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Mittwoch, 14. August 2013

TRANSE - Etappe 1!

93,5 km, 1710 HM (laut Garmin fast 200 HM mehr und nicht nur bei mir)

Freunde, was ein Tag!! Crazy, more crazy, fun und viele KM im Sattel.
Zu allererst natürlich das Ergebnis: Platz 10 Gesamt. Ich bin zufrieden: TOP 10 erreicht :)

Wie viele schon wissen hab ich den Startplatz ja gewonnen bei Hochschwarzwald Tourismus und für die bin ich dann auch an den Start gegangen.
Nämlich heute früh um 11 Uhr. Hört sich zwar entspannt an, war es aber nicht wirklich. Um 5:15 klingelte der Wecker. Ich hatte recht gut geschlafen aber das ist einfach nicht meine Zeit. Also schnell noch Müll runter und nen Kaffee und Schminky-Pinky und los.


Alles gepackt. Es kann losgehen. Thanks EVOC

Halb Sieben wollte Anni aufschlagen aber außer Leuten, die Frühstück machten, Rolläden hochzogen oder zur Arbeit fuhren, war weit und breit niemand zu sehen. Hmmm, keine Panik, abwarten. Ist ja auch schwer zu finden. Um 6:40 dann doch nervös angerufen: "Anni, wo bleibscht?"  A: "REB!!?! Scheiße, hab verpennt, bin gleich da!!" Ich dachte nur, oh Gott, ich bin doch eh schon sau nervös! Hilfe! Ganz ruhig, alles wird gut.



Transe, ich komme!
 
Übrigens für alle, die es nicht wissen ein paar Premieren:
1. Etappenrennen 
1. 93,5 km-Rennen

Ich also eh schon prorös bis zum Anschlag. Mit Benny gechattet, die fahren los. Er fragt um kurz vor Sieben ob er sich Sorgen machen muss aber nee, Annis Dad kommt schon um die Ecke und packt mich ein. Puh.... Wir wühlen uns durch den Verkehr zum Sportpark, Anni ist da. Ok, alles wird gut. Autobahn. BJ überholt und wir fahren gemeinsam. Anni hat gute Laune, die Fahrt ist super. Viel Verkehr aber um Punkt 9 sind wir in Bad Wildbad. Bis um 9 gibt es Startnummern, also Tasche packen und los. Wir laufen ewig in die falsche Richtung ehe uns einer sagen kann wo das Kurhaus ist. Shit, ich schwitze unter der Last. Das ich schon seit Stunden aufs Klo musste will ich hier gar nicht erwähnen. Wir rennen mittlerweile schon fast und finden endlich das Kurhaus. Puh, die letzten 2 Nummern sind unsere. Dann versuche ich die Tasche loszuwerden aber muss erst mal in die neue gelbe Tasche umpacken, wie nervig. Dann renne ich wieder rum. Davor erstmal Klo-Stopp. :) Tasche irgendwann abgegeben, dann zum Auto zurück.


So sehn wir aus im Fremd-Trikot :)

Schmeiße alles so durcheinander, so dass ich abends natürlich kein Essenmärkchen habe. Bei Anni im Auto liegen gelassen. Egal, Rik hilft. Also das neue Trikot angezogen und ab zum Warmfahren aber muss wieder aufs Klo. Shit bin ich aufgeregt. Unterhalte mich mit Belgiern und komme dadurch gar nicht zum fahren. Egal. Ab in den Startblock. Neben mir Gabi Stanger. Sie strahlt totale Ruhe aus. Fels in der Brandung. Liegt vielleicht an ihrer Größe. Dann gehts irgendwann los, ich komme schlecht in Tritt, weiß nicht so richtig ob Vollgas oder nicht. Dann irgendwann der erste Anstieg. Alle laufen. Voll anstrengend. Danach gab es noch ein paar solcher Anstiege + ein umgefallenes Quad. Strecke sonst was für Drücker. Mein Beintraining kommt mir zugute. Danke an Sportpark und Sportprinz für die Möglichkeiten optimal zu trainieren.

Stabbi für die Stabbi :)


Beinpresse für Beine die hoffentlich nicht nur muskulös aussehen, sondern auch Power haben.

Heute auch was für Windschattenfahrer. Boah, dafür sollte ich ne Medaille bekommen. Krieg da aber oftmals auch nen Fön wenn mein Puls unter 150 geht und fahr dann wie wild an denen vorbei und schrei sie an. :) Ansonsten war ich gut drauf und an KM 50 hatte ich nen seelischen Höhepunkt. Wollte jauchzen vor Glück, keine Ahnung wie ich da manchmal drauf bin. Fands cool. Bin auf ne Gruppe mit Anni aufgefahren und wollte sie anfeuern aber wusste nicht ob mit Peitsche oder Feder, also so halb beides. Sie kam irgendwann auch wieder gut in Tritt und nachdem ich mit dem Pedal und der Schaltung kämpfte, hab ich sie verloren. Mit dabei noch eine von Cube. Egal. Einzig heikle Situation war kurz vorm Ziel bei einem abschüssigen Schotterwaldweg. Der Typ vor mir war unsicher und rutsche irgendwann komplett weg. Ich konnte nicht mehr ausweichen und flog kopfüber den Abgrund hinunter. Dachte das Rad sei hin aber sah nur so aus, weil der Lenker verdreht war :-)). Ich hatte kaum Kratzer, also weiter. Danach waren laut Garmin die HM erreicht und mich nervten die erneuten Anstiege. Ist wie wenn man mit den Jungs fährt und die ständig sagen, dass wir jetzt oben wären aber es immer nochmal hoch geht. Kennt ihr das?
Nun ja, am Ende glücklich 10. im Ziel.

Und eine tolle Überraschung! Andreas, ein lieber Freund kam extra um mich im Ziel zu begrüßen, wie schön! Sind danach noch ausgefahren. Voll lang, war irgendwann schon 16:30. Hin und her, zum Bikewash und dann einen Mechaniker gesucht, der mir die Schaltung gerichtet hat. Björn, der Sportliche Leiter hat mich vermittelt und ich bekam nen erstklassigen Service. TOP! Dann irgendwann mal den Bike-Park gefunden. Dort auch das Massenlager. Oh wie krass. Da würde ich im lebtag nicht pennen wollen, es stinkt, ist stickig und überall Halbleichen. Puh..... die tun sich was an! Danach dann Shuttle zum Hotel. 45 min hatte ich bis zum letzten Abendessen-Shuttle. Stress! :-) Hab mich beim Warten mit ner Familie unterhalten, die das ganz cool fanden und morgen meinen Fanclub bilden werden. Süß.

Essen mit Hielke und Kirsten und Uli Brucker vom Wheeler Team. Das ist halt das Schöne wenn man alleine unterwegs ist, man lernt so viele Leute kennen und hat überall nette Gespräche. Ich finds cool, fänd es aber auch schön wenn Benny, Anni und die andern hier wären. Essen? Natürlich nur Nudeln, oh Mann, die lernen nicht dazu aber egal. War ok.

Gasthaus Schützen in Hornberg - top!
Jetzt im Hotel. Alles cool. Ich finds schön hier. Morgen gehts weiter.
Gute Nacht.
Montag, 29. Juli 2013

Berge, Berge, Berge, ein ärgerlicher Defekt und eine Krone im totalen Berufsstress...

Vor 3 Wochen war noch alles ruhig und schön. Die WE's habe ich komplett draußen verbracht und die wunderschönesten Touren durch meinen schwarzen Wald gemacht. Mit dabei meine lieben Freunde. Oh war das herrlich!
Hier mit Jasmin, Nobby, Bernd und Jürgen bei ner 5-Stunden-Tour über den Thurner.

Die schöneste Flower-Power-Wiese von Freiburg

Die langen schönen gechillten WE-Touren wurden dann vorletztes WE unterbrochen durch ne richtig harte Nummer: Schauinslandkönig: 11,5 km, 900 HM. Start mittags in der Hitze. Leider auch nicht mit dem 5kg-Testrad wie letztes Jahr, sondern musste mich mit meinem kleinen schwarzen Renner den Berg hochquälen und das noch mitten aus dem Training raus. Boah war das hart. Hab mir mal wieder geschworen, dass ich das nächstes Jahr nicht mehr mache. Über 42 Min hartes Leiden, Durchschnittspuls 190. Ohne Jasmin, die mich die letzten 2 km begleitet und angefeuert hat, wäre ich sicher noch langsamer gewesen. Und dann sagte die noch: "Reb, nur noch 100 Meter, also sprinten, JETZT!!!! Ich war doch schon tot aber sprinten? Also mit 195 Puls über die Ziellinie :D. Bah! ..........



War deutlich langsamer als letztes Jahr, was wohl auch an geänderter Strecke lag aber mehr ging nicht und ich konnte dennoch meinen AK-Sieg wie schon im Vorjahr sichern.
Also Krönchen auf's Haupt von Miss Markert :D.

Olé olé :-)))
Aber wir (Jasmin, Bernd & ich) haben es nicht bei den 42 Min Kampf belassen, sondern mussten ne Schippe drauflegen dank meines Trainers: Storen, Todtnau und wieder zum Notschrei hoch, dann wieder Schaui. Heidewitzka war ich dann am Ende und da war ich noch nicht Zuhause! Aber super-schöner Tag und toller Ausklang beim Rad-Stammtisch. I love my friends ♥

Und das alles schon mitten im Wahnsinn – aber nicht-sportlicher Natur. Vollgas Aufträge und Anfragen, enge Deadlines, Mails ohne Ende, Anrufe, Chaos....... Alle Bemühungen den Stress gering zu halten scheiterten, so dass ich bis ans Limit gearbeitet habe und es einfach nicht aufhörte.
Eine Woche ist ja irgendwie auszuhalten aber die 2. Woche hat Spuren hinterlassen und so bin ich mit wenigen Erwartungen am Freitag mit Jürgen zum m3 Marathon ins Montafon aufgebrochen. Wenigstens kann ich sofort abschalten wenn ich wegfahre. Ich liebe die Berge und hab mich gleich pudelwohl gefühlt. Abends kamen noch Benny und Anni und wir haben uns ne verkochte Lasagne auf der Pastaparty reingezogen und den Citysprint angeschaut.

Hab recht gut geschlafen. War aufgeregt: 65 km, 2400 HM und Hitze. Extra Mädelsstart weil die Landesmeisterschaften dort hatten. Mussten dann auf ner nicht-gesperrten Straße alle Langsamen überholen was echt gefährlich war. Hab Anni und mich einmal fast abgeräumt weil mir ein Porsche vors Rad gefahren ist. Ziemlich bald nur zu 4. unterwegs, konnte gut mithalten. Bis zum ersten richtigen Anstieg. Dann hat Anni die Kampfstellung hinterm Lenker eingenommen und weg war sie :D. Am Ende hat sie gewonnen und am nächsten Tag gleich nochmal in den Vogesen. Wie sagte Benny so schön? Die ist zäh wie Juchtenleder! Haha, ist sie wirklich die Kleine. Glückwunsch nochmal! 

Ich also mein Tempo gefahren und dabei haben mich 2 Mädels eingeholt. Bei der 2. wars mir zu blöd und ich habe reingetreten. Ging. Die 3. dann ein- und überholt. Immer weiter bergauf in der prallen Sonne. Zum ersten Mal dachte ich, ich könne bei so ner Aktion verdursten. Bin ich aber nicht. Wohl auch zäh ;) ?! Dowhill auch kein großes Problem aber dann unten im Flachen kam das Knock-Out in Form eine gesprengten Zughülse hinten. Ich konnte mich nur noch auf den 2 kleinsten Gängen bewegen und kam nicht mehr vorwärts. Meine Versuche die Kette von Hand runterzumachen scheiterten, sie war gleich wieder oben. Mein Vorsprung war dahin, die 4. überholte mich während ich mit dem Rad kämpfte. Ich hatte mich damit abgefunden auszusteigen. Hab dann noch mal rumgerissen und sie blieb tatsächlich etwas weiter unten. Also doch weiter aber mit ständigem Fluchen. So bin ich dann die restlichen 25 km und 1000 HM angegangen. Hab mich selbst ermahnt, Aufregen bringt ja nichts, Pech ist Pech. Leider konnte ich die 3. nicht mehr einholen, sie lag mit 4 Min Vorsprung klar vor mir. Im Ziel war ich etwas geknickt aber das wich dann schnell einem guten Gefühl, denn am Ende bin ich trotzdem gut gefahren. Haben also noch Annis Sieg und die tolle Leistung von Benny, Jürgen und mir gefeiert bevor wir uns auf den Heimweg machen. Dank Brückenabriss und Vollsperrung hat der über 5 Stunden gedauert. Schön war der Trip trotzdem.

Sonntag, 23. Juni 2013

Platz 2 beim Ultra Bike in Kirchzarten!!

YES!! – das war ne feine Nummer heute: Kopf gut, Beine gut, Rad top, Wetter ok, Zuschauer klasse & auch sonst alles gut geklappt. Ich bin happy :D!

 

Fing gestern ja schon gut an mit tollem Wetter, Vorbelastung mit Jürgen in der Sonne und dann auf die Expo, auf der ich Freunde und Bekannte getroffen habe. Halt einfach sau schön so ein großes Event direkt vor der Haustüre. Dann später noch zu Ina & Benni und einen super schönen Abend mit vielen lieben Menschen und 2 Hunden verbracht. Perfekte Einstimmung für heute mit Eis, alkoholfreiem Erdinger und nem netten Plausch…

Der späte Start heute war zudem sehr angenehm. Erst um 8 aus dem Bett gekrochen, gefrühstückt und dann los zu Jürgen mit dem ich nach Todtnauberg an den Start gefahren bin. Wir waren früh oben und dort war es stürmisch und kalt, so dass wir noch zur Halle gelaufen sind, hier und da einen Bekannten getroffen haben, Zeit hatten um 3x aufs Klo zu gehen ;) und ich noch ne Weile im Auto saß vorm Warmfahren. Hätte am liebsten noch mal ne Stunde geschlafen.

Dann um 12 Uhr ging es los und schon vorher hörte ich die Durchsage, dass auch wieder Nina Wrobel am Start sei, die schon letztes Jahr gewonnen hatte und mittlerweile wieder Vollprofi ist. Hmmm, zudem standen da so viele Lexware-Rothaus Mädels, dass ich etwas Bammel hatte aber meine Devise lautet immer: abwarten, nicht verunsichern lassen. Die trainieren, Du trainierst, möge die Bessere gewinnen. Basta.

Dann Startschuß und gleich mal Vollgas den Berg hoch. Wie ich das hasse. Alle sofort weg, auch viele Mädels. Beine sortieren, atmen, in Tritt kommen und aufholen. An der 2. Rampe waren wir 5 oder 6 Mädels. Bergauf sind welche davongezogen aber meine Beine waren auch ganz gut und bergab war ich schneller als die anderen. Bremse auf und rollen lassen! In Todtnau wusste ich schon nicht mehr, wer noch vor mir oder hinter mir ist, zumal es sich da mit den anderen Strecken vermischt. Dennoch dachte ich, dass min. 3 oder 4 vor mir sind. In Aftersteg wurden wir von einem super Publikum empfangen, was ne tolle Stimmung dort, Hammer! Der Sprecher zählte kurz nach mir die Rothaus-Mädels auf und Annette Rümmele, die eh schon die ganze Zeit von den Todtnauer Fans gefeiert wurde. Ich fühlte mich bis ins Ziel verfolgt und bin dadurch gefahren wie der Teufel. Die Beine waren die ganze Zeit über ganz gut und das Rad hat keine Zicken gemacht. Ich hatte mir vorgenommen alles zu geben und das tat ich. Plätze verschenken wollte ich nicht, also keine Zeit verschwenden.

Jedenfalls kam ich mit ner super Zeit ins Ziel und das als 2.!! obwohl ich ja davon ausgegangen war, dass ich viel weiter hinten liegen würde. Ich hab mich soooo gefreut, dass ich den Sprecher Stefan Lubowitzki erst mal in den Arm genommen habe, als er zum Interview kam. Wie auch schon letztes Jahr war er super informiert und hat mich ewig interviewed. Voll nett :))))) Danke!

Dann zur Überraschung meine älteste Freundin Ursel + Christian im Ziel. Wie schön wenn Freunde, die absolut nichts mit Radfahren zu tun haben, dann kommen nur um mich zu feiern und im Ziel zu beglückwünschen. Toll!


Auf dem Gelände all meine Radl-Freunde getroffen, die auch gefahren sind (oder auch nicht), viele ebenso erfolgreich. Ausklang dann wie so oft nach einem Rennen am Sonntag mit einer riesen Gruppe im UC. Leute, es gibt kaum was schöneres als so ein Tag mit so vielen, tollen Menschen.

 Schicke euch ein dickes Becks-Grinsen hinaus in die Nacht. :D











Montag, 17. Juni 2013

2 WE's 2 Rennen: TOP 10 + TOP 5

Von vorne. Vor ner Woche war ja der Waldhaus Bikemarathon, ein sehr kleines Rennen im Schwarzwald. Die Strecke extrem hüglig und schnell, was mir absolut nicht liegt aber ich quäle mich jedes Jahr aufs Neue dort oben :). Irgendwie mag ich das Rennen weil es so familiär ist und nett. Die Mütter backen Kuchen und es gibt Freibier. Dieses Mal kam allerdings hinzu, dass ich in ner mentalen Krise steckte und nicht mehr auf Kurs war. Konnte mich dadurch nicht konzentrieren, die Beine waren zu und ich hatte keine Motivation. Am Ende bin ich dennoch durchgefahren und wurde sogar noch mit einem AK-Treppchenplatz belohnt. Der Rest vom Tag war wunderschön, was ich definitiv meinen Freunden zu verdanken habe.



Mental ging es danach aufwärts und mein positives Grundgefühl kehrte zurück. Donnerstag also mittags mit Sanne aus meinem Team los in Richtung Willingen (Upland). Ein kleiner 2000 Einwohnerort im Sauerland. Der Ballermann des Sauerlands besser gesagt. Leute, ich sags euch, nur krass dort! Eine Kneipe neben der nächsten, alles voller Bierstadl und Après-Ski Hütten, überall Besoffene, Junggesellenverabschiedungen, in-Vorgärten-pinkelnde Typen und betrunke Mädels. Unglaubliche Stimmung dort. Von den Anmachen ganz zu schweigen ;-)!

 
Wir also erstmal nur die Autobahn gerockt mit Sanne's VW-Bus, besser gesagt sind wir weggeflossen ohne Klima. 7 Stunden durch den Verkehr gekämpft, immer den schwarzen Wolken entgegen. Dank Navi noch durch Garten, dann durch Wetter gefahren um dann festzustellen, dass wir uns im Kreis drehen. Willingen bei Regen, Kälte und Sturm erreicht. Bah. Rainer und Gitti + Magic-Orlando haben uns empfangen. Erstmal Pizzeria wie die andern Tage auch.

Rainer, Gitti, Sanne und Orlando in unserem Willinger Stammlokal
Am nächsten Tag sah es freundlicher aus und ich hatte super geschlafen. Bin mit Sanne über die Expo gelaufen und habe viele Leute getroffen, die auch schon am Gardasee waren, viel geredet, Kaffee getrunken, die Bikes zu Scott gebracht, die einen super Service gemacht haben und dann hab ich noch ne Runde mit dem Bike gedreht. Eigentlich wunderschöne Gegend. Später kamen noch Regina + Mann und Ex-Mann Christoph und abends sind wir schön zusammen essen gegangen.

Hier die beiden Stände von Rainer und Gitti (Danke an Rainer Jensen für das Foto)

Schönes Wetter am Renntag um 7:30

... und ab gings durch die Hügel. Alle Strecken auf einmal. Zu jeder Zeit Umentscheidung auf ne andere Strecke möglich.
Rennstart wie schon am Gardasee für alle Strecken um 7:30. Nicht meine Zeit. Konnte noch nicht mal aufs Klo zwischen Frühstück und Abfahrt und befürchtete schon schlimmes ;) aber mein Körper hielt sich zurück. Regina hat sich gleich in Block A gestellt, ich bin erst noch ne Runde gefahren. Wollte wenigstens bissel warm sein aber stand dann hinten, weil die von hinten aufgefüllt haben. Vorne in A1 die mit UCI- Punkten. Egal. Hatte einen netten Gespächspartner, der mich wach gehalten hat, denn ich gähnte ohne Unterlass. Dann Startschuß und ab ging's, erstmal bergauf. Der erste Stau, dann kurze Abfahrt, dann wieder bergauf. Das gleiche Spiel wie in Waldhaus. Nicht mein Fall solche Drückerstrecken. Aber generell war es abwechslungreich und nicht nur Forstautobahn. Recht viele Wurzeln, teils auch recht rutschig. Meine Beine waren ganz gut und auch sonst hatte ich ein positives Gefühl und freute mich darüber am meisten. Es hat einfach Spaß gemacht. Nach 52 km bin ich ins Ziel und wurde auf der kleinen Runde damit 5. Die 4 Mädels vor mir sind praktisch gleichzeitig ins Ziel. Hatten sich teilweise kurzfristig umentschieden die kleine Strecke zu fahren und haben sich dadurch die Treppchenplätze gesichert. Das ist das Blöde an solch freier Streckenwahl, vor allem wenn es dann noch am Ziel vorbeigeht. Aber gut, so ist es und die waren deutlich schneller als ich.
Regina ist auf einem tollen 3. Platz auf der mittleren Runde gelandet. Hab sie im Ziel begrüßt und mich tierisch gefreut. 

Später wieder rumgelaufen, am Stand gesessen, essen gegangen und dann wollten wir noch auf die Biker-Party im Bierstadl aber die lange Warterei und die gereizte Stimmung der Wartenden und Türsteher haben mich müde gemacht und so bin ich kurz vor 0 Uhr ins Bett gefallen. War auch gut denn der nächste Tag war auch wieder lang. Bin mit Gitti ins Fitnessstudio des Sauerlandsterns, einem riesen Hotel dort und danach auf die Expo, zur Endurostrecke, bissel Ausfahren und am Ende packen und Heimfahrt. Sanne ist auch noch in den TOP 10 gelandet, so dass wir alle zufrieden und happy waren.

...am Stand im Lieblingspulli von EVOC (Danke :-)): Regina, Christoph, ich und Gitti

Nächste Woche kommt der Ultra Bike, mein Hausrennen. Ich denke da kann ich wieder Volllgas geben ohne die lästigen Zweifel im Gepäck.
Ich freu mich jedenfalls drauf.
Eure REB


Sonntag, 26. Mai 2013

YES!!!! SIEG in Bad Wildbad!

Mein 2. Saisonsieg ... was ein Lohn für diese krasse Aktion. 

Ja, Offenburg vor 2 Wochen war schlimm aber schlimmer geht immer. Dort waren es absehbare 90 min in Schlamm & Kälte. Das heute hat alles übertroffen, was ich bislang in meiner Bike-Karriere erlebt habe....

An so nem Tag verlässt man am besten noch nicht mal die Wohnung, geschweige denn setzt man sich aufs Bike und fährt 60 km bei gefühlten Minusgraden durch Dauerregen, Matsch und Schneesturm.

Bissel hatte ich ja heute morgen drauf gehofft, dass Sönke lieber bei Conny im Bett bleibt und ich dann auch passen könne aber nein, Bernd & Sönke standen Punkt 7:30 vor meiner Tür. Ok. Also los. Bernd wie immer mega positiv gestimmt und total auf Go. Sönke fand den Wetterbericht lustig und ich war eigentlich auch gut drauf, hatte zumindest mehr an als in Offenburg und Schnee konnte sich zu dem Zeitpunkt eh keiner vorstellen. Wie letztes Jahr waren wir ne coole Truppe heute. Danke Jungs!

Dort dann 4 Grad, kein Regen. War zwar ungemütlich aber ok. Der Regen kam pünktlich zum Start :-) Zum 1. Mal war ich bei nem Rennen eingemummelt wie im tiefsten Winter: oben mit Mütze, Winterhandschuhen + Wärmepads, mit langem Unterhemd, Langarmtrikot, Regenjacke + Windweste, unten ne Unterhose + lange dünne Hose + Trikothose + Knielinge und zuletzt Überschuhe sowie in den Schuhen noch mal Einweg-Wärmekissen.

10:30 Sönke's Langstreckenstart. Er sollte 2 Runden durchhalten, dann erfroren. Zu dem Zeitpunkt lag er an einer super 8. Position. Übrigens sind satte 50% aller Fahrer ausgestiegen! Und sowieso waren schon etttliche gar nicht erst angereist. Nur wir Verrückten! Oh Mann! :)

11:00 Bernd und mein STart auf der Mittelstrecke. Erste Runde war hart aber die Downhills im Matsch waren irgendwie ziemlich spaßig und wieder einmal dachte ich, dass ich das tausend Mal besser kann als im TRaining. Eine Gruppe hatte ich nicht, einmal kurz 2 Jungs aber Windschatten ist bei solchen Bedingungen kein Spaß und am nächsten Anstieg konnte ich das Tempo nicht halten und bin ab da einsam und alleine durch die Hölle gefahren. Zu der Zeit lag ich an Position 2 hinter Betty. Ich hatte sie öfters im Blick aber konnte nicht ranfahren. Dann kurz vorm Start/Ziel gab es eine Verkettung ungünstiger Faktoren. Erst so viel Matsch in der Wiese, dass die Schaltung geklemmt hat und ich nicht aufs kleine Blatt gekommen bin, dann hab ich mir an der Verpflegung ne Flasche geben lassen, die ich links in der Hand hielt aber kurz danach ging es ne kleine Wiesenrampe hoch und mit einer Hand , keinem Anlauf und großem Blatt war die unmöglich fahrbar. Ich bin wie ein Käfer rückwärts geflogen – vor allen Zuschauern. Super Aktion! Danach hat es mir das Hinterrad rausgeschlagen und ein Zuschauer musste helfen. Bis ich weiterfahren konnte vergingen Ewigkeiten.

Danach Runde 2: am Anstieg gingen schon die Selbstgespräche los: "Markert, dreh um! Was machst DU hier? Du frierst, es regnet in Strömen, es ist eiskalt, es windet wie blöd.  Und Betty ist sicher über alle Berge nach der Aktion mit dem Reifen!"
Aber zum Glück in einem Ohr Musik und ich konnte mir selbst wieder Mut machen und einfach weitergetreten und weiter und weiter. Ich war im Schnee dann kurz vorm Heulen, die Finger taten so weh, ich habe geschlottert wie Espenlaub. Anderen ging es aber noch schlechter und ich habe mir vorgesagt, dass ich stark bin und hart im Nehmen und das die Beine doch noch ganz ok sind. Hab versucht mir einzubilden, dass der Lenker warm wird oder mein rosa Unterhemd. Man hört ja immer das sowas geht und eim Meditieren hab ich das auch schon öfters erlebt... Manchmal habe ich gar nichts mehr gedacht und mir wäre alles wurscht gewesen. Wie in Trance oder kurz vorm Erfrieren vielleicht. Komische Zustände, die man bei so nem Rennen hat aber das Schönste ist eigentlich, dass man ganz nah bei sich ist.

Die Wärnepflaster in den Schuhen und Handschuhen war durchtränkt und haben schon lange keine Wärme mehr abgegeben und ich konnte nicht mehr schalten. Da ist mir eingefallen, dass mal jemand meinte, man könne mit dem Handballen schalten. Das habe ich dann getan. Rechts und links. Hab gebetet und gehofft, dass ich noch genug Wärme und Kraft für die Downhills haben würde. Dann kam Betty wieder in Sicht und ich habe mich durch den Wind gekämpft und mir gut zugeredet. Das sie sicher genauso leidet, usw. Zum ersten Mal dachte ich, dass mir das Zusatzkilo der letzten Wochen zugute kommen würde. Also weiter. Auf dem ersten Wurzeldownhill hatte ich Betty unmittelbar vor mir und konnte sie überholen. Sie konnte nicht dranbleiben, hat total gefroren. Dann irgendwann der steinige Downhill und es lief sogar besser als bei der 1. Runde. Bin nur gerutscht und durchgebrettert, Bremse auf, die konnte ich eh kaum noch gedrückt halten. Ohne Sturz durch. Am Ende konnte ich nicht mehr schalten und wieder Probleme mit dem Hinterrad. Es hat blockiert, war wieder rausgesprungen. Ich bin die letzten Meter durch die tiefste aller Matschwiesen gerannt, bis ins Ziel.

Platz 1. :-))

Schöner Sieg heute und die warme Dusche danach mit den Jungs hat die Wärme zurückgebracht.


Sonntag, 12. Mai 2013

SIEG in Offenburg!!!!!

Die ganze Story auf fi'zi:k ti:m

Titelverteidigung geglückt!
im Blindflug unterwegs
Geiles Bild – aber keine Sorge, war nicht ich :) und demjenigen ist nichts passiert.

im Start wars schon nass und kalt aber trotzdem gute Stimmung bei Bernd & mir.

im Ziel war die Stimmung dann auch wieder gut. So froh, dass es vorbei war :)

Hihhihi


Sonntag, 5. Mai 2013

RIVA DEL GARDA - 1. Rennen, Platz 7

Seit Freitag bin ich hier am schönen Gardasee. Das gesamte Fizik-Team ist anwesend: Vroni, meine Zimmergenossin, Regina Marunde + Ex-Mann Christoph, Sanne auf dem Camping Platz mit ihrer Freeride-Downhill-Combo und natürlich Rainer und Gitti, die den ganzen Tag über den Stand auf dem Expo-Gelände pflegen.

Am Samstag Vorbelastung mit Vroni. Irgendwie sau cool mit ner Teampartnerin zu fahren. Unsere Trikots sind sau schön und ich freue mich aufs Race. Meine Beine sind von der langen Fahrt aber noch ganz schön müde und ich habe kein so gutes Gefühl. Nun ja, we'll see.

Sind recht früh ins Bett nachdem Start schon um 7:30 angekündigt war. Für alle Strecken. Viel zu früh für meinen Geschmack. Hab hinten noch den Raceking draufgemacht in der Hoffnung, dass es trocken bleibt. Vroni & ich wollen nur die Piccola-Runde fahren, 44 km, 1500 HM – genau richtig fürs erste Race. Regina wagt sich auf die Grande. Um kurz vor 5 geht mein Wecker. Die Nacht leider mega unruhig, kann nicht einschlafen, der Druck wohl doch etwas größer als sonst und wie fit bin ich nach der Studie? Und dann wars mir warm wie in ner Sauna. Glaube, ich habe etwas zu viel gegessen, was mein Körper dann schön in Wärme umgewandelt hat. Feuchte Träume sag ich nur ;-).

Aufstehen, fertigmachen, frühstücken. Das ist hier im Hotel top und es gibt extra ein mega frühes Race-Breakfast.

Wir fahren mit Regina und Christoph zum Start, der ein paar Km weiter in Riva ist. Stehen nachher fast 40 min im Startblock A, recht weit vorne. Zum Glück ist es warm. Ich bin mega nervös. So viele Leute sind hier, so viele Profis.

Dann geht es auch schon los. Erst neutralisiert auf der Straße, dann die ersten Rampen hoch. Hier auch sogleich der erste Stau. Wir schieben. Regina in einer etwas besseren Position rechts außen kommt weiter, ich hänge fest. Danach weiter bergauf. Mein PUls bewegt sich in der ersten Stunde nur jenseits der 190. Hart. Nach dem ersten Gel komme ich besser in Tritt und mir fällt auf, dass ich eigentlich ganz gutes Beine habe, nur der Rücken macht mehr und mehr zu, alles zu steil zum Aufstehen. Ich leide etwas und versuche mir gut zuzureden.



Als sich die Runden trennen, fahre ich mit Katharina Alberti, was mir zu dem Zeitunkt nicht klar war. Ich kenne die ja alle nicht. Wir freuen uns noch, dass es ruhiger geworden ist und brettern durch den Wald. Ich kann gut dran bleiben und fahre schließlich vor ihr die krassen Betonrampen hoch. Sage mir innerlich die Beine vorraus und hänge tief über dem Lenker, um nicht abzuheben. Das tut weh, so richig. Der Rücken brennt. Ich hoffe sie abhängen zu können aber sie fährt auch alles hoch, andere schieben.



Dann die ersten Trails. Steinig im Wald. Es macht SPaß, einmal steigt einer vor mir ab, ich muss auch runter. Katharina hat irgendein Problem, fällt zurück. Ich fahre teils alleine im Wald umher. Flowig und dann wieder bissel technisch. Es geht nachher noch mal ein paar Rampen hoch, wieder mega steil, wahnsinn. Meine Beine sind noch immer gut, der Rücken nach der ersten kleinen Abfahrt entspannter. Nachher grober Schotter, ruppig. Ich kann den Lenker kaum halten und ermahne mich selbst mich zu konzentrieren. Alles geht gut. Kein Platten. "Laufen lassen Miss Markert und bleibt verdammt noch mal locker in den Armen!" Ich komme mir vor wie in einer meiner Spinningstunden, nur das ich heute der Teilnehmer bin :-).


Unten auf der Straße Vollgas in Richtung Riva. Ich erreiche das Ziel als glückliche 7. Unglaublich bei dem Feld. Ich bin happy. Mein Ziel war Top13 (rein statistisch aufgrund meiner Stufenstests) aber so umso besser. Ich bin jedenfalls auf dem Weg zu einer Top-Saison.


Großer Danke gilt meinen lieben Freunden daheim, die mir gestern so viele liebe Nachrichten geschickt haben. Ohne euch wäre das Ganze nur halb so schön. Danke.

Natürlich aber auch an das Team & an die Sponsoren, die uns mit so viel Material ausstatten, dass ich das ganze Jahr versorgt bin und darüber hinaus. Schon ein riesen Glücksgriff.

Es ist 12:36, ich sitze im Hotel, geduscht, platt. Die Beine im eiskalten See gebadet. Nächstes WE gehts weiter. Ich bin dabei.

Die Nummer zum Glück.

Dienstag, 23. April 2013

STUDIE Tag 11

Der letzte Tag und ich gehe tot – gleich 3 Mal :( ........................................................ x

Eigentlich habe ich gut geschlafen, nur 2 x aufgewacht. Heute morgen Ruhepuls bis 47 runter – auch ein gutes Zeichen. Der Oberschenkel hat links oben etwas gezwickt aber ich vermutete die unterschwellige Nervosität. Auch mein Gefühl erkältet zu sein hielt an aber da traue ich mir selbst nicht ganz. Ansonsten war ich entspannt.

Mit Race-Nagellack ab zur Uni:


Blutabnahme, dann Gewichtskontrolle und Fettmessung. Die Hautfaltenmessung hat heute jemand anderes durchgeführt. Wieder wenig. Dabei esse ich schon Nutella MIT Butter drunter, aber anscheinend nicht genug davon. Krank war ich trotzdem seit über nem Jahr nicht mehr.

Jedenfalls dann Tensiomyographie und Sprungtests. Da ich keine Schnellkraft habe, hüpfe ich nur wie ein kleiner Käfer. Wir amüsieren uns.

Danach wartete das 20 km Zeitfahren. Vorher 15 Min auf verschiedenen Puls-Stufen aufwärmen. Das war schon unangenehm und ich befürchtete Schlimmes. Fuck, keine lockeren Beine. Dann ging es auch schon los und ich starb von Minute zu Minute mehr. Das tat soooooo sacke weh. Ich wollte nach 4 km aufgeben, mein Puls jenseits der 190, Blutgeschmack, der Schmerz in den Oberschenkeln und Waden unerträglich, Seitenstechen. Mir ist zunehmends schlecht geworden und ich hatte das Gefühl unter der Maske keine Luft zu bekommen. Ich hab geatmet wie verrückt, bzw. nur noch gestöhnt wie Monica Seles beim Tennis. Clemens hatte Mühe mir das Laktak abzunehmen weil ich geschwankt bin wie ne besoffene Kuh. Wann immer ich hochgeschaut habe, habe ich nur 32 km/h gesehen. Damit war klar, dass ich die letzten Test-Zeiten nicht schaffen werde, geschweige denn ne Verbesserung. Am Ende hab ich nichts mehr gesehen, nur noch darauf gehört, was mir die beiden Jungs entgegengeschrien haben. Ich dachte ich sterbe tatsächlich. Mir war speiübel, mir tat alles weh, ich konnte mich kaum noch auf dem Rad halten. Ergebnis: 2 Min langsamer als an Tag 8 und 1 Min langsamer als Tag 1: 36:30 Min. Enttäuschung. In der Auwertung kam raus, dass ich mit 9 -10 mmol Laktat gefahren bin, also mehr wäre wirklich nicht drin gewesen.

Pause, essen, schlafen. Neu motivieren.
Wingate-Sprint. Aufwärmprogramm hier leichter, dann 30 Sek All-Out. Mein 2. Tod heute. Am Ende allerdings mein bester Maximalkrafttest: 549 Watt Spitze und im Mittel nur leicht unter Tag 8 und 1.

Pause. Rhabarberkuchen. Habe das größte Stück bekommen, sicher hat mir die Verkäuferin angesehen, wie fertig ich zu dem Zeitpunkt schon war. Mein Beine wacklig, mein Gehirn funktionierte auch nur noch halb, Husten vom wunden Hals und zwei blutige Ohrläppchen.



17 Uhr Stufentest. Ich ahnte meinen Untergang. Nach 40 Sek auf der 300 Watt-Stufe war Ende gelände. Puls 198. Reicht.

...

Der Tag war vom Wetter wunderschön und das Abendessen mit Abstand das beste der ganzen Zeit. Es gab Forelle am Stück mit Blumenkohl-Kartoffelgratin, leckere Salate wie Brokkoli mit Rosinen und Pinienkernen, scharfer Lauchsalat, Couscous-Salat, Karottensalat mit Kürbiskernen, usw. Als Nachtisch Ananas-Tiramisu und Beerenquark. Wieder hatte ich das Gefühl entschädigt zu werden aber wirklich Hunger hatte ich nicht. Hab dennoch 2 Portionen gegessen, allein vom Nachtisch, der sicher reichlich fettig war. Mir ist nun schlecht und der Kopf dröhnt...

Es entschädigt nicht. Ich bin betrübt. Ich wäre gerne besser gefahren, hätte gerne mit einem tollen Abschluß aufgehört und nicht mit dem schlechtesten Ergebnis der ganzen Woche.

Aber: macht euch keine Sorgen, morgen scheint wieder die Sonne auch wenn es innerlich gerade bei mir regnet.

Mir ist klar, dass ich in ner guter Form bin aber 2 Ruhetage zu wenig für mich waren. Spannend ist zu sehen, was ich über 8 Tage imstande bin zu leisten – ohne Einbrüche wohlgemerkt. Eigentlich nichts neues bei mir, kenne ich zumindest aus Arbeits-Hochphasen. Nachtschichten und Akkord über Tage hinweg kein Problem aber mein System holt sich die nötige Ruhe, wenn ich einmal den Aus-Knopf gedrückt habe. Spannend auch zu sehen, dass der Ruhepuls bei mir nicht unbedingt was mit meiner körperlichen Verfassung zu tun hat. Wenn ich genau hinhöre, weiß ich eigentlich immer wie gut ich wann drauf bin. Die ganze Studie war super interessant und ich würde sie allzeit wiederholen. Am Ende profitiere ich auf alle Fälle und nun wissen wir alle, dass auch ich ein Limit habe ;-).

Eben ist mir aufgefallen, dass ich schon den ganzen Tag ein Totenkopf-Shirt anhabe. Schon komisch, wie die Dinge manchmal zusammenpassen....



Ich werde nun 2 Wochen ne ruhige Kugel schieben und dann werden wir sehen, was meine Beinchen am Gardasee Race oder den darauffolgenden Rennen sagen. Ich hab Basti ne Mail versprochen – ohne Mimimimi ;-)))

Großer Dank an Sascha, Basti, Clemens & Daniel, an Jan und alle anderen, mit denen ich hier ne coole Zeit verbracht habe. Ihr seid top!

Morgen nach dem Frühstück geht's nach Hause und ich freue mich.
Eure Rebekka




Montag, 22. April 2013

STUDIE 9.+10.Tag (21./22.4.)

Freunde, alles gut, ich lebe noch :-). Habe heute Ruhetag Nr. 2, morgen also letztes Kräftemessen bei den Leistungstests und dank Sascha darf ich noch ne Nacht hier schlafen und kann so gechillt die Anstrengungen über mich bringen und muss nicht danach auf die Autobahn. Mittwoch früh geht's dann Heim.

Von den beiden Ruhetagen mal ein Bildertagebuch für euch:

SA, 7:45 Aufstehen, bzw. Ruhepuls im Liegen 7 Min messen, dann im Stehen noch mal 5 Min, Zähneputzen, fertigmachen und ab zum Frühstück, das in etwa jeden Morgen so aussieht: Brötchen, auch mal 2 und Müsli. Nebenbei fülle ich Fragebögen aus, hier noch Nachtrag vom Schlafbogen.


SA, 10:30 Ab zur Sportmedizin. Ca. 400m Walk. Pinky auf GO :-))

 


SA, 10:30 In Sascha's Büro warten Clemens und Daniel, die sich heute um Dirk und mich kümmern.


SA, bis 11:00 Blutabnahme, Gewichtskontolle, Hautfalten-Fettmessung. Dann runter zur Tensiomyographie. An 4 Muskeln im Oberschenkel wird Strom durchgejagt und dann der Anspannungsausschlag gemessen. Der Strom wird so lange erhöht, bis die Kurve gleich ist. Nicht gerade angenehm aber ich finde es halb so wild.


SA, 11:30  Aufwärmen und Sprungtests. Höhe wird mittels Lichtschranke gemessen.

SA, 12:00 Mittagessen und Schlafen............. schnarch. Ich bin total müde vom Nichtstun, mein System fährt runter, das Wetter grau – ich schlafe satte 40 Minuten und gammel nur noch im Bett rum. Schau fernseh.

SA Abend Eine freundige Überraschung, Essen beim Italiener in der Stadt, 2 Gläser Rotwein (die fein säuberlich im Ernährungstagebuch dokumentiert werden), rumlaufen. Sehr netter Abend. Auf der Suche nach einem gescheiten Tischkicker (wer mich kennt, weiß, dass ich nur auf Tuniertischen spiele), stell ich fest, wie nett die Saarländer sind.  Der Dialekt gewöhnungsbedürftig aber die legen sich so ins Zeug bei der Hilfe, dass ich echt erstaunt bin. Etwas angeduselt ins Bett. Ich bin happy.

...

SO 7:45 Aufstehen, Puls, Frühstück, Fragebögen. Same-same.


SO 10:30 Sportuni: auch same-same: Blutabnahme, Gewichts- und Fettmessung, Tensiomyographie, Aufwärmen, Sprungtests. Bleibt eh fast alles gleich. Bei mir zumindest ;-)) Ich freu mich die Mädels und Jungs zu treffen, fühle mich schon fast dazugehörig. Sascha gut gelaunt, Basti kommt grad mit Dirk zu Tür rein und erzählt von seinem neusten Schuh-Kauf und wir amüsieren uns. Coole Truppe.

SO 12:00 Ab in die Stadt. Bummeln. Saarbrücken hat ne schöne Fußgängerzone, alles sieht weitläufig, schön und modern aus... viele Franzosen sieht man hier. Viele schöne Menschen, vor allem Frauen. Diese aber auch meist Französinnen :-)



Aber man hat etwas den Eindruck, dass das Stadtbild vorne 'hui' und hinten 'pfui' ist, denn nur eine Straße weiter sieht es oft grau und gammlig aus.

Ganz Lady-like gehe ich shoppen :D. Die Farben sind genau mein Ding, I love it! 2 Shorts und 2 Oberteile sind meine Beute:


SO 14:30 Latte Macchiato in der Sonne. Welch ein schöner Tag schon wieder....


Mich spricht ein älterer Herr an, der 2 Stühle weiter seinen Espresso trinkt. Er ist Vertriebler für Markisen, Saarländer und müsste mehr Sport treiben. Wir reden über Saarbrücken und Dialekte, über Thailand und den langen Winter. Smalltalk halt. Er zahlt mir noch ne Cappuchino. Ich finde es unterhaltsam und da er sich nicht aufdrängt, ist alles cool.
Dann unterhalten sich 3 Personen vor uns, eine Dame, die über die Hitze(!) klagt und das sie keinen Salat verträgt, ich muss lachen und schon erzählt sie mir und dem Herrn nebenan ihre Lebensgeschichte, während ihr Mann etwas unbeholfen daneben steht. Das ist die Gute:


Die Dame kann sich kaum von uns losreißen aber schließlich folgt sie ihrem Mann mit dem Satz, dass es ja noch Schlimmeres gäbe als ihre Leiden. Sie lacht und zieht von dannen.

Die Leute sind echt cool hier oder liegt das am Wetter? Haben die zu lange geschwiegen und nun Redebedarf oder leuchtet mein blauer Evoc-Pulli so dermaßen, dass ich die Leute anziehe wie Motten das Licht? Jedenfalls sprechen mich mehrere Leute drauf an....



SO 16:00 Wieder in der Sportlerstätte gibt es lecker Obstsalat mit Hüttenkäse. Die Beeren sind gefroren, da es jetzt ja noch keine gibt aber das gibt den Frischekick. Die Mango würde ich eigentlich aus CO2-Gründen nicht kaufen (ist ja ne Flugmango aus Chile oder so), lieber saisonales, einheimisches Obst aber die brauche ich heute für die Regeneration und damit ich morgen die gleichen Sachen esse wie an den andern Testtagen. Wie lecker..... so sitze ich im Garten.


und genieße die Sonne.... heute voll im Sponsoren-Outfit. Sind aber auch schöne Sachen bei. Thanx Crank Brothers.




SO 18:20 Abendessen. Gefüllte Paprika, Hähnchenschnitzel, Salat. Sieht sehr lecker aus aber alles heute nicht so berauschend: der Salat ok aber der Reis auf der Paprika ist bretthart und das Schnitzel klebt mir am Gaumen :-).


Nun ja, noch einen 2. Salatteller und dann Ananastiramisu als Nachtisch. Alles gut. Ich schaue einer Sperrwerferin beim Warmmachen zu und frage mich, wie man zu dem Sport kommt. Die Sonne scheint.


Ich werde auch leicht nervös vor morgen glaube ich. Hab das Gefühl Schnupfen zu bekommen. Einer der Ärzte ist erkältet. Am Ende sicher nur das Lampenfieber :-).  Porös Miss Markert? Eijeijei....

Und so sitze ich in meinem blauen Pulli im Foyer und schreibe euch.

Morgen geht's ab. :D
Halleluja!