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Montag, 27. Oktober 2014

Platz 2 bei den Vereinsmeisterschaften Mountainbike Freiburg e.V. 2014!

Mitten in der Saisonpause gab's noch ein kleines besonderes Rennen auf unserer Vereins-Downhillstrecke, der Borderline: die hammer-hart-lustigen Vereinsmeisterschaften 2014. Super organisiert vom Mountainbike Freiburg e.V.. Großes Danke an alle Helfer und das Orga-Team! 


Hier vorm Start mit Jürgen Dold, der die "Alte-Sack-Wertung" (Ü40) gewann!

Ablauf sah so aus:
• Massenstart um 11 Uhr. Uphillpunktewertung nach Gesamtplatzierung.
• Dann ab 12 Uhr alle 30 Sek ein Downhillstart. Wieder Wertung nach Gesamtplatzierung
• Kostüm gab 4 Punkte Abzug.
Der mit den wenigsten Punkten gewinnt. Alles klaro? :)

Wer die Borderline kennt, weiß, dass das nicht gerade zu den alltäglichen Strecken eines Marathonis gehört, sondern eher mit schwerem Gerät befahren wird. Glaube außer Heiko Gutmann und Andi Kleiber war niemand mit dem Hardtail unterwegs und für mich niemals ne Option.

Sönke holt sich den Gesamtsieg vor Andi und Heiko

Ich hatte einen All Mountain Prototypen von BQ-Cycles mit 13,2kg, der um einiges leichter ist als mein Scott Genius. Die Geometrie ist zudem so, dass man prima bergauf fahren kann und so schaffte ich mit 29:23 Minuten einen 19. Gesamtplatz und sogar mehr als 3 Minuten Vorsprung auf die nächste Lady! Fing also schon mal gut an :)…

Beim Downhill gab es mehr als eine Passage, die ich im Training kaum fahren konnte. Seit meinem Sturz im Mai war ich bei sowas irgendwie vom Mut verlassen. Gerade deshalb wollte ich unbedingt starten. Ängste sind da, um sie zu bekämpfen!

Benny stand letzte Woche stundenlang mit mir im Wald, motivierte, zeigte mir die beste Linie, optimierte das Bike, versuchte Mut zu machen und ich bin Gott froh, dass wir das gemacht haben, denn bei der Meisterschaft gab es keine Chicken-Line und alle Abkürzungen würden dicht gemacht. Da hätte Jammern auch wenig geholfen. Die Strecke war zum Glück nicht mehr ganz so rutschig, sondern ziemlich griffig und die Wurzeln auch gut fahrbar.

Teufel, Hexe mit Hörnern oder Marienkäfer? Man weiß es nicht…

Downhillstart um 12:15 Uhr. Ich holperte über die harte erste Stage, versuchte die perfekte Linie zu fahren. Hui, mein Herz rasste mehr als bergauf. Arme locker, Kurve rechts, am Pflock links vorbei, shit, verpasst, kein Zeit zum Nachdenken, Balken in der Mitte überfahren, Arsch hintern Sattel, … ich versucht mich maximal zu konzentrieren und dabei nicht völlig zu verkrampfen: … Bremse auf, über die Wurzel, Baum anpeilen, dann runter, um den Baum rum, Bein runter…. Ging recht gut. In der 2. Stage ein Steinfeld, bei dem ich mich auch schwer tat. Dann einer von hinten: "Rebekka, ich komme!" ich bissel Panik wo ich ihn durchlassen sollte und prompt die falsche Linie im Steinfeld gewählt und mega über ne kleinen Baumstumpft geholpert. Peinlich. Und aufgehalten habe ich den hinter mir auch noch.

Wir hatten alle ganz schön was zu lachen…

Danach kamen die Tretpassagen. Ich wusste, dass ich da Vorteile habe aber wie, wenn die Beine da schon völlig platt sind? Von den Armen ganz zu schweigen. Die ersten Meter danach fast in Zeitlupe über weitere Steine gepoltert. Dann wieder Fahrt aufgenommen, rechts, links, Beine runter, Wurzel, Drop, Holzbrücke. Kaum noch Kraft. Meine Fahrt war nicht gefährlich aber auch entfernt von schnell. Die Sprünge bin ich gut gefahren. Das rechts-links an der Böschung unten auf dem Schotterweg war nur noch mühsam.  









Im Ziel mega happy, dass ich es ohne Sturz überlebt hatte. Meine Zeit war keine Glanzleistung. Zusammengezählt kam ich mit meinen Punkten auf Platz 2 hinter Hannah Röther, die ne Hammer Zeit bergab hinlegte!


mtb-news

Bei den Männern hatte Heiko Pech aber selbst mit Platten noch Platz 7 im Downhill! Sönke holte sich den Vereinssieg vor Andreas Kleiber und Heiko. Bester Downhiller war Jakob Breitweiser im super naked-Pussy-Kostüm mit einer 8:09 Min. Unglaubliche Zeit.


Kostümwertungsgewinner Foto: mtb-news

Fazit: Im Downhill habe ich definitiv noch Luft nach oben und meine Arme schreien nach Krafttraining. ;)
Sämtliche Bilder gibt's hier zu sehen
Weitere Bilder auf der FB-Seite der WOMB 
Super Bericht + Fotos von mtb-news

Freitag, 17. Oktober 2014

VAUDE-Wintershooting 2015/16

Nach Fréjus folgten ein paar richtig schöne Tage im Engadin. Dort wurde in einer atemberaubenden Kulisse das VAUDE-Shooting Winter 15/16 abgehalten und ich werde dieses Mal auf dem ein oder anderen Foto zu sehen sein. Habe mich über diese Anfrage besonders gefreut, denn VAUDE gehört zu einem der nachhaltigsten Outdoor-Ausrüstern.




Die Fotos werden erstmals auf der ISPO München im Februar 2015 veröffentlicht. Ich bin genauso gespannt wie ihr ;-).

Ich werde bei All-Mountain, sowie Rennrad, Cross-Country und Travelbike zu sehen sein.
Hat mega Spaß gemacht und ich habe nette, tolle Menschen kennengelernt. Super Team!

All-Mountain-Shooting am Corvatsch. Erst zur Mittelstation, dann weiter mit den Bikes auf 2755 m.


Rennrad- und Travelbike-Shooting am Berninapass

Travelbike-Shooting mit Zelt. Hammer Stimmung und Ausblick dort oben.

Von hier oben wurden wir auch mehrmals fotografiert. Wieder RR-Shooting


Die Straße gehört uns… Flo von VAUDE

Teilweise ganz schön neblig und richtig kalt beim All-Mountain-Shooting



Montag, 29. September 2014

Riderman 3. Etappe: Platz 3

90 Km // 1050 Hm
2:24 Std.

Danke an BQ-Cycles

Am Sonntag wartete die Letzte von 3 Etappen. Morgens dichter Nebel und nur 7 Grad aber mein Optimismus lies mich nicht im Stich: "Die Sonne kommt um 10 Uhr zum Warmfahren! Ok, dann halt um 11 zum Start! Ok, überredet, ich zieh Armlinge an."

Die Straßen zum Glück trocken, denn das hätte bei dem Gruppengebolze am Anfang ganz schön wild werden können. Stopp & Go bei 45 km/h. Ein Kreisel nach dem anderen. Wildes Gefuchtel und Geschreie. Nach 4 Rennradrennen in meinem Leben bin ich aber recht entspannt mittlerweile :). Ich konnte gut drücken und ich wusste, dass ich an Hardcore-Tag 2 eigentlich immer gut drauf bin.

Start im Nebel um 11 Uhr. Mit dem pinken M1-Leader-Trikot ist Verstecken kaum möglich.

Irgendwann entzerrte sich das Ganze und ich suchte eine gute Gruppe. Heute nicht so leicht. Oftmals hatte ich ein Loch vor mir und musste richtig hart pushen, um wieder ranzufahren. Sagte mir dann aber immer wieder, dass das nichts bringt und ich die andern fahren lassen muss, denn ich hatte eine Konkurrentin im Schlepptau, Bianca. Mit ihr hatte ich mich schon am Samstag gebattelt. Um sie herum wieder ihre Teammitglieder. Am Berg schwächelte sie aber meine Gruppe war so unstrukturiert und unrund, dass wir kaum vorwärts kamen. Hab mich irgendwann ernsthaft gefragt, ob wir hier ne Spazierfahrt machen?!

Anstieg nach der wunderschönen schnellen Wutach-Abfahrt. Leider wollte niemand Tempo machen.

Die Abfahrt runter entlang der Wutach war spitzenmäßig. Im Pulk aber nicht zu unterschätzen, das Tempo ist viel höher als im Training und manche bremsen aus heiterem Himmel. Ich hatte dennoch ein Grinsen auf dem Gesicht und dachte heute: Mountainbiker sind halt auch super Bergabfahrer ;). 

Mit Sonne im Gesicht und guten Beinen lässt sich das Grinsen kaum verbergen :) (Foto: Sebastian Garbe)


Danach ging es wieder in den Berg und keiner wollte die Führung übernehmen. Wir schauten uns um und schwulten rum. Ich wollte Gas geben, meine Beine wollten mehr und konnten mehr. Ich wartete auf eine Attacke, immer in Lauerstellung ganz vorne. Meine Mitstreiterin heute eher verhalten.

Altersklasse M1 zu jeder Zeit angeführt und bis zuletzt verteidigt: Gesamtsieg über 3 Etappen.

Dann noch ne Runde Wutach. Wir ließen es in der Abfahrt richtig krachen, ich hatte ein super Feeling. Übrigens zu keiner Zeit Angst zu stürzen. Meine Konkurrentin hat's abgehängt. Aber Aufatmen gab's nicht, ihre Jungs fuhren sie wieder ran und bei uns lief es mal wieder nicht rund. Ich fuhr teils auch in der Führung aber wollte nicht zu viel Körner verschießen, also dann halt auf den Sprint ankommen lassen.

Für den M1-Sieg gab es das 3. Leadertrikot.

Am nächsten Anstieg flog das Mädel wieder weg, ich drückte mit Maximalpuls über die Kuppe, wusste, dass ich nur so ne Chance hatte aber wieder fuhren sie ihre Typen ran. Oh Mann, wenn ich nur auch ein Team gehabt hätte, dann wäre das echt anders ausgegangen. Mittlerweile war die Zweite auch eingesammelt.

Nach dem Rennen Straßen-Kriegsbemalung im Gesicht :))

Der letzte Anstieg, wildes Umhergucken. Zwei Konkurrentinnen um mich herum. Wir fighteten um Platz 2. Abfahrt wieder in vollem Speed, dann 1 km Zielgerade. Das eine Mädel konnte offensichtlich nicht mehr, Bianca dicht vor mir. Wir sprinteten in einer Masse von Fahrern. Ich war eingekeilt. Vor mir Leute, neben mir Leute, also wohin?? Ich hatte keine Chance. Sie gewann.

 
Happy-Hippo-Selfie

Bissel aufgeregt habe ich mich anfangs schon und dachte auch mal wieder, dass in dem Sport einfach nicht der Bessere gewinnt aber halb so wild. Ich hatte Spaß, hab gekämpft und immerhin das Gefühl, dass ich besser war und Platz 3 ist ja jetzt auch nicht gerade schlecht :). Sie hat nen Rüffel von ihren Jungs kassiert und sich entschuldigt. Ohne die beiden wäre sie nicht wieder rangekommen. Wir haben uns noch ein wenig unterhalten. Sie hat ja trotzdem super gekämpft. Am Ende ist das der Sport. Ich hatte leider keinen, der für mich gefahren ist aber dennoch möchte ich mich bei allen bedanken, die mir auf vielen Stücken Windschatten boten. Und natürlich allen Helfern an der Strecke!!!! Top-Job!!

Fazit:
Platz 3 heute
Platz 1 Master 1
Platz 3 Bergwertung
Platz 4 Tour Gesamt

Riderman 2014: schön war's!

Samstag, 27. September 2014

Riderman 2014: 2. Etappe // Platz 3 Gesamt!

Fakten: 
92 km // 1300 Hm
2:39 Std. Fahrzeit
Platz 3

Im Gesamtranking derzeit auf Platz 4 und schaut mal wie knapp hier alles ist. Wenn also morgen die Beine mitmachen, wäre Treppchen möglich!

Tour-Ranking über das Zeitfahren gestern und die 2. Etappe heute.

Schon in Freiburg wurde ich heute Morgen mit Sonne satt geweckt. So schön!! Da geht mir gleich das Herz auf und es kann kaum noch was schief gehen. In Bad Dürrheim auch kaum ne Wolke am Himmel. Grandioses Race-Wetter.



Morgens erstmal das Master1-Leader-Trikot bei Marcel abgeholt, da ich gestern noch einen Job machen musste und die Siegerehrung verpasst habe. Die Sauser-Crew wie immer mega gut drauf! :-)) Auch heute habt ihr einen super Job gemacht!

Warmfahren auf der Rolle. Super Gefühl. Rosa Trikot, rosa Brille, Nägel, Ohrringe, Handschuhe und ne pinke Startnummer. Was kann da noch schief gehen?!


Und wieder ein Leader-Trikot heute! Master 1 mit 8 Min Vorsprung! (Foto: Sebastian Garbe)

Vorm Start gabs noch nen Transponder und paar meckernde Mädels, weil ich mich bissel reingedrängt habe. Ist ja im Straßenradsport nichts Neues ;-))

Pünktlich um 13:30 Uhr Start. Das Feld hielt sich lange. Antreten, bremsen, wieder antreten. Mega anstrengend für den Kopf. Die erste Bergwertung fand ich ganz schön brutal. Musste bissel rausnehmen.

Ansonsten hatte ich heute super Gruppen und danke allen Helfern, die mir Windschatten boten und die Führungsarbeit machten. Ich versuchte mich immer vorne zu halten, musste aber manchmal ganz schön drücken, um im Windschatten bleiben zu können oder das Loch zu stopfen. Die Wellen +  Bergwertungen erbarmungslos. 

Das Trikot in M leider ein Zelt und was mache ich da mit dem Bein?! :-))

Dann war ich in einer Gruppe mit einer Konkurrentin, die zwei Helfer hatte. Ich fands unfair. Die versuchten paar Mal wegzufahren aber ich konnte jede Attacke abwehren. Am Ende kam sie kurz nach mir ins Ziel.

Bergwertung – wir am Anschlag, die Schafe am Fressen.

An den Anstiegen dachte ich immer wieder an Benny's Motivationsspruch: "Mountainbiker sind die besseren Bergfahrer, also hopp Markert!" :-)

Ausfahren auf der Rolle in der Sonne.

Super happy über Platz 3. Morgen geht's noch mal ab. Auch in Pink. Auch mit Sonne. Auch mit der Sauser-Crew, die mich davor, danach und während der Fahrt überall anfeuern. Ihr seid die Besten!!

Siegerehrung


Schön war's. Gute Nacht.


Rebbi die Rennfahrerin – Pinky rules! … Aber woher kommen die Falten? Ach stimmt, vom Lachen :D
Freitag, 26. September 2014

Riderman 2014 – 1. Etappe Zeitfahren

Zeitfahren: 16 km // 200 Hm
Zeit: 26:22 Min
Platz 7 Gesamt // AK 1  (1:20 Min Rückstand)



Und auch in diesem Jahr bin ich beim Rothaus Riderman mit am Start! Den Startplatz habe ich über eine Verlosung der TOUR gewonnen und startet deshalb auch im Nationaltrikot für das Team Deutschland.


BQ-Cycles hat mich in diesem Jahr mit einem Zeitfahrrad ausgestattet. Hammer Teil! Großer Dank an Benny, der das möglich gemacht hat. Natürlich auch an Freddy, der dafür gesorgt hat, dass alles einwandfrei schnurrt.



Gestern zur Vorbelastung eingeweiht. Ging schon im Dreisamtal ab wie Luzie!

Startnummer 78, was 14:25 Uhr Start bedeutete. Also heute früh mit nem halben Fahrradladen im Kofferraum auf den Weg nach Bad Dürrheim. Erstmal der ganzen Sauser-Crew "Hallo" gesagt :-). Wie schon bei der Trans Schwarzwald ist die Orga super und jeder grinst und hat Spaß. Ihr seid klasse!

Und der kam immer wieder geflogen :) – Wenn das mal kein Zeichen ist?!

45 Min warmgefahren, bis der Schweiß tropfte. Danach zum Start und hopp auf die Rampe. 10,9,8,7 … und ab ging's! Nach den ersten 2 Kilometern den Berg hoch. Ich musste runterschalten auf's kleine Blatt. Autsch, tat das weh da hoch und enden wollte der Berg auch nicht. Zum Glück einen Mitstreiter im Blick, den ich auf der Abfahrt einsammeln konnte. Dann mit 67 km/h den Berg runter. Ich flog dahin und keuchte dabei wie verrückt. Wieder konnte ich einen Fahrer überholen und redete mir ein, dass Mountainbiker super Zeitfahrer sind. Benny's Motivations-Spruch :))).


Ergebnisse checken :)

Dann ging es in den Kreisel und ich war bissel zu schnell, flog fast aus der Kurve, suchte an dem Triathlon-Griff nach der Bremse aber bei Betätigung der Hebel schaltete ich nur. Das ist gar nicht so einfach, wenn man so nen Hobel nicht gewohnt ist.  Also danach schalten, mich sammeln, wieder in Tritt kommen. Huiii, noch mal gut gegangen :)). Das war locker die 1 Sek auf Platz 3. Doof. Aber mache solche Hardcore-Massochismus-Aktionen ja auch nur 1-2 mal im Jahr.

Danach ging es wieder den Berg hoch oder war der Kreisel danach? Ich weiß es nicht mehr, mein Gehirn setzte aus. Keuchend wurde ich von einem Fahrer in Ganzkörper-Kondom-Anzug in Weiß überholt. Der war mal richtig schnell und ich versichtere mich gleich, ob ich noch am Fahren war. Ja, 40 km/h.

Die Wende lief nicht ganz perfekt. Ich schaltete etwas zu früh. Danach aber gut gepusht und wieder den Berg hoch. Mein Tacho nur noch um die 30 km/h. Und wieder Gegenwind? Menno.

Die Minuten vergingen zu schnell. Der zurückgelegte Weg aber nicht. Ich kämpfte bis ich nur noch graue Flecken sah. Also kämpfte ich jetzt auch noch gegen die Ohnmacht. Was ein krasser Sport. Also wieder bissel rausgenommen.

Die Abfahrt dann so schnell gebrettert aber nicht schnell genug. Die 25 Min kamen auf den Tacho. Noch 1 km. PUSH! Ich wollte antreten. Ich konnte nicht. Ich wollte sprinten, meine Beine wollten aber nicht mehr. Die letzten 500 Meter hat mir jemand die ganze Zeit mit dem Hammer auf die Oberschenkel gehauen, so hat das weh getan.

Da fragten mich die Leute schon, ob ich im Nationalkader fahren würde :-))).

Mit Platz 7 bin ich besser als letztes Jahr. 1:20 Min Rückstand ist nicht viel und für jemanden, der so was nicht trainiert, doch gar nicht so übel. Somit bin ich happy. Meine Altersklasse führe ich derzeit an. Mal sehen, was die Beine morgen machen. :)
Sonntag, 14. September 2014

Platz 2 in Furtwangen!!

90 km // 2200 HM, der Rothaus Cup beim Schwarzwald Bike Marathon 2014
Platz 2 Gesamt 

Erst wollte ich gar nicht starten … nach der DM war die Luft draußen. So viel Pech in dieser Saison, ich hatte Anfang der Woche keine Motivation mehr und meine Beine wollten noch nicht mal mal mehr die Treppe hoch. Wenn es dann noch so früh dunkel wird, erwacht der kleine Winterschläfer in mir und ich kann locker 10 Stunden im Bett verbringen.

90km-Strecke. Platz 2 Gesamt.

Erstmal chillen, habe 2 Ruhetage eingebaut, um mir die nötige Erholung zu gönnen und bin auch sonst nur kurz gefahren und das, worauf ich gerade Lust hatte. Schön Trails gerockt am Donnerstag und am Freitag Abend im Regen gekurbelt. Manchmal tut auch das gut :-))

Nur die pinke Brille verrät mich zwischen den Jungs. Ok, pinke Handschuhe + pinke Socken auch ;)


Ein Gespräch mit meinem Trainer am Samstag nahm mir die Entscheidung ab. Er fand irgendwie die richtigen Worte um mir wieder Mut zu machen. Hab dann überlegt, doch 90 km zu fahren, denn das ist DM-Strecke nächstes Jahr. Bernd auch schnell überredet. Der Ärmste musste heute Nacht arbeiten und dann habe ich ihn 4 Stunden durch die Prärie gequält. Auch von Krämpfen wurde er nicht verschont.... sorry Bernd. War trotzdem ein cooler Race-Day :)

Startaufstellung im Lizenzblock. Mit Matthias Glaser vom BQ-Cycling-Friends-Team links (Schwarzwald-Bike.de)

Ich wusste vorher, dass es schwer wird Rebecca Kaltenmeier zu schlagen. Sie hat internationale Ergebnisse im Crosstriathlon-Weltclassement vorzuweisen. Aber ohne Herausforderung ist es ja langweilig. Wir fuhren am Anfang in einer Gruppe und battelten uns unaufhaltsam. Ich fuhr Anschlag, sie auch. Sie rutschte in einer Kurve fast weg und wir fighteten Lenker an Lenker. Irgendwann behinderte mich ein Nicht-Windschatten-fahrender-Vordermann daran an der Gruppe zu bleiben und so hing ich etwas zurück. Meine Wattwerte waren hoch aber ich kam nicht mehr dran.
 
Wieso bin ich eigentlich immer so verdreckt? Hier mit Siegerin Rebecca Kaltenmeier. (Foto Südkurier)

Irgendwann spielte das Wetter auch nicht mehr mit, es nieselte und überall Nebel. Mein Kopfkino fing an aber ich bekämpfte es mit Sprüchen, auf die jeder Sportpsychologe stolz wäre. Ich konnte bergab Vollgas fahren, wenn ich nicht gerade Leute vor mir hatte, die es nicht konnten. Bei der Schiebepassage verlor ich wohl am meisten Zeit. Im Gänsemarsch ging es einen schmalen Weg entlang. Auch im Bikepark musste ich paar Mal brüllen, da zwei vor mir den Weg dicht machten.

Im Rob-Rock-Modus (Foto: Schwarzwald-Bike.de)

Der Boden im Wald oder auf den Wiesen tief und matschig. Ich kämpfte. Dachte ich hole Rebecca vielleicht noch ein aber leider hatte ich am Schluss keine Gruppe mehr und musste alleine die letzten 10 km fahren. Bin mit einem Rückstand von 3 Min ins Ziel. Sicher keine Schande gegen sie zu verlieren. Bin happy.

… Und am Ende kam sogar die Sonne raus.  


Siegerehrung in Furtwangen mit Pokal und Fässle. Super Stimmung bei gutem Wetter.  (Foto: Südkurier)

Gerne hätte ich mich auch mit Kirsten gebattelt wie im letzten Jahr aber sie hatte keine Lust auf 90 km. Sie hat sich den Sieg auf der 60er Strecke geholt – Glückwunsch!!!!! :*