte es als Training mitnehmen. Sie landete auf Platz 18.  

Pasta-Party mit alkfreiem Weizen im Ziel, alle happy!

 Siegerehrung mit Anni sau lustig, der Pokal toll, das Bike etwas in Mitleidenschaft gezogen, ich auch ;), Heimfahrt problemlos. Alle happy. in ner Woche geht es weiter. I love it.


Katrin, der 1. Platz ist meiner!!! :D Chaos-Siegerehrung....
Sonntag, 2. März 2014

Home, sweet home

Ich bin daheim. Noch gestern Nacht von Stuttgart heimgefahren. Um 1 Uhr war ich hier. Mein Bett. Nice. Vorher noch ne Dose Erbsen mit Salz und alles, was ich sonst noch finden konnte. :-))) Hatte echt Hunger. Aufgeräumt habe ich natürlich auch bissel. Mag das Urlaubschaos nicht.

Morgens dann mit Sonne aufgewacht. Freiburg hat mich nicht im Stich gelassen. I love it!
Gleich noch das Rad zusammenbauen und vielleicht ne Cappu-Tour zum Biosk. Sau gut!
Freitag, 28. Februar 2014

TL Mallorca - Tag 12 (Fr)

Harte, kalte, stürmische Fakten heute: 94 km // 950 Hm


Reb, Guido, Vroni auf'm Berg.

Dazu muss man gleich zu Beginn erwähnen, dass alles heute etwas schwerer war. Zum einen wegen dem Wetter: mega stürmisch und kalt. Brrrr..... Zudem hatten alle noch die Tour nach Sa Calobra in den Beinen und der gestrige Abend war auch nicht gerade Regenerationsfördernd ;-). Wobei ich das eventuell infrage stellen würde, denn feiern und Spaß haben ist Gefühlsdoping und ich habe ja bereits an den Worldgames in Saalbach festgestellt, dass das der Form keinen Abbruch tut, ganz im Gegenteil ;-).

Also nach dem Abendessen mit unsern "neuen Radl-Freunden" gesellten sich erst Olympionike Guido + Alex und Gerrit, die beiden Mechaniker zu mir und bestellten ne Flasche Rotwein und später saß ich an der Bar mit den Jungs und wurde zu Cuba Libre eingeladen. Wir feierten und quatschten bis der Barkeeper das Licht ausmachte. Besser war's, sonst wäre die Nacht noch kürzer geworden. :-)) Vroni war schon früh auf dem Zimmer, leider hat sie den schönen Abend verpasst.

Ein Cuba Libre + Rotwein für die Regeneration :).

Beim Frühstück noch alle topfit und fidel. Noch :-) 10 Uhr Abfahrt. Vroni auch mit dabei aber glaub sie fand das ganze Unterfangen nicht so prickelnd und ist paar Mal "geflüchtet". Gruppefahren bei Sturm gar nicht so einfach. Wir kämpften uns runter nach Felantix und setzten uns dort erst einmal ins Café. Die Stimmung bis dorthin eher etwas unterkühlt, ähnlich wie das Wetter.

Unser einziger Berg heute: San Salvador.
Dann San Salvador hoch. Easy jeder sein Tempo. Oben trotz schlechtem Wetter recht gute Aussicht aber sah ganz schön nach Regen aus und im Wind wenig gemütlich, also runter. Dann mit mords Rückenwind nach Manacor und weiter in Richtung Küste. Porto Cristo haben wir ausgelassen. Lieber trocken Heim und Bock hatte glaub irgendwie auch keiner mehr. Waren alle ziemlich happy, als wir die letzte kleine Welle hinter uns hatten. Außer Vroni, die war auf einmal weg und drehte noch ne Extrarunde. Wir ins Hotel.

"Halleluja"

Ich hab ne Runde Superchilling betrieben und schon bissel vorgepackt für morgen. Später dann runter an die Bar zu den andern. Die waren bester Laune und sorgten für "Zielwasser". Ich habs mir nur angeschaut, der Abend ist ja noch lang ;-).

Zielwasser für die Jungs.

Nordseewetter. Kleiner Spaziergang nach der Tour. Später nach dem Essen mit den andern noch mal bis wir im Sandsturm standen.
Abendessen wie immer, danach Spaziergang und jetzt hier noch Sektchen zum Abschluß. Morgen nur noch Kaffeefahrt mit Tony nach Alcudia. Langt :-). Auschecken und um 16:30 zum Flughafen. Das wars. TL MAlle 2014. Ich fands super!!
Eure Reb. 


Donnerstag, 27. Februar 2014

TL Mallorca - Tag 11 (Do)

Heute Gruppenausfahrt nach Sa Calobra: 137 km // 2100Hm

Schon um 9:30 Uhr ging es los mit einer Gruppe aus dem Hotel. Guide Guido Fulst, mehrfacher Weltmeister und Olympiasieger im Bahnfahren wollte uns nach Sa Calobra führen. Mit dabei unsere Hotelnachbarn: Mike, Dirk, Tony und Andrej und zu Beginn noch zwei andere, die wir verloren haben. Bzw. bei dem einen war es vorher schon so ausgemacht, dass er ab dem Anstieg alleine weiter fährt und der andere ist eingebrochen am Berg und war danach irgendwie stinkig und wollte nicht mehr mit uns zurück. Kein Plan, was da los war.....

Das war der 2. lange Anstieg, danach die ewig lange Abfahrt nach Sa Calobra runter


Sackgassen-Fahrt mit hammer Abfahrt und genauso hammer-hartem Aufstieg :-)

Zuerst gemütlich in Richtung Inka. Easy vorne neben Guido gefahren oder hinten mitgerollt. Dann von Inka weiter und die 12 km zum Kloster Luc hoch. Die Strecke, die ich schon vor ein paar Tagen hochgerammt bin. Hier zog das Tempo merklich an aber noch immer im grünen Bereich. Oben dann links weg nach Sa Calobra. Super Abfahrt runter. Dann wieder ein Anstieg und ne erneute Abfahrt. Haufenweise Mädels und Jungs, die sich im Bergzeitfahren geübt haben. Oben und unten standen Trainer mit Stoppuhren! Teilweise die Radler mit erschreckender Gesichtfarbe oder undefinierbaren roten und weißen Flecken im Gesicht. Die Abfahrt ewig und super schön. Unten ein kleiner Hafen umgeben von massivem Gebirge. Wir holten uns nen Café con leche und Cola. Die Jungs versorgten mich zuvorkommend mit Bananen und Riegelstückchen, sowie getrockneten Aprikosen. Super Stimmung im Team.

Anstieg zum Col dels Reis.

Bergauf dann wieder etwas Tempo angezogen. Ich fühlte mich auch heute ziemlich gut da hoch und wir hatten Spaß. Tony war schon gemütlich vorweg gefahren und hatte auf den Kaffee verzichtet. Einer der Jungs, glaub es war Andrej, folgte einer zeitfahrenden, drahtig-hübschen Blonden, die uns überholte. Die Arme hatte ab da dann nen "Lutscher" im Gepäck. Er meinte später, dass sie nicht geatmet hätte, einfach lautlos den Berg hochgejuggelt. Ich also mit Mike und Guido weiter hoch. Irgendwie kamen wir auf Helene Fischer und Mike schaltete das Handy an und Helene trällerte uns den Berg hinauf. Ich hab das Lied danach nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Guido entschuldigte sich bei allen Radfahrern, die wir überholten. Sehr spaßig. :-))


In Sa Calobra angekommen.
Dann zogen am 2. Anstieg drei Fahrer des Great Britain-Teams, die unten das Zeitfahren gemacht haben, an uns vorbei und irgendwie konnten wir uns festbeißen. Jetzt war Tempo angesagt. Wir prügelten über die kleinen Rampen. Ich war schwer darauf bedacht die kleinen durchtrainierten Ärschle und Beinle vor mir nicht aus den Augen zu verlieren. Yeah, das war richtig cool. Bähhmmmm, hoch und runter mit richtig Speed!

Yeah, super Truppe heute!

Bei der Pollenca-Kreuzung warteten wir auf die andern und machten uns gemeinsam an die Abfahrt mit kleiner "Atttaaaackkkkkeeeee!!!" ;). Abfahrt sau cool mit den Jungs vorne dran. Speed!
Unten dann auf eine erneute Kaffeepause verzichtet und Richtung Alcudia. Es war den ganzen Tag recht kalt und viele waren ganz schön müde und wollten Heim. Danach schnell geduscht und dann Kaffee und Kuchen im Hotel. Im Anschluss gleich Abendessen. Und zum 2. Mal in diesem Urlaub musste ich mir anhören, dass ich zu viel esse. Dieses Mal vom Barkeeper. Anscheinend ist man hier essende Mädels nicht gewohnt :-)).

Der Ausblick der andern :)


Den Apfelstrudel hab ich trotzdem verpasst. War schon alle, als ich beim Nachtisch angelangt war.

Vroni hat heute das Rad stehengelassen und gechillt, bzw. sich ziemlich gelangweilt am Ruhetag. Schade. Sie hat ne tolle Runde verpasst. Morgen next chance!

Eben noch ne Garmin Edge Routing-Schulung gegeben.
Ich fands super heute. Eure REB – mit 5,5 Stunden Rad in den Beinen. Brutal.
Mittwoch, 26. Februar 2014

TL Mallorca - Tag 10 (Mi)

Der Tag stand unter dem Motto: Bike-Swim-Bike
1. K3-Radeinheit: 82 km // 730 Hm
2. Schwimmeinheit: 750 m
3. Kaffeefahrt nach Alcudia: 25 km

Heute mal wieder was für die Oberschenkel. Damit die blos nicht verkümmern gell :-). Also schön Berg-Intervalle. Dafür eignet sich ja die Kloster-Luc Auffahrt und da dies bekannt ist, teilte ich mir die untere Strecke mit 3 andern Intervall-Fahrern. Man trifft sich also ständig beim Runterrollen oder Hochfahren.


Schafe und Ziegen beim Mähen :-)
 
Meine Beine waren trotz Shopping-Tour in Topform und ich pushte den Berg hoch. Leider zickte mein Garmin schon nach der 1. Lap und stürzte gleich 6x hintereinander ab. Ich dachte schon, ich müsse ganz ohne Werte, Uhr & Co. fahren, was einer Katastrophe gleich gekommen wäre, wie ihr ja wisst ;) aber das Ding beruhigte sich und zeichnete wieder brav auf.

Fand es heute kälter als sonst. Hatte ja wieder meine dünne lange Hose drunter, die ich ganz bis zu den Socken runterzog. Nach den Intervallen macht ich mich wieder auf den Heimweg. Und der mit Rückenwind ohne Ende. Wie ich das liebe!! Hammer!

Daheim wie schon die letzten Tage eine Schwimmeinlage draufgepackt. Und nachdem mich Mr. Ironman höchstpersönlich zusammengestaucht hat, wie ich denn ohne Badekappe im Pool schwimmen könne, das es mega unhygienisch sein, meine Haare dann im Wasser treiben würden und die Anlage verstopfen und es zudem die Haare kaputt machen würde, zog ich meine Badekappe an. Ich mag ja generell nichts gerne auf dem Kopf und scheute mich deshalb auch sehr aber dann stellte ich fest, dass es einem Lifting gleich kommt :-))). Also mit Badekappe und zur Tarnung nen Kaputzenpulli überm Kopf damit mich niemand sieht, watschelte ich runter. Promt saßen die Zimmernachbarn an der Bar. So viel zum Verstecken.

Port d'Alcudia am Nachmittag.

Mir war ja schon kalt aber die Dusche musste trotzdem sein. Bah, das war wohl meine härteste Nummer heute. Krass echt. Danach ist das Poolwasser echt schön warm. Mr. Triathlon meinte auch noch, dass mir nur Kraul was bringen würde und so zog ich Bahn um Bahn. Dank Badekappe wurde mir auch nicht ganz so schnell kalt und so schaffte ich 15 Minuten! Rekord :-)).

Danach wollte ich mit den Nachbarn zu ner Kaffeefahrt nach Alcudia aber hab durch meine Geschichte-in-Geschichte-Erzählerei vergessen zu fragen wann sie los wollten, so dass ich mich alleine auf den Weg machen musste. Vroni hatte wieder nen andern Plan heute und war noch nicht zurück. Also völlig gechillt nach Alcudia an die Strandpromenade und in eins der Cafés am Hafen. Fand es super schön.

Schön Cappu am späten Nachmittag: für alle Ubis, Katrins & Matzes da draußen! :-)))

Morgen geht es dann mit besagten Zimmernachbarn + Guide, ein ehemaliger Bahn-Olympionike, nach Sa Calobra.
Adios Amigos.
Dienstag, 25. Februar 2014

TL Mallorca - Tag 9 (Di)

Einheiten heute: 12 Min Stechschritt zur Bushaltestelle, 3 Stunden Shopping-Walk durch Palma und dann 10 Min Run zum Busbahnhof + 3 km Walk vom Supermarkt ins Hotel. Bin erledigt :-)

Heute war bei mir eigentlich Ruhetag angesagt. Dieser wurde schon früh durch meine ausziehenden Nachbarn gestört. Also entweder hatten die verschlafen oder waren gestresst, jedenfalls rumpelte es, es wurde hektisch laut geredet und ständig knallte die Tür. Also etwas müde aufgewacht aber halb so wild. Wollte heute nach Palma fahren. Vroni hatte ja nen halben Ruhetag gestern und wollte heute zum Kloster Luc. Alleine war es nicht ganz so spaßig aber gab ja keine Wahl.

Palma. Überall kleine Gassen. Super schön.
Hab dann die Rezeptionistin nach dem Bus gefragt. Sie sagte 10:25 Uhr an der Polizeistation. Ich war etwas spät dran und startete im Stechschritt, was meine Beine gar nicht toll fanden aber sie fügten sich. Dort angekommen wartete ich satte 22 Min auf den Bus. Puh, spanische Gelassenheit ist ja nichts für mich. Konnte der Warterei einfach nichts Positives abgewinnen und hab mich geärgert, dass ich keinen Mietwagen genommen habe. Fühlte mich mal wieder fremdbestimmt. Im Bus dann auch alles wenig entspannend. Die Leute husteten, niesten und der neben mir röchelte mit weit aufgesperrtem Mund und zusammengekniffenen Augen vor sich hin. Ich dachte, ich müsste gleich reanimieren aber dem war nicht so. Glaub er konnte nichts für. Puh, meine Nerven. Schaute mir die Umgebung an und versucht den Moment zu genießen, was bei Uringeruch auch nicht so gut gelang. Nachdem in Inka sämtliche Leute ausgestiegen waren, fing ich an, mir die Zeit mit Nägel lackieren zu vertreiben. Es blieb bei 6 Fingern, die nun mehr schlecht als recht in Rot erstrahlen. Sicher voll verboten, ich fand's aber ziemlich lustig und herausfordernd zugleich. ;)

Palma.

Nach 1:40 Std. am Ziel. Mit dem Rad wäre ich wahrscheinlich schneller gewesen ;). In Palma dann durch die Ramblas gelaufen. Kam mir alles bekannt vor. Das letzte Mal machte ich die Straßen mit meinen Mädels unsicher. Kaya und ich haben unseren 30. dort gefeiert. Ich fing also das Shoppen an aber irgendwie bin ich in der Hinsicht echt untypisch. Das Aus- und Anziehen empfinde ich als total anstrengend, die Frisur ist beim 3. Pulli bereits vollkommen zerstört, man schwitzt, steht ständig irgendwo an und wirklich Glücksgefühle hab ich halt auch nicht, wenn ich um ein Teil reicher bin. Aber ich war tapfer. Gab mein Geld aus und marschierte Kilometer und Kilometer. Irgendwann dann ein schönes Plätzchen zum Essen gefunden. Das war in der Sonne richtig nett. Und niemand erkannte mich als Deutsche oder Ausländerin, das fand ich auch gut.


Typisch Spanisch: Brot mit Tomatengematsche + Olivenöl + groben Salz und Oliven. Coke light rundet ab :D

Nach einem Café con leche machte ich mich zum Busbahnhof auf. Hatte dafür knappe 17 Minuten. No Problem, dachte ich jedenfalls. Eigentlich ist die Stadt ziemlich überschaubar aufgebaut aber dummerweise war ich einen Ring weiter draußen, als ich dachte. Die Zeit verstrich, die bekannten Läden kamen nicht, Panik kam auf. Ich fragte zwei Spanierinnen auf Englisch. Sie wussten wohin ich wollte aber nicht, wo der Bahnhof war. Oh weh. Eine fragte dann weiter und diese Spanierin sagte uns den Weg: Erste rechts rein und bis zu Ende laufen. Ok. Uhrcheck: 15:21 Uhr. Oh weh, noch 9 Min. Der nächste Bus erst um 19:45!! Hilfe! Ich rannte los. Zum Glück hatte ich nur Keilabsatzschuhe an mit denen man wunderbar nen 3km Sprint hinlegen kann. Und so sprintete ich wie eine Verrückte durch die Straße und dann durch den Park überm Bahnhof. Ein Pärchen im Auto zeigte mir aufgeregt den Weg. Sie sahen wohl, wohin ich wollte und das ich na ja, etwas in Eile war :). Also weiter. An einem Lift noch mal vergewissert, dass da unter den Bus wartet. Ja. Also schnell runter und dann quer durch die Halle bis Bucht 22. Punkt 15:29 Uhr war ich da.
Ne Minute stäter rollten wir aus der Bucht. Ich war erledigt. Schweißüberströmt im Bus lächelte ich leise vor mich hin. Puh, grad noch mal gut gegangen :-)).

Schöner Türgriff

Auf der Heimfahrt konnte ich kaum die Augen offen halten, so müde war ich.
Dann am Supermarkt ausgestiegen und noch für Joghurt-Nachschub gesorgt und auf den langen Heimweg gemacht. Daheim ins Bett gefallen. Für heute hab ich genug.

Schön zu Abend gegessen mit Vroni. Nachher noch bissel Assi-TV und dann Gute Nacht. Morgen geht's mit dem Training weiter!
Montag, 24. Februar 2014

TL Mallorca - Tag 8 (Mo)

Rad: 106 km, 880 Hm // Schwimmen: 500 m

Get up, stand up, Vorhänge auf und: SONNE! :-))) Ok, paar Wolken. Nicht ganz so schön wie bei euch aber zu meckern hatte ich trotzdem nichts.

Super Wetter, super Laune und ab geht's!


Frühstück same-same. Vroni noch etwas unentschlossen aber dann entschied sie sich für den Ruhetag, den sie im Plan hatte. Ich hatte für heute Kloster Luc vor. Auf der Fahrt dorthin kamen alte Erinnerungen hoch. Damals in meinem ersten Trainingslager 2010 mit Matthias Ball und Katrin Schwing und meinem Kumpel Michele, der die Idee hatte. Damals war es kalt und nass, ich erinnere mich noch gut an das K3-Training unten und dann die freie Fahrt nach oben. Hatten an der Tankstelle nen Snowboarder getroffen, was schon super strange war. :-))


Damals 2010. Mein erstes Trainingslager hier auf Malle mit Matze Ball & Katrin.

Heute war es nicht ganz so kalt und ich hab die Auffahrt irgendwie verpasst und bin die Runde in die andere Richtung gefahren. Also erst von Pollenca durch's Val de Pollenca und dann die 12 km ziemlich flott hochgerammt. Heute war Fahrtspiel angesagt und ich war froh um die Freiheit, denn meine Beine fühlten sich bombastisch an.

Kleine schöne Sträßchen durchs Vall de Pollenca

Beinchen hopp-hopp
Ab und zu kam auch die Sonne raus. Das war super.


Auf dem Weg drei Jungs eingesammelt. Einer meinte: "Hey, das geht aber nicht!!" Hab nur gelacht und Gas gegeben. Heute lief es echt super und mit Musik in den Ohren war das Training ein Genuß.

Später dann wieder Käsebrötchen rein und ab in den Pool. Die Dusche schien kälter als gestern, bah! Dafür hatte ich das ganze Becken für mich und zog Bahn um Bahn, im Wechsel Kraul und Brust. Herrlich. Nach 20 Bahnen war Schluss. Hab das Gefühl, dass das Schwimmen super ist und mir jeden Tag bessere Beine verschafft. I Like it!

Vroni ist am Mittag dann doch noch los und 2,5 Stunden gerollt.

Ein rundum schöner, erfolgreicher Tag.

Sonntag, 23. Februar 2014

TL Mallorca - Tag 7 (So)

Harte Facts heute: 127 km, 828 Hm + 300 m  Schwimmen

Orient-Express. 

Vorhänge auf: Sonneschein! Jippih! Kann mich dran gewöhnen..... :)

Die spanische Meute von letzter Nacht kam erst spät ans Frühstücksbuffet, so dass wir gut gestärkt das Weite suchen konnten. Wie fast jeden Tag zogen wir um ca. 11 Uhr los in Richtung Orient. Ich fand die Strecke dorthin wenig spannend. Ging entlang einer großen Straße und der Belag malträtierte meine schon lädierten Reifen. Aber hab ja zum Glück 4-Season drauf, die Unkaputtbaren :). Noch keinen Platten bis dato!

Die zwei Pinkelpausen waren fast das größte Highlight heute. Ansonsten fuhren wir ziemlich konstant hintereinander her. Vroni stecke noch die Tour von gestern in den Beinen. Ich sah sie außer am Berg in den 4,5 Stunden kaum.

Auffällig waren die vielen Leute auf der Straße, in der Natur, in den Cafés überall. Die Spanier genossen die Sonne. Die Fahrt durch die Berge nach Orient wurde durch die vielen Autos etwas gestört und oben dann standen reihenweise Autos entlang der Straße. Bei der ruppigen Abfahrt mit den vielen Serpentinen war ich froh um meine neuen Bremsschuhe :).

An unserem Kreisel angekommen, hat sich Vroni verabschiedet und ne extra Schleife drangehängt, um ihre 5,5 Stunden voll zu kriegen. Ich bin ins Hotel und wie gestern schon. Brötchen rein, 2 Joghurts hinterher, Bikini und FlipFlops an, Kaputzenpulli und Trainingshose an und ab zum Pool. Die Dusche verursachte mir schon einen Herzkasper aber dafür war der Pool dann umso wärmer. Heute schaffte ich satte 300 Meter, bevor ich schnell unter die heiße Dusche hüpfte.

Danach noch bissel was geschafft, um 19 Uhr zum Essen. Vroni totmüde gleich wieder rauf ins Zimmer. Ich genieße noch ein wenig die Ruhe hier und wenns Bingo anfängt, mach ich mich dann auch auf.

Bis morgen. Sorry, heute keine Fotos gemacht.
Eure REB

Samstag, 22. Februar 2014

TL Mallorca - Tag 6 (Sa)

Facts: Rad134 km, 840 HM + 250 m Schwimmen.

Und weiter geht's! Natürlich mit Sonne. Wärme ging aber kurz-kurz fuhren nur die Verrückten. Der Wind einfach viel zu kalt.
 

Meine Tour heute. Vroni hat noch paar Bergintervalle drangehängt.

Irgendwie konnte ich nach dem Frühstück mal wieder nicht die Pferchen im Zaum halten und bin alleine los in Richtung Alcudia zum BMC-Shop. Meine Bremsbeläge vorne waren schon ziemlich runtergefahren und ich wollte neue kaufen. Hatte gestern schon bei nem Spanier gefragt aber der wollte mich abzocken. Pfff, nicht mit ner Markert! Bei BMC waren sie super nett und die Bremsbeläge preiswert und schnell eingebaut. Merci! Vroni kam mir entgegen und gemeinsam ging es in Richtung Ostküste, bzw. schnell ins Landesinnere Richtung Petra. Meine Beine auch heute wie frisch getuned, nur ab und an merkte ich die harte Blackroll-Einheit von gestern. 

Jedenfalls dachte ich heute mal wieder: "Oh, das wird meine Lieblingsrunde!" Macht einfach Spaß hier und hinter jedem Hügel sieht es ein wenig anders aus, es riecht nach Gänseblümchen und die Blätter an den Bäumen treiben so schnell aus, als wollten sie nen Geschwindigkeitsrekord aufstellen. Irgendwann auf der Tour dachte ich drüber nach, dass so viele Menschen so was gar nicht sehen und sich demnach auch nie an solchen Kleinigkeiten erfreuen können. Bin froh, dass ich das immer wieder kann. Über jedes kleine Schaf, das ich auf der Wiese sehe oder jede neue Blume. Sicher liegt das auch bissel am Job, also auf's Detail achten. Jedenfalls war es wunderschön.

Ausblick vom Sant Salvador auf Vronis Runde.

Durch die kleinen Orte sind wir ohne Pause gefahren, keine Lust auf Stopp. Wir sind beide nicht die Pausen-Macher und auch nicht wie die meisten Radfahrer Cappuccino-süchtig und Kuchenbilder wird es hier wahrscheinlich auch nicht geben. Viele verbieten sich ja so was das ganze Jahr über und wenn sie dann mal 4 Stunden drauf haben, dürfen sie sich ein Stückchen gönnen und freuen sich so sehr darüber, dass es gleich gepostet wird. Da ich schon morgens ein kleines Stückchen hatte und beim Abendessen auch manchmal vom Zitronenkuchen nasche, wären das wohl zu viele Kuchenbilder, also erspare ich euch das.

Zauberhafte Sträßchen für mich ganz alleine. Ok, die Dreckhaufen sollte ich noch wegretuschieren ;)

Nach 2,5 Stunden trennten wir uns in Felanitx. Vroni wollte noch die G2-Bergintervalle ihres Trainingsplans fahren und hatte sich dafür einen Berg dort ausgesucht. Wir also beide unsere iPods rein und weiter. Ich hab mir etwas Sorgen gemacht aber Vroni fährt daheim ja auch fast immer alleine, hatte ne Karte und genug zu trinken und ist ja schon groß :). Am Ende war sie fast 6 Stunden unterwegs!

Vronis Intervall-Berg. Ich bin vorher abgebogen.
Ich fand es mit der richtigen Musik fast noch schöner. Die Sonne stand irgendwann tief und ich war voll drin im Rausch. Hab mir nach jeder Stunde einen Riegel reingehauen und so hätte ich ewig weiterfahren können. Krass wie viel da auf einmal geht.

Daheim angekommen hab ich mir ein Käsebrötchen einverleibt und bin in den Pool. Ja, 2. Einheit! Bikini und FlipFlops waren am Start aber die Temperaturen nicht wirklich angenehm für einen Plansch. Egal. Beine freistrampeln.

FlipFlops + Bikini: meine 2. Einheit heute. Nach 250m war aber Schluß, viel zu kalt für Klein-Markert.

Den Pool musste ich mir mit einer Horde wild gewordener spanischer Kinder teilen, die mittlerweile das Hotel geentert haben. So krass wie es hier heute abgeht. Dachte vorhin, ich hätte mich verlaufen. Massen an Spaniern, die saufen, tanzen und das Buffet plündern. Aufgetakelt in kurzen Röcken und Leggins, unbeachtet ihrer Figur und Scharen von Kindern, die aufgeregt umherbrüllen und das Treppenhaus als Spielzimmer betrachten. Schuld ist eine spanische Hotel-Aktion in der Off-Season: die Einheimischen machen fast kostenlos Urlaub für eine Nacht. Au weia. Das wird ne harte Nacht glaube ich.

Spanier-WE-Invasion: irgendwann standen die Leute bis draußen zum Buffet an. Morgen zum Glück wieder Ruhe....

Vroni hat sich bereits aufs Zimmer verzogen, sie hat ja morgen wieder 5,5 Stunden auf dem Plan ;)). Meiner sieht etwas weniger vor und so werden wir wohl wieder ein Stückchen zusammen fahren und uns dann trennen.

Ich schicke euch allen schöne Grüße von der Insel.
Eure Reb

Hier die Joghurteinheit nach der Schwimmeinheit. I love spanisch Joghurt. :)