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Sonntag, 18. August 2013

TRANSE 5. Etappe

64,5 km, 2050 HM

Unruhige Nacht nach dem Bienenstich. Nasse Handtücher brachten nur wenig Abhilfe. Irgendwann schwamm ich fast im Bett aber es pochte unaufhörlich. Die Kniekehle nur noch ne geschwollene dicke Beule. Meine Augen morgens ungefähr genauso dick, oh weh. Schöner Ausdruck von fehlender Regeneration und zu wenig Schlaf. Hmm, das würde ich wohl nächstes Jahr besser machen.

Im Startblock A2 der 5. Etappe

Frühstück nur mit Mühe runtergekriegt, Magen und Verdauung einfach nicht mehr funktionsfähig. Wird schon, letzter Tag. Chakka!


War gestern vorm Start. Wie immer guter Dinge. Let's rock!

Ab zum Start und bissel schwerfälliges viel zu kurzes Warmfahren. Dann gings auch schon los und ich merkte schnell, dass meine Beine heute nicht viel hergeben würden und fuhr easy mein Tempo. Wusste ja mittlerweile, dass es ein wenig dauert bis ich in Tritt komme, also chillen und schön durch den Wald. Die andern Mädels um mich rum waren auch in Sichtweite und so fühlte ich mich wenig gestresst. Dann war irgendwann Kirsten hinter mir und wir fuhren ziemlich lang zusammen und rockten so richtig. Ich fühlte mich gut und es machte Spaß. Hatte Gänsehaut wenn wir in vollem Speed durch den Wald geprescht sind und Mädels eingesammelt haben. Die kleine rosa Italienerin fand unser Spiel wenig amüsant und ist wieder aggro vorgefahren. Ich irgendwann tot von der Aktion und nur mit Mühe die kleinen Rampen hochgekommen. Am Ende dann aber doch noch Stress in Form der 11., die gesamt 4 Minuten Rückstand hatte. Wollte doch den 10. halten. Noch 10 km. Bergauf. Ihr Typ unentweg am Reden. Voll nervig. Ich fuhr meinen Stiefel, sie hinterher.



Dann Attacke kurz vorm Bergende. Fuck, antreten, Beine schwer wie Blei, gebrannt ohne Ende. Konnte nicht ganz ranfahren, dann war auch schon ihr Typ da und zog sie im Windschatten davon. Fuck. Fand ich scheiße. Unfair irgendwie. Also Gas geben, 4 Minuten muss die erstmal rausfahren selbst mit dem Typen. Am Ende diese scheiß Skirampe. Ich starb. Dachte ich komme nie oben an. Was hab ich gekämpft. Dann die Wiese, ich konnte nur bis zur Hälfte, dann geschoben. Ich wollte heulen so weh tat das alles.


völlig im Sack :) - Danke an Sebastian Garbe-Fotografie für das Bild

Im Ziel dann alles vorbei. Geschafft. Völlig im Sack aber happy. Top 10 konnte ich zudem halten. :-)) Nice. Bin happy und stolz. Was ne Schlacht. Jetzt erstmal viel schlafen und gescheit essen und die Wunden heilen lassen.

Im Ziel am Feldberg: feiern mit Philipp, Robert, Michael und Marc . Super Truppe! :)

Großer Dank an Rik und das ganze Trans-Schwarzwald-Team. Ihr seid toll und ich fand es super. Die ORGA war echt top. Alle so nett. Hab viel gelacht dank euch und hatte neben all den Qualen tolle 5 Tage. Natürlich auch an die Sanis, die sich jeden Tag um meine Wunden gekümmert haben.

Und natürlich großer Dank auch an Anni und ihren Dad Michael Hellstern, die mich versorgt und angefeuert haben. Was ne Gaudi mit euch!!

Auch großer Dank ans Fizik-Team mitsamt den Sponsoren Scott, Fizik, Crankbrothers, Conti und EVOC.Top Material!

Nicht zuletzt danke ich den vielen alten und neuen Freunden, die mich mental oder live begleitet haben, meinem großen Bruder+ Family für die liebe SMS gestern früh, die mir Kraft gegeben hat und meinem Körper, der das alles durchgestanden hat. Boah bin ich erledigt!

Die Arbeit ruft, die Bergziege hoppelt jetzt erstmal ein wenig durch den Designerwald. Adios da draußen.
Samstag, 17. August 2013

TRANSE 4. Etappe

114,5 km, 2000 HM

Nacht besser aber zu kurz. Bein ok. Frühstück na ja. Gefühlt müde. Hatte bissel Schiß vor der Etappe heute. So viele KM bin ich ja noch nie in nem Rennen gefahren und 2000 HM auf kleine Hügel verteilt sind nichts für mich. Aber wie immer positiv gestimmt ging es zum Bike-Park. Warmfahren mit BJ (Benny Jörges) und Benni Stark. Wie schön. :) Bis BJ nach dem Turn sein Pedal am Schuh hatte und die Sattelstütze oben an der Wippe gebrochen ist. Wohl zu viel Power?! :D Benni S. also erstmal nen Pre-Race-Sprint zurück eingelegt und wir nen Spaziergang gemacht. BJ gut gelaunt und null nervös. Ich wäre an seiner Stelle durchgedreht! Am Ende ging aber alles gut und er konnte sein 2. Rad nehmen. Ich bin derweil zum Start gebrettert und wenn ich nicht per Zufall 2 Teilnehmer in weiter Ferne gesehen hätte, hätte ich es wohl kaum geschafft, hatte nämlich beim Rausfahren überhaupt nicht darauf geachtet wo wir abgebogen waren. Eijeijei. Meine Nerven. Jedenfalls schwitze ich schon wie blöd bevor es losging und wusste, dass meine Beine nicht in Topform waren.

Und die ersten 30 km änderte sich das Gefühl auch nicht. Die fühlten sich dick und sauer an, brennten bei jedem Antritt wie Hölle und ich konnte keine Gruppe halten. Wusste nicht wie ich das überleben sollte und hörte einfach Musik und gurkte umher. Am Ende ging es andern genauso und schließlich wurde es besser und ich war in ner großen Gruppe um Platz 7 unterwegs. Ging bis KM 90 recht gut aber war anstrengend, dann musste ich abreißen lassen. Die nächsten Km der Horror in der Hitze. Die kleinen Anstiege und die Hitze waren einfach hart. Ich hatte Schmerzen an der geprellten Hüfte und der Rücken zwickte.


Am Ende noch dieser Gegenwind. Ich machte ne kleine Feier bei jedem Kilometer, den wir näher ans Ziel kamen. Welch Schlacht. 5 Stunden war ich unterwegs. Krass. Platz 10! :-))))))

Essen ohne Hunger, ausgelaugt aber happy & stolz. Neuer Verband. Tja, das Bein gewinnt keinen Schönheitswettbewerb mehr aber alles heilt recht gut.


beste Versorgung...


Heute mal kein Sturz und kein Defekt. Ich will schon feiern, da sticht mich eine Biene in die Kniekehle vom kaputten Bein. Ich hab erstmal ne Stunde geheult. Ist doch unfair so langsam. Das Bein ist jetzt dick wie ne Presswurst und pocht ohne Ende. Mal sehen wie ich heute schlafe und wie ich damit morgen fahre.

Aber Essen war gut und lustig mit Anni, ihrem Dad und Sven. Haben uns nur totgelacht. Und es gab ne doppelte Portion Karottensalat und wer mich kennt weiß, dass die Karotten alles heilen werden und mich für morgen schnell machen. ;)


im Saal...

TRANSE 3. Etappe

99km, 1080 HM - besser gesagt Zeitfahren im Pulk

Nacht war hart. Hatte durch den Arztbesucht viel zu wenig gegessen und musste um 1 Uhr aufstehen. Hab Riegel und Müsli in mich gestopft, mein armer Magen dachte ich nur. Verdauung leidet schon auf hohem Niveau aber das will ich hier jetzt nicht ausführen :-). Also die Nacht war unruhig, zudem tat in jeder Stellung irgendwas weh und ich schwitzte, irgendwo draußen waren Stimmen zu hören und trotz Ohrstöpsel war ich mega empfindlich. Schlaf war nicht wirklich erholsam aber hatte dennoch gute Laune am Morgen. Also mit Mario, dem Shuttle-Fahrer ab zum Gelände.

Beim Kette ölen morgens vorm Start

Start war bei mir mal wieder gefühlt fuckig zumal es gleich in vollem Karacho den Berg hochging und Devise war ja "Gruppe fahren und dranbleiben" und solche Scherze. Hab ich gleich mal umgetextet in: "kein Sturz heute und überleben". Bin also erstmal mein Ding gefahren. Nach der harten Nacht mit den vielen Wehwehchen war auch an nichts anderes zu denken. Schmerzen hatte ich zum Glück keine und auch mit Verband war treten kein Problem. Hab mich dann doch irgendwann in Gruppenfahren versucht und so sind wir Kilometer um Kilometer durch die Prärie im Staub. Teilweise echt große Gruppen in denen das Fahren aber so anstrengend war, dass ich irgendwann schon vom Konzentrieren müde wurde. Das ständige Antreten nach Kurven oder wenn mal wieder einer vorne anzog, von den Typen, die nicht Gruppenfahren können ganz zu schweigen. Und das Prügeln über die Rampen war zudem hart, dennoch kam ich recht gut mit und fühle mich zunehmends besser.

Lag an einer guten 9. Position bis KM 90 und dann kam eine nächste Premiere: Markert hat nen Platten. In meinen 4 Rennjahren hatte ich noch nie einen und jetzt an dem 3. Tag der Transe hab ich nen Platten. Ich konnte es erst nicht glauben als mir jemand auf die Schulter klopfte und fragte, ob es gewollt sei, dass ich mit so wenig Luft fahre. Oh weh. Ruhig bleiben Markert, alles gut. Anhalten. Patrone rein. Cool, Reifen wieder prall. Musste lachen und hab mich selbst beglückwünscht für die Gelassenheit. Die kleine Italienerin war noch in weiter Ferne und so konnte ich in Ruhe weiterfahren. 500 Meter später wieder dieses Kack-Geräusch am Hinterreifen. Fuck. Wieder platt. Dieses Mal war ich nicht mehr so cool. 9 km vorm Ziel. Shit. Geht's denn eigentlich noch beschissener? Also wieder angehalten und nächste Patrone. Und dieses Mal vorher Loch gesucht, nach untern gehalten, damit die Milch dicht macht und Patrone rein. Die Luft strömte durch meine Finger und das zischende Geräusch machte mich verrückt. Ich schüttelte den Reifen wie verrückt, hatte mittlerweile das halbe Rad in der Luft und stellte fest, dass nirgendwo Milch rauskam. Oh weh. Markert, das schaut schlecht aus. Schlauch hatte ich dabei aber keine Patrone mehr. Shit. Also weiter. Schön vorsichtig. Dann an einem Anstieg stand einer mit ner Pumpe. Ich angehalten, er voll hilfsbereit. Aber er redete mehr als das er flickte und ich versuchte dazwischenzufunken, weil mir alles zu langsam ging. Seelenruhig fummelte er da rum. Die kleine Italienerin fuhr vorbei. Fuck. Mittlerweile hatte er das Ventil raus aber kriegte den Reifen nachher nicht mehr drauf. Oh Mann. Wir rissen alle an dem Rad rum, ich drehte durch. Er erzählte mir, dass wir auch zum Radladen gehen könnten oder er mich ins Ziel fahren könnte. Hä? Hier gehts um nen Top 10 Platz du Hirsch! Ich dachte ich muss ihm die Pumpe an den Schädel hauen. Gleichzeitig meldete mein System, dass er doch hilfsbereit ist und ich freundlich sein sollte. Das Rad ging dann auch nicht rein, ich riss es ihm aus der Hand und machte es selbst. Er sagte unaufhörlich, dass es doch nicht um mein Leben ginge. Jo, in dem Moment schon!

Also finaly fuhr ich wieder und das mega aggro. Musik aufgedreht noch ein Mädel eingesammelt und ab ins Ziel. Ich war erledigt. Platz 17, 15 Min verloren. Anni und ihr Dad konnten nur noch lachen, ich am Ende auch. Wie abgefahren. Jeden Tag was Neues.
Ab ins neue Hotel und schön Essen gegangen mit ein paar andern Teilnehmern. Schöner Abend mit einem Glas Rotwein als Ausklang. Ab ins Bett.

Benny schickt mir ne Nachricht, dass ich gesamt noch immer Top 10 wäre. :) Cool.

Donnerstag, 15. August 2013

TRANSE 2. Etappe - Platz 11

61 km, 2300 HM

Trails, Trails, Trails + tot am ersten Anstieg + Sturz, dann Blut, Blut, Blut und noch 20 km bis zum Ziel. Von den Höhenmetern ganz zu schweigen. Aber ich lebe noch und habe so viel gelacht heute. Irgendwie auch ein toller Tag.

Hab bissel zu wenig geschlafen und sah doch etwas vermatscht aus heute Morgen aber war guter Dinge und meine Beine haben sich ok angefühlt. Mehr Sorgen machte mir die rechte Rückenhälfte, die durch den Abgang im Wald gestern doch etwas verspannt war.
Guter Dinge zum Frühstück und gleich mal ne Konversation über Stürze mit 3 Mitstreitern gehalten. Wie blöd. Fördert nur die falschen Omen. Dann sagt der Shuttlefahrer noch, dass wir alle heil bleiben sollen, nächstes schlechtes Omen. Aber was tun?

Hab dann Anni, ihren Dad und Peter Vessel (Annis's Cape Epic- Partner) getroffen und mich tierisch gefreut, sie zu sehen. Sind dann bissel Warmfahren gegangen. Hatte kein so gutes Gefühl, hab doch die 93 km gemerkt aber gut. Vorm Start sagte Urs, Notarzt hier und ein alter Schulfreund, dass es vor der 2. Verpflegung ein ausgewaschene Rinne gäbe mit losem Schotter und wir da Acht geben sollen. Ok.

Startschuß. Ich kam kaum von der Stelle. Am ersten Berg zogen gefühlt alle an mir vorbei, Puls nur 170 (meiner geht bis 200 hoch wenn's sein muss). Oh je, dachte ich. Überpaced gestern oder naiv gedacht, dass ich das mal locker wegstecke? Puh.... in Tritt kommen, auf die Musik konzentrieren, mein Ding fahren. Dann gleich in den ersten Singletrail und Freunde, das war nichts für welche, die nicht gerne technisch fahren. Auf einer CC-Strecke auf und ab über Wurzeln mit Drops und Kurven - das volle Programm. Eigentlich super aber wenn die vor einem rumschnecken ist das echt hart an der Grenze. Ein paar Mal musste ich laufen, weil welche gestürzt sind oder es Rampen hochging, die kaum einer fahren konnte. Die ersten 17 km richtig hart. Ich befürchtete mein K.O.

Nach der ersten Verpflegung stand Anni am Rand bei ihrem Vater. Ausgestiegen. Voll schade aber sie werden mich weiter verpflegen und anfeuern. Wäre es gerne mit ihr zuende gefahren...

Danach kam nach einem weiteren harten Anstieg die besagte Passage und schon bei der ersten Wasserrinne haute das Vorderrad ab. Ich stürzte aber nicht so schlimm. Dann weiter aber ich hatte das Rad nicht unter Kontrolle, wie auf Schmierseife der Raceking. Ich flog ein 2. Mal. Fuck. Das tat weh. Das rechte Bein blutete wie wild aber ich dachte nur an Schürfwunden. So grobes Geröll ist aber scharf. Das linke Knie tat mir mehr weh, das schlug voll auf den Rahmen. Ne fette Prellung. Irgendwann dachte ich, dass es doch arg blutet und schaute etwas genauer hin. Unterhalb des Knies klaffte die Haut auf. Shit. Ich, die heute morgen noch tönte nie zu stürzen. Scheiße. Und dann fahr ich noch so storno hier rum auf so ner harten Etappe, doppelt scheiße. An der nächsten Verpflegung rannte Anni's Dad neben mir her und machte sich Sorgen aber ich bin weiter. War danach wie in Trance. Hab nur Musik gehört und mir die Umgebung angeschaut. Puls nur noch Grundlage. War mir alles egal irgendwie, weiter treten war die Devise. Dann schrie auf einmal jemand neben mir und fuchtelte mit den Armen. Es war Andreas mit seinem Kumpel Martin, die mich mit Gels und Trinken versorgen wollten. Ich habs erst gar nicht gecheckt aber hab mich dann total gefreut. Wie cool... voll nett. Stehen da im Wald um auf mich zu warten. Freunde sind gold wert. Hab danach die letzten Kilometer irgendwie rumgekriegt und bin erschöpft als 11. ins Ziel. 4:05 Stunden.

Leider meinten die Sanis, ich müsse in die Klinik zum Nähen. Shit. Wie oft habe ich das Wort heute gedacht... :) Bin dann mit Elisabeth Brandau, die ihren Ellenbogen röntgen lassen musste nach Neustadt in eine Privatambulanz von einem der Ärzte, die auch vor Ort sind. So kamen wir gleich dran. Die waren super nett und wir hatten Spaß, auch wenn es echt weh getan hat und ich zwischendurch auch mal hätte heulen können. Aber lachen und heulen ist manchmal gar nicht so entfernt :-). Der meinte dann, dass das oben ganz schön zerfetzt ist und nähte mit 6 Stichen. Unten hatte ich noch mal ne 1 cm klaffende Schramme, die mit 5 Stichen genäht werden musste. Puh.....
Unterarm nur geprellt.



vorher
nachher - sehr schick würde ich sagen :)


Mit Lisa war die Fahrt echt lustig und wir haben uns gut unterhalten. In Schonach angekommen, hat Björn, der Sportliche Leiter mein Rad schon gewaschen gehabt und ich musste es nur noch im Bike-Park abstellen. So cool. Danke nochmal! Wie nett hier alle sind. Tolles Team. Die Orga-Crew hat dann noch festgestellt, dass meine Verbände nun optisch total super zu meinem Rad aussehen, also in Punkto Style bin ich schon mal weit vorne :-)) haha.

Lisa Blau, ich Rot. War lustig. Am Arm hab ich noch so'n Verband.

Jetzt mal morgen schauen wie's geht aber ich bin zuversichtlich. Hab lecker Gemüse und Kartoffeln gegessen mit Andreas und werde bald schlafen gehen.

Und Stürze hatte ich für dieses Jahr nun genug. Morgen also endlich weiter in Richtung Podium ;)

Übrigens sind hier alle voll nett, nicht nur die Orgas oder anderen Sportler, auch die Leute hier im Ort, die Bedienungen, die Leute vom Gasthaus Schützen, einfach alle. Cooler Ort.

So. Wunden lecken. Gute Nacht da draußen
Mittwoch, 14. August 2013

TRANSE - Etappe 1!

93,5 km, 1710 HM (laut Garmin fast 200 HM mehr und nicht nur bei mir)

Freunde, was ein Tag!! Crazy, more crazy, fun und viele KM im Sattel.
Zu allererst natürlich das Ergebnis: Platz 10 Gesamt. Ich bin zufrieden: TOP 10 erreicht :)

Wie viele schon wissen hab ich den Startplatz ja gewonnen bei Hochschwarzwald Tourismus und für die bin ich dann auch an den Start gegangen.
Nämlich heute früh um 11 Uhr. Hört sich zwar entspannt an, war es aber nicht wirklich. Um 5:15 klingelte der Wecker. Ich hatte recht gut geschlafen aber das ist einfach nicht meine Zeit. Also schnell noch Müll runter und nen Kaffee und Schminky-Pinky und los.


Alles gepackt. Es kann losgehen. Thanks EVOC

Halb Sieben wollte Anni aufschlagen aber außer Leuten, die Frühstück machten, Rolläden hochzogen oder zur Arbeit fuhren, war weit und breit niemand zu sehen. Hmmm, keine Panik, abwarten. Ist ja auch schwer zu finden. Um 6:40 dann doch nervös angerufen: "Anni, wo bleibscht?"  A: "REB!!?! Scheiße, hab verpennt, bin gleich da!!" Ich dachte nur, oh Gott, ich bin doch eh schon sau nervös! Hilfe! Ganz ruhig, alles wird gut.



Transe, ich komme!
 
Übrigens für alle, die es nicht wissen ein paar Premieren:
1. Etappenrennen 
1. 93,5 km-Rennen

Ich also eh schon prorös bis zum Anschlag. Mit Benny gechattet, die fahren los. Er fragt um kurz vor Sieben ob er sich Sorgen machen muss aber nee, Annis Dad kommt schon um die Ecke und packt mich ein. Puh.... Wir wühlen uns durch den Verkehr zum Sportpark, Anni ist da. Ok, alles wird gut. Autobahn. BJ überholt und wir fahren gemeinsam. Anni hat gute Laune, die Fahrt ist super. Viel Verkehr aber um Punkt 9 sind wir in Bad Wildbad. Bis um 9 gibt es Startnummern, also Tasche packen und los. Wir laufen ewig in die falsche Richtung ehe uns einer sagen kann wo das Kurhaus ist. Shit, ich schwitze unter der Last. Das ich schon seit Stunden aufs Klo musste will ich hier gar nicht erwähnen. Wir rennen mittlerweile schon fast und finden endlich das Kurhaus. Puh, die letzten 2 Nummern sind unsere. Dann versuche ich die Tasche loszuwerden aber muss erst mal in die neue gelbe Tasche umpacken, wie nervig. Dann renne ich wieder rum. Davor erstmal Klo-Stopp. :) Tasche irgendwann abgegeben, dann zum Auto zurück.


So sehn wir aus im Fremd-Trikot :)

Schmeiße alles so durcheinander, so dass ich abends natürlich kein Essenmärkchen habe. Bei Anni im Auto liegen gelassen. Egal, Rik hilft. Also das neue Trikot angezogen und ab zum Warmfahren aber muss wieder aufs Klo. Shit bin ich aufgeregt. Unterhalte mich mit Belgiern und komme dadurch gar nicht zum fahren. Egal. Ab in den Startblock. Neben mir Gabi Stanger. Sie strahlt totale Ruhe aus. Fels in der Brandung. Liegt vielleicht an ihrer Größe. Dann gehts irgendwann los, ich komme schlecht in Tritt, weiß nicht so richtig ob Vollgas oder nicht. Dann irgendwann der erste Anstieg. Alle laufen. Voll anstrengend. Danach gab es noch ein paar solcher Anstiege + ein umgefallenes Quad. Strecke sonst was für Drücker. Mein Beintraining kommt mir zugute. Danke an Sportpark und Sportprinz für die Möglichkeiten optimal zu trainieren.

Stabbi für die Stabbi :)


Beinpresse für Beine die hoffentlich nicht nur muskulös aussehen, sondern auch Power haben.

Heute auch was für Windschattenfahrer. Boah, dafür sollte ich ne Medaille bekommen. Krieg da aber oftmals auch nen Fön wenn mein Puls unter 150 geht und fahr dann wie wild an denen vorbei und schrei sie an. :) Ansonsten war ich gut drauf und an KM 50 hatte ich nen seelischen Höhepunkt. Wollte jauchzen vor Glück, keine Ahnung wie ich da manchmal drauf bin. Fands cool. Bin auf ne Gruppe mit Anni aufgefahren und wollte sie anfeuern aber wusste nicht ob mit Peitsche oder Feder, also so halb beides. Sie kam irgendwann auch wieder gut in Tritt und nachdem ich mit dem Pedal und der Schaltung kämpfte, hab ich sie verloren. Mit dabei noch eine von Cube. Egal. Einzig heikle Situation war kurz vorm Ziel bei einem abschüssigen Schotterwaldweg. Der Typ vor mir war unsicher und rutsche irgendwann komplett weg. Ich konnte nicht mehr ausweichen und flog kopfüber den Abgrund hinunter. Dachte das Rad sei hin aber sah nur so aus, weil der Lenker verdreht war :-)). Ich hatte kaum Kratzer, also weiter. Danach waren laut Garmin die HM erreicht und mich nervten die erneuten Anstiege. Ist wie wenn man mit den Jungs fährt und die ständig sagen, dass wir jetzt oben wären aber es immer nochmal hoch geht. Kennt ihr das?
Nun ja, am Ende glücklich 10. im Ziel.

Und eine tolle Überraschung! Andreas, ein lieber Freund kam extra um mich im Ziel zu begrüßen, wie schön! Sind danach noch ausgefahren. Voll lang, war irgendwann schon 16:30. Hin und her, zum Bikewash und dann einen Mechaniker gesucht, der mir die Schaltung gerichtet hat. Björn, der Sportliche Leiter hat mich vermittelt und ich bekam nen erstklassigen Service. TOP! Dann irgendwann mal den Bike-Park gefunden. Dort auch das Massenlager. Oh wie krass. Da würde ich im lebtag nicht pennen wollen, es stinkt, ist stickig und überall Halbleichen. Puh..... die tun sich was an! Danach dann Shuttle zum Hotel. 45 min hatte ich bis zum letzten Abendessen-Shuttle. Stress! :-) Hab mich beim Warten mit ner Familie unterhalten, die das ganz cool fanden und morgen meinen Fanclub bilden werden. Süß.

Essen mit Hielke und Kirsten und Uli Brucker vom Wheeler Team. Das ist halt das Schöne wenn man alleine unterwegs ist, man lernt so viele Leute kennen und hat überall nette Gespräche. Ich finds cool, fänd es aber auch schön wenn Benny, Anni und die andern hier wären. Essen? Natürlich nur Nudeln, oh Mann, die lernen nicht dazu aber egal. War ok.

Gasthaus Schützen in Hornberg - top!
Jetzt im Hotel. Alles cool. Ich finds schön hier. Morgen gehts weiter.
Gute Nacht.
Montag, 29. Juli 2013

Berge, Berge, Berge, ein ärgerlicher Defekt und eine Krone im totalen Berufsstress...

Vor 3 Wochen war noch alles ruhig und schön. Die WE's habe ich komplett draußen verbracht und die wunderschönesten Touren durch meinen schwarzen Wald gemacht. Mit dabei meine lieben Freunde. Oh war das herrlich!
Hier mit Jasmin, Nobby, Bernd und Jürgen bei ner 5-Stunden-Tour über den Thurner.

Die schöneste Flower-Power-Wiese von Freiburg

Die langen schönen gechillten WE-Touren wurden dann vorletztes WE unterbrochen durch ne richtig harte Nummer: Schauinslandkönig: 11,5 km, 900 HM. Start mittags in der Hitze. Leider auch nicht mit dem 5kg-Testrad wie letztes Jahr, sondern musste mich mit meinem kleinen schwarzen Renner den Berg hochquälen und das noch mitten aus dem Training raus. Boah war das hart. Hab mir mal wieder geschworen, dass ich das nächstes Jahr nicht mehr mache. Über 42 Min hartes Leiden, Durchschnittspuls 190. Ohne Jasmin, die mich die letzten 2 km begleitet und angefeuert hat, wäre ich sicher noch langsamer gewesen. Und dann sagte die noch: "Reb, nur noch 100 Meter, also sprinten, JETZT!!!! Ich war doch schon tot aber sprinten? Also mit 195 Puls über die Ziellinie :D. Bah! ..........



War deutlich langsamer als letztes Jahr, was wohl auch an geänderter Strecke lag aber mehr ging nicht und ich konnte dennoch meinen AK-Sieg wie schon im Vorjahr sichern.
Also Krönchen auf's Haupt von Miss Markert :D.

Olé olé :-)))
Aber wir (Jasmin, Bernd & ich) haben es nicht bei den 42 Min Kampf belassen, sondern mussten ne Schippe drauflegen dank meines Trainers: Storen, Todtnau und wieder zum Notschrei hoch, dann wieder Schaui. Heidewitzka war ich dann am Ende und da war ich noch nicht Zuhause! Aber super-schöner Tag und toller Ausklang beim Rad-Stammtisch. I love my friends ♥

Und das alles schon mitten im Wahnsinn – aber nicht-sportlicher Natur. Vollgas Aufträge und Anfragen, enge Deadlines, Mails ohne Ende, Anrufe, Chaos....... Alle Bemühungen den Stress gering zu halten scheiterten, so dass ich bis ans Limit gearbeitet habe und es einfach nicht aufhörte.
Eine Woche ist ja irgendwie auszuhalten aber die 2. Woche hat Spuren hinterlassen und so bin ich mit wenigen Erwartungen am Freitag mit Jürgen zum m3 Marathon ins Montafon aufgebrochen. Wenigstens kann ich sofort abschalten wenn ich wegfahre. Ich liebe die Berge und hab mich gleich pudelwohl gefühlt. Abends kamen noch Benny und Anni und wir haben uns ne verkochte Lasagne auf der Pastaparty reingezogen und den Citysprint angeschaut.

Hab recht gut geschlafen. War aufgeregt: 65 km, 2400 HM und Hitze. Extra Mädelsstart weil die Landesmeisterschaften dort hatten. Mussten dann auf ner nicht-gesperrten Straße alle Langsamen überholen was echt gefährlich war. Hab Anni und mich einmal fast abgeräumt weil mir ein Porsche vors Rad gefahren ist. Ziemlich bald nur zu 4. unterwegs, konnte gut mithalten. Bis zum ersten richtigen Anstieg. Dann hat Anni die Kampfstellung hinterm Lenker eingenommen und weg war sie :D. Am Ende hat sie gewonnen und am nächsten Tag gleich nochmal in den Vogesen. Wie sagte Benny so schön? Die ist zäh wie Juchtenleder! Haha, ist sie wirklich die Kleine. Glückwunsch nochmal! 

Ich also mein Tempo gefahren und dabei haben mich 2 Mädels eingeholt. Bei der 2. wars mir zu blöd und ich habe reingetreten. Ging. Die 3. dann ein- und überholt. Immer weiter bergauf in der prallen Sonne. Zum ersten Mal dachte ich, ich könne bei so ner Aktion verdursten. Bin ich aber nicht. Wohl auch zäh ;) ?! Dowhill auch kein großes Problem aber dann unten im Flachen kam das Knock-Out in Form eine gesprengten Zughülse hinten. Ich konnte mich nur noch auf den 2 kleinsten Gängen bewegen und kam nicht mehr vorwärts. Meine Versuche die Kette von Hand runterzumachen scheiterten, sie war gleich wieder oben. Mein Vorsprung war dahin, die 4. überholte mich während ich mit dem Rad kämpfte. Ich hatte mich damit abgefunden auszusteigen. Hab dann noch mal rumgerissen und sie blieb tatsächlich etwas weiter unten. Also doch weiter aber mit ständigem Fluchen. So bin ich dann die restlichen 25 km und 1000 HM angegangen. Hab mich selbst ermahnt, Aufregen bringt ja nichts, Pech ist Pech. Leider konnte ich die 3. nicht mehr einholen, sie lag mit 4 Min Vorsprung klar vor mir. Im Ziel war ich etwas geknickt aber das wich dann schnell einem guten Gefühl, denn am Ende bin ich trotzdem gut gefahren. Haben also noch Annis Sieg und die tolle Leistung von Benny, Jürgen und mir gefeiert bevor wir uns auf den Heimweg machen. Dank Brückenabriss und Vollsperrung hat der über 5 Stunden gedauert. Schön war der Trip trotzdem.

Sonntag, 23. Juni 2013

Platz 2 beim Ultra Bike in Kirchzarten!!

YES!! – das war ne feine Nummer heute: Kopf gut, Beine gut, Rad top, Wetter ok, Zuschauer klasse & auch sonst alles gut geklappt. Ich bin happy :D!

 

Fing gestern ja schon gut an mit tollem Wetter, Vorbelastung mit Jürgen in der Sonne und dann auf die Expo, auf der ich Freunde und Bekannte getroffen habe. Halt einfach sau schön so ein großes Event direkt vor der Haustüre. Dann später noch zu Ina & Benni und einen super schönen Abend mit vielen lieben Menschen und 2 Hunden verbracht. Perfekte Einstimmung für heute mit Eis, alkoholfreiem Erdinger und nem netten Plausch…

Der späte Start heute war zudem sehr angenehm. Erst um 8 aus dem Bett gekrochen, gefrühstückt und dann los zu Jürgen mit dem ich nach Todtnauberg an den Start gefahren bin. Wir waren früh oben und dort war es stürmisch und kalt, so dass wir noch zur Halle gelaufen sind, hier und da einen Bekannten getroffen haben, Zeit hatten um 3x aufs Klo zu gehen ;) und ich noch ne Weile im Auto saß vorm Warmfahren. Hätte am liebsten noch mal ne Stunde geschlafen.

Dann um 12 Uhr ging es los und schon vorher hörte ich die Durchsage, dass auch wieder Nina Wrobel am Start sei, die schon letztes Jahr gewonnen hatte und mittlerweile wieder Vollprofi ist. Hmmm, zudem standen da so viele Lexware-Rothaus Mädels, dass ich etwas Bammel hatte aber meine Devise lautet immer: abwarten, nicht verunsichern lassen. Die trainieren, Du trainierst, möge die Bessere gewinnen. Basta.

Dann Startschuß und gleich mal Vollgas den Berg hoch. Wie ich das hasse. Alle sofort weg, auch viele Mädels. Beine sortieren, atmen, in Tritt kommen und aufholen. An der 2. Rampe waren wir 5 oder 6 Mädels. Bergauf sind welche davongezogen aber meine Beine waren auch ganz gut und bergab war ich schneller als die anderen. Bremse auf und rollen lassen! In Todtnau wusste ich schon nicht mehr, wer noch vor mir oder hinter mir ist, zumal es sich da mit den anderen Strecken vermischt. Dennoch dachte ich, dass min. 3 oder 4 vor mir sind. In Aftersteg wurden wir von einem super Publikum empfangen, was ne tolle Stimmung dort, Hammer! Der Sprecher zählte kurz nach mir die Rothaus-Mädels auf und Annette Rümmele, die eh schon die ganze Zeit von den Todtnauer Fans gefeiert wurde. Ich fühlte mich bis ins Ziel verfolgt und bin dadurch gefahren wie der Teufel. Die Beine waren die ganze Zeit über ganz gut und das Rad hat keine Zicken gemacht. Ich hatte mir vorgenommen alles zu geben und das tat ich. Plätze verschenken wollte ich nicht, also keine Zeit verschwenden.

Jedenfalls kam ich mit ner super Zeit ins Ziel und das als 2.!! obwohl ich ja davon ausgegangen war, dass ich viel weiter hinten liegen würde. Ich hab mich soooo gefreut, dass ich den Sprecher Stefan Lubowitzki erst mal in den Arm genommen habe, als er zum Interview kam. Wie auch schon letztes Jahr war er super informiert und hat mich ewig interviewed. Voll nett :))))) Danke!

Dann zur Überraschung meine älteste Freundin Ursel + Christian im Ziel. Wie schön wenn Freunde, die absolut nichts mit Radfahren zu tun haben, dann kommen nur um mich zu feiern und im Ziel zu beglückwünschen. Toll!


Auf dem Gelände all meine Radl-Freunde getroffen, die auch gefahren sind (oder auch nicht), viele ebenso erfolgreich. Ausklang dann wie so oft nach einem Rennen am Sonntag mit einer riesen Gruppe im UC. Leute, es gibt kaum was schöneres als so ein Tag mit so vielen, tollen Menschen.

 Schicke euch ein dickes Becks-Grinsen hinaus in die Nacht. :D











Montag, 17. Juni 2013

2 WE's 2 Rennen: TOP 10 + TOP 5

Von vorne. Vor ner Woche war ja der Waldhaus Bikemarathon, ein sehr kleines Rennen im Schwarzwald. Die Strecke extrem hüglig und schnell, was mir absolut nicht liegt aber ich quäle mich jedes Jahr aufs Neue dort oben :). Irgendwie mag ich das Rennen weil es so familiär ist und nett. Die Mütter backen Kuchen und es gibt Freibier. Dieses Mal kam allerdings hinzu, dass ich in ner mentalen Krise steckte und nicht mehr auf Kurs war. Konnte mich dadurch nicht konzentrieren, die Beine waren zu und ich hatte keine Motivation. Am Ende bin ich dennoch durchgefahren und wurde sogar noch mit einem AK-Treppchenplatz belohnt. Der Rest vom Tag war wunderschön, was ich definitiv meinen Freunden zu verdanken habe.



Mental ging es danach aufwärts und mein positives Grundgefühl kehrte zurück. Donnerstag also mittags mit Sanne aus meinem Team los in Richtung Willingen (Upland). Ein kleiner 2000 Einwohnerort im Sauerland. Der Ballermann des Sauerlands besser gesagt. Leute, ich sags euch, nur krass dort! Eine Kneipe neben der nächsten, alles voller Bierstadl und Après-Ski Hütten, überall Besoffene, Junggesellenverabschiedungen, in-Vorgärten-pinkelnde Typen und betrunke Mädels. Unglaubliche Stimmung dort. Von den Anmachen ganz zu schweigen ;-)!

 
Wir also erstmal nur die Autobahn gerockt mit Sanne's VW-Bus, besser gesagt sind wir weggeflossen ohne Klima. 7 Stunden durch den Verkehr gekämpft, immer den schwarzen Wolken entgegen. Dank Navi noch durch Garten, dann durch Wetter gefahren um dann festzustellen, dass wir uns im Kreis drehen. Willingen bei Regen, Kälte und Sturm erreicht. Bah. Rainer und Gitti + Magic-Orlando haben uns empfangen. Erstmal Pizzeria wie die andern Tage auch.

Rainer, Gitti, Sanne und Orlando in unserem Willinger Stammlokal
Am nächsten Tag sah es freundlicher aus und ich hatte super geschlafen. Bin mit Sanne über die Expo gelaufen und habe viele Leute getroffen, die auch schon am Gardasee waren, viel geredet, Kaffee getrunken, die Bikes zu Scott gebracht, die einen super Service gemacht haben und dann hab ich noch ne Runde mit dem Bike gedreht. Eigentlich wunderschöne Gegend. Später kamen noch Regina + Mann und Ex-Mann Christoph und abends sind wir schön zusammen essen gegangen.

Hier die beiden Stände von Rainer und Gitti (Danke an Rainer Jensen für das Foto)

Schönes Wetter am Renntag um 7:30

... und ab gings durch die Hügel. Alle Strecken auf einmal. Zu jeder Zeit Umentscheidung auf ne andere Strecke möglich.
Rennstart wie schon am Gardasee für alle Strecken um 7:30. Nicht meine Zeit. Konnte noch nicht mal aufs Klo zwischen Frühstück und Abfahrt und befürchtete schon schlimmes ;) aber mein Körper hielt sich zurück. Regina hat sich gleich in Block A gestellt, ich bin erst noch ne Runde gefahren. Wollte wenigstens bissel warm sein aber stand dann hinten, weil die von hinten aufgefüllt haben. Vorne in A1 die mit UCI- Punkten. Egal. Hatte einen netten Gespächspartner, der mich wach gehalten hat, denn ich gähnte ohne Unterlass. Dann Startschuß und ab ging's, erstmal bergauf. Der erste Stau, dann kurze Abfahrt, dann wieder bergauf. Das gleiche Spiel wie in Waldhaus. Nicht mein Fall solche Drückerstrecken. Aber generell war es abwechslungreich und nicht nur Forstautobahn. Recht viele Wurzeln, teils auch recht rutschig. Meine Beine waren ganz gut und auch sonst hatte ich ein positives Gefühl und freute mich darüber am meisten. Es hat einfach Spaß gemacht. Nach 52 km bin ich ins Ziel und wurde auf der kleinen Runde damit 5. Die 4 Mädels vor mir sind praktisch gleichzeitig ins Ziel. Hatten sich teilweise kurzfristig umentschieden die kleine Strecke zu fahren und haben sich dadurch die Treppchenplätze gesichert. Das ist das Blöde an solch freier Streckenwahl, vor allem wenn es dann noch am Ziel vorbeigeht. Aber gut, so ist es und die waren deutlich schneller als ich.
Regina ist auf einem tollen 3. Platz auf der mittleren Runde gelandet. Hab sie im Ziel begrüßt und mich tierisch gefreut. 

Später wieder rumgelaufen, am Stand gesessen, essen gegangen und dann wollten wir noch auf die Biker-Party im Bierstadl aber die lange Warterei und die gereizte Stimmung der Wartenden und Türsteher haben mich müde gemacht und so bin ich kurz vor 0 Uhr ins Bett gefallen. War auch gut denn der nächste Tag war auch wieder lang. Bin mit Gitti ins Fitnessstudio des Sauerlandsterns, einem riesen Hotel dort und danach auf die Expo, zur Endurostrecke, bissel Ausfahren und am Ende packen und Heimfahrt. Sanne ist auch noch in den TOP 10 gelandet, so dass wir alle zufrieden und happy waren.

...am Stand im Lieblingspulli von EVOC (Danke :-)): Regina, Christoph, ich und Gitti

Nächste Woche kommt der Ultra Bike, mein Hausrennen. Ich denke da kann ich wieder Volllgas geben ohne die lästigen Zweifel im Gepäck.
Ich freu mich jedenfalls drauf.
Eure REB


Sonntag, 26. Mai 2013

YES!!!! SIEG in Bad Wildbad!

Mein 2. Saisonsieg ... was ein Lohn für diese krasse Aktion. 

Ja, Offenburg vor 2 Wochen war schlimm aber schlimmer geht immer. Dort waren es absehbare 90 min in Schlamm & Kälte. Das heute hat alles übertroffen, was ich bislang in meiner Bike-Karriere erlebt habe....

An so nem Tag verlässt man am besten noch nicht mal die Wohnung, geschweige denn setzt man sich aufs Bike und fährt 60 km bei gefühlten Minusgraden durch Dauerregen, Matsch und Schneesturm.

Bissel hatte ich ja heute morgen drauf gehofft, dass Sönke lieber bei Conny im Bett bleibt und ich dann auch passen könne aber nein, Bernd & Sönke standen Punkt 7:30 vor meiner Tür. Ok. Also los. Bernd wie immer mega positiv gestimmt und total auf Go. Sönke fand den Wetterbericht lustig und ich war eigentlich auch gut drauf, hatte zumindest mehr an als in Offenburg und Schnee konnte sich zu dem Zeitpunkt eh keiner vorstellen. Wie letztes Jahr waren wir ne coole Truppe heute. Danke Jungs!

Dort dann 4 Grad, kein Regen. War zwar ungemütlich aber ok. Der Regen kam pünktlich zum Start :-) Zum 1. Mal war ich bei nem Rennen eingemummelt wie im tiefsten Winter: oben mit Mütze, Winterhandschuhen + Wärmepads, mit langem Unterhemd, Langarmtrikot, Regenjacke + Windweste, unten ne Unterhose + lange dünne Hose + Trikothose + Knielinge und zuletzt Überschuhe sowie in den Schuhen noch mal Einweg-Wärmekissen.

10:30 Sönke's Langstreckenstart. Er sollte 2 Runden durchhalten, dann erfroren. Zu dem Zeitpunkt lag er an einer super 8. Position. Übrigens sind satte 50% aller Fahrer ausgestiegen! Und sowieso waren schon etttliche gar nicht erst angereist. Nur wir Verrückten! Oh Mann! :)

11:00 Bernd und mein STart auf der Mittelstrecke. Erste Runde war hart aber die Downhills im Matsch waren irgendwie ziemlich spaßig und wieder einmal dachte ich, dass ich das tausend Mal besser kann als im TRaining. Eine Gruppe hatte ich nicht, einmal kurz 2 Jungs aber Windschatten ist bei solchen Bedingungen kein Spaß und am nächsten Anstieg konnte ich das Tempo nicht halten und bin ab da einsam und alleine durch die Hölle gefahren. Zu der Zeit lag ich an Position 2 hinter Betty. Ich hatte sie öfters im Blick aber konnte nicht ranfahren. Dann kurz vorm Start/Ziel gab es eine Verkettung ungünstiger Faktoren. Erst so viel Matsch in der Wiese, dass die Schaltung geklemmt hat und ich nicht aufs kleine Blatt gekommen bin, dann hab ich mir an der Verpflegung ne Flasche geben lassen, die ich links in der Hand hielt aber kurz danach ging es ne kleine Wiesenrampe hoch und mit einer Hand , keinem Anlauf und großem Blatt war die unmöglich fahrbar. Ich bin wie ein Käfer rückwärts geflogen – vor allen Zuschauern. Super Aktion! Danach hat es mir das Hinterrad rausgeschlagen und ein Zuschauer musste helfen. Bis ich weiterfahren konnte vergingen Ewigkeiten.

Danach Runde 2: am Anstieg gingen schon die Selbstgespräche los: "Markert, dreh um! Was machst DU hier? Du frierst, es regnet in Strömen, es ist eiskalt, es windet wie blöd.  Und Betty ist sicher über alle Berge nach der Aktion mit dem Reifen!"
Aber zum Glück in einem Ohr Musik und ich konnte mir selbst wieder Mut machen und einfach weitergetreten und weiter und weiter. Ich war im Schnee dann kurz vorm Heulen, die Finger taten so weh, ich habe geschlottert wie Espenlaub. Anderen ging es aber noch schlechter und ich habe mir vorgesagt, dass ich stark bin und hart im Nehmen und das die Beine doch noch ganz ok sind. Hab versucht mir einzubilden, dass der Lenker warm wird oder mein rosa Unterhemd. Man hört ja immer das sowas geht und eim Meditieren hab ich das auch schon öfters erlebt... Manchmal habe ich gar nichts mehr gedacht und mir wäre alles wurscht gewesen. Wie in Trance oder kurz vorm Erfrieren vielleicht. Komische Zustände, die man bei so nem Rennen hat aber das Schönste ist eigentlich, dass man ganz nah bei sich ist.

Die Wärnepflaster in den Schuhen und Handschuhen war durchtränkt und haben schon lange keine Wärme mehr abgegeben und ich konnte nicht mehr schalten. Da ist mir eingefallen, dass mal jemand meinte, man könne mit dem Handballen schalten. Das habe ich dann getan. Rechts und links. Hab gebetet und gehofft, dass ich noch genug Wärme und Kraft für die Downhills haben würde. Dann kam Betty wieder in Sicht und ich habe mich durch den Wind gekämpft und mir gut zugeredet. Das sie sicher genauso leidet, usw. Zum ersten Mal dachte ich, dass mir das Zusatzkilo der letzten Wochen zugute kommen würde. Also weiter. Auf dem ersten Wurzeldownhill hatte ich Betty unmittelbar vor mir und konnte sie überholen. Sie konnte nicht dranbleiben, hat total gefroren. Dann irgendwann der steinige Downhill und es lief sogar besser als bei der 1. Runde. Bin nur gerutscht und durchgebrettert, Bremse auf, die konnte ich eh kaum noch gedrückt halten. Ohne Sturz durch. Am Ende konnte ich nicht mehr schalten und wieder Probleme mit dem Hinterrad. Es hat blockiert, war wieder rausgesprungen. Ich bin die letzten Meter durch die tiefste aller Matschwiesen gerannt, bis ins Ziel.

Platz 1. :-))

Schöner Sieg heute und die warme Dusche danach mit den Jungs hat die Wärme zurückgebracht.


Sonntag, 12. Mai 2013

SIEG in Offenburg!!!!!

Die ganze Story auf fi'zi:k ti:m

Titelverteidigung geglückt!
im Blindflug unterwegs
Geiles Bild – aber keine Sorge, war nicht ich :) und demjenigen ist nichts passiert.

im Start wars schon nass und kalt aber trotzdem gute Stimmung bei Bernd & mir.

im Ziel war die Stimmung dann auch wieder gut. So froh, dass es vorbei war :)

Hihhihi