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Dienstag, 11. Juli 2017

Rad-Marathon Tannheimer Tal – 220 Km Platz 4

Wie immer erstmal die harten Fakten des Rad Marathons Tannheimer Tal: 

Strecke: 220 km, 3500 Hm
Zeit: 7:15 Stunden
Rad: Centurion Gigadrive Disc 4000 
Ergebnis: 4. Platz (AK 3)
Wer's noch genauer wissen will: Strava weiß alles!

Mit dem neuen Renner auf Rekordjagt. ©Kilian Kreb Fotografie

Die Vorgeschichte: Heuer, wie man hier in Tirol so schön sagt, bin ich erst ein einziges Rennen gefahren, nämlich den super lässigen Michelstädter City Cross am Pfingstmontag. Das war genauso spontan wie die Aktion gestern und endete auch mit einem 4. Platz. Sicher haben sich manche gefragt, wieso ich nach den Crossrennen im Dezember nichts mehr gefahren bin. Schlichtweg, weil's nicht mehr ging. Ich hatte am 1.1. einen fiesen Hexenschuss, der mich jetzt 5 Monate gequält hat, richtige Belastung war unmöglich. Hinzu kamen private Schicksalschläge, die mir auch den Stecker gezogen haben. Umso schöner war das Erlebnis vorgestern.

Start noch mit Verena und Vanessa im WNT Trikot
 
Das hatte ich in meinem Glücklos gestern :-)! Jeden Tag ne neue kleine Geste, Danke Haus Grad

Das Bild oben beschreibt eigentlich ziemlich genau meine Lebensphilosophie und auch wenn es immer etwas Überwindung kostet und ich mich selbst auch in unzähligen Ausreden wiederfinde, so ist es doppelt schön, wenn man sich am Ende getraut hat.
Jo, ich gebe euch recht, das Ziel war dieses Mal echt verdammt weit hochgegriffen und ich hatte auch ein wenig das Gefühl, dass ich jetzt völlig durchdrehe aber es gab ja praktisch keine andere Wahl :). Ich war gemeldet auf der 130 km-Strecke aber irgendwie fühle ich mich einfach noch nicht nach Radtouristik. Sobald ich Rennluft rieche, fängt bei mir die Schnappatmung an und dann dreht die Maschine hoch. Einmal Racer, immer Racer. Außerdem wollte ich endlich mal die 200 knacken. Meine längste Ausfahrt waren 165,5 Km nach Offenburg zum 24h Rennen. Flach. Keine 3500 Hm. Ich hab am Samstag umgemeldet. Zack, damit war's besiegelt.

Riedbergpass alleine.

Die Veranstaltung hier schien perfekt, um solch eine verrückte Aktion zu starten. Ich liebe das Tannheimer Tal, Allgäu, Tirol. Es ist wunderschön hier, die Berge geben Geborgenheit aber engen nicht ein, im Februar war ich hier zum Skaten und Skifahren und auch da schon fand ich es super. Ich war ja erst vor paar Wochen drüben in Kempten und bleibe jetzt noch ein paar Tage hier, will wandern und biken, die Speicher wieder auffüllen. Arbeiten werde ich auch, mein Laptop ist am Start und das Internet funktioniert in meiner Pension super.

Landschaftlich einfach der Hammer! Wunderschönes Tannheimer Tal…

Nachdem ich vor paar Wochen mit meinem neuen Hobel den Mont Ventoux gleich 3x niedergekämpft habe und mich danach noch aufrichten konnte, war für mich klar, dass ich es schaffen kann, wenn der Rücken hält. Vorbereitung hatte ich keine, Trainingplan gibt es schon lange nicht mehr. Ich fahre nach Wetter, Lust und Laune, nach Auftragslage und Gefühl. Die Dinge haben sich in den letzten 1,5 Jahren total verändert. Manchmal fahre ich Vollgas, weil es Spaß macht oder ramme einen Berg hoch – das sind meine Intervalle.

Steile Rampen am Riedbergpass. Schöne 16%

Anreise: Freitag hab ich mein kleines Auto vollgepackt mit Bike, Rennrad, Wanderschuhen und Co. Markus, vom Berger Hof, der gleich ums Eck ist, und bei dem ich im Frühjahr übernachtet habe (Frühstück, Cappucchino und der Rund-Um-Service sind nicht zu toppen – für alle Sportler DIE Location!) hat alles weitere für mich organisiert, selbst mein persönliches Geleit zum Start und zwar mit den Local-Heros: Vanessa und Mirko Pfauth. Mega nett!! Danke. Er war leider schon ausgebucht aber hier fühle ich mich auch sehr wohl und meine Gastgeber sorgen dafür, dass es mir gut geht.

Start: Aufgrund meiner Spontanentscheidung gab es wenig Zeit zum Überlegen, ob das jetzt klug oder dämlich war und so habe ich abends meine Kartoffeln gekocht und wollte um 21 Uhr ins Bett, was natürlich ein schöner Versuch war, aber für mich praktisch unmöglich. Start um 6:00 Uhr ist fies. Nach 4 Stunden Semi-Schlaf, vorgekochtem Reis mit Apfel-Bananenmus zum Frühstück (um 4:45Uhr!), ging es um 5:30 Uhr mit Vanessa und Mirko zum Start. Mirko hat mich wie selbstverständlich in den ersten Block katapultiert und den Ordner besänftigt. Ich kann mich gar nicht oft genug dafür bedanken. Nicht selbstverständlich, wenn die Freundin auf Sieg fahren will. Großes Merci!!

Manchmal bissel bucklig unterwegs aber das Lachen stirbt bekanntlich zuletzt ;)

Mirko ist in seiner Rolle als Wingman voll aufgegangen und hatte größten Spaß. Ich konnte natürlich auch davon profitieren, da es am Anfang echt brutalst zur Sache ging und ich das Ganze überhaupt nicht einschätzen konnte. Die kleinen Rampen wurde hochgeknallt, dass alles zu spät ist und Zurückhaltung ist ja auch nicht meine Stärke, so dass ich paar Mal alleine im Wind war und wieder raussnehmen musste. Scheiß Mountainbiker-Allüren halt :D. Nach 30 Minuten Regen. Viel Regen. 2 Stunden Regen. Die Männer fein ihre Regenjäckchen ausgepackt, die Ladies ohne. Klar :D. Zum Glück blieb es warm und ich schluckte fröhlich das Wasser, denn trinken kann man ja nie genug in so nem Rennen. Da ich keinen Betreuer hatte, war das eh so ne Sache.

So lustig hab ich's gar nicht in Erinnerung! :D

Im Regen kam mein neues Rennrad mit seinen Features voll auf seine Kosten. Viele fragen ja, wie ich die Disc-Bremse finde und ich würde sie nicht mehr tauschen wollen. Ich hatte ganz klar einen Vorteil und wenn das Rennen nur bergab gegangen wäre, hätte ich mich sicher weiter vorne eingereiht. Einfach zuverlässig, Bremskraft auf den Punkt, nicht einmal weggerutscht. 25er Bereifung. Perfektes Geschoß.

Im Regen das perfekte Rad mit Disc!!

Leider gab es nicht nur Abfahrten, sondern Berge, viele Berge, 3 harte Anstiege und 200 kleinere, die nicht minder weh taten. Am ersten Anstieg hoch zum Riedbergpass war ich noch in der Spitze aber musste Wingman mit seiner Siegerlady ziehen lassen, auch Verena und die Zweitplatzierte fuhren an mir vorbei. Meine Beine taten weh, der Rücken blockierte den rechten Obenschenkel. Ich musste rausnehmen. Hab mir gut zugeredet und bin unrund weiter hoch, auch wenn ich das doofe Gefühl hatte, von allen überholt zu werden. Virtuelle Wingmänner sind auch top aber live wäre das nochmal was anderes gewesen. Ich sagte mir aber immer wieder, dass auch dieser Berg zuende gehen wird und ich es schaffe. So war es am Ende ja auch. Oben Blasmusik aus Einhörnern. Ihr Tiroler seid's schon ne Gauditruppe!! :D Sehr geil.

Hab ich da nen Stau verursacht? :D Sorry! Hochtannbergpaß.

Nach der Abfahrt fuhr ich in einer Gruppe aber es war schon schwer, da dranzubleiben. Ich lies die Führung aus und reihte mich immer wieder hinten ein. Sobald es zum langen Anstieg auf den Hochtannbergpass ging, musste ich abreißen lassen und mein Tempo fahren. Mühsam so alleine aber ich war guter Dinge, der Rücken hatte sich etwas entspannt, die Umgebung war traumhaft schön. Hab immer wieder von 10 runtergezählt, keine Ahnung wieso. Im Takt getreten. Bis oben. Die Aussicht war toll, so eine coole Straße! Okay, mit Gegenverkehr und überholenden Autos und Motorrädern ist es manchmal nicht mehr so entspannend aber im Großen und Ganzen ging's und die Streckenwärter haben einen tollen Job gemacht! Danke! Super fand ich auch, dass es Flaschen und Gels an der Verpflegung unten gab.

Berghoch quälte ich mich schon ein wenig, die Finger waren voller Gel und ehrlich gesagt wäre ich jetzt gerne durch den Zielbogen gefahren aber ich hatte erst 130 Km auf dem Tacho! Au weia, doch ne dämliche Entscheidung? Kleines innerlichen Ringen, die Suche nach ner Abbiegemöglichkeit oder die Überlegung, bei dem 1,90€-Cappuccino-Schild einfach anzuhalten, gingen mir schon durch den Kopf aber dann fing ich halt wieder das Zählen an: "10,9,8,7,6,5… auch dieser Berg wird irgendwann zu Ende sein. Alla hopp!" Ich hab's irgendwie hoch geschafft, oben volle Kanne im Wind, alleine auf weiter Flur. Ausblick grandios! Kein Regen mehr. Tolles Gefühl.

Was freute ich mich auf die Abfahrt! Hatte auch ne Weile einen vor mir, der mir Windschatten bot. Dummerweise habe ich an der Verpflegung oben die Flasche nicht gekriegt, ich war einfach zu schnell und mein Hirn zu langsam. Sie flog voll auf den Boden. Vielleicht wäre es besser, die Verpflegung in der Ebene zu machen oder an einem kleineren Anstieg. Mein Trinken wurde knapp.

Letzter der 3 größeren Anstiege. Noch 20 Km bis ins Ziel. Da müsste ich die 200 drauf gehabt haben…

Wieder war ich alleine unterwegs. Ich sehnte mich wieder nach einem Wingman, den ich übrigens noch in keinem Rennen hatte. Da es in solchen Rennen aber Gang und Gebe ist, werde ich mir für die nächsten Male auch was überlegen. Platz 1 und 2 hatten einen oder gar mehrere. So kämpfte ich unzählige Kilometer alleine und war manchmal davon so erschöpft, dass ich den Gruppenanschluss auch nicht halten konnte oder an den Kuppen abreißen lassen musste. Das Lechtal zog sich. Viele Autos. Wieder ne Verpflegung. Ich wollte meine Gruppe nicht ziehen lassen und lies sie aus. Aber ohne Trinken geht der Motor ja auch aus, es war ein Dilemma. Die Gruppe verlor ich trotzdem. Hinter mir nichts außer Berge und vor mir noch 50 Kilometer. Es nahm kein Ende. Zwischendurch hatte ich aber auch ein tolles Gefühl und fuhr tief im Unterlenker. Ne Wahl gab es nicht. Durchhalten. Beißen. Treten. Dann ne 9er Gruppe von hinten. Vorher noch ein Stück Riegel, ich fühlte mich wie ein eingeholter Ausreißer bei der Tour de France. Wieder ein Stück Windschatten und mörderisches Tempo. Aber nichts mehr in der Flasche. Ich musste raus zur Verpflegung. Dort war gerade jemand mit einem Becher am Hahn und ich bin fast durchgedreht vom Warten. Der Strahl kam gefühlt auch so langsam, dass ich nur die halbe Flasche füllte und weiter fuhr. Dann kam der 3. Anstieg. Zwar nicht mehr so lange aber immernoch zu lange für mein Gefühl. Die Höhenmeteranzeige von meinem Garmin zog sich und mit jeder Spitze dachte ich, dass es danach runter gehen würde aber dann kam die nächste Spitze. Aber auch der Berg ging zu Ende.

Letzten 10 Km Richtung Ziel - Walchensee

Am Ende noch mal abwechselnde Führung mit einem anderen Fahrer. Vor der Wende hatte ich keine Kraft mehr an seinem Hinterrad zu bleiben, ich war komplett leer. Aber das Ziel war nah. 7:15 Stunden saß ich im Sattel. Wahnsinn. Das Gefühl danach war unbeschreiblich. Auf den letzten Metern kamen alle Emotionen hoch, meine letzten 3 Wochen waren so hart und ich war in dem Moment so stolz, dass ich es geschafft hatte. In so einem Moment fließt so viel Energie zurück und obwohl man kaputt ist, tankt man innerlich auf. Vanessa Perktold hatte grandios im Sprint gewonnen (Glückwunsch!), der Wingman–mit-Happy-End-Garantie war stolz wie Bolle und die Sonne lachte vom Himmel. Was ein Tag.

Danach ging es zur Siegerehrung, von dort ins Bräuhaus und noch später dann zum Berger Hof, wo die beiden Paralympiker Steven Peace und Hans-Peter Durst nächtigten. Wir begossen unseren Tag mit Haselnußschnaps und Rotwein. Es war herrlich und war mir eine Ehre mit solch coolen, ehrgeizigen, erfolgreichen und interessanten Menschen den Tag ausklingen zu lassen. Es wurde spät und war ein besonderer Abschluss.

Die Strecke lohnt sich. Nicht nur im Rennen…

Danke an den Tourismusverband Tannheimer Tal für die tolle Organisation und die Chance auf ein bleibendes Erlebnis, vor allem an Steffi Roth, die mir bei der Zimmersuche und allem anderen half.

Danke an meinen Physio Sebastian Richter vom Körperwerk in Freiburg. Ohne Dich wäre das nichts geworden.

Der Tag danach war weniger schlimm als ich dachte und selbst ein kleiner Berglauf zu den Kühen oben war machbar. Vielen Dank an Klaudia Grad für die kleinen Aufmerksamkeiten, für das Glückslos, die Massagemöglichkeit und den Riegel heute Morgen. Am Donnerstag soll es schön werden, da werde ich wohl das Bike auspacken und die 3-Hütten Tour fahren.
Eure Reb

Gestern auf der Hydromassageliege hier im Haus Grad. Überwasser-Massage für die lädierten Muskeln. Top!
Mittwoch, 31. Mai 2017

Centurion Gigadrive Disc 4000 und 3x Mont Ventoux!

Der Mont Ventoux – Gigant der Provence –gilt nicht umsonst als einer der legendärsten und schönsten Tour de France Gipfel und genau dort wollte ich mein neues Rennrad testen: ein Centurion Gigadrive Disc 4000, das am Vortag ankam. Danke Centurion!!

Und die Tour sollte es in sich haben, denn geplant waren alle 3 Anstiege zu bewältigen, also am Ende waren es laut meinem Garmin 130 Kilometer und 4139 Höhenmeter (> Strava). Jo, ziemlich hart für mich und das neue Bike und zudem ne Premiere, was die Höhenmeter anbelangt. In den Club des Cinglés bin ich leider nicht gekommen, das hätte ich 15 Tage vor dem Versuch anmelden müssen aber vergessen werde ich die Tour so oder so nicht mehr.

Am Vortag noch ohne Rad :)

Die Reise dorthin war fast genauso mühsam wie nachher die vielen Höhenmeter aber es hat sich allemal gelohnt! Wunderschöne Gegend, die Sonne brannte und kaum Wind warteten am Zielort. Vor lauter Rad-Test-Vorfreude wurde die Unterkunft-Suche vertagt aber am Ende war das ein Glücksgriff, denn das Mas des Olives ist ein absoluter Traumort. Ich fand's mega dort und jeder, der sich bissel was gönnen will, sollte es testen. Selten einen Aufenthalt an so einem schönen Ort mit so vielen interessanten und inspirierenden Menschen verbracht. Ich werde auf jeden Fall wiederkommen!

I love it! Centurion Gigadrive Disc 4000

Viele würden jetzt natürlich denken, dass man bei so nem Trip nur leidet und ja, viele leiden. Bei mir war es nicht so. Natürlich ist es kein Spaziergang und ich bin auch vorher noch nie so viele Höhenmeter gefahren aber ich glaube, man muss mit der richtigen Einstellung da rangehen und wenn dann noch die Sonne scheint und man ein geiles Rad unterm Hintern hat, läuft die Kurbel von ganz alleine. Okay, nicht ganz – ich habe pro Anstieg 2 Flaschen Iso und Wasser getrunken, etliche Mandelnugat-Kugel und unzählige Kekse oben gegessen, 2 Riegel, 3 Gels und ne Cola.

Einfach magic dort oben…

1. Anstieg – Bédoin: Direkt vor der Haustür ging's los und schon allein die Massen, die am Feiertag da hochfuhren, ließen die Beinchen rotieren. Ich hatte absolutes Rennfeeling und überholte einen nach dem anderen. Für mich ist das der schönste Anstieg. Die Straße ist bunt bemalt mit Werbung oder motivierenden Sprüchen und man fühlt sich als Teil der Tour de France. Nur die Teilnehmer waren hier andere: dick, dünn, alt, jung, auf einem Klapprad oder Inlinern. Es wurde geflucht, gejammert, gekämpft und gelacht. Manche haben ihr Rad geschoben, hatten Krämpfe oder sind oben vor Erschöpfung fast umgefallen, andere in Renntempo vorbeigeflogen. Glücklicherweise war eine fette Wolke genau über dem Gipfel, so dass dieser immer im Schatten lag und 16 Grad oben waren äußerst angenehm.

Unverkennbare Tour de France Geschichte überall

Mit der 11-32 Übersetzung war ich bestens aufgestellt und ich fühlte mich auch nach den ersten 1500 Höhenmetern super. Die erste Abfahrt war schnell – max 95,4 km/h! – und machte richtig Laune. Das Rad lag wie auf Schienen in den Kurven, kein Flattern, kein Ausbrechen. Die Disc-Brakes zuverlässig. Zu keiner Zeit hatte ich Bedenken oder ein ungutes Gefühl.

In jede Richtung Weite ohne Ende

2. Anstieg – Malaucène: Unten Flaschen aufgefüllt und gleich wieder hoch. Ich fand diesen Anstieg etwas mühsam zwischendurch. Es waren kaum Leute unterwegs und somit kam kein Race-Enthusiasmus auf. Die vielen 11% Steigungen fand ich etwas zäh, vielleicht lag es auch an der Mittagshitze. Die letzten 2-3 Kilometer waren dafür umso schöner. Sobald es kahl wird und die Mondlandschaft zum Vorschein kommt, fühlt man sich wie in ner anderen Welt. Einfach ein besonderer Ort. Oben etwas weniger los, die meisten machten wohl nur einen Anstieg ;).
Danach wartete eine mega lange Abfahrt nach Sault. 26 Kilometer Vollgas.

So sah es aus am 2. Anstieg

Bei Aufstieg Nr. 2 war's etwas ruhiger am Keksstand :-)

3. Anstieg – Sault: Jetzt musste ne Cola her. Und zwar eine mit Zucker! Ehrlich gesagt hatte ich schon etwas Bammel. Mit 5-6% war der zu Beginn echt easy aber mach' das mal über 26 Kilometer! Irgendwann schwinden einfach die Kräfte. Die letzten 6 Kilometer waren zudem noch in einer fetten Wolke, die einem die Sicht nahm. Ich konnte den Gipfel im Nebel nicht erkennen und es zog sich hin.
Vor mir einer, der sich kaum noch auf dem Rad halten konnte. Seine Jungs schoben ihn nebenher laufend den Berg hoch, er schien fast umzufallen, sobald sie losließen. Aber er hat's geschafft und wurde oben gefeiert. Tolle Momente da am Berg. Schade, dass der letzte Aufstieg nicht mit einem tollen Ausblick belohnt wurde aber dafür mit einer, der schönsten Abfahrten überhaupt. Nur geil!!

Der Gipfel voll in der Wolke bei Aufstieg 3

Besonders schön war der anschließende Abend im Mas des Olives. Bei Nudeln mit Pesto, Salat und Rotwein wurden Radstories ausgepackt und neue Freundschaften geschlossen. Danke Karin und Daniel für diesem Abend! Spätestens im Oktober will ich wieder dort sein. Da wird es dann vielleicht etwas härter ;).

Wunderschöner Ort zum Verweilen: Mas des Olives

Lohnt sich auch: Gorges de la Nesque – einmal rund um den Mont Ventoux > Strava

Final Tourencheck :)


Kneippen am Vortag hilft vielleicht auch :D
Freitag, 12. Mai 2017

Servus die Wadln! Tirol, ich komme!

Ich werde Botschafter. Also besser gesagt bin ich es ja schon für Centurion und Continental – und jetzt halt noch für Tirol :-). Irgendwo muss man ja Bike und Reifen testen und wieso nicht dort, wo's eh am schönsten ist?! Es geht vom 23.8.-26.8. auf 4 Etappen mit etlichen Höhenmetern und den viel geileren Tiefenmetern mit ein paar anderen auf Tour. Bin sehr gespannt, was mich da erwarten wird.


Die Gegend rund um Kitzbühel war eine zeitlang wie ne 2. Heimat für mich, umso mehr freue ich mich, sie heuer (also sprachlich habe ich es schon drauf, wie Ihr seht ;)) auf dem Bike präsentieren zu dürfen. Dort bin ich das 1. Mal nach 16 Jahren wieder Ski gefahren und werde die erste Tiefschneeabfahrt wohl nicht mehr vergessen. Ab diesem Tag war Skitouring meine neue Leidenschaft und oftmals waren wir von Freitag Abend bis Montag Früh in den Bergen. Magic moments auf dem Gipfel, Rotwein aus der Thermoskanne, Kaiserschmarrn, Hüttengaudi und das schönste Alpenglühen der Welt sind mir im Gedächnis geblieben.

Ein paar Mal war ich dort auch schon mit dem Bike im Urlaub oder auf Rennen. So habe ich 2012 in einer Nacht-und-Nebel-Aktion im benachbarten Saalbach-Hinterglemm bei den Hobby-Worldgames of MTB den Vize-Titel im Marathon und Cross Country geholt und zuletzt bei der schweren BIKE Transalp 2015 die Gipfel erklommen. Diese 7 Tage Kampf werde ich wohl auch nicht mehr vergessen. Wen es interessiert: Start BIKE TRansalp

Die Tour im August wird sicher sau schön –und nicht ganz so stramm wie die Rennen– und ich plane jetzt schon, noch ein paar Tage dranzuhängen. Verfolgen könnt ihr das Ganze auch auf dem Tirol Blog.

Bis dahin strampeln wir noch bisi durch den schwarzen Wald…
Eure Rebekka
Montag, 28. November 2016

LVM BaWü Cross : Platz 4 - Fight hart am Limit

LV-Meisterschaft Baden-Württemberg Querfeldein

Mein 4. Crossrennen und meine erste Landesmeisterschaft endet mit dem 4. Platz – passt irgendwie ;). Podest wäre schon feini gewesen aber leider verpasst.


Centurion Crossfire Carbon 3000


Die Fakten dazu findet ihr auf Strava

Zum Glück hatte ich die Strecke schon am Freitag mit Sönke angeschaut. Und schon da wurde klar, wie hart das Rennen werden würde, denn viele Teile waren auf der alten CC-Weltcup-Strecke von Offenburg, also über Wurzeln, kleine Rampen, Tables, steile Downhills, Anlieger, rechts-links-Baumpassagen. Holla-die-Waldfee! Ich fands ganz geil aber auch etwas ungewöhnlich für ne XC-Strecke. Zum ersten Mal habe ich auch das Rad geschultert, was mir mal besser, mal weniger gut geglückt ist :D. Hihi. Die Schulter ist jetzt halt schön ramponiert aber immerhin nicht gestürzt, also alles gut gegangen. Bin auch zum ersten Mal mit fetten Stollen an den Schuhen gefahren und zum ersten Mal mit Schlauchreifen. 

1. Runde: Attacke von Janine Schneider, die BaWü-Meisterin wird! Glückwunsch! Foto: ©Susanne Hoffmann

Vorne fette Stollen und heute mal wieder pinke Socken ;). Danke Chris!!!

Der Sonntag war kühler als gedacht und es hatte nachts geregnet. Dicke Nebelschaden entlang der Autobahn Richtung Offenburg. Mein Gefühl war semi gut. Ich hatte dooferweise am Freitag ziemlich dicke Beine vom Treppentraining und den Fightclub-Powerdrills am Mittwoch. War wohl bissel zu viel....


Start-/ Zieldurchfahrt

Vorm Start gab's mal wieder deutschen Bürokratismus vom Feinsten: erstmal nen Anschiss kassiert, weil wir auf der Strecke waren (10 Min vor Start) und wohl noch einer unterwegs war. SORRY! Dann wurde jeder aufgerufen. Erst die Junioren, dann Master 2, dann Frauen und dann U23. Bei jedem wurde die Reifendicke gemessen und wehe der Schieber ging nicht 1a drüber. Da war mit dem Herrn nicht zu spaßen. Ich verstehe es ja auf der einen Seite aber das geht doch auch mit guter Laune und bissel Spaß oder? Also die Stimmung so wie das Wetter. 


Irgendwas rutscht immer: heute mal die Armlinge :-))

Startschuss im Pulk. Wildes Gerangel und Stau bei den ersten Wurzeln. Ich kam gut durch, lag an 2. Position hinter Äggy, bis mich an der fiesesten Rampe des Rennens Janine Schneider attackierte und an mir vorbeizog. Oben bei den Schikanen kam sie deutlich besser durch, da fehlt mir halt echt noch bissel Technik und Erfahrung und so zogen die beiden von dannen. 

In Runde 3 bekam ich irgendwie sau schlecht Luft und fuhr extrem storno und unkontrolliert durch die Gegend. Machte Fehler, musste bremsen und an der dicken Wurzel am Hang auch noch absteigen, weil das Hinterrad durchdrehte. Leider kostete mich das alles viel Zeit und ich musste rausnehmen aber lag weiterhin an Position 3. 

Das hat mir auch den Stecker gezogen....



Zu Beginn hieß es 4 Runden. Wäre es so gewesen, wäre der Podiumsplatz sicher gewesen aber leider musste ich noch eine fahren und in der letzten Runde kam die Attacke von Lydia Bernhard. Ich konnte nicht dranbleiben. Es war einfach keine Kraft mehr da und mir fehlte auch ein wenig die Stimmung bei dem Ganzen. Leider waren kaum Leute an der Strecke. Schade irgendwie.

Nächste Woche werden die Stollen wieder eingesetzt, allerdings dieses Mal beim Fussball!! Der MTB Soccer Cup , organisiert von Simon Stiebjahn und Markus Bauer steht auf dem Plan. Wir starten als MTB Soccer Girls. Vorbeikommen lohnt sich, denn das Ganze dient einem sozialen Zweck! Hier zu einem Bericht von acrossthecountry.
Montag, 21. November 2016

SIEG bei meinem 3. Crossrennen in Öschelbronn!

Die Fakten des Crossrennens in und um das Radstadion Öschelbronn findet ihr auf  Strava
Ich sag nur Durchschnittspuls 190 >> da geht was :-)!!

Mein 3. Rennen und mein 1. Sieg! Wie geil! Danke für die Bilder ©Uli Hugger

Mein 3. Crossrennen und das mit einem neuen Rad: Centurion Crossfire Carbon 3000. Geiles Teil! Sollte man ja eigentlich nicht machen aber ich wollte es unbedingt fahren und dank Stephan wurde das möglich. Noch am Vorabend Kassette umgeschraubt und alles ready gemacht. Danke!!!


Mein neuer Crosser mit Laufrädern von Markus Bauer. Danke für die Leihgabe!! Centurion Crossfire Carbon 3000

So sieht es aus, wenn man Anschlag fährt :D!! Cool wären Vereinstrikots in Frauengrößen ;) Foto: ©Uli Hugger

Also mit neuem Material im Gepäck ging es am Sonntag Mittag zum Crossrennen nach Öschelbronn. Und ohne Alex Herr wären wir wohl zum falschen Öschelbronn gefahren, eijeijeiei.... Das bei schönstem Wetter, 7 Grad. Die Nägel im Racelack lackiert (Aberglaube versetzt bekanntlich Berge) und mit bester Laune zur Radrennbahn. 


Super netter Empfang in Öschelbronn auf der Radrennbahn! Top Jungs!

Mal so richtig lang warm gefahren. Nachher kurz-kurz :-) Yeah!

Die Strecke hatte eigentlich alles, was ein Crossrennen haben sollte: 2x2 Bretter, Kehren ohne Ende, Schotterkurven, Treppe und Steilhang. Super war die Radrennbahndurchfahrt. Schon imposantes Gebäude. Auf jeden Fall gehen wir da mal zum Bahnfahren hin. Schon allein, weil dort alle so nett sind. Tolle Veranstaltung!!


Hängt bisi schief das Rad, oder? :-))) Foto: ©Uli Hugger Danke!

BRUMMMMMMMMMM… raus aus'm Stadion. Danke Alex für das Bild!

Dieses Mal hatte ich genug Zeit zum Warmfahren und so haben wir paar Runden gedreht und den Steilhang angeschaut. Ähm… okay. Wie krieg ich das Rad da hoch??! Schultern? Äh… nicht geübt. Shit. Beim ersten Versuch ist der Sattel voll an den Helm geknallt und der Rahmen rumste schmerzhaft auf die Schulter. Och nee, wieder blaue Flecke überall! Später für ne Mischung aus Tragen und Schieben entschieden.

13:30 Uhr sollten wir Frauen starten und ich war bis zum Anschlag bereit. Die Dose Red Bull pulsierte in meinem Körper und ich wollte los. Leider musste ich noch mehr als 30 Minuten warten, da ein Verletzter mit dem Krankenwagen abtransportiert werden musste. Aber halb so wild, gab's halt noch mal nen Activator vorm Start :). Vielleicht konnte ich auch deshalb kaum schlafen heute Nacht!???

Start. Besser als letzte Woche aber auch nur 6 Elite Frauen da. Foto: ©Uli Hugger Danke!

Start lief besser als letzte Woche und ich befand mich an 3. Position im ersten Downhill. Ich fühlte mich die ersten 2 Runden sau stark und setzte mich an Position 2, um in der nächsten Runde dann im Downhill anzugreifen. Bähmmmmm rechts über die Wiese geholpert und den Berg hochgesprintet wie ne Irre. Das Aufspringen war auch dieses Mal so ne Sache und sicher für manch Zuschauer echt amüsant. Manchmal kam ich nicht rechtzeitig ins linke Pedal und hatte Schiß auf den Eggbeater zu stehen ohne eingeklickt zu sein. Einmal gab's daher nen Fast-Sturz und seltsame Abstiegsmanöver :-)). Jo, Übung macht den Meister!

Hier die 2 Bretter nach dem Steilhang.

Jedenfalls ohne Sturz mit Maximalpuls die Position gehalten. Es war soooo cool. Hat richtig Spaß gemacht, so ins Ziel zu fahren! 7 Runden waren es am Ende. Super Tag, super Wetter, nice Company!!!

Danke Ralf für den Support und das Anfeuern an der Strecke.  Schade, dass die Freiburger Gang nicht am Start war. Sönke holte sich bereits am Samstag einen grandiosen Sieg im Elsass. Glückwunsch! Äggy wird nächste Woche wieder mit dabei sein.


Foto: RSV "Frisch Auf" Öschelbronn e.V.

Den Sieg widme ich meinem Opa, der früher auch schon Querfeldeinrennen gefahren ist. Er wäre sicher mega stolz, hat mich radfahrenderweise aber leider nicht mehr erlebt. Schade…

Nächstes WE gibt es hoffentlich ne neue Premiere bei der BW-Meisterschaft in Offenburg: Schlauchreifen! Dann geht's richtig ab! Mein Outfit bietet auch noch Luft nach oben ;)…

Hier noch ein Bericht vom Gäuboten >> Link

Bis zum nächsten Rennen!! Cross ist einfach geil! Eure Reb ©Uli Hugger
Montag, 14. November 2016

Meine ersten Crossrennen: Vaihingen + Magstadt (Deutschland-Cup)

Die harten Fakten meines Cyclocross-Debüts:

Vaihingen am Samstag > Strava
Strecke: flach, viele Treppen, Bretter, Kurven, sau matschig, tief
Platz 13 Elite Frauen
Durchschnittspuls: 189 bpm, max 194 bmp (autsch)
Rad: Centurion Crossfire Carbon 4000 mit Latex (2016er Modell), kein 2. Rad
Stürze: 0
Platten: 1 – in der letzten Runde. Also rennend die Ziellinie überquert.
Fehler: unzählige. Für ne Premiere ja normal :)
Klamottenwahl: sau behindert
Spaß: MEGA!!!!

Magstadt am Sonntag > Strava
Strecke: Cross Country Kurs mit wilder, wurzlig, steiler Abfahrt und Uphill
Platz 11 Elite Frauen – Steigerung!! 10 € Preisgeld
Durchschnittspuls: 189 bpm, max 196 bmp (Alarm!)
Rad: Centurion Crossfire Carbon 4000 wie am Vortag aber leichtere Laufräder und zur Not Ralfs Centurion als Ersatz
Stürze: 0 – yeah! Bin ich bei den vielen, die sich zerlegt habe, ziemlich stolz drauf ;)
Platten: 0
Spaß: Tat weh. Richtig weh. Aber selten soooo viel gelacht danach! :-)) 

Voll am Limit in Magstadt :-)))

Mit der Äggy auf Cross-Tour. Kann ja nur geil werden :D


 Jeder, der mich bissel besser kennt, weiß, dass ich Premieren aller Art liebe und sie meist auch Vollgas angehe. Neuland finde ich immer gut. Meine Straßenpremiere gab es in Schönaich, meine MTB-Etappenpremiere bei der Trans Schwarzwald und meine Cyclocross- oder Querfeldein-Premiere gleich mal im Doppelpack beim Deutschland-Cup in Vaihingen und Magstadt. Wenn schon, denn schon :).

Die Cross-Queen und die Hobby-Queen auf dem Weg. Wir hatten Spaß!

Aber ich überlasse natürlich wenig dem Zufall und so habe ich es mir schon im Vorfeld so richtig eingeschenkt beim nächtlichen Treppentraining mit Paintrainer Sönke Wegner. Ich sag nur Puls 202 oben bei Runde 2 von 3 und zum Glück nichts gegessen vorher. Das es mich da nicht mal abgelegt hat aufgrund von Dunkelheit, Lichtkegelgewackel oder mentaler sowie körperlicher Erschöpfung ist einem Wunder gleichzusetzen. Krönender Abschluß des Trainings waren feinster französischer Cross-Sieg-Käse, sowie Kräuerschnapps und Lienhart-Baguette. Yummy.

Vaihingen mit rutschenden Klamotten, tauben Fingern aber Hauptsache pinken Socken :D

Aber weil die Treppe ja nicht schon genug weh getan hat, gab es am Montag gleich nochmal eins drauf auf den lädierten Körper. Irgendwie musste ich den ja wieder auf Rennmodus einstellen. Also pünktlich um 9 Uhr morgens am Biosk (Danke Lars für den Cappucchino!) Erst ne Stunde im Regen (weil es sonst ja zu easy wäre) und dann 12min-Schwellenintervalle an Sönkes Hinterrad. Jo. Den Rest könnt ihr euch ausmalen… nach dem Vogelsangpass-Sprint mit vorheriger Abreißphase, war tutti im Kasten. Bin völlig platt nach Hause. Dienstag dann Muskelkater vom Feinsten. Kompressionsbeinlinge, Blackroll, Flossing und Badewanne – ich hab das volle Regenerationsprogramm gestartet. Aua, aua, aua bei jedem Schritt.

Nur am Blödeln :D


Mittwoch war es nur wenig besser aber ich musste ja die Auf- und Abspringerei noch üben, also schön an den Opfinger See und gleich mal die Leiste gezerrt, weil's halt doch nicht so einfach ist, wie es bei manchen aussieht. Mit erfroren Zehen nach Hause. Die Dusche wurde nach hinten verschoben. Abends gab es aber keine Gnade für die kaputte Wade, sondern den Fightclub-Athletikzirkel, den ich schon am Montag geschwänzt hatte. Eine Stunde Bad im eigenen Schweiß. Man gönnt sich ja sonst nichts und Schmerzen-aushalten will gelernt sein. Bis auf die Umfall-Aktion bei der Handstand-Zirkelstation, bei der ich zuerst volle Kanne gegen die Wand knallte, dabei natürlich mit den Armen eingesackte und "tock" auf die Rübe plumpste, um dann mit dem Rücken am Rauputz entlangzuschrabbeln, lief es eigentlich ganz gut.

Donnerstag hab ich es nur ins Büro geschafft aber Freitag wollten wir nochmal üben. Allgemeines Chaos überall. Meine geliehenen super-leichten-Laufräder gingen nicht dicht, Schlauchreifen hatte ich keine und meine Geduld war nach der Milchschlacht auch am Ende. Danke Sönke, Bernd und Stephan für eure Hilfe! Jedenfalls habe ich mich für Latexschläuche entschieden. Da dort aber keine Ventilverlängerungen drauf gingen, musste ich mit meinen schweren Laufräder fahren.

Äggy und der Schlauch – no comments :D

Freitag Mittag also nochmal los mit Äggy. Wieder an den See. Wiesenfahrten im Zick-Zack. Aufspringen an schrägem Gelände habe ich sogleich verweigert und beim Überspringen eines Baumstamms knallte natürlich das rechte Schienbein voll dagegen. Fetter blauer Fleck. Danach springt man höher, das kann ich garantieren. Mit den Springpferden macht man das ja genauso. Bei Äggy sah das alles so easy aus. 2 Schritte und schwupps saß sie wieder auf dem Sattel. Mir erschien es unmöglich, den Zwischenhopser wegzulassen und schon war sie 5 Meter weiter weg.

Hier beim Üben am Opfinger See.

Samstag Früh dann mit guter Laune, meinem Centurion Crossfire Carbon 4000 und Unmengen an Klamotten zu Äggy. Die Fahrt nach Villingen durch's Winder-Wonderland am Thurner war richtig schön und Spaß haben wir eigentlich eh immer.

Auf der Fahrt durch's Winter-Wonderland…

Bei Stephan umgeladen, Harald (von der Redaktion geändert) noch mit eingepackt und zu viert weiter. Sönke, Döring, Eiermann und Egle waren bereits vor Ort. Ralf kam als Support auch noch hinzu. Lustige Truppe.

In Vaihingen war der Kurs rund um eine Schule flach, mit vielen Kurven und Treppen versehen, man musste also ständig runter vom Rad. Und natürlich auch wieder drauf! Mir schwahnte Böses und das ständige Krachgeräusch vor der Treppe des Parkplatzes verhieß nichts Gutes. Die Leute stürzten wie auf Schmierseife.

Bei 2 Grad war allerdings auch die Klamottenwahl ein Problem. Beinlinge oder Knielinge? Winterradschuhe oder Normale? Jacke oder nur Unterhemd? Suchen und wühlen in den Bergen machte es nicht einfacher und die Zeit verflog. Wärmeölgeruch hüllte den Parkplatz ein. Schlußendlich für Knielinge entschieden, die schon in der ersten Runde rutschten. Die ich aber aufgrund der tauben Finger auch nicht mehr hochbekam und das Männer S-Vereinstrikot, dass ich anziehen musste, weil ich ja keinem Team angehörte, flatterte im Wind und rutschte ständig hoch. Ich war ein Vollhobby zwischen all den Porno-Rennanzügen, 2-Räder-Teams und Checkern. Aber hey, es lief doch ganz gut für meine nur 10-minütige Aufwärmphase mit Fast-Absturz von der freien Rolle.

Bei Runde 3 hatte ich den Dreh und die Strecke im Griff aber dann wurde das Gehirn müde vom ständigen Hopsen, Springen, rechts-links durch die Matsche und ich machte Fehler, stolperte die Treppen hoch und hoffte, nicht zu fallen. Die Rufe der Jungs und der anderen Leute an der Strecke halfen doch erheblich mit dem 190er Puls klarzukommen. Sehr gefreut habe ich mich über meinen kleinen Bruder mit Meike, die extra gekommen waren.

Nicht so geil war dann in der letzten Runde die Sache mit dem Platten. Ich fuhr noch ein wenig weiter aber hatte keine Lust meine Felge zu schrotten, also bin ich ins Ziel gerannt. Mit Platz 13 für's erste Rennen war ich zufrieden. Äggy hat es auf den 7. Rang geschafft. Sönke auch unter den ersten 20. Ne doppelte Waffel plus Kinderpunsch und Kuchen gab's als Belohnung.

Caro mal wieder getroffen :). Sie wurde 4.!

Mit Platten ins Ziel gerannt. Knielingen auf halb Acht :D

Sonntag in Magstadt wollte ich nicht die gleichen Fehler wiedermachen, also entschied ich mich für Kohlepads in den Handschuhen und gleich ner langen Hose, über die ich noch ne Radhose anzog, damit man das Logo nicht sah. Auch nicht so optimal aber besser als rutschende Knielinge. Ralf gab mir seine ultraleichten Laufräder (Danke!) und ich fuhr mich auf der Rolle warm. Kurz vor knapp noch mit Sönke auf die Strecke, der morgens bereits wieder am Schrauben war :-). Uiii, die Strecke war das Gegenteil vom Vortag: wurzelig, bergig, hoch, runter, Abfahrt, rutschig, steil. Alles konnte ich nicht mehr anschauen, war einfach zu spät dran. Im Startblock aufgrund fehlender Punkte wieder hinten rein. Dummerweise bin ich wieder nicht weggekommen, wie schon am Vortag. Danach wildes Gerangel und Stau. Die Mädels fuhren wie im Straßenrennen, also Ellbogen raus. Kann ich ja nicht so gut und mein Puls war schon auf 195 also wollte ich lieber schauen, dass ich nicht wegrutschte.
Ab Minute 30 tat es richtig weh. Vor allem an dem Anstieg, der oben raus echt steil war. Runde um Runde quälte ich mich vorwärts und der Hinterrreifen rutschte durch. Der Rücken klemmte. Das Geholper ging voll auf die Arme. Bah war das hart.

Belohnung am Samstag. Danke A. Küstenbrück für's Bildermachen :D


Aber hey, kein Sturz und Platz 11 bei den Elite Frauen (ohne Juniorinnen). 10 € Preisgeld gab es auch noch :D. Äggy wieder 7., Caro wieder 4. Sönke hat sich abgelegt und das Material auch noch in Mitleidenschaft gezogen und unser Ex-Skispring-Weltmeister Alex Herr hat sich die Schulter ausgekugelt und musste ins Krankenhaus. Heijeijei. Wir, Äggy, Sönke und ich hatten aber den Spaß unseres Lebens beim Zuschauen, Glühwein trinken, Anfeuern und Filmen. So eine Gaudi!

Fazit: Crossrennen sind glaub echt mein Ding. 40 Minuten Anschlag ist absehbar und die Strecken sind spannend. Alles ist klein und familiär. Mit den Leuten, die jetzt dabei waren, war das Wochenende ein großer Spaß und ich freue mich jetzt schon auf das Nächste.
Eure Reb

Hier noch paar Pics…

Harter Kurs in Magstadt

Vaihingen

Kampf in Magstadt