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Montag, 17. Oktober 2016

Votec Gravel Fondo 2016 – Schwarzwälderkirsch & QOM's im Wechsel

"Eine urige Mischung aus sportlicher Herausforderung und lockerem Come-Together rund um den Feldberg." 

So wurde das Votec Gravel Fondo Black Forest angepriesen und ich hatte sogleich Lust drauf.
Es war ja nicht das erste Mal, dass ich mit meinem Crosser quer durch den Schwarzwald gecrosst bin und so'n paar Intervalle in Form von Strava-Segmenten fand ich als Würze auch nicht schlecht. 
Mal was anderes.

Mein Fazit nach 2 Tagen rund um den Feldberg: Geil war's!

Mit Agnes Naumann und Eva Maria Fünfgeld konnte Tag 2 nur geil werden :D – Herzogenhorn
  
Das Ganze lief dann so ab:
Man brauchte einen Crosser (bei mir ein Centurion Crossfire Carbon 4000), ein routingfähiges Gerät  und einen Strava-Account. Da ich es geschafft habe, auch das 3. Garmin innerhalb von 2 Monaten zum Stillstand zu bringen, war ich genötigt, mein Handy umzufunktionieren. Also fette Handyhalterung vorne dran und ne Powerbank auf's Oberrohr, um die Energiebereitstellung zu gewährleisten – jop, sah schon sehr hart nach Radtourist aus. Eijeijei. Geilstes Rad, gepimpt mit Carbonlaufräder und dann Equipment wie beim Survivalcamp – also oben pfui, unten hui! :-)) Solche "Zwitterstellungen" spielten sich komplett durch: von der Ausschreibung, über's Rad bis hin zum Essen.

Ausblick wie im Bilderbuch! Mit Äggy auf Crosstour :D

An der Kaserne in Todtnau-Fahl war Start, Ziel, Bullriding und Party. Super Location. Auch zum Übernachten top, wenn da nicht ein paar besoffene Typen nachts versucht hätten, in mein Zimmer zu kommen. Dabei haben sie halb die Tür eingeschlagen, rumgebrüllt und Randale gemacht. Hatten sich wohl im Zimmer geirrt. Nach meinem Afrika-Überfall fand ich das semi lustig, stand kampfbereit im Schlafanzug hinter der Tür und konnte danach nicht mehr richtig schlafen. Schon bisi doof…

Geil!!! Am Schluchsee gab's für uns den besten Cappuccino der Region vom Biosk-Mobil!!

Samstag ging es also in 10er Grüppchen auf den Track. Es gab nur ein paar wenige Schilder, so dass wir auf unsere Geräte angewiesen waren. Stiebi, der Edelpraktikant der Sauser Crew, hat die Strecke für uns ausgewählt und ich fand sie super. Es gab gemütliche Passage zum Quatschen, gemischt mit geilen Abfahrten zum Heizen und immer so, dass man niemanden über den Haufen fahren musste. Denn abgesperrt war die Strecke ja nicht. Die Strava-Segmente waren gekennzeichnet und ein paar QOM's konnte ich sogar holen. Gutes Training für nächste Woche ;).

Äggy und die Schwarzwälderkirschschnitte – ratet mal, wer verloren hat ;).

Olé - Olé, mit dem Crosser im Schwarzwald - juheeeeee!!

An Tag 1 war ich feige und hab meine Handyhalterung noch schnell vorm Start abgebaut, um wenig später mit meiner Gruppe herumzuirren :D. Dank Bianca Purath fanden wir zurück auf die Strecke und kamen dann in Feed Zone 3 als Erstes an, um uns die Bäuche mit Speck- und Käsebroten vollzuschlagen. FZ1 am Feldberg hat keiner im Nebel gefunden, FZ2 haben wir durch die Irrfahrt verpasst. Die Sonne kam raus und ein paar gönnten sich ein alkohlfreies Weizen. Schon ziemlich geil. Weiter gings mit den Villinger Jungs und das Wetter wurde besser und besser. Was waren wir für Glückspilze! Spaß hatten wir auch auf dem Emil-Thoma-Trail. Bahhhmmmm, ging es durch den Wald. >> Strava TAG 1

Im Ziel Biosk-Cappu (Danke Lars!), Schwarzwälderkirsch und der besagte Bullenritt, heruntergespült mit einem Rothaus Zäpfle. Nichts für schwache Mägen und müde Beine :D. Florian Jöckel von den Guilty76-Jungs hat mächtig für Stimmung gesorgt und während die einen in die Dämpfe der Sauna abtauchten, hingen die anderen schon beim Spanferkel-Essen. Der Abend klang am Lagerfeuer mit Vollmond und Rockmusik aus.

Crosser, wohin man schaut. Vorne mein Crossfire voll bepackt mit Equipment :D. Geiles Rad!

Tag 2 dann mit Äggy, die morgens schon ne 2-Stunden-Tour von Freiburg in den Beinen hatte, sowie Eva Maria Fünfgeld und Ihrem Mann. Es war herrlich. Wetter top, Stimmung lustig, Verpflegung erstklassig. Die Sausers' haben's einfach drauf! Wir haben uns auf den Segmenten gequält und sind rumgesprintet wie die Irren, haben uns zuerst mit Torte und Cappuccino versorgt, dann mit Orangensaft und später mit Schaumküssen, sauren Gurken (für Eva), Unmengen an Käse, Speck und Wurst, sowie Brot und Apfelschorle. Hört sich wild an – war es auch :D! Ausblick und Strecke waren genauso abwechslungsreich und dank meines Handys am Lenker waren wir heute auf dem richtigen Kurs ;). Mega Spätsommertag im Schwarzwald >> Strava TAG 2

Schaut euch den Himmel an!!! Super Wetter am Feldberg! Danke Eva für die Bilder :*

Wir kriegen ihn doch noch, den goldenen Herbst...

Mir hat's echt Spaß gemacht und das Format rockt – im wahrsten Sinne des Wortes! Freue mich auf das nächste Event der Art. Großer Dank geht an Rik und seine Sauer Crew, natürlich auch an Praktikant Stiebi für die Streckenwahl. Votec Gravel Fondo 2016 Black Forest war echt top und alles dabei, von A bis Z. Geiles Wochenende!

Sonnenuntergang in Todtnau-Fahl – bis zum nächsten Mal …
Montag, 19. September 2016

Saison 2016 – next Level!

Beim Ultra Bike war ich noch auf Mallorca, beim Schwarzwaldbike Marathon in Lausanne bei meinem großen Bruder, wo ich mit meinen kleinen Neffen im Genfer See um die Wette geschwommen bin. Für viele ist die Saison rum, für mich geht sie praktisch erst los! Aber anders …

Den Freiburger Sommer habe ich dieses Jahr einfach genossen. Ohne Rennen.

Viele Heimat-Touren im Schwarzwald



Biken in Lausanne. 2016 gab es ohne Rennen mehr Zeit für Freunde und Familie

Mallorca-Dream: 13 Wochen Sonne, Meer, WG-Life und jede Menge Kilometer im Frühjahr. Pic: Kilian Kreb Fotografie

Biken auf unseren Hausbergen  Pic: Kilian Kreb Fotografie

Und jetzt? NEXT LEVEL!

Ich starte jetzt im Herbst auf einem neuen Level, mit neuen Herausforderungen, und ich freue mich riesig, der Radsportwelt nicht nur in grafischen Dingen erhalten zu bleiben. Auf den üblichen Forstweg-Marathons werde ich wohl nicht mehr am Start stehen aber es gibt ja mehr als das, nämlich … 

… ENDURO 
Dank Centurion darf ich es auf Herz und Niere testen, das neue No Pogo Carbon 3000.27!
Die Vereinsmeisterschaft des Mountainbike Freiburg e.V. wird wohl ein erster Härtetest. Es gilt, meinen Vizemeistertitel von 2014 zu verteidigen! Bis dahin heißt es üben, üben, üben, damit mein Enduro-Fahrstil noch etwas lockerer wird. Noah Grossman von 2 Cycle hat mir im Techniktraining an diesem WE schon viele Tipps gegeben, damit es in Zukunft mehr wie "Enduro-Style" und weniger wie "Marathoni-auf-Enduro" aussieht ;).

Mein neues Bike! Centurion No Pogo Carbon 3000.27 auf dem Canadian Trail Pic: Till Martin von Freegraphy

… und CROSSEN bis die Lunge brennt!
Mit meinem Crossfire bin ich ja schon quer durch den Schwarzwald (siehe unten) aber es braucht neue Herausforderungen. So kommt das Gravel Fondo gerade recht, um mal wieder die Komfortzone zu verlassen. Freue mich darauf, mit Äggy (Agnes Naumann), durch den Schwarzwald zu sprinten und Strava QOM's zu jagen :D.

Crossen bis in die Dunkelheit. 159 km haben wir an diesem Tag zurückgelegt > STrava

Ich werde mit Äggy am Start sein! Gravel Fondo
Sonntag, 5. Juni 2016

Projekt MA10 – Mallorca Shooting

10 Wochen Mallorca-Dream sollten es werden – 11 sind es bereits – 13 werden es werden. Soviel dazu :-)). Es scheint, als hätte ich einen 6. Sinn gehabt, denn das Wetter war ja echt bislang nicht so schön daheim. Hier war es auch nicht so warm und wechselhaft aber seit 2-3 Wochen Dauersonne :).
Das wusste ich Ende Februar noch nicht und da war es nur grau, kalt und dunkel – ich wollte weg. Zu dem Zeitpunkt waren nur 10 Tage Trainingslager in Arenal geplant. Die 3 Wochen Kapverden zwischen Dezember und Januar 2016 haben sicher auch dazu beigetragen. Also ne WG gesucht, mein Laptop, Rad + Koffer gepackt und ab gings. Back to the roots!

Zwischendurch gab es ein kleines Shooting mit Kilian Kreb aus Freiburg:

©Kilian Kreb

Das Trainingslager in Arenal war sehr trainingsintentiv und ein etwas runtergerutschter Sattel haben gleich mal ne entzündete Kniekehlensehne verursacht, also erstmal 5 Tage Pause. Na toll. Ich bin viel spazierengegangen und habe gechillt. Das Ganze hat sich 3 Wochen hingezogen, keine Berge mehr und nach dem Training bei der Arbeit immer ein Icepack drauf. Weggegangen ist das Knirschen und Dicksein erst, als ich mit den RoadBIKE-Jungs eine Sa Calobra Tour gefahren bin und den Berg fast Anschlag hochgedrückt habe. Danach war gut. Musste wohl einmal richtig belastet und durchgepustet werden :).

Fans gab's auch an der Strecke :D ©Kilian Kreb

Nach dem TL ging es in den Norden, zu meiner neuen spanischen Mitbewohnerin. WG-Leben hatte ich in allen Varianten während meines Studiums, also nichts Neues. Dennoch spannend und immer wieder fordernd. Ich trag es mit Humor und versuche eine gute Mitbewohnerin zu sein, was bei meiner Putzleidenschaft nicht so schwer ist :).

Zum Glück hat meine Arbeit zu keiner Zeit gelitten, das Internet ist genauso schnell und ich sitze genauso lange vorm Rechner wie daheim auch. Egal ob draußen die Sonne scheint oder nicht. Arbeit geht vor.

©Kilian Kreb

©Kilian Kreb
©Kilian Kreb

Ich versuche das Inselleben voll auszukosten. Habe etliche lange, wundeschöne Touren hinter mir, versuche auch zu Fuß Neuland zu entdecken, hab einen Spanischkurs besucht, viele Freunde bei ihren Trainingslagertouren begleitet, noch mehr Leute am Berg abgesprintet (sorry ;)), denke jeden Tag am Meer, dass ich es immer lieben werde, egal wie oft ich es sehe und wenn morgens die Sonne scheint, geht mir einfach das Herz auf. Am besten ist dann Laufen am Strand oder freeletics auf dem Dach.

©Kilian Kreb

©Kilian Kreb

Mal sehen, was die nächsten 18 Tage noch für mich bereithalten. Stay tuned… tägliche News auf Strava, Instagram, freeletics oder FB
Sonntag, 20. Dezember 2015

RoadBIKE Shooting Freiburg

Lustig & crazy ging es zu beim Shooting für die neue RoadBIKE 01/16
mit Fotograf Kilian Kreb

© RoadBIKE/Motorpresse/Kilian Kreb Fotografie

© Kilian Kreb Fotografie

Jo. Schön rumgealbert :D © Kilian Kreb Fotografie

… und im Supermarkt erstmal Bananen gekauft :D haha © Kilian Kreb Fotografie

… und den Wiehre Bahnhof haben wir auch unsicher gemacht. © Kilian Kreb Fotografie

© Kilian Kreb Fotografie

RoadBIKE Mallorca Festival 2016 – Playa de Muro
Sonntag, 22. November 2015

Premiere: Reb & der neue Crosser von Centurion!

Seit gestern steht ein Neuzugang bei mir in der Wohnung: das Centurion Crossfire Carbon 4000

Ich durfte dieses Rad ja schon beim Sankt Anton-Shooting testen und hatte großen Spaß! Meine Lust auf Cross wurde geweckt und ich wollte es unbedingt mal ausprobieren. Centurion hat es möglich gemacht und stellt mir den Crosser als Testbike zur Verfügung. Danke!!! Ich freue mich riesig und werde im Februar mein Fazit ziehen aber schon nach der Tour heute kann ich sagen: Verdammt, wieso habe ich das nicht schon viel früher mal ausprobiert???!!! Wie geil mit so nem Rad die Schotterstraßen hochzujagen und selbst im Schnee war es nicht zu bremsen. Ich fahr schon sau gern Rennrad und liebe die Sitzposition und das kompakte Gefühl. Mit dem Crosser geht das einfach überall. Ich find's sau geil…

Going crazy :D So much fun!!!!

Centurion Crossfire Carbon 4000

Heute ging es Richtung Schauinsland – ungeachtet des gestrigen Schneefalls… ;) Gleich von Anfang an auf's Gaspedal getreten. Was ne Gaudi!!! :D Je höher ich kam, desto mehr Schnee auf dem Weg, der das Treten ganz schön mühsam machte. Auf der Abfahrt war nicht das Rad das Problem, sondern meine Finger, die einfach erfroren sind und so abartig weh getan haben, dass ich immer wieder anhalten musste. Klatschnass und durchgefroren schnurstracks nach Hause. In dem Punkt leider typisch Frau ;)). Nach einer heißen Dusche kam die Freude zurück und ich hoffe, dass ich nächstes Mal verschont bleibe :).


Check Strava: Crosser-Testride

Hier der RoadBIKE-Test, bei dem ich das Rad auch schon fahren durfte.

Da war's noch lustig :D

Beim Shooting ging es auch schon durch's Wasser ;)

Samstag, 3. Oktober 2015

RoadBIKE-Shooting: Sankt Anton & Umgebung

Motto 1: immer schön flexibel bleiben, 2: Chancen ergreifen, 3: Neues entdecken, 4: laufen lassen. 

Zum Glück muss ich gar nicht gegen einen nicht vorhandenen Alltag ankämpfen, sondern packe meinen Laptop und schwupps wird mein Hotelbett zum Schreibtisch umfunktioniert und meine Arbeit auf Morgen- und Abendstunden verlegt und ich kann spontan mit der RoadBIKE auf Tour gehen. Dieses Mal Sankt Anton und Umgebung.

Bei Sankt Anton fällt mir eigentlich nur Après Ski und "Sankt Anton aus Tirol" ein aber ich wusste nicht um die tolle Landschaft drum herum und die äußerst familiäre Dorfidylle war mir auch nicht bekannt. Wann immer man einem begegnet, wird man mit "Grüß Di!" begrüßt, als würde man sich schon ewig kennen. Nett.

Der Wettergott hat in der ersten Nacht alles in Weiß gehüllt. Neuschnee. Alle Pässe gesperrt, Schneekettenpflicht! Ich fand's nicht nett. So kalt, dass ich nach 5 Min auf dem Rad meinen Namen nur noch stottern konnte, was man aber nicht mal mehr verstanden hat, so eingefroren war mein Kinn. Jo, mach da mal geile Bilder wenn alles weiß ist! Wir sind also frierenderweise, auf der Suche nach einem Stück schneefreier Fläche, mehr im Auto als mit dem Rad umhergefahren. Es war 2 Tage fast aussichtslos bis der Wettergott ein Einsehen mit uns hatte und uns paar Stunden Sonnenschein am letzten Tag geschenkt hat.

© Alle Pics von Christian Lampe. Rechte liegen bei der Motorpresse / RoadBIKE
Hier ein kleiner Vorgeschmack…

Mit dabei Racing Student Fahrer Pascal Husterer. Mein Giant Liv ganz schön geil…

Richtung Silvrettapass – Ischgl-Seite.


Silvrettapassstraße – Montafon hoch. Geiler Anstieg!

Im Weinkeller des Hospiz. Lebensinsidertipps gab's vom Meister persönlich aber ich fürchte er dachte ich sei erst 25 :).

Bah war das kalt da hoch… brrrrrr. Ich bin auch echt ne Frostbeule....

Überall Schnaps… hier bei Karl von der Sennhütte. Mein Blick verrät, wie sehr ich Bock da drauf hatte…

Neuer Crosser von Centurion im nächsten Heft!!
Hmmm, Cross wäre ne Disziplin, die mir noch fehlt ;)


Biehler Höhe Stausee


Wunschöne Gegend. Tolle Pässe. Nette Leute. Wandern muss hier auch mega sein. Biken war ich ja schon mehrmals im Montafon, das auf der anderen Bergseite liegt. Also ich würde wiederkommen!
Sonntag, 16. August 2015

Trans Schwarzwald 5. Etappe – Es ist geschafft!!!! Juhuuu! :)

Letzte Etappe: 67 km / 11xx HM, paar Rampen
Gesamt nach 5 Etappen: Platz 17 / Damen 13

Ich fühlte mich heute morgen wieder sehr müde aber hatte eine bessere Nacht, hab gedehnt und Blackroll gemacht, gechillt und relativ viel geschlafen. Am Morgen in Donaueschingen 14 Grad und Nieselregen. Besser als 36 Grad! Ich find's selbst schlimm, dass ich sowas schreibe aber mein Körper mag die +30 Grad-Hitze nicht im Sport. Ich schwitze einfach zu wenig. Das ist echt geil wenn man nen Schaui hochfährt und oben aussieht wie frisch aus dem Bad aber in Hitzerennen glaube eher von Nachteil. Da kocht irgendwann das Blut…

Heute vorm Start dick eingepackt. Armlinge und ne Windweste hinten im Trikot haben aber gereicht.

Das Frühstück war wortkarg, Micha wollte heim. Ich auch aber nein – was machen wir heute? Ja, wir radeln!! :D Es gab Müsli aber ich hatte nicht sonderlich viel Hunger. Im Gegensatz zu den kleinen Chinesen bei uns im Saal, die sich halbe Brötchen mit 4 Scheiben Käse reingeschoben haben! 4!! Um 9:15 zum Start. Bin dann noch bissel mit Bernd gefahren.

Start um 10 Uhr wie alle anderen Tage auch. Ich war wie auch schon die anderen Tage beim ersten Gebolze in der Nähe von Kirsten und beschloss irgendwann mit ihr zu fahren. Besser als alleine im Wald rumzugurken. Wir fuhren ungefähr 50 Kilometer zusammen über welliges Terrain. Mein Reifen heute echt Schrott. Sau rutschig einfach aber die Trails so überschaubar, dass es nicht viel ausmachte. Ohne Sturz geblieben ;). Auch das ein Highlight!

Da sieht man deutlich das Ei am Knie vom Stadtrad-Wegrutscher nach der Transalp :(

An der 2. Verpflegung tauchte auf einmal Sönke auf, der heute und gestern als Tagesstarter unterwegs war und durch einen Defekt zurückgeworfen wurde. Ich dachte schon wir machen jetzt ne Cliquen-Ausfahrt wenn Bernd noch zu uns aufschließt aber der kam heute leider nicht vor. Sönke war bissel zu flott für uns Halbtote und nachdem er sich vergewissert hatte, dass wir zusammen Spaß hatten, war er auf der ersten Abfahrt schwupps-die-wupps im Sönke-Downhill-Modus weg.

Erst bei der Rampe in Altglashütten verlor ich Kirsten. Mein 30er Kettenblatt war hier genau richtig und so kurbelte ich mich hoch. Meine Beine fühlten sich weder gut, noch schlecht an, meine Wattwerte befanden sind im oberen Feld, also alles okay. Wenigstens keine Rückenschmerzen wie am Vortag. Irgendwann sah ich dann ein Mädel vor mir und hatte wieder den Race-Blick und gab Gas. 7 km vorm Ziel noch ein Booster rein und ich musste an Asterixs und Obelixs Zaubertrank denken und gab noch mehr Gas. Bahm, eine eingeholt und sogleich überholt. Die nächste Konkurrentin in Sicht und gleiches Spiel. Noch ne Schippe drauf. Bahhhhmmmmm, vorbei. Und dann in der Kurve rechts steil hoch und pam pam pam die Gänge runtergeknallt, während die 3. Konkurrentin absteigen musste. Geiler Lauf! Hat echt Spaß gemacht. Wenns mal läuft ist's Bombe, wenn ;).

Vorm Start mit Sönke, Conny und Verena (Foto: C. Hellstern)

Danach die Skirampe und ein Typ direkt vor mir. Ich war aggro aber kam nicht vorbei. Der hatte mich schon vorher ausgebremst auf der Abfahrt und stieg jetzt ausgerechnet so vor mir ab, dass kein Durchkommen war. Ich fluchte und maulte ihn an, dass er mir gehörig auf den Sack ginge! Ich musste also schieben. Danach die Wiese. So schlimm steil. Soooo schlimmmmmm. Echt. Das tut nur weh. Was ein Kampf da hoch. Ich keuchte und schnaubte und ich tritt wie verrückt bis runter ins Ziel. Kurz davor vertraute Schreie. Ich wusste sofort, dass das mein großer Bruder war obwohl ich ihn nicht gesehen habe und nicht damit gerechnet habe, dass er hier ist. Was für eine Freude!!!! Im Ziel auch meine Eltern. Das hat mich wahnsinnig gefreut. Egal wie alt man ist, ist es einfach das schönste, wenn die Familie da ist und solche Momente mit einem feiert. Zumal ich mein Rad abgeben konnte und warm duschen mit ca. 50 anderen verdreckten Männern ;). Getrennt gab's nicht. Mich hat es nicht gestört :).

Gestern im Ziel mit Bernd. Schön, dass so viele Freunde dabei waren…

Danach gab es noch einen Schluck Sekt mit Kirsten, Lutz und ihrem Vater. Was haben wir gelitten und uns durchgebissen durch Hitze, Staub, Schmerzen, Regen und Kälte. Es war alles dabei und wir wurden nicht verschont. Ich war selten so müde wie bei diesem Etappenrennen. Die Transalp hatte wohl Spuren hinterlassen....

Glücklich im Ziel mit Kirsten, Lutz und Vater Halmschlag.

Ich danke allen, die mir geholfen haben, allen, die uns angefeuert haben und allen, die mich immer wieder aufgebaut haben oder an der Strecke standen. Ich danke meinem neuen Trainer Clemens Hesse für den Rückenwind und die Tipps, meinen Freunden daheim für die lieben SMS, meinen Kunden für ihr Verständnis, Ralf und Micha, dass sie vorgestern meine schlechte Laune im Ziel ertragen haben und wir so viel zu lachen hatten. Großer Dank an Centurion Vaude für die Hilfe! Glückwunsch zum Doppelsieg! Natürlich auch an alle anderen Sieger…

Im Ziel gestern erstmal nach Luft schnappen…  Heribert, stylisches Outfit!! ;)

Im Moment würde ich sagen, dass es meine letzte Trans Schwarzwald war. Ohne richtigen Support habe ich auch keine Lust mehr sowas zu machen. Ins Hotel radeln, duschen, Wäsche waschen, auspacken, Bike putzen und checken, was zu essen besorgen, essen, Mails checken, eventuell was arbeiten, dann zum Abendessen, danach bleibt eventuell noch kurz Zeit für Reizstrom an die lädierten Muskeln und schon sind es keine 8 Stunden Schlaf mehr. Ich brauche dann noch ewig zum Einschlafen und schwupps nur noch 6 Stunden. Definitiv zu wenig für mich um noch Leistung zu bringen.

Jetzt schlafen, schlafen, schlafen. Nach der Transalp waren es 10 Stunden im Schnitt jede Nacht, mal sehen ob ich das toppen kann. Gammeln in Jogginghose, Couch-surfing, essen und Bier trinken wie in alten Zeiten … okay, morgen erstmal arbeiten ;) 
Eure Reb