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Montag, 19. September 2016

Saison 2016 – next Level!

Beim Ultra Bike war ich noch auf Mallorca, beim Schwarzwaldbike Marathon in Lausanne bei meinem großen Bruder, wo ich mit meinen kleinen Neffen im Genfer See um die Wette geschwommen bin. Für viele ist die Saison rum, für mich geht sie praktisch erst los! Aber anders …

Den Freiburger Sommer habe ich dieses Jahr einfach genossen. Ohne Rennen.

Viele Heimat-Touren im Schwarzwald



Biken in Lausanne. 2016 gab es ohne Rennen mehr Zeit für Freunde und Familie

Mallorca-Dream: 13 Wochen Sonne, Meer, WG-Life und jede Menge Kilometer im Frühjahr. Pic: Kilian Kreb Fotografie

Biken auf unseren Hausbergen  Pic: Kilian Kreb Fotografie

Und jetzt? NEXT LEVEL!

Ich starte jetzt im Herbst auf einem neuen Level, mit neuen Herausforderungen, und ich freue mich riesig, der Radsportwelt nicht nur in grafischen Dingen erhalten zu bleiben. Auf den üblichen Forstweg-Marathons werde ich wohl nicht mehr am Start stehen aber es gibt ja mehr als das, nämlich … 

… ENDURO 
Dank Centurion darf ich es auf Herz und Niere testen, das neue No Pogo Carbon 3000.27!
Die Vereinsmeisterschaft des Mountainbike Freiburg e.V. wird wohl ein erster Härtetest. Es gilt, meinen Vizemeistertitel von 2014 zu verteidigen! Bis dahin heißt es üben, üben, üben, damit mein Enduro-Fahrstil noch etwas lockerer wird. Noah Grossman von 2 Cycle hat mir im Techniktraining an diesem WE schon viele Tipps gegeben, damit es in Zukunft mehr wie "Enduro-Style" und weniger wie "Marathoni-auf-Enduro" aussieht ;).

Mein neues Bike! Centurion No Pogo Carbon 3000.27 auf dem Canadian Trail Pic: Till Martin von Freegraphy

… und CROSSEN bis die Lunge brennt!
Mit meinem Crossfire bin ich ja schon quer durch den Schwarzwald (siehe unten) aber es braucht neue Herausforderungen. So kommt das Gravel Fondo gerade recht, um mal wieder die Komfortzone zu verlassen. Freue mich darauf, mit Äggy (Agnes Naumann), durch den Schwarzwald zu sprinten und Strava QOM's zu jagen :D.

Crossen bis in die Dunkelheit. 159 km haben wir an diesem Tag zurückgelegt > STrava

Ich werde mit Äggy am Start sein! Gravel Fondo
Sonntag, 5. Juni 2016

Projekt MA10 – Mallorca Shooting

10 Wochen Mallorca-Dream sollten es werden – 11 sind es bereits – 13 werden es werden. Soviel dazu :-)). Es scheint, als hätte ich einen 6. Sinn gehabt, denn das Wetter war ja echt bislang nicht so schön daheim. Hier war es auch nicht so warm und wechselhaft aber seit 2-3 Wochen Dauersonne :).
Das wusste ich Ende Februar noch nicht und da war es nur grau, kalt und dunkel – ich wollte weg. Zu dem Zeitpunkt waren nur 10 Tage Trainingslager in Arenal geplant. Die 3 Wochen Kapverden zwischen Dezember und Januar 2016 haben sicher auch dazu beigetragen. Also ne WG gesucht, mein Laptop, Rad + Koffer gepackt und ab gings. Back to the roots!

Zwischendurch gab es ein kleines Shooting mit Kilian Kreb aus Freiburg:

©Kilian Kreb

Das Trainingslager in Arenal war sehr trainingsintentiv und ein etwas runtergerutschter Sattel haben gleich mal ne entzündete Kniekehlensehne verursacht, also erstmal 5 Tage Pause. Na toll. Ich bin viel spazierengegangen und habe gechillt. Das Ganze hat sich 3 Wochen hingezogen, keine Berge mehr und nach dem Training bei der Arbeit immer ein Icepack drauf. Weggegangen ist das Knirschen und Dicksein erst, als ich mit den RoadBIKE-Jungs eine Sa Calobra Tour gefahren bin und den Berg fast Anschlag hochgedrückt habe. Danach war gut. Musste wohl einmal richtig belastet und durchgepustet werden :).

Fans gab's auch an der Strecke :D ©Kilian Kreb

Nach dem TL ging es in den Norden, zu meiner neuen spanischen Mitbewohnerin. WG-Leben hatte ich in allen Varianten während meines Studiums, also nichts Neues. Dennoch spannend und immer wieder fordernd. Ich trag es mit Humor und versuche eine gute Mitbewohnerin zu sein, was bei meiner Putzleidenschaft nicht so schwer ist :).

Zum Glück hat meine Arbeit zu keiner Zeit gelitten, das Internet ist genauso schnell und ich sitze genauso lange vorm Rechner wie daheim auch. Egal ob draußen die Sonne scheint oder nicht. Arbeit geht vor.

©Kilian Kreb

©Kilian Kreb
©Kilian Kreb

Ich versuche das Inselleben voll auszukosten. Habe etliche lange, wundeschöne Touren hinter mir, versuche auch zu Fuß Neuland zu entdecken, hab einen Spanischkurs besucht, viele Freunde bei ihren Trainingslagertouren begleitet, noch mehr Leute am Berg abgesprintet (sorry ;)), denke jeden Tag am Meer, dass ich es immer lieben werde, egal wie oft ich es sehe und wenn morgens die Sonne scheint, geht mir einfach das Herz auf. Am besten ist dann Laufen am Strand oder freeletics auf dem Dach.

©Kilian Kreb

©Kilian Kreb

Mal sehen, was die nächsten 18 Tage noch für mich bereithalten. Stay tuned… tägliche News auf Strava, Instagram, freeletics oder FB
Sonntag, 20. Dezember 2015

RoadBIKE Shooting Freiburg

Lustig & crazy ging es zu beim Shooting für die neue RoadBIKE 01/16
mit Fotograf Kilian Kreb

© RoadBIKE/Motorpresse/Kilian Kreb Fotografie

© Kilian Kreb Fotografie

Jo. Schön rumgealbert :D © Kilian Kreb Fotografie

… und im Supermarkt erstmal Bananen gekauft :D haha © Kilian Kreb Fotografie

… und den Wiehre Bahnhof haben wir auch unsicher gemacht. © Kilian Kreb Fotografie

© Kilian Kreb Fotografie

RoadBIKE Mallorca Festival 2016 – Playa de Muro
Sonntag, 22. November 2015

Premiere: Reb & der neue Crosser von Centurion!

Seit gestern steht ein Neuzugang bei mir in der Wohnung: das Centurion Crossfire Carbon 4000

Ich durfte dieses Rad ja schon beim Sankt Anton-Shooting testen und hatte großen Spaß! Meine Lust auf Cross wurde geweckt und ich wollte es unbedingt mal ausprobieren. Centurion hat es möglich gemacht und stellt mir den Crosser als Testbike zur Verfügung. Danke!!! Ich freue mich riesig und werde im Februar mein Fazit ziehen aber schon nach der Tour heute kann ich sagen: Verdammt, wieso habe ich das nicht schon viel früher mal ausprobiert???!!! Wie geil mit so nem Rad die Schotterstraßen hochzujagen und selbst im Schnee war es nicht zu bremsen. Ich fahr schon sau gern Rennrad und liebe die Sitzposition und das kompakte Gefühl. Mit dem Crosser geht das einfach überall. Ich find's sau geil…

Going crazy :D So much fun!!!!

Centurion Crossfire Carbon 4000

Heute ging es Richtung Schauinsland – ungeachtet des gestrigen Schneefalls… ;) Gleich von Anfang an auf's Gaspedal getreten. Was ne Gaudi!!! :D Je höher ich kam, desto mehr Schnee auf dem Weg, der das Treten ganz schön mühsam machte. Auf der Abfahrt war nicht das Rad das Problem, sondern meine Finger, die einfach erfroren sind und so abartig weh getan haben, dass ich immer wieder anhalten musste. Klatschnass und durchgefroren schnurstracks nach Hause. In dem Punkt leider typisch Frau ;)). Nach einer heißen Dusche kam die Freude zurück und ich hoffe, dass ich nächstes Mal verschont bleibe :).


Check Strava: Crosser-Testride

Hier der RoadBIKE-Test, bei dem ich das Rad auch schon fahren durfte.

Da war's noch lustig :D

Beim Shooting ging es auch schon durch's Wasser ;)

Samstag, 3. Oktober 2015

RoadBIKE-Shooting: Sankt Anton & Umgebung

Motto 1: immer schön flexibel bleiben, 2: Chancen ergreifen, 3: Neues entdecken, 4: laufen lassen. 

Zum Glück muss ich gar nicht gegen einen nicht vorhandenen Alltag ankämpfen, sondern packe meinen Laptop und schwupps wird mein Hotelbett zum Schreibtisch umfunktioniert und meine Arbeit auf Morgen- und Abendstunden verlegt und ich kann spontan mit der RoadBIKE auf Tour gehen. Dieses Mal Sankt Anton und Umgebung.

Bei Sankt Anton fällt mir eigentlich nur Après Ski und "Sankt Anton aus Tirol" ein aber ich wusste nicht um die tolle Landschaft drum herum und die äußerst familiäre Dorfidylle war mir auch nicht bekannt. Wann immer man einem begegnet, wird man mit "Grüß Di!" begrüßt, als würde man sich schon ewig kennen. Nett.

Der Wettergott hat in der ersten Nacht alles in Weiß gehüllt. Neuschnee. Alle Pässe gesperrt, Schneekettenpflicht! Ich fand's nicht nett. So kalt, dass ich nach 5 Min auf dem Rad meinen Namen nur noch stottern konnte, was man aber nicht mal mehr verstanden hat, so eingefroren war mein Kinn. Jo, mach da mal geile Bilder wenn alles weiß ist! Wir sind also frierenderweise, auf der Suche nach einem Stück schneefreier Fläche, mehr im Auto als mit dem Rad umhergefahren. Es war 2 Tage fast aussichtslos bis der Wettergott ein Einsehen mit uns hatte und uns paar Stunden Sonnenschein am letzten Tag geschenkt hat.

© Alle Pics von Christian Lampe. Rechte liegen bei der Motorpresse / RoadBIKE
Hier ein kleiner Vorgeschmack…

Mit dabei Racing Student Fahrer Pascal Husterer. Mein Giant Liv ganz schön geil…

Richtung Silvrettapass – Ischgl-Seite.


Silvrettapassstraße – Montafon hoch. Geiler Anstieg!

Im Weinkeller des Hospiz. Lebensinsidertipps gab's vom Meister persönlich aber ich fürchte er dachte ich sei erst 25 :).

Bah war das kalt da hoch… brrrrrr. Ich bin auch echt ne Frostbeule....

Überall Schnaps… hier bei Karl von der Sennhütte. Mein Blick verrät, wie sehr ich Bock da drauf hatte…

Neuer Crosser von Centurion im nächsten Heft!!
Hmmm, Cross wäre ne Disziplin, die mir noch fehlt ;)


Biehler Höhe Stausee


Wunschöne Gegend. Tolle Pässe. Nette Leute. Wandern muss hier auch mega sein. Biken war ich ja schon mehrmals im Montafon, das auf der anderen Bergseite liegt. Also ich würde wiederkommen!
Sonntag, 16. August 2015

Trans Schwarzwald 5. Etappe – Es ist geschafft!!!! Juhuuu! :)

Letzte Etappe: 67 km / 11xx HM, paar Rampen
Gesamt nach 5 Etappen: Platz 17 / Damen 13

Ich fühlte mich heute morgen wieder sehr müde aber hatte eine bessere Nacht, hab gedehnt und Blackroll gemacht, gechillt und relativ viel geschlafen. Am Morgen in Donaueschingen 14 Grad und Nieselregen. Besser als 36 Grad! Ich find's selbst schlimm, dass ich sowas schreibe aber mein Körper mag die +30 Grad-Hitze nicht im Sport. Ich schwitze einfach zu wenig. Das ist echt geil wenn man nen Schaui hochfährt und oben aussieht wie frisch aus dem Bad aber in Hitzerennen glaube eher von Nachteil. Da kocht irgendwann das Blut…

Heute vorm Start dick eingepackt. Armlinge und ne Windweste hinten im Trikot haben aber gereicht.

Das Frühstück war wortkarg, Micha wollte heim. Ich auch aber nein – was machen wir heute? Ja, wir radeln!! :D Es gab Müsli aber ich hatte nicht sonderlich viel Hunger. Im Gegensatz zu den kleinen Chinesen bei uns im Saal, die sich halbe Brötchen mit 4 Scheiben Käse reingeschoben haben! 4!! Um 9:15 zum Start. Bin dann noch bissel mit Bernd gefahren.

Start um 10 Uhr wie alle anderen Tage auch. Ich war wie auch schon die anderen Tage beim ersten Gebolze in der Nähe von Kirsten und beschloss irgendwann mit ihr zu fahren. Besser als alleine im Wald rumzugurken. Wir fuhren ungefähr 50 Kilometer zusammen über welliges Terrain. Mein Reifen heute echt Schrott. Sau rutschig einfach aber die Trails so überschaubar, dass es nicht viel ausmachte. Ohne Sturz geblieben ;). Auch das ein Highlight!

Da sieht man deutlich das Ei am Knie vom Stadtrad-Wegrutscher nach der Transalp :(

An der 2. Verpflegung tauchte auf einmal Sönke auf, der heute und gestern als Tagesstarter unterwegs war und durch einen Defekt zurückgeworfen wurde. Ich dachte schon wir machen jetzt ne Cliquen-Ausfahrt wenn Bernd noch zu uns aufschließt aber der kam heute leider nicht vor. Sönke war bissel zu flott für uns Halbtote und nachdem er sich vergewissert hatte, dass wir zusammen Spaß hatten, war er auf der ersten Abfahrt schwupps-die-wupps im Sönke-Downhill-Modus weg.

Erst bei der Rampe in Altglashütten verlor ich Kirsten. Mein 30er Kettenblatt war hier genau richtig und so kurbelte ich mich hoch. Meine Beine fühlten sich weder gut, noch schlecht an, meine Wattwerte befanden sind im oberen Feld, also alles okay. Wenigstens keine Rückenschmerzen wie am Vortag. Irgendwann sah ich dann ein Mädel vor mir und hatte wieder den Race-Blick und gab Gas. 7 km vorm Ziel noch ein Booster rein und ich musste an Asterixs und Obelixs Zaubertrank denken und gab noch mehr Gas. Bahm, eine eingeholt und sogleich überholt. Die nächste Konkurrentin in Sicht und gleiches Spiel. Noch ne Schippe drauf. Bahhhhmmmmm, vorbei. Und dann in der Kurve rechts steil hoch und pam pam pam die Gänge runtergeknallt, während die 3. Konkurrentin absteigen musste. Geiler Lauf! Hat echt Spaß gemacht. Wenns mal läuft ist's Bombe, wenn ;).

Vorm Start mit Sönke, Conny und Verena (Foto: C. Hellstern)

Danach die Skirampe und ein Typ direkt vor mir. Ich war aggro aber kam nicht vorbei. Der hatte mich schon vorher ausgebremst auf der Abfahrt und stieg jetzt ausgerechnet so vor mir ab, dass kein Durchkommen war. Ich fluchte und maulte ihn an, dass er mir gehörig auf den Sack ginge! Ich musste also schieben. Danach die Wiese. So schlimm steil. Soooo schlimmmmmm. Echt. Das tut nur weh. Was ein Kampf da hoch. Ich keuchte und schnaubte und ich tritt wie verrückt bis runter ins Ziel. Kurz davor vertraute Schreie. Ich wusste sofort, dass das mein großer Bruder war obwohl ich ihn nicht gesehen habe und nicht damit gerechnet habe, dass er hier ist. Was für eine Freude!!!! Im Ziel auch meine Eltern. Das hat mich wahnsinnig gefreut. Egal wie alt man ist, ist es einfach das schönste, wenn die Familie da ist und solche Momente mit einem feiert. Zumal ich mein Rad abgeben konnte und warm duschen mit ca. 50 anderen verdreckten Männern ;). Getrennt gab's nicht. Mich hat es nicht gestört :).

Gestern im Ziel mit Bernd. Schön, dass so viele Freunde dabei waren…

Danach gab es noch einen Schluck Sekt mit Kirsten, Lutz und ihrem Vater. Was haben wir gelitten und uns durchgebissen durch Hitze, Staub, Schmerzen, Regen und Kälte. Es war alles dabei und wir wurden nicht verschont. Ich war selten so müde wie bei diesem Etappenrennen. Die Transalp hatte wohl Spuren hinterlassen....

Glücklich im Ziel mit Kirsten, Lutz und Vater Halmschlag.

Ich danke allen, die mir geholfen haben, allen, die uns angefeuert haben und allen, die mich immer wieder aufgebaut haben oder an der Strecke standen. Ich danke meinem neuen Trainer Clemens Hesse für den Rückenwind und die Tipps, meinen Freunden daheim für die lieben SMS, meinen Kunden für ihr Verständnis, Ralf und Micha, dass sie vorgestern meine schlechte Laune im Ziel ertragen haben und wir so viel zu lachen hatten. Großer Dank an Centurion Vaude für die Hilfe! Glückwunsch zum Doppelsieg! Natürlich auch an alle anderen Sieger…

Im Ziel gestern erstmal nach Luft schnappen…  Heribert, stylisches Outfit!! ;)

Im Moment würde ich sagen, dass es meine letzte Trans Schwarzwald war. Ohne richtigen Support habe ich auch keine Lust mehr sowas zu machen. Ins Hotel radeln, duschen, Wäsche waschen, auspacken, Bike putzen und checken, was zu essen besorgen, essen, Mails checken, eventuell was arbeiten, dann zum Abendessen, danach bleibt eventuell noch kurz Zeit für Reizstrom an die lädierten Muskeln und schon sind es keine 8 Stunden Schlaf mehr. Ich brauche dann noch ewig zum Einschlafen und schwupps nur noch 6 Stunden. Definitiv zu wenig für mich um noch Leistung zu bringen.

Jetzt schlafen, schlafen, schlafen. Nach der Transalp waren es 10 Stunden im Schnitt jede Nacht, mal sehen ob ich das toppen kann. Gammeln in Jogginghose, Couch-surfing, essen und Bier trinken wie in alten Zeiten … okay, morgen erstmal arbeiten ;) 
Eure Reb
Samstag, 15. August 2015

Trans Schwarzwald 4. Etappe: das Leiden geht in die vorletzte Runde

Fakten: 76 km / 1850 HM oder so ähnlich, jedenfalls zu viel, zu lang, zu hoch für mich.
 
Rebbi am Abkacken, Anni mit Bomenform dieses Jahr! Danke Claudi für das Bild :)
 
Ich konnte gestern einfach nicht einschlafen. Fragt mich nicht warum, mein Körper wollte nicht zur Ruhe kommen und als es schon fast hell war, schlief ich richtig fest. Ich war so müde, so verquollen als der Wecker klingelt. Meine Augen waren nur noch kleine Schlitze. Ich fühlte mich total kaputt.

Start in Grafenhause. Sönke als Gastfahrer für die WOMB mit dabei.

Das Frühstück im Hotel Schöne Aussicht war top aber mein Magen randalierte trotzdem danach etwas. Nicht beunruhigen lassen… Kurz vor 9 Uhr ab auf’s Bike und die 7,4 km Richtung Start mit Micha. Allein die kleine Steigung zum Parkplatz tat weh. Meine Beine waren sauer und zwar so richtig. Jeder Antritt schmerzte. Ich hoffte, dass das Warmfahren half. Als wir am Gelände ankamen, merkte ich, dass der TUNE Flaschenhalter unten gebrochen war. So ein Mist. Mit Flaschenhaltern hab ich es dieses Jahr nicht so ;)
Zum Glück konnte mir Roli von Centurion-Vaude aushelfen, mega großes Dankeschön für den kurzfristigen Einsatz!!

Danach war ich noch mehr sauer von all dem Adrenalin. Ich bin noch bissel mit Kirsten gerollt und wir haben uns eigentlich nur alles schlecht, statt gut geredet :D Auch nicht so förderlich vorm Rennen aber hey, so im Mittelfeld rumfahren ist auch irgendwie seltsam. Wo soll da der Punch herkommen, vor allem, wenn man schon merkt, dass man nicht wirklich in Form ist?

Nun ja, der Startschuss erfolgte und es ging sogleich den Berg hoch. Und wie zu erwarten hatte ich da schon Probleme. Danach lief es mal mehr mal weniger, gegen Ende gar nicht mehr. Ich war fast komplett alleine unterwegs, konnte keine Gruppen halten und hatte sau müde, saure Beine. Genrell dachte ich nur noch an schlafen. Nach der ersten Verpflegung habe ich promt meine Flasche verloren. Och nee. Danach Leute angebettelt oder überlegt eine andere verlorene aufzuheben. Danke Peter V. für 2 Schlücke aus Deiner Flasche, Danke Dominik für den Rest Deiner 2. Flasche ohne die ich echt noch mehr gelitten hätte.

So sehe ich zur Zeit immer im Ziel aus nach meinem Transe-Kampf :D

Dann die ersehnte 2. Verpflegung und Dieter mit meiner Flasche. Juhuuu! Danke Dieter!! Was ein Luxus mein eigenes Gemisch zu bekommen, denn in den Iso-Flaschen der Verpflegung ist das Gebräu so dünn, dass es meinem Körper einfach nicht reicht. Aber genrell top, dass überhaupt Flaschen gereicht werden.

Die Strecke ging oft durch’s Unterholz. Nicht geil. Rutschige Hölzer ohne Rinde hatten wir zu Hauf im Weg. Ansonsten viel im Wald über Wurzeln, holpriges hoch und runter. Wieder kamen mir die vielen Anstiege ewig vor. Ich verlor immer mehr an Boden. Auf den letzten 20 km kamen noch mal 2 Mädels an mir vorbei. Egal. Ankommen. Dann nochmal eine bei der 10km Marke. Menno. Ich blieb dran. Das letzte Stück echt schön schnell, rechts links durch den Wald. Mag solche Wege. Sie fuhr flott, ich blieb dran. Als es in die Stadt ging, wusste ich, dass ich vor musste und zog an. Sie lies abreißen. Sprint um Pl 18 ist irgendwie behämmert aber ganz kapitulieren passt nicht zu mir.

immer alleine heute.... Danke Andreas Eckmann für das Bild
  
Danach wollte ich nur noch ins Hotel. Ins Bett. Das habe ich gemacht und ne Stunde geschlafen. Ging nur, weil mir Roli von CV auch das Bike gemacht hat! Ich werde mich revanchieren! Danke! Gestern als ich arbeiten musste hat es Ralf gemacht. Ansonsten wäre es noch später geworden.

Vollgas… Bild: Andreas Eckmann. Merci!

Morgen geht’s wieder auf den Feldberg. Wieder die Skirampe hoch. Da hab ich keine guten Erinnerungen dran. 2012 musste ich da mit zig Verbänden, nem genähten Knie und Schienbein, sowie etlichen Prellungen, nem Bienenstich im kaputten Bein und 3 kg Wassereinlagerung hoch. Das war mega hart. Dieses Mal werde ich sicher ähnlich happy im Ziel sein.

Ich bin froh, wenn es rum ist. Ehrlich. Dennoch bin ich auch stolz auf das, was ich geschafft habe und erstaunt, dass man immer weitertreten kann.

Eben beim Essen gab es wie gestern jede Menge zu lachen. Mit Micha, Ralf, heute noch mit Arndt war’s echt super und gestern mit Centurion Vaude haben wir uns gar nicht mehr eingekriegt. Das war zum Kringeln…. also es ist nicht alles nur doof hier ;)
Freitag, 14. August 2015

Trans Schwarzwald 3. Etappe: brav weitergekämpft heute!

Fakten: 86 km / 2400 HM
Fahrzeit 4:08 Stunden
Ak 10 laut der SMS vorhin, glaub wieder Platz 15 gesamt. Auch egal…

Bisi Regen, bisi kühler, für meinen geschundenen Body ganz schön gut heute ;) Endlich keine dicken Füße mehr, die irgendwann den Schuh platzen lassen und auch sonst alles wieder im Normbereich. Glaub heute haben einige aufgeatmet, nicht nur ich.

Pic vorm Start von Sebastian Garbe

Bin super konstant gefahren und hab alle angemeckert, die Stopp and Go betrieben haben. Sowas nervt mich ja echt. Die Hügel und Rampen habe ich nicht mehr gezählt, es waren unendlich viele heute. Ne Transalp ist echt kurzweiliger weil sich die Höhenmeter auf 2 Berge verteilen, vonwegen die Trans Schwarzwald danach pille-palle. Mir liegt das mehr. Heute kam ich mir eher vor wie in nem Straßenrennen aber soll ja ein MTB-Rennen sein..... hmmm…

Kurz vorm Ziel in Schonach. Pic: Sebastian Garbe – Danke!!

 Schön war das Heimatgefühl im Wald. Ich kenne den Boden, die Heidelbeeren, die Wegbeschaffenheit mit den kleinen Wurzeln. Das ist hier mein Terrain.

Gestern im Startblock mit nassem abgeschnittenem Buff auf dem Kopf. Musik eh immer ;). Pic: Sebastian Garbe

Schön an die Gruppe geklemmt. Hinten aber immer blöd, Ziehharmonika-Effekt. Pic. A. Eckmann – Merci

Bin zufrieden mit meiner Leistung und happy, dass es sich wieder wie Rennen fahren anfühlt. Wie schon die letzten Tage, sind Micha, mein Teamkollege und ich mit den Bikes zum Hotel Schöne Aussicht. Eine traumhafte 7 km Tour durch den Märchenwald. Hier ist der Schwarzwald richtig natürlich. Mag ich total. Unser Auto-von-A-nach-B-Fahrer Ralf hat uns Essensnachschub im Supermarkt besorgt und wie auch die letzten 2 Tage haben wir uns mit Eiweißshake, Müsli + Quark, Eiern, Schinken, Harzer Käse (für Micha), Kartoffel- und Karottensalat den Bauch vollgeschlagen bis nichts mehr reingepasst hat.

Das war an Tag 1. Die schlimmste Hitzeschlacht meines Lebens… Pic: Helmut Heidinger

Heute kurz vorm Ziel. Pic: Sebastian Garbe

Ich kann nicht so viel schreiben, verzeiht mir. Musste grad ne Anzeige fertigmachen, die nicht warten kann und mein Bike steht untem vorm Hotel angekettet an einen Baum und will versorgt werden. Hab ich ja mega Bock drauf heute… ;) Der Wolkenbruch eben hat wenigstens schon mal den Dreck weggewaschen. Bin froh, dass technisch alles bislang reibungslos war (bis auf die reibende Bremse gestern).

BRUMMMM… Pic: Andreas Eckmann – Danke fürs Anfeuern!!