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Samstag, 28. September 2013

Rothaus Riderman 1. Etappe

16 km Zeitfahren, inkl. 200 HM mit dem bereitgestellten Cérvélo P3 von Kai Hundermarck. Und zack auf's Trepperl: Platz 2 M1, Gesamt 8. Happy :)

Hola war ich nervös vor der Aktion heute. "Markert auf Entdeckungsreise" heißt ja das Motto dieses Jahres. Und nein, nicht in ferne Länder wie früher. Was brauch ich Afrika, Frankreich oder Südostasien, wenn noch so viele Abenteuer direkt vor der Haustüre auf mich warten? Rik Sauser, der auch schon die Transe veranstaltet hat, hat mir den Riderman schmackhaft gemacht und ich hab zugesagt. Mein 1. Rennrad-Etappenrennen. "Markert's Debüt auf der Straße" betitelte es die Presse.


Damit ging es beim Zeitfahren auf die Strecke.

Aber die Tage vorher war ich gefühlt müde und die Aufregung wuchs Stunde um Stunde. In der Vorbelastung mit Bauchweh gekämpft und in den Sprints den Puls bis 199 HF hochgejagt. 16km Zeitfahren erwarteten mich am 1. Tag. Puhh, das wird hart. Ich dachte an die schmerzlichen Momente des 20km-Zeitfahrens in der Studie im April. Autsch. Aber werd ich schon packen. Abends kam dann noch ein Bild von Rik, dass mein schickes Cérvélo vor Ort war. Geiles Teil! Danke an Kai Hundermarck, der es mir durch die halbe Republik gekarrt hat.

Am Freitag, 8:45 Uhr los in Richtung Bad Dürrheim.
In ner Stunde durch den Verkehr gequält, leicht müde, dann noch viel Zeit zum Chillen. Also schön übern Markt geschlendert, nette Dorfidylle, meist ältere Herrschaften, die ihre Einkäufe erledigten. Alles überschaubar. Nutella und Brötchen gekauft. Ja, ihr hört richtig. Zeiten ändern sich, auch hier probiere ich Neues. Kein Bock mehr auf Schmelzflocken, die mir im Hals kleben.

Kurz vor 12 noch das Maschinchen eingestellt und ab zum Workshop mit Hanka Kupfernagel. Am Anfang vergebens die Bremse am Zeitfahrlenker gesucht aber den Dreh hatte ich schnell raus und Bock mit dem Teil zu fahren. So ne Chance bekommt man schließlich nicht alle Tage. Wir sind dann zu 5. auf die Strecke und Hanka hat ihr ganzes Wissen an uns weitergegeben. Puh, ich war leicht überfordert mit all den Infos aber konnte im Rennen alles abrufen, als hätte ich es einstudiert. Der Workshop war klasse, danke Hanka!!

Die besten Tipps von Hanka! Zeitfahrworkshop.
Danach noch ne Stunde Zeit bis zum Warmfahren. Hab mich zu Elisabeth Brandau gesetzt, die mit ihrem Camper samt Hund auf dem Gelände steht, bissel geplaudert und dann mein geliehenes Rad geweiht. Also das kleine Fläschchen mit dem heiligen Wasser aus Lourdes geholt und das Rad gesegnet: "kein Sturz, Spaß &Erfolg….". Ein Reporter der Badischen Zeitung hat sich köstlich amüsiert und das Ganze mitverfolgt. Wir haben alle gelacht. Bissel crazy ist das schon aber es hat ja bislang geholfen :-)))). (siehe vorletzter Blog)


schön gesegnet :) - hat wieder geholfen würd ich sagen

15:15 Start.
Oben an der Rampe sollte ich noch was zu dem Workshop sagen, als die vorne schon runterzählten. Ich kam nicht ins Pedal vor Aufregung und schon war ich auf der Strecke.

Interview zum Workshop mit Hanka (Foto: Sebastian Garbe)

Und ab ging es auf die Strecke!
Und ab da tat es weh. Den ersten Berg hoch, gefühlte Ewigkeit bis das Schild mit der Bergwertung zu sehen war. Aus'm Sattel und oben dann mit Speed runter. Alles gut. Kreisel durch, nochmal Anstieg. Kuppe drüberdrücken. Den Teilnehmer vor mir hatte ich fast eingeholt. Pulscheck: 196. Ok, geht was. Dann in die Wende, 3 x gut atmen, groß machen, anfahren, dann nicht mehr bremsen. Antritt. Hat super geklappt. Und zurück. Der lange Anstieg hat mich gekillt. Der Wind von der Seite zudem das Leben schwer gemacht. Ich hab gekeucht, geschaltet, das weiße Haus gesucht. Bei Schild 50 noch mal ausm Sattel, autsch. Gleich wieder hingesetzt. :) Dann an der Bushalte ein 2. Versuch und ab in die Abfahrt. Speed. Wo bleibt die Kurve? Die voll durchgebrettert, dann die 500m Marke. Fuck sind 500 m lang…. noch mal aus'm Sattel. Dann die Ziellinie überquert. Was ein Krimi…. 27:17Min.


Jo, hat schon Spaß gemacht das Maschinchen

Später dann zur Siegerehrung und mit Elisabeth (Gesamt 2.!), ihrem kleinen Hund, Sven Krauß sowie ein paar andern. Kartoffelgratin und Nudeln, Weißbier zum Runterspülen. Wir haben uns nett unterhalten und es so geschafft, die letzten im Saal zu sein. Bin dann noch rüber ins Pfadliheim, wo die Orga-Leute gefeiert haben. Freunde, die hatten vielleicht Spaß! Die Stimmung war auf dem Höhepunkt, die Kühlschränke voll mit Nachschub. Ich versuchte Blog zu schreiben aber keine Chance. Schöner Ausklang. Dann ab ins Hotel. Ich war erledigt aber happy. Heute geht es auf 91,5 km, 1200 HM. Die nächste Premiere wartet. :)))
Mittwoch, 18. September 2013

Ein neues Abendteuer und die Geschichte mit der Milch-Schlacht

Dieses Jahr ist mal wieder ein Jahr voller Abendteuer und Premieren. Ich liebe das, bin kein Alltagstrott-Mensch und so freue ich mich auf meine nächste Premiere am Freitag in ner Woche, 27.-29.09.: der Rothaus Riderman! 

Ein Rennrad-Etappenrennen über 3 Tage. Bislang hab ich ja nur so kleine Uphillrennen wie den Schaui-König mitgemacht aber nie an einem Straßenrennen teilgenommen. Dachte, da stürzen alle und das die meisten männlichen Teilnehmer verkrampfte Materialjunkies auf den neusten 5kg-Carbonrossen sind, die keine Lust haben wenn ne Frau in der Gruppe fährt. Aber vielleicht täusche ich mich... und bevor sich jetzt alle beschweren: ich gehe natürlich vorbehaltlos an den Start und bei 80% Training auf dem RR bin ich ja auch eine von euch. Also entspannt euch. ;)

Rik Sauser, der auch schon die Trans Schwarzwald veranstaltet hat, hat sich so sehr ins Zeug gelegt und mir das Ganze schmackhaft gemacht, dass ich den Versuch starten will. Rik hat gestern noch schön in der PR angekündigt, dass ich starten werde (vorletzter Absatz): Luggi-luggi. Oh wei. Ich glaube es gibt kein Zurück mehr! :-) Aber jetzt schon großes Dankeschön an Rik für seine Mühen, den Startplatz, Hotel, Workshop mit Hanka, die mir noch das Zeitfahren beibringen soll und wenn es noch krasser kommt, einen Zeitfahr-Boliden und Einweisung von Kai Hundertmarck! Wie krass ist das denn bitte?! Das ist einfach so nett und ich frage mich, womit ich das verdient habe. Zumal niemand weiß, wie ich dort abschneiden werde oder ob ich mit dem Ding überhaupt von der Stelle komme. "Experiment "sag ich da nur :-))

Also hoffe ich jetzt mal, dass sich ganz viel nette, gechillte, normale RR-Fahrer dort einfinden, wir zusammen rocken und Spaß haben und das Ding ein Volltreffer wird. Übrigens gibt es auch ne Tageswertung, falls jemand keine 3 Tage fahren will. Hier könnt ihr euch anmelden.

 

Nachdem das ein schöner Ausblick ist, vorrausgesetzt das Wetter macht mit, gibt es derzeit auch Tage, die sind einfach harter Tobag – da kann kaum ein Regenrace mit Schnee und Matsch mithalten. Aber kennt sicher jeder Radfahrer....


Einer dieser Kack-Tage war Dienstag, der 17. September 2013.

Geplant war ne morgendliche Ausfahrt mit dem Bike aber die Jobs rissen nicht ab und ich kam nicht los. Saß also in Radhose am Schreibtisch und wütete.Irgendwann mittags alleine los, viel später als geplant.

So viel Regen grad.... auch in Freiburg. Aber das stört uns Biker ja nicht ;-)

Vom ersten Meter an hat das Rad so scheiß Knack-Geräusche gemacht. Das wurde immer schlimmer. Wollte so nicht mehr weiterfahren, zumal man mich mittlerweile kilometerweit gehört haben muss. Also am Rossi umgedreht, in den Laden zu Freddy. Kassette war wieder locker.

Wir lachen auch bei schlechtem Wetter und suchen die tiefsten Pfützen.

Also ich wieder los. Dieses Mal Richtung Waldsee. Freddy meinte noch, dass der Reifen fertig wäre. Ich hatte den Reifen seit dem Platten letzte Woche (an genauso einem Scheißtag mit Regen) nicht gewechselt, dachte die Milch hält das Loch an der Seite dicht. War doch nur leicht aufgeschrabbelt... 

Aber Platten sind nicht zum Lachen, vor allem nicht bei Regen.

Ein Irrtum. Mit einem lauten Plopp flog der Milchpfropfen raus und die Siffe ging los. Ich hatte keine Chance. Verdammt Markert, wieso hast du ihn nicht gewechselt??! Also dann schön im Regen mitten im Wald Schlauch rein, hilft ja nichts. Hatte alles dabei (habs ja irgendwie geahnt). Aber dann hab ich die Mutter vom Ventil nicht aufgekriegt. Oh no! Ich wollte heulen. Hab das Rad in den Wald geschmissen und an der Mutter herumgerissen, bis mir die Finger schmerzten. So eine Scheiße aber auch. Handy raus, zum Glück Empfang. Bernd, meinen Retter-in-Not angerufen. Bernd, ich kann dir dafür nicht genug danken! Da ich irgendwo im Wald stand und nicht wusste wo genau, hab ich alles geschultert und bin wieder in Richtung Waldsee gelaufen, waren ja nur 1,5 km laut einem Schild. Hab mir überlegt, wie man mich finden würde, wenn ich irgendwo fern ab so ein Problem hätte. Das Garmin orten? Geht bestimmt solange die Batterie hält. Na ja, heute hatte ich noch Glück, war nicht zu weit weg.Was ne Schinderei ein 9 kg Rad zu schleppen. War mir dann zu blöd, also Rad rein und gelaufen. Mit dem Effekt, dass die Milch den kompletten Reifen verklebt hat.

Im Wald kam mir noch Adelheid entgegen. Sie war super nett aber hatte auch keine Zange dabei. Wieso auch? Ich wollte ihr noch zum Weltcup-Ergebnis gratulieren aber war zu sehr mit meinem Rad beschäftigt. Voll unhöflich. Sorry Adelheid.

Bin dann gerannt, weil es mir ewig vorkam. Wenigstens bissel Sport heute ;). Aber mit der Milch so eine Sauerei. Bernd unten am Waldsee getroffen. Er kam mit Zange, musste dann noch den verklebten Reifen auseinanderfummeln. Milch-Schlacht. Da waren gefühlt 2 Flaschen drin. Er war danach überall vollgesaut und verklebt mit Milch. SORRY! Nachdem die Pumpe gestreikt hat vor lauter Dreck, wollte ich es mit Kartusche probieren. Die ist unverrichteter Dinge losgegangen und hat mir dabei noch fast die Finger erfroren. Sind also am Ende zum Biosk gelaufen um dort richtig aufzupumpen.

Noch einen Cappuchino. Die Pause war bitter nötig, obwohl ich in den 2 Stunden gerade mal auf 15 km kam, wenn überhaupt.

Bin danach ein 3. Mal los in den Wald und hab ein paar neue Trails auf dem Heimweg entdeckt. Hatte dann sogar wieder Spaß trotz Regen. Am Schönberg leider ne Sackgasse gewählt. Nervig. Umgedreht, nächster Trail. Der endete in einer steilen rutschigen Matschrampe. Zurückfahren wollte ich nicht, also absteigen, schieben. Das ich hier nicht noch ausgerutscht bin, war purer Zufall. Meine Schuhe danach 2 kg schwere Matschklumpen. Bah.

Hab das Rad so wie es war in den Flur gestellt und den Rest in die Waschmaschine gesteckt. Alles voller Matsch, nass vom Regen, verklebt von Milch. 

Später ins Studio. Werner, Chef vom Sportprinz wie immer gut gelaunt. Wir hatten Spaß. Danach hab ich die Rudermaschine gefoltert und dann war gut. :)

Unter den Hausschuhen knirscht der Boden.... mir wurscht.
Solche Tage gibt's.... auch im Bike-Paradies..... I LOVE FREIBURG ♥

In Freiburg gibt es die wohl goldigsten Kühe.....

... und dann Belohnung in Form eines grandiosen Ausblicks!

Auch wunderschöne Sonnenuntergänge gibt es hier....
Montag, 9. September 2013

SIEG über 60 km in Furtwangen!

Nach der Trans Schwarzwald war erst einmal Chillen angesagt. Ich war die erste Woche echt müde und kaputt, bin ständig zur Lymphmassage gelaufen und die blauen Flecken sind noch blauer geworden oder haben sich in unschöne lila-grüngelbe Flecken verwandelt. Von den Wunden ganz zu schweigen....

Radfahren erst nach ein paar Tagen versucht aber bei jeder noch so kleinen Erhebung haben sämtliche Muskeln in meinen Beinen den Dienst verweigert. Also eine Dreisamtal-Chillrunde nach der andern mit Jasmin. War auch schön :).

In der Woche drauf kamen so langsam die Kräfte zurück und am Wochenende dann die ersten längeren Ausfahrten auf dem Rennrad. Das Wasser war mittlerweile verschwunden und 8 Fäden in Knie und Schienbein gleichermaßen. Meine Beine wieder halbwegs vorzeigbar ;). Also am Sonntag erst mal schön lange EB-Intervalle hoch zum Kandel. Dann letzten Dienstag die restlichen 3 Fäden im Knie selbst gezogen und ab ging die Luzie! Der Druck war auf einmal wieder da und ich musste schon im Training auf die Bremse treten um nicht alles gleich wieder zu verpulvern.

Vorbelastung am Samstag mit Bernd auf meinen Hausberg. Gleich 3 QOM-Wertungen (Queen of Mountain – check Strava) abgesahnt und den Puls bis 197 hochgejagt. Markert auf Kurs! Ich hatte ein gutes Gefühl. Mit Startnummer 2008 sowieso. Scheiß Startnummer-Aberglaube aber dieses Mal hat es wirklich Glück gebracht.


Leider sah die Wetterprognose ja echt übel aus: Dauerregen, 14 Grad. Gewitter zu guter Letz. Mir ist alle Lust vergangen, ich hab rumgenölt, wollte mich drücken. Hab Rik geschrieben, dass ich meinen Startplatz ner Freundin geben will und ob er weiß  an wen ich mich wenden kann und da schriebt der mir doch glatt zurück, dass er auch fahren würde und ich ein Weichei sei! Geht‘s noch?! :-) Dann Bernd: "Reb, ab 9 wird's besser!" Jaja dachte ich mir, das erzählt der immer, weil er weiß, dass ich, wenn ich mal dort bin, nicht wieder Heim fahre. Hmmmm, was tun? „Benny, fährst Du?“ „Ja, zumindest mal los!“ Oh Mann, ich hatte keinen Verbündeten, also das Bike ins Auto gepackt und mich meinem Schicksal ergeben. Matschrennen sind ja meist gute Rennen, bzw. ich gewinne dort in diesem Jahr auch noch immer. Dabei bin ich doch ein Sonnenkind.....

Dann fiel mir im Flur beim Anblick einer kleinen Flasche auf, dass ich was vergessen hatte. Also noch mal runter in die Tiefgarage. Ich hatte es Kaya, einer lieben Freundin, versprochen....

Bestimmt hast's geholfen.... das heilige Wasser aus Lourdes :)

Kofferraum auf und dann kurz gelauscht ob sich jemand in der Tiefgarage aufhält, bevor ich leise aber hörbar ein paar Gebete gesprochen habe: „Bitte lass mich mit dem Bike immer heil ankommen, keine Stürze mehr und kein Defekt. Und das ich Spaß hab und bissel Erfolg kann auch nicht schaden, usw.“ Und danach schüttete ich ein bisschen Wasser auf das Bike in meinem Kofferraum. Danach auch noch das Auto mitgesegnet. Wollte ja nicht, dass ich dann auf dem Weg zum Rennen noch nen Unfall habe. Ich musste dabei echt lachen und hoffte, dass mich niemand beobachtete. :) Aber hey, Kaya hatte das heilige Wasser in Lourdes abgeschöpft und es bis nach Freiburg geschleppt und mir überreicht mit dem Wunsch meine Räder damit zu segnen, damit ich nicht mehr stürze. Und irgendwie hatte ich heute weder Sturz, noch Defekt, hatte Spaß und hab gelacht, konnte mir zum 1. Mal bewußt auch die Umgebung anschauen und den begeisterten Zuschauern für ihren Zuspruch danken und Erfolg hatte ich an Ende auch noch! Also? Noch Fragen ob‘s hilft?
Danke Kaya, Du bist ein Schatz!

Also zurück zum Rennen: Schwarzwald Bike Marathon in Furtwangen. Dieses Mal sollte es die 60km-Runde werden. 
 
Fahrt nach FuWa: bissel nass morgens kurz nach 7 aber war ok. Hätte schlimmer kommen können.

Übrigens kein Regen am Start, nee, sogar ab und an noch Sonnenschein. Sorry Bernd!

Markus auf Kuschelkurs? – nee, sieht nur so aus  – wollte nur checken ob ich die richtige Musik höre :-))

Startschuß. Bissel verhakt mit Markus Bauer, der sich aber auch immer reindrängeln muss ;) und dann mal gemütlich den Berg hoch. Beine waren top. Kirsten Halmschlag irgendwann hinter mir aber heute war keine Transe mehr und ich wollte den Sieg, also leider keine gemeinsame Runde, sondern aufs Gas gedrückt und auf dem ersten Wiesenanstieg musste sie abreißen lassen.

Jo, das war einer der ersten kleinen Anstiege, bei denen ich schon gut Druck gemacht habe.

Attacke!! Da konnte ich mich von Kirsten absetzen.




Ab da dann ziemlich easy in Gruppen gerollt und dann bestimmt 30 Kilometer oder noch länger mit Ronny, der irgendwann meinte, dass wir zusammen bleiben sollten, da sonst nirgendwo Gelbe (60-er Fahrer) sind. Ab da hat er mir viel Windschatten geboten, auf mich gewartet und im Downhill durfte ich vorne Gas geben. Ronny Dölker, VIELEN DANK für die schöne Runde! 

Vielen Dank an Thomas Lienig Fotografie für das Bild!

Zielankunft - hihi, guter Schnappschuss von Schwarzwald Bike.de

60 km waren so schnell vorbei, dass ich kaum gucken konnte. 2:26 –  dabei war mein Körper auf harte 4-5 Stunden Kampf eingestellt. Das fühlte sich so easy an, unglaublich! Ins Ziel gerollt, überglücklich!

PLATZ 1! YES! Wie cool.....

Yes! So'n Sieg ist schon ne feine Sache! :-))

Bei den andern lief es auch super. Die beiden Benny‘s sind auf der Langen auf Platz 2 und 3 eingefahren mit nur 1 Min Rückstand auf Matthias Bettinger! Die sind krass die Jungs.... Jasmin ist auf der 90er Runde eine tolle Zeit gefahren und war happy über Platz 4 (AK Sieg) und Bernd rückt immer näher an einen AK-Podiumsplatz. Anni auf 3. Geiler Tag.

UC-Stammtisch zum Abschluß - zum Glück bin ich aufgestanden und hochgefahren..... ;)

SCOTT Scale 900 RC: schnellstes Bike über 60 KM!! 
Rebekka M. : schnellste Frau über 60 KM! (und heute doch ganz schön müde.... :)

fi'zi:k ti:m – Vielen Dank für eine tolle Saison!






Montag, 19. August 2013

TRANSE Nachwehen - Pics


Der Tag danach.... Montag. 

Kurze Nacht. Dachte mein Körper wohl, dass es um 7 gleich wieder losgeht. ;) Mails checken, bissel arbeiten, Wäsche waschen und alle Spuren der Transe beseitigen. Nur das Rad steht noch staubig im Flur. Das kommt morgen dran.
Und dann findet die Startnummer noch einen Platz an meiner bereits tapezierten Küchenwand.

Die 718 wird mich wohl noch ne Weile an die Trans Schwarzwald erinnern....

Fühle mich ganz schön kaputt. Bin müde und muss mich mittags mal kurz hinlegen. Die Beine fühlen sich unwirklich an, dick und unbeweglich. Habe fast 3 kg Wasser eingelagert, wie krass. Am kaputten Bein pocht die Schienbeinwunde, ich befürchte eine Entzündung. Irgendwann verschwindet dann auch der Knöchel in all dem aufgequollenen Gewebe. Oh shit. Fahr zum Doc. Der versucht mir wieder beizubringen, dass ich mit Knieschonern fahren soll. Süß. :) Leichte Entzündung, wir hoffen, dass es nicht schlimmer wird. Morgen Lymphdrainage.Wieder Voltaren gegen die Entzündung. Wahrscheinlich ist mein Magen deshalb so durchgedreht. Dieses mal bekomme ich gleich was für den dazu.

Eben noch den Rad-Stammtisch nachgeholt. Love it mit meinen Freunden abends zusammenzusitzen und jeder erzählt die Renngeschichten der letzten Tage oder einen andern Schwenk aus dem Leben.

Übrigens kam ja heute der Regen. Was hatten wir für ein Glück! :-)
Hier ein paar sportograf-Bilder der letzten 5 Tage. 

1. Etappe

Zielankunft Feldberg. Aua. ;)

Sonntag, 18. August 2013

TRANSE 5. Etappe

64,5 km, 2050 HM

Unruhige Nacht nach dem Bienenstich. Nasse Handtücher brachten nur wenig Abhilfe. Irgendwann schwamm ich fast im Bett aber es pochte unaufhörlich. Die Kniekehle nur noch ne geschwollene dicke Beule. Meine Augen morgens ungefähr genauso dick, oh weh. Schöner Ausdruck von fehlender Regeneration und zu wenig Schlaf. Hmm, das würde ich wohl nächstes Jahr besser machen.

Im Startblock A2 der 5. Etappe

Frühstück nur mit Mühe runtergekriegt, Magen und Verdauung einfach nicht mehr funktionsfähig. Wird schon, letzter Tag. Chakka!


War gestern vorm Start. Wie immer guter Dinge. Let's rock!

Ab zum Start und bissel schwerfälliges viel zu kurzes Warmfahren. Dann gings auch schon los und ich merkte schnell, dass meine Beine heute nicht viel hergeben würden und fuhr easy mein Tempo. Wusste ja mittlerweile, dass es ein wenig dauert bis ich in Tritt komme, also chillen und schön durch den Wald. Die andern Mädels um mich rum waren auch in Sichtweite und so fühlte ich mich wenig gestresst. Dann war irgendwann Kirsten hinter mir und wir fuhren ziemlich lang zusammen und rockten so richtig. Ich fühlte mich gut und es machte Spaß. Hatte Gänsehaut wenn wir in vollem Speed durch den Wald geprescht sind und Mädels eingesammelt haben. Die kleine rosa Italienerin fand unser Spiel wenig amüsant und ist wieder aggro vorgefahren. Ich irgendwann tot von der Aktion und nur mit Mühe die kleinen Rampen hochgekommen. Am Ende dann aber doch noch Stress in Form der 11., die gesamt 4 Minuten Rückstand hatte. Wollte doch den 10. halten. Noch 10 km. Bergauf. Ihr Typ unentweg am Reden. Voll nervig. Ich fuhr meinen Stiefel, sie hinterher.



Dann Attacke kurz vorm Bergende. Fuck, antreten, Beine schwer wie Blei, gebrannt ohne Ende. Konnte nicht ganz ranfahren, dann war auch schon ihr Typ da und zog sie im Windschatten davon. Fuck. Fand ich scheiße. Unfair irgendwie. Also Gas geben, 4 Minuten muss die erstmal rausfahren selbst mit dem Typen. Am Ende diese scheiß Skirampe. Ich starb. Dachte ich komme nie oben an. Was hab ich gekämpft. Dann die Wiese, ich konnte nur bis zur Hälfte, dann geschoben. Ich wollte heulen so weh tat das alles.


völlig im Sack :) - Danke an Sebastian Garbe-Fotografie für das Bild

Im Ziel dann alles vorbei. Geschafft. Völlig im Sack aber happy. Top 10 konnte ich zudem halten. :-)) Nice. Bin happy und stolz. Was ne Schlacht. Jetzt erstmal viel schlafen und gescheit essen und die Wunden heilen lassen.

Im Ziel am Feldberg: feiern mit Philipp, Robert, Michael und Marc . Super Truppe! :)

Großer Dank an Rik und das ganze Trans-Schwarzwald-Team. Ihr seid toll und ich fand es super. Die ORGA war echt top. Alle so nett. Hab viel gelacht dank euch und hatte neben all den Qualen tolle 5 Tage. Natürlich auch an die Sanis, die sich jeden Tag um meine Wunden gekümmert haben.

Und natürlich großer Dank auch an Anni und ihren Dad Michael Hellstern, die mich versorgt und angefeuert haben. Was ne Gaudi mit euch!!

Auch großer Dank ans Fizik-Team mitsamt den Sponsoren Scott, Fizik, Crankbrothers, Conti und EVOC.Top Material!

Nicht zuletzt danke ich den vielen alten und neuen Freunden, die mich mental oder live begleitet haben, meinem großen Bruder+ Family für die liebe SMS gestern früh, die mir Kraft gegeben hat und meinem Körper, der das alles durchgestanden hat. Boah bin ich erledigt!

Die Arbeit ruft, die Bergziege hoppelt jetzt erstmal ein wenig durch den Designerwald. Adios da draußen.
Samstag, 17. August 2013

TRANSE 4. Etappe

114,5 km, 2000 HM

Nacht besser aber zu kurz. Bein ok. Frühstück na ja. Gefühlt müde. Hatte bissel Schiß vor der Etappe heute. So viele KM bin ich ja noch nie in nem Rennen gefahren und 2000 HM auf kleine Hügel verteilt sind nichts für mich. Aber wie immer positiv gestimmt ging es zum Bike-Park. Warmfahren mit BJ (Benny Jörges) und Benni Stark. Wie schön. :) Bis BJ nach dem Turn sein Pedal am Schuh hatte und die Sattelstütze oben an der Wippe gebrochen ist. Wohl zu viel Power?! :D Benni S. also erstmal nen Pre-Race-Sprint zurück eingelegt und wir nen Spaziergang gemacht. BJ gut gelaunt und null nervös. Ich wäre an seiner Stelle durchgedreht! Am Ende ging aber alles gut und er konnte sein 2. Rad nehmen. Ich bin derweil zum Start gebrettert und wenn ich nicht per Zufall 2 Teilnehmer in weiter Ferne gesehen hätte, hätte ich es wohl kaum geschafft, hatte nämlich beim Rausfahren überhaupt nicht darauf geachtet wo wir abgebogen waren. Eijeijei. Meine Nerven. Jedenfalls schwitze ich schon wie blöd bevor es losging und wusste, dass meine Beine nicht in Topform waren.

Und die ersten 30 km änderte sich das Gefühl auch nicht. Die fühlten sich dick und sauer an, brennten bei jedem Antritt wie Hölle und ich konnte keine Gruppe halten. Wusste nicht wie ich das überleben sollte und hörte einfach Musik und gurkte umher. Am Ende ging es andern genauso und schließlich wurde es besser und ich war in ner großen Gruppe um Platz 7 unterwegs. Ging bis KM 90 recht gut aber war anstrengend, dann musste ich abreißen lassen. Die nächsten Km der Horror in der Hitze. Die kleinen Anstiege und die Hitze waren einfach hart. Ich hatte Schmerzen an der geprellten Hüfte und der Rücken zwickte.


Am Ende noch dieser Gegenwind. Ich machte ne kleine Feier bei jedem Kilometer, den wir näher ans Ziel kamen. Welch Schlacht. 5 Stunden war ich unterwegs. Krass. Platz 10! :-))))))

Essen ohne Hunger, ausgelaugt aber happy & stolz. Neuer Verband. Tja, das Bein gewinnt keinen Schönheitswettbewerb mehr aber alles heilt recht gut.


beste Versorgung...


Heute mal kein Sturz und kein Defekt. Ich will schon feiern, da sticht mich eine Biene in die Kniekehle vom kaputten Bein. Ich hab erstmal ne Stunde geheult. Ist doch unfair so langsam. Das Bein ist jetzt dick wie ne Presswurst und pocht ohne Ende. Mal sehen wie ich heute schlafe und wie ich damit morgen fahre.

Aber Essen war gut und lustig mit Anni, ihrem Dad und Sven. Haben uns nur totgelacht. Und es gab ne doppelte Portion Karottensalat und wer mich kennt weiß, dass die Karotten alles heilen werden und mich für morgen schnell machen. ;)


im Saal...

TRANSE 3. Etappe

99km, 1080 HM - besser gesagt Zeitfahren im Pulk

Nacht war hart. Hatte durch den Arztbesucht viel zu wenig gegessen und musste um 1 Uhr aufstehen. Hab Riegel und Müsli in mich gestopft, mein armer Magen dachte ich nur. Verdauung leidet schon auf hohem Niveau aber das will ich hier jetzt nicht ausführen :-). Also die Nacht war unruhig, zudem tat in jeder Stellung irgendwas weh und ich schwitzte, irgendwo draußen waren Stimmen zu hören und trotz Ohrstöpsel war ich mega empfindlich. Schlaf war nicht wirklich erholsam aber hatte dennoch gute Laune am Morgen. Also mit Mario, dem Shuttle-Fahrer ab zum Gelände.

Beim Kette ölen morgens vorm Start

Start war bei mir mal wieder gefühlt fuckig zumal es gleich in vollem Karacho den Berg hochging und Devise war ja "Gruppe fahren und dranbleiben" und solche Scherze. Hab ich gleich mal umgetextet in: "kein Sturz heute und überleben". Bin also erstmal mein Ding gefahren. Nach der harten Nacht mit den vielen Wehwehchen war auch an nichts anderes zu denken. Schmerzen hatte ich zum Glück keine und auch mit Verband war treten kein Problem. Hab mich dann doch irgendwann in Gruppenfahren versucht und so sind wir Kilometer um Kilometer durch die Prärie im Staub. Teilweise echt große Gruppen in denen das Fahren aber so anstrengend war, dass ich irgendwann schon vom Konzentrieren müde wurde. Das ständige Antreten nach Kurven oder wenn mal wieder einer vorne anzog, von den Typen, die nicht Gruppenfahren können ganz zu schweigen. Und das Prügeln über die Rampen war zudem hart, dennoch kam ich recht gut mit und fühle mich zunehmends besser.

Lag an einer guten 9. Position bis KM 90 und dann kam eine nächste Premiere: Markert hat nen Platten. In meinen 4 Rennjahren hatte ich noch nie einen und jetzt an dem 3. Tag der Transe hab ich nen Platten. Ich konnte es erst nicht glauben als mir jemand auf die Schulter klopfte und fragte, ob es gewollt sei, dass ich mit so wenig Luft fahre. Oh weh. Ruhig bleiben Markert, alles gut. Anhalten. Patrone rein. Cool, Reifen wieder prall. Musste lachen und hab mich selbst beglückwünscht für die Gelassenheit. Die kleine Italienerin war noch in weiter Ferne und so konnte ich in Ruhe weiterfahren. 500 Meter später wieder dieses Kack-Geräusch am Hinterreifen. Fuck. Wieder platt. Dieses Mal war ich nicht mehr so cool. 9 km vorm Ziel. Shit. Geht's denn eigentlich noch beschissener? Also wieder angehalten und nächste Patrone. Und dieses Mal vorher Loch gesucht, nach untern gehalten, damit die Milch dicht macht und Patrone rein. Die Luft strömte durch meine Finger und das zischende Geräusch machte mich verrückt. Ich schüttelte den Reifen wie verrückt, hatte mittlerweile das halbe Rad in der Luft und stellte fest, dass nirgendwo Milch rauskam. Oh weh. Markert, das schaut schlecht aus. Schlauch hatte ich dabei aber keine Patrone mehr. Shit. Also weiter. Schön vorsichtig. Dann an einem Anstieg stand einer mit ner Pumpe. Ich angehalten, er voll hilfsbereit. Aber er redete mehr als das er flickte und ich versuchte dazwischenzufunken, weil mir alles zu langsam ging. Seelenruhig fummelte er da rum. Die kleine Italienerin fuhr vorbei. Fuck. Mittlerweile hatte er das Ventil raus aber kriegte den Reifen nachher nicht mehr drauf. Oh Mann. Wir rissen alle an dem Rad rum, ich drehte durch. Er erzählte mir, dass wir auch zum Radladen gehen könnten oder er mich ins Ziel fahren könnte. Hä? Hier gehts um nen Top 10 Platz du Hirsch! Ich dachte ich muss ihm die Pumpe an den Schädel hauen. Gleichzeitig meldete mein System, dass er doch hilfsbereit ist und ich freundlich sein sollte. Das Rad ging dann auch nicht rein, ich riss es ihm aus der Hand und machte es selbst. Er sagte unaufhörlich, dass es doch nicht um mein Leben ginge. Jo, in dem Moment schon!

Also finaly fuhr ich wieder und das mega aggro. Musik aufgedreht noch ein Mädel eingesammelt und ab ins Ziel. Ich war erledigt. Platz 17, 15 Min verloren. Anni und ihr Dad konnten nur noch lachen, ich am Ende auch. Wie abgefahren. Jeden Tag was Neues.
Ab ins neue Hotel und schön Essen gegangen mit ein paar andern Teilnehmern. Schöner Abend mit einem Glas Rotwein als Ausklang. Ab ins Bett.

Benny schickt mir ne Nachricht, dass ich gesamt noch immer Top 10 wäre. :) Cool.